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Konzeption, Evaluation und Diskussion eines digitalen Lernangebots für interaktive Whiteboards

Entwicklung und Evaluation von digitalen Medien

Titel: Konzeption, Evaluation und Diskussion eines digitalen Lernangebots für interaktive Whiteboards

Hausarbeit , 2022 , 40 Seiten , Note: 1,0

Autor:in: Carolin Bengelsdorf (Autor:in)

Pädagogik - Medienpädagogik
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Die Arbeit beschreibt die Konzeption, didaktische Begründung und Evaluation eines digitalen Lernangebots in Form eines Erklärvideos zur technischen Handhabung neu eingeführter interaktiver Whiteboards an einer Grundschule. Ausgangspunkt ist eine konkrete Praxisproblematik: Das Kollegium erhält neue Boards mit veränderter Software, jedoch ohne begleitende Schulung. Vor dem Hintergrund ungleicher digitaler Kompetenzen im Kollegium und fehlender Fortbildungsstrukturen wird ein bedarfsgerechtes, flexibel nutzbares Lernangebot entwickelt.

Nach einer Analyse von Ausgangssituation, Zielgruppe und Bildungsbedarf leitet die Autorin die Zielsetzung des Lernangebots ab: Lehrkräfte sollen grundlegende technische Kenntnisse und Anwendungssicherheit im Umgang mit der Software erwerben. Das Angebot fokussiert ausdrücklich die technische Ebene, nicht die didaktische Nutzung im Unterricht.

Didaktisch wird das Lernangebot im kognitivistischen Lernverständnis sowie in der Theorie des multimedialen Lernens nach Mayer verortet. Darauf aufbauend werden Gestaltungsprinzipien wie Multimedia-, Kontiguitäts-, Modalitäts-, Redundanz-, Kohärenz- und Personalisierungsprinzip für die Videokonzeption umgesetzt. Das Erklärvideo ist segmentiert, ermöglicht selbstgesteuertes Lernen, kann zeit- und ortsunabhängig genutzt werden und adressiert den heterogenen Kenntnisstand der Lehrkräfte.

Im Anschluss wird ein Evaluationskonzept entwickelt, das die Qualität des Lernangebots mittels einer summativen Evaluation erfasst. Grundlage bildet das Learning Object Review Instrument (LORI). Vier Qualitätsdimensionen werden einbezogen: Inhaltsqualität, Lernzielausrichtung, Motivation und Design. Für jede Dimension werden Indikatoren und Items operationalisiert und in einem standardisierten Online-Fragebogen umgesetzt; angestrebt ist eine Vollerhebung im Kollegium. Die geplante Auswertung sieht deskriptive Kennwerte sowie Reliabilitätsprüfungen (Cronbachs Alpha) vor; Gütekriterien und Forschungsethik werden systematisch berücksichtigt.

In der Schlussbetrachtung betont die Arbeit, dass der reine Technikeinsatz keinen Lernerfolg garantiert; wirksam wird das Medium erst bei ausreichender Kompetenzentwicklung der Lehrkräfte. Das entwickelte Konzept wird als passend und praxisrelevant bewertet, zugleich werden Limitationen (kleine Stichprobe, theoretischer Evaluationscharakter) reflektiert und Hinweise auf weiterführende Wirksamkeitsstudien gegeben.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

  • Abkürzungsverzeichnis.
  • 1. Einleitung
  • 2. Analyse der Ausgangssituation
    • 2.1 Das interaktive Whiteboard als digitales Medium in der Schule.
    • 2.2 Problemanalyse
    • 2.3 Zielgruppenanalyse
    • 2.4 Herleitung des Lernangebots
  • 3. Didaktisches Konzept.
    • 3.1 Lehr- und Lernziele
    • 3.2 Lerntheoretische Verortung.
    • 3.3 Didaktisches Setting.
    • 3.4 Digitales Tool
  • 4. Evaluationskonzept
    • 4.1 Evaluationsforschung
    • 4.2 Forschungsinteresse
    • 4.3 Forschungsfrage und Hypothesen.
    • 4.4 Merkmals- und Geltungsbereich.
    • 4.5 Erhebungsmethode und -instrument
    • 4.6 Gütekriterien
    • 4.7 Auswertungsmethode.
    • 4.8 Forschungsethik.
  • 5. Schlussbetrachtung und Ausblick.
  • Literaturverzeichnis.
  • Anhangsverzeichnis.

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit zielt darauf ab, dem von Lehrkräften geäußerten Bildungsbedarf im Umgang mit neuen interaktiven Whiteboards zu begegnen. Dazu wird ein digitales Lernangebot in Form eines Erklärvideos konzipiert und dessen Qualität aus Sicht der Lehrkräfte bewertet. Die zentrale Forschungsfrage lautet: Wie wird die Qualität des Erklärvideos für die technische Handhabung der interaktiven Whiteboards von den Lehrkräften bewertet?

  • Analyse der Ausgangssituation und Identifikation des Bildungsproblems im Kontext digitaler Medien in Schulen.
  • Entwicklung eines didaktischen Konzepts für ein zielgruppengerechtes digitales Lernangebot.
  • Definition und Anwendung eines umfassenden Evaluationskonzepts zur Qualitätsbewertung.
  • Untersuchung des interaktiven Whiteboards als relevantes digitales Medium im Schulkontext.
  • Betrachtung von Lerntheorien und Modellen wie TPACK zur Verortung digitaler Kompetenzen.
  • Einsatz des "Learning Object Review Instrument" (LORI) zur Messung der Erklärvideo-Qualität.

Auszug aus dem Buch

2.2 Problemanalyse

Auf bildungspolitischer Ebene ist erkennbar, dass insbesondere in den letzten Jahren äußere Rahmenbedingungen zur Stärkung der digitalen Kompetenzen der Lehrkräfte geschaffen wurden (Werner & Baumbach, 2021, S. 57). Mit der im Jahr 2016 veröffentlichten Strategie der Kultusministerkonferenz zur Bildung in der digitalen Welt wurden beispielsweise zentrale Kompetenzen formuliert, über welche das Lehrpersonal verfügen muss, um für alle Schüler*innen eine Teilhabe an der digital geprägten Gesellschaft zu ermöglichen (Kultusministerkonferenz, 2021, S. 3). Für eine anschlussfähige systematische Betrachtung und notwenige Weiterentwicklung der benötigten Kompetenzen bietet der Europäische Rahmen für die digitale Kompetenz Lehrender' (DigCompEdu) ebenfalls eine Orientierung, welcher bereits Eingang in die Kompetenzmodelle und Orientierungsrahmen für die Aus- und Fortbildung der Lehrkräfte in unterschiedlichen Ländern gefunden hat (Kultusministerkonferenz, 2021, S. 23-24). Für die wissenschaftlichen Betrachtung der benötigten Fähigkeiten einer Lehrkraft beim Einsatz von digitalen Lernmedien hat sich zudem das TPACK Modell von Mishra & Koehler (2006; 2009) etabliert. Das Kürzel TPACK steht für ‚technological pedagogical content knowledge' und basiert auf Shulmans (1986, 1987) Modell des Professionswissens von Lehrkräften. Dieses Modell wurde um die medienbezogene Komponente erweitert. TPACK stellt eine Verbindung von technologischem, pädagogischem und inhaltsbezogenem Wissen dar, welches die Lehrkraft dazu befähigen soll, digitale Medien im Unterricht erfolg- reich einzusetzen (Knüsel Schäfer, 2020, S. 28). Die Kultusministerkonferenz (2021) erwähnt in ihrer Strategieergänzung bereits das sogenannte ‚digitality-related pedagogical and content-related knowledge' (DPACK)-Modell (S. 24), welches eine Weiterentwicklung des TPACK-Modells darstellt, „indem es dessen ,technology knowledge' durch eine Digitalitätskompetenz ersetzt“ (Döbeli Honegger, 2021, S. 419). Insgesamt muss herausgestellt werden, dass als zentrale Prädikatoren der Nutzung digitaler Medien im schulischen Kontext die Kompetenzen Lehr-kräfte stehen (Eickelmann & Drossel, 2020, S. 349). Digitale und digital ge-stützte Lehr- und Lernszenarien können nur realisiert werden, wenn das Lehr-personal entsprechende Kompetenzen besitzen (Diepolder et al., 2021, S. 2). Das Lehrpersonal wird nach Davis et al. (2013) als ,keystone species' für die Integration digitaler Technologien in schulisches Lernen gesehen (S. 439). Das professionelle Lehren mithilfe von interaktiven Whiteboards erfordert allerdings Zeit. Lehrende müssen selbstbewusste Anwender*innen der Technologie werden und ihre Praxis anpassen, um ihre Nutzung zu integrieren. Dies erfolgt frühestens nach mehr als einem Jahr Nutzung. Es bedarf ungefähr zwei Jahre Zeit, bis sich Lehrkräfte wohl und kompetent genug fühlen, um das interaktive Whiteboard entsprechend zu nutzen und deren Verwendung in ihrer pädagogischen Praxis als Mittel zur Unterstützung ihrer Interaktionen mit den Lernenden einzubetten (Hennessy & London, 2013, S. 13).

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Führt in die Thematik der Digitalisierung im Schulwesen ein, betont die Rolle interaktiver Whiteboards und identifiziert den Bedarf an Lehrerfortbildung als Ausgangspunkt der Arbeit.

2. Analyse der Ausgangssituation: Beschreibt die Verbreitung und Herausforderungen interaktiver Whiteboards in Schulen, analysiert die Problemstellung der Lehrkräftekompetenz und die spezifische Zielgruppe für das Lernangebot.

3. Didaktisches Konzept: Legt die Lehr- und Lernziele für das digitale Angebot dar, verortet es in lerntheoretischen Rahmenbedingungen (Kognitivismus) und beschreibt das didaktische Setting sowie das gewählte digitale Tool (Erklärvideo).

4. Evaluationskonzept: Erläutert die Grundlagen der Evaluationsforschung, das Forschungsinteresse, die Hypothesen, den Merkmals- und Geltungsbereich sowie die Methodik zur Erhebung und Auswertung der Qualität des Erklärvideos mittels LORI.

5. Schlussbetrachtung und Ausblick: Fasst die Erkenntnisse zur Notwendigkeit von Lehrerfortbildungen im Umgang mit digitalen Medien zusammen, reflektiert das entworfene didaktische und Evaluationskonzept und gibt einen Ausblick auf Limitationen und weitere Forschungsansätze.

Schlüsselwörter

Digitale Medien, Interaktives Whiteboard, Lehrerfortbildung, E-Learning, Erklärvideo, Didaktisches Konzept, Evaluationsforschung, Lernziele, Medienkompetenz, TPACK Modell, LORI, Qualitätssicherung, Bildungswissenschaft, Lehrkräftekompetenzen, Digitalisierung

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

In dieser Arbeit geht es um die Konzeption, Evaluation und Diskussion eines digitalen Lernangebots in Form eines Erklärvideos, um Lehrkräften den Umgang mit neuen interaktiven Whiteboards zu erleichtern und ihre digitalen Kompetenzen zu stärken.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Themenfelder sind die Analyse der Ausgangssituation digitaler Medien in Schulen, die Entwicklung eines didaktischen Konzepts für ein digitales Lernangebot und die Evaluation dieses Angebots.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das primäre Ziel ist es, Lehrkräften den eigenständigen Umgang mit interaktiven Whiteboards zu ermöglichen. Die Forschungsfrage lautet: Wie wird die Qualität des Erklärvideos für die technische Handhabung der interaktiven Whiteboards von den Lehrkräften bewertet?

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Für die Evaluation wird eine summative Methode gewählt, die auf wissenschaftlich erhobenen Daten basiert. Hierbei wird das Evaluationsmodell "Learning Object Review Instrument" (LORI) verwendet, und die Daten werden mittels eines strukturierten Fragebogens erhoben.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil behandelt die Analyse der Ausgangssituation (interaktive Whiteboards in Schulen, Problemanalyse, Zielgruppenanalyse, Herleitung des Lernangebots), das didaktische Konzept (Lehr- und Lernziele, Lerntheorien, didaktisches Setting, digitales Tool) und das Evaluationskonzept (Forschungsinteresse, Forschungsfrage, Hypothesen, Merkmals- und Geltungsbereich, Erhebungsmethode und -instrument, Gütekriterien, Auswertungsmethode, Forschungsethik).

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird charakterisiert durch Schlüsselwörter wie Digitale Medien, Interaktives Whiteboard, Lehrerfortbildung, E-Learning, Erklärvideo, Didaktisches Konzept, Evaluationsforschung, Lernziele, Medienkompetenz, TPACK Modell, LORI, Qualitätssicherung, Bildungswissenschaft, Lehrkräftekompetenzen und Digitalisierung.

Warum wurde ein Erklärvideo als digitales Lernangebot gewählt?

Ein Erklärvideo wurde gewählt, weil videobasierte Inhalte seit den 2000er Jahren stark zugenommen haben, sie Lerninhalte orts- und zeitunabhängig vermitteln können, die Lernleistung positiv beeinflussen und eine flexible Anpassung an das Lerntempo ermöglichen.

Welches Evaluationsmodell wird zur Bewertung der Qualität eingesetzt und welche Dimensionen werden betrachtet?

Zur Bewertung der Qualität wird das "Learning Object Review Instrument" (LORI) eingesetzt. Für diese Arbeit werden vier Dimensionen herangezogen: Inhaltsqualität, Lernzielausrichtung, Motivation und Design des Erklärvideos.

Was sind die Hauptprobleme, die bei der Einführung von interaktiven Whiteboards an Schulen identifiziert wurden?

Die Hauptprobleme sind mangelnde Fortbildung für Lehrkräfte, heterogene technische und pädagogische Kompetenzen im Umgang mit digitalen Medien, sowie Zeitmangel der Lehrkräfte, um sich eigeninitiativ mit neuen Technologien vertraut zu machen.

Welche Rolle spielen Lerntheorien bei der Konzeption des digitalen Lernangebots?

Lerntheorien, insbesondere der Kognitivismus, bilden das theoretische Fundament des didaktischen Konzepts. Sie geben Orientierung bei der Gestaltung des Lernangebots und helfen, Prozesse des Lernens sowie die Vermittlung von Wissen zu strukturieren, indem beispielsweise Prinzipien der kognitiven Theorie des multimedialen Lernens angewendet werden.

Ende der Leseprobe aus 40 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Konzeption, Evaluation und Diskussion eines digitalen Lernangebots für interaktive Whiteboards
Untertitel
Entwicklung und Evaluation von digitalen Medien
Hochschule
FernUniversität Hagen  (Kultur- und Sozialwissenschaften)
Veranstaltung
Modul 3: Entwicklung und Evaluation von digitalen Medien
Note
1,0
Autor
Carolin Bengelsdorf (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2022
Seiten
40
Katalognummer
V1684206
ISBN (PDF)
9783389172063
ISBN (Buch)
9783389172070
Sprache
Deutsch
Schlagworte
digitales Lernangebot Erklärvideo interaktives Whiteboard Kompetenzentwicklung Evaluation mediendidaktisches Design Lehrer*innenfortbildung Lernen
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Carolin Bengelsdorf (Autor:in), 2022, Konzeption, Evaluation und Diskussion eines digitalen Lernangebots für interaktive Whiteboards, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1684206
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Leseprobe aus  40  Seiten
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