Die folgende Arbeit beschäftigt sich mit der Entnazifizierung von Technikern und Wissenschaftlern in der frühen Nachkriegszeit.
Inhaltsverzeichnis
- 1. Einleitung
- 2.1. Die Auseinandersetzung mit dem Nationalsozialismus
- 2.2. Die Grundphasen der Entnazifizierung
- 2.3. Die amerikanische Besatzungszone
- 2.4. Die deutschen Spruchkammern
- 2.5. Musste die Entnazifizierung des Nachkriegsdeutschlands scheitern?
- 3. Die Entnazifizierung von Wissenschaftler und Techniker am Beispiel der Kaiser-Wilhelm-/Max-Planck-Gesellschaft
- 3.1. Die Entnazifizierung in der Kaiser-Wilhelm-/Max-Planck-Gesellschaft
- 3.2. Die KWG/MPG als „scientic community“
- 3.3. Die Entnazifizierung in der Kaiser-Wilhelm-/Max-Planck-Gesellschaft
- 3.4. Der Rechtfertigungskurs der Wissenschaft
- 3.4.1. Der Beklagte widmete sich ausschließlich der Forschung.
- 3.4.2. Der Beklagte war kein politischer Aktivist.
- 3.4.3. Der Beklagte trat rein aus Interesse an seiner eigenen Karriere in die Partei ein
- 3.4.4. Der beklagte Wissenschaftler trat aus reinem Pflichtgefühl gegenüber der Wissenschaft in die NSDAP ein...
- 3.4.5. Der Beklagte habe aus kollegialer Solidarität gehandelt
- 3.4.6. Der Betroffene leistete Widerstand gegen den Nationalsozialismus
- 3.5. Die institutionelle Rechtfertigungsstrategie – Die Zugehörigkeit zur Kaiser-Wilhelm-/Max-Planck-Gesellschaft
- 4. Fazit
- 5. Literaturverzeichnis
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Die vorliegende Arbeit befasst sich mit der Entnazifizierung von Technikern und Wissenschaftlern in der frühen Nachkriegszeit. Zunächst wird die Entnazifizierung in der amerikanischen Besatzungszone betrachtet, um ein grundlegendes Verständnis für die politische Säuberung zu gewinnen. Anschließend wird das Kaiser-Wilhelm-/Max-Planck-Institut als konkretes Beispiel für die Entnazifizierungsmaßnahmen bei Wissenschaftlern und Technikern herangezogen. Dabei wird auch die Frage nach Rechtfertigungsstrategien der Wissenschaftler gestellt. Die Arbeit untersucht, ob die verschiedenen Besatzungszonen (am Beispiel der amerikanischen Besatzungszone) zwischen ihren politischen Säuberungszielen und dem Bedarf an Wissenschaftlern und Technikern für den Wiederaufbau entscheiden mussten.
- Entnazifizierung in der amerikanischen Besatzungszone
- Entnazifizierung von Wissenschaftlern und Technikern am Beispiel der Kaiser-Wilhelm-/Max-Planck-Gesellschaft
- Rechtfertigungsstrategien von Wissenschaftlern in der Nachkriegszeit
- Die Rolle der Wissenschaft im Wiederaufbau Deutschlands
- Spannungsverhältnis zwischen politischer Säuberung und Bedarf an Fachkräften
Zusammenfassung der Kapitel
Die Einleitung führt in die Thematik der Entnazifizierung von Wissenschaftlern und Technikern in der frühen Nachkriegszeit ein und stellt die zentralen Fragestellungen der Arbeit vor. Das erste Kapitel beleuchtet die Entnazifizierung in der amerikanischen Besatzungszone und die Auseinandersetzung mit dem Nationalsozialismus. Hier werden die verschiedenen Phasen der Entnazifizierung und die Ambivalenz zwischen Säuberungspolitik und dem wirtschaftlichen Wiederaufbau dargestellt. Das zweite Kapitel analysiert die Entnazifizierung von Wissenschaftlern und Technikern am Beispiel der Kaiser-Wilhelm-/Max-Planck-Gesellschaft. Dabei werden die Rechtfertigungsstrategien der Wissenschaftler und die institutionelle Rechtfertigungsstrategie der Gesellschaft untersucht.
Schlüsselwörter
Entnazifizierung, Wissenschaftsgeschichte, Techniktransfer, Kaiser-Wilhelm-/Max-Planck-Gesellschaft, Rechtfertigungsstrategien, amerikanische Besatzungszone, Wiederaufbau, „scientic community“.
Häufig gestellte Fragen
Was war das Ziel der Entnazifizierung in der US-Besatzungszone?
Ziel war die politische Säuberung der Gesellschaft von nationalsozialistischen Einflüssen, wobei ein Spannungsfeld zum Bedarf an Fachkräften für den Wiederaufbau bestand.
Wie rechtfertigten Wissenschaftler ihre Mitgliedschaft in der NSDAP?
Häufige Strategien waren die Behauptung, man sei kein politischer Aktivist gewesen, sei nur aus Karrieregründen beigetreten oder habe aus Pflichtgefühl gegenüber der Forschung gehandelt.
Welche Rolle spielten die deutschen Spruchkammern?
Die Spruchkammern waren für die Durchführung der Entnazifizierungsverfahren zuständig und beurteilten die individuelle Belastung der Betroffenen.
Was ist die „institutionalisierte Rechtfertigungsstrategie“ der KWG/MPG?
Die Zugehörigkeit zur Kaiser-Wilhelm- bzw. Max-Planck-Gesellschaft wurde oft als kollektiver Schutzraum oder Beleg für eine rein wissenschaftliche Orientierung genutzt.
Musste die Entnazifizierung im Nachkriegsdeutschland scheitern?
Die Arbeit untersucht die Ambivalenz zwischen den Säuberungszielen und der pragmatischen Notwendigkeit, technisches und wissenschaftliches Know-how für den Wiederaufbau zu erhalten.
- Quote paper
- Claudia Löb (Author), 2010, Entnazifizierung von Wissenschaftlern und Technikern in der frühern Nachkriegszeit am Beispiel der Kaiser-Wilhelm-/Max-Planck-Gesellschaft, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/168474