Der Transaktionskostenansatz

Make or Buy Entscheidung


Referat (Ausarbeitung), 2011
9 Seiten, Note: 1,7

Leseprobe

Gliederung:

1.Begriffsdefinitionen
1.1 Transaktion
1.2 Verfügungsrechte
1.3 Transaktionskostenansatz

2.Anfallende Transaktionskosten
2.1 Eigenschaften einer Transaktion
2.2 Einflussfaktoren
2.3 Verhaltensannahmen

3.Fallbeispiel

4.Resümee

5.Quellen

1.Begriffsdefinition

1.1 Transaktion

Als Transaktion wird der Prozess der Planung und Ver-einbarung eines Leistungsaustausches verstanden, bei dem jedoch nicht der physische Leistungsaustausch selbst, sondern die vorgelagerte Übertragung von Ver-fügungsrechten im Mittelpunkt steht.

Eine Transaktion bezeichnet alle Übertragungen von Verfügungs-rechten an Gütern und Dienstleistungen in Austauschbeziehungen zwischen mindestens zwei Vertragspartnern.

1.2 Verfügungsrechte (Property Rights):

Verfügungsrechte berechtigen ihren Inhaber über bestimmte Ressourcen - diese können sowohl materieller oder immaterieller Art sein - zu verfügen. Die Berechtigung kann von Gesetzes wegen aus vertraglichen Verpflichtungen oder aus sozialen Pflichten resultieren.

Die Ausstattung mit Verfügungsrechten kann einge-schränkter oder unverdünnter konzentrierter Natur sein. Verfügungsrechte sind demnach teilbar und/oder können durch Gesetze oder Regeln eingeschränkt werden.

Beispiel an einem Gut:

1. Rechte auf Nutzung des Gutes
2. Rechte auf formale oder materielle Veränderungen an einem Gut
3. Rechte auf die Aneignung von Erträgen, die durch die Nutzung eines Gutes entstehen
4. Rechte auf vollständige oder teilweise Veräußerung oder Übertragung des Gutes (bzw. der Rechte daran) an Dritte.

- ACHTUNG !
Sinnvoll definierte Verfügungsrechte können Marktversagensprobleme lösen.

1.3 Transaktionskostenansatz

Transaktionskostenansatz auch Koordinationskosten genannt- sind Kosten, die bei der Bestimmung, Übertragung und Durchsetzung von Verfügungsrechten für einen Leistungsaustausch innerhalb von Unternehmen und Märkten deshalb auftreten, weil die am Leistungsaustausch Beteiligten über verschiedene Interessen und unterschiedliches Können und Wissen verfügen. Diese treten innerhalb von Unternehmen. Es handelt sich im Wesentlichen um Kosten der Information und Kommunikation für Anbahnung, Vereinbarung, Abwicklungskosten, Kontrolle und Anpassung.

Der Transaktionskostenansatz ist Teil der neuen institutionellen Ökonomie, welche besagt das der Markt nicht kostenlos ist. Somit wird die Annahme der Neoklassik korrigiert.

Die erste Nennung vom Transaktionskostenansatz war 1937 von Ronald Coase, in seinem Buch „The nature oft the firm.“ Für das er 1991 den Nobelpreis für Wirtschaftswissenschaften erhielt.

In den 70er Jahren entwickelte Oliver E. Williams diesen Ansatz bzw. die Theorie weiter die heute durch A. Picot vertreten wird.

2. Anfallende Transaktionskosten

I)

Ex ante (-bevor die Transaktion ausgeführt wird) :

Unter den Begriff Ex ante Kosten fallen die Informationsbeschaffungskosten, die Anbahnungs-kosten und dieVereinbarungskosten.

II)

Ex post (-nachdem die Transaktion ausgeführt wurde) :

Unter den Begriff Ex post Kosten fallen die Ab-wicklungskosten, die Kontrollkosten, die Änderungs-kosten und die Anpassungskosten.

2.1 Eigenschaften einer Transaktion

Relevante Eigenschaften einer Transaktion sind :

1. Unsicherheit

Unsicherheit bzw. Risiko sind aufgrund der angenommenen Informationsdefizite stets gegeben.

2. Häufigkeit

Transaktionen können regelmäßig (Supermarkt verkauft seine Produkte) oder selten durchgeführt werden (Supermarkt kauft neue Kasse).

3. Spezifität

Leistungen einer Transaktion können unspezifisch (= generisch) und austauschbar (Kauf eines Regals) oder spezifisch, nicht-austauschbar (und daher spezifisch für eine einzige Transaktion) sein (Planung und Neubau eines Supermarkts).

[...]

Ende der Leseprobe aus 9 Seiten

Details

Titel
Der Transaktionskostenansatz
Untertitel
Make or Buy Entscheidung
Hochschule
Hochschule für Wirtschaft und Recht Berlin  (Fachbereich Berufsakademie)
Veranstaltung
Personalmanagement & Organisation
Note
1,7
Autor
Jahr
2011
Seiten
9
Katalognummer
V168576
ISBN (eBook)
9783640862719
ISBN (Buch)
9783640863211
Dateigröße
618 KB
Sprache
Deutsch
Anmerkungen
Dies war ein Referat und ich habe es für euch ausformuliert, so dass ihr es für eure Arbeit nutzen könnt. Viel Spaß damit!
Schlagworte
Transaktionskosten, Transaktionskostentheorie, Transaktion, Transaktionkostenansatz, Verfügungsrechte, Property Rights, Verhaltensannahmen, Einflussfaktoren, Faktorspezifisch, Risikoneutralität, Ronald Coase, The nature of the firm, Oliver E. Williams, Neoklassik, A. Picot, Berechnung Transaktionskosten, Der Markt ist nicht kostenlos, begrenzte Rationalität, Opportunismus, Unternehmen, Markt, Ex ante, Ex post, institutionelle Ökonomie, neue institutionelle Ökonomie, Leistungsaustausch, Unsicherheit, Häufigkeit, Spezifität, Eigenschaften von Transaktionen, Governance durch Markt und Wettbewerb, Make or Buy Entscheidung, Make or Buy
Arbeit zitieren
Moritz Krueger (Autor), 2011, Der Transaktionskostenansatz, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/168576

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