Grin logo
de en es fr
Shop
GRIN Website
Texte veröffentlichen, Rundum-Service genießen
Zur Shop-Startseite › Germanistik

Analyse der Textfunktion am Beispiel eines Zeugnistextes. Ein Vergleich der Textfunktion nach Brinker und des Ertragsmodells nach Adamzik

Titel: Analyse der Textfunktion am Beispiel eines Zeugnistextes. Ein Vergleich der Textfunktion nach Brinker und des Ertragsmodells nach Adamzik

Hausarbeit , 2024 , 15 Seiten , Note: 1,7

Autor:in: Anonym (Autor:in)

Germanistik
Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Die Hausarbeit analysiert die Textfunktion eines schulischen Zeugnistextes mithilfe zweier textlinguistischer Modelle: der Textfunktionen nach Klaus Brinker und des Ertragsmodells nach Kirsten Adamzik. Ziel ist es, Gemeinsamkeiten und Unterschiede beider Ansätze in Bezug auf kommunikative Ziele und Wirkungen des Textes herauszuarbeiten. Anhand einer theoriegestützten Analyse wird gezeigt, dass Brinkers Modell vor allem die dominante Informations- und Appellfunktion des Zeugnistextes erfasst, während Adamziks Ertragsmodell eine weitergehende Perspektive auf kognitive, emotionale, soziale und handlungsorientierende Wirkungen für Schüler und Eltern eröffnet. Insgesamt verdeutlicht die Arbeit, dass beide Modelle sich ergänzen und zusammen eine differenzierte, kontextsensible Textanalyse ermöglichen.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

  • 1. Einleitung..................................................................................................................................... 3
  • 2. Theoretischer Hintergrund.......................................................................................................... 3
    • 2.1. Die Textfunktionen nach Klaus Brinker...................................................................................... 3
    • 2.2. Das Ertragsmodell nach Kirsten Adamzik................................................................................... 6
  • 3. Theoriegestützte Analyse des Zeugnistext................................................................................ 8
    • 3.1. Analyse der Textfunktion eines Zeugnistexts nach Brinker..................................................... 8
    • 3.2. Anwendung von Adamziks Ertragsmodell auf einen Zeugnistext............................................ 10
  • 4. Diskussion der Ergebnisse im Licht der beiden theoretischen Ansätze............................ 12
  • 5. Fazit: Zusammenfassung der Haupterkenntnisse................................................................... 13
  • Literaturverzeichnis.................................................................................................................... 15

Zielsetzung & Themen dieser Arbeit

Diese Arbeit zielt darauf ab, einen Zeugnistext mittels zweier textlinguistischer Modelle zu analysieren. Die zentrale Forschungsfrage lautet: „Welche Unterschiede und Übereinstimmungen zeigen die Ansätze von Klaus Brinker und Kirsten Adamzik bei der Analyse der kommunikativen Ziele und Wirkungen eines Zeugnistextes?"

  • Analyse der Textfunktionen nach Klaus Brinker
  • Anwendung des Ertragsmodells nach Kirsten Adamzik
  • Textlinguistische Untersuchung von Zeugnistexten
  • Vergleich kommunikativer Ziele und Textwirkungen
  • Betrachtung von Texten als sprachliche Handlungen
  • Rezeption und Interpretation von Texten aus unterschiedlichen Perspektiven

Auszug aus dem Buch

Die Textfunktionen nach Klaus Brinker

Brinker bedient sich dieser Klassifikation für seine Definition der Textfunktionen und verändert sie im Bezug auf die Repräsentativa und die Expressiva (vgl. Brinker 1985, 97 f.). Die Textfunktion gebe Aufschluss darüber, welche Absichten ein Text verfolgt und welche Wirkungen er bei den Rezipient*innen hervorrufen solle (vgl. Brinker et al. 2018, S. 97). Hierfür unterscheidet Brinker mehrere Grundfunktionen von Texten, die er erstmals in seinem Werk "Linguistische Textanalyse" (Brinker 1985) detailliert beschreibt. Die Grundfunktionen würden oft nicht isoliert, sondern in Kombination in einem Text auftreten können (vgl. Brinker et al. 2018, S. 88). Ein Text könne daher über mehrere Grundfunktionen verfügen, jedoch würde eine einzige Funktion dominieren, die durch eine bestimmte Kommunikationssituation determiniert werden würde. Diese sei nach Brinker als Textfunktion zu bezeichnen (vgl. Brinker et al. 2018, S. 88). Ein Werbetext beispielsweise kann sowohl über ein Produkt informieren als auch appellieren dieses zu kaufen. Daher sei es in der Textanalyse wichtig, die dominante Funktion eines Textes zu identifizieren, ohne die möglichen sekundären Funktionen zu übersehen (vgl. Motsch 1987, 58 f.). Diese Differenzierung hilft dabei, die Intention der Textproduzent*innen und die erwartete Wirkung auf die Rezipient*innen besser zu verstehen, was für das Verstehen und Interpretieren von Texten in verschiedenen Kontexten unerlässlich ist. Im Folgenden wird auf alle fünf textuellen Grundfunktionen nach Brinker eingegangen.

Die Informationsfunktion eines Textes zielt darauf ab, den Rezipient*innen Fakten, Daten und Wissen zu vermitteln (vgl. Brinker et al. 2018, S. 106). Texte mit dieser Funktion zeichnen sich durch Objektivität, Klarheit und Prägnanz aus. Es ist entscheidend, dass der Text so gestaltet ist, dass die Informationen leicht verständlich und gut verarbeitbar sind. Typische Beispiele für Texte mit vorwiegender Informationsfunktion sind Nachrichtenartikel, wissenschaftliche Abhandlungen und Sachbücher (vgl. Brinker et al. 2018, S. 107). In diesen Texten steht die Vermittlung von Wissen im Vordergrund, ohne dass dabei eine bestimmte Handlung oder Einstellung bei Leser*innen hervorgerufen werden soll (vgl. Brinker et al. 2018, S. 106). Jedoch kann die Informationsfunktion sich sowohl mit einer thematischen Einstellung als auch mit einer evaluativen Einstellung verbinden (vgl. Brinker et al. 2018, 106 f.). Die thematische Einstellung bezieht sich auf die Verlässlichkeit der übermittelten Information, sodass die Leser*innen die Wahrscheinlichkeit der Information für sich einschätzen können (vgl. Große 1976, 76 ff.; vgl. Brinker et al. 2018, S. 106). Mithilfe der evaluativen Einstellung können die Emittent*innen den Leser*innen ihre Haltung preisgeben, ohne sich jedoch an einer Meinungsbildung zu beteiligen (vgl. Brinker et al. 2018, S. 107).

Im Gegensatz dazu steht die Appellfunktion, die darauf abzielt, die Rezipient*innen zu einer bestimmten Handlung oder Verhaltensweise zu veranlassen (vgl. Brinker et al. 2018, S. 109). Texte mit dieser Funktion enthalten häufig Aufforderungen, Bitten, Befehle oder Ratschläge und verwenden eine direkte, oft imperative Sprache. Beispiele hierfür sind Werbetexte, Wahlkampagnen, Arbeitsanleitungen und Gesetzestexte (vgl. Brinker et al. 2018, S. 110). Neben den Imperativkonstruktionen, finden sich ebenfalls Infinitivkonstruktionen. Diese wird im Rahmen einer speziellen Appellfunktion als Instruktion bezeichnet (vgl. Brinker et al. 2018, S. 111). Hierbei geht es nicht nur darum, Informationen zu vermitteln, sondern auch das Interesse der Rezipient*innen im Hinblick auf die durchzuführende Handlung (vgl. Brinker et al. 2018, S. 111). Zuletzt wird die Appellfunktion zu einer interrogativen Funktion differenziert (vgl. Brinker et al. 2018, S. 112). Das bedeutet, dass die Rezipient*innen zu einer „sprachlichen Mitteilung einer Information“ (Brinker et al. 2018, S. 112) aufgefordert werden. Meist geschieht dies in Zusammenhang mit Textsorten wie Lehrbüchern, Zeitungsinterviews oder Fragebögen (vgl. Brinker et al. 2018, S. 112).

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Dieses Kapitel führt in die Textlinguistik ein und betont die Relevanz der Analyse von Zeugnistexten, wobei es die Forschungsfrage der Arbeit formuliert, die den Vergleich von Brinkers Textfunktionen und Adamziks Ertragsmodell zum Ziel hat.

2. Theoretischer Hintergrund: Hier werden die beiden zentralen theoretischen Modelle detailliert vorgestellt: zum einen die fünf Textfunktionen nach Klaus Brinker, basierend auf der Sprechakttheorie, und zum anderen das Ertragsmodell nach Kirsten Adamzik mit seinen neun Ertragsdimensionen, das über die reine Emittentenintention hinausgeht.

3. Theoriegestützte Analyse des Zeugnistexts: In diesem Kapitel wird ein konkreter Zeugnistext für einen Schüler einer Sekundarschule zunächst in Sinnabschnitte unterteilt und anschließend sowohl mit Brinkers Textfunktionen als auch mit Adamziks Ertragsmodell analysiert, wobei Stärken und Schwächen des Schülers im Text identifiziert werden.

4. Diskussion der Ergebnisse im Licht der beiden theoretischen Ansätze: Dieses Kapitel vergleicht die Erkenntnisse aus den Analysen mit beiden Modellen, hebt deren individuelle Stärken und Grenzen hervor und beleuchtet, wie sie jeweils unterschiedliche, aber komplementäre Einsichten in die Textanalyse bieten.

5. Fazit: Zusammenfassung der Haupterkenntnisse: Das Fazit fasst die Hauptunterschiede und Gemeinsamkeiten der Ansätze von Brinker und Adamzik zusammen, betont ihre jeweiligen Vorteile für funktionale und ganzheitliche Textanalysen und schließt mit der Feststellung, dass die Wahl des Modells von den spezifischen Analysezielen abhängt.

Schlüsselwörter

Textfunktion, Ertragsmodell, Klaus Brinker, Kirsten Adamzik, Zeugnistext, Textlinguistik, Sprechakttheorie, Informationsfunktion, Appellfunktion, Obligationsfunktion, Kontaktfunktion, Deklarationsfunktion, Ertragsdimensionen, Kommunikationssituation, Rezeption

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Diese Arbeit befasst sich mit der Analyse der Textfunktion eines Zeugnistextes, indem sie zwei unterschiedliche textlinguistische Modelle – die Textfunktionen nach Klaus Brinker und das Ertragsmodell nach Kirsten Adamzik – vergleichend anwendet.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themenfelder sind die Textlinguistik, die unterschiedlichen Textfunktionen (Informations-, Appell-, Obligations-, Kontakt-, Deklarationsfunktion) sowie die verschiedenen Ertragsdimensionen von Texten.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das primäre Ziel ist es, die Unterschiede und Übereinstimmungen zwischen den Ansätzen von Klaus Brinker und Kirsten Adamzik bei der Analyse der kommunikativen Ziele und Wirkungen eines Zeugnistextes zu ermitteln.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es wird eine theoriegestützte Textanalyse verwendet, bei der ein konkreter Zeugnistext als Fallbeispiel dient und mit den theoretischen Modellen von Brinker und Adamzik untersucht wird.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Im Hauptteil werden die theoretischen Hintergründe der Textfunktionen nach Brinker und des Ertragsmodells nach Adamzik erläutert, gefolgt von der detaillierten Analyse eines Zeugnistextes anhand dieser beiden Modelle und einer Diskussion der Ergebnisse.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Charakterisierende Schlüsselwörter sind Textfunktion, Ertragsmodell, Klaus Brinker, Kirsten Adamzik, Zeugnistext, Textlinguistik und Sprechakttheorie.

Welchen Vorteil bietet Adamziks Ertragsmodell gegenüber Brinkers Ansatz bei der Analyse von Zeugnissen?

Adamziks Ertragsmodell ermöglicht eine umfassendere Betrachtung, da es nicht nur die Intention des Verfassers, sondern auch die vielfältigen Wirkungen und Nutzen des Textes für die Rezipienten (Schüler und Eltern) berücksichtigt, was besonders relevant für pädagogische Kontexte ist.

Warum wird die Deklarationsfunktion nach Brinker im Zeugnistext als weniger relevant betrachtet?

Die Deklarationsfunktion ist weniger relevant, da das vorliegende Zeugnis ein Halbjahreszeugnis ist und somit keine neue rechtliche oder soziale Realität schafft, wie es bei einem Abschlusszeugnis oder einem Vertrag der Fall wäre; es enthält primär Bewertungen und Empfehlungen.

Wie können Eltern die im Zeugnis enthaltenen Empfehlungen nutzen, um ihren Kind zu fördern?

Eltern können die Empfehlungen zur Aufarbeitung von Wissenslücken oder zur Steigerung der Beharrlichkeit als handlungsorientierte Hinweise verstehen, um zukünftiges Verhalten zu planen und schulische Aktivitäten besser zu koordinieren, beispielsweise durch Lernzeiten oder zusätzliche Förderungen.

Welche Arten von Erträgen sind im Zeugnistext am stärksten ausgeprägt?

Der Zeugnistext bietet in erster Linie intellektuelle (kognitive), handlungsorientierende, emotionale/psychische sowie soziale Erträge, da er Wissen vermittelt, zur Verhaltensplanung anregt, das Selbstbewusstsein stärken kann und soziale Beziehungen beschreibt.

Ende der Leseprobe aus 15 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Analyse der Textfunktion am Beispiel eines Zeugnistextes. Ein Vergleich der Textfunktion nach Brinker und des Ertragsmodells nach Adamzik
Hochschule
Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg  (Germanistisches Institut)
Note
1,7
Autor
Anonym (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2024
Seiten
15
Katalognummer
V1685548
ISBN (PDF)
9783389172353
ISBN (Buch)
9783389172360
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Adamzik Analyse Zeugnis Brinker Vergleich Germanistik
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Anonym (Autor:in), 2024, Analyse der Textfunktion am Beispiel eines Zeugnistextes. Ein Vergleich der Textfunktion nach Brinker und des Ertragsmodells nach Adamzik, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1685548
Blick ins Buch
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
Leseprobe aus  15  Seiten
Grin logo
  • Grin.com
  • Versand
  • Kontakt
  • Datenschutz
  • AGB
  • Impressum