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Wohnen im Alter - Analyse alternativer Wohnformen für Senioren

Titel: Wohnen im Alter - Analyse alternativer Wohnformen für Senioren

Projektarbeit , 2011 , 25 Seiten , Note: 1,3

Autor:in: B.Sc. David Zuk (Autor:in)

Soziologie - Alter
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Bereits seit einigen Jahrzehnten gibt es Überlegungen zu alternativen Wohnformen für Senioren. Deutschlandweit wird mit verschiedenen Modellen experimentiert. Auch in Sachsen gibt es Versuche, Senioren für neue Wohnformen zu gewinnen. Mit zunehmendem Alter werden Senioren auch zunehmend abhängiger von ihren Kindern, Verwandten und Freunden. Viele leben nur noch allein oder zu zweit in einem viel zu großen Haus oder einer zu großen Wohnung. Ihnen fällt es aufgrund der Größe der Wohnung und fehlender Unterstützung schwer, die alltäglichen Herausforderungen des Lebens zu meistern. Die meisten wollen jedoch in vertrauter Umgebung bleiben. Für ein Pflegeheim fühlen sich viele dennoch viel zu jung. Zudem haben viele Senioren in Pflegeheimen das Gefühl nicht mehr gebraucht zu werden und vom öffentlichen Leben weggeschlossen zu werden.
Aus diesem Grund gibt es seit einigen Jahren den Trend, dass sich ältere Menschen in Wohngemeinschaften („WGs“) organisieren, vergleichbar mit den Wohngemeinschaften, wie es junge Menschen häufig praktizieren, um Kosten zu sparen und nicht allein leben zu müssen. Bei älteren Menschen kommt jedoch, neben der Kostenersparnis und der Gesellschaft anderer, noch die Hilfsbedürftigkeit hinzu. Dieser Fakt ist jedoch in manchen WGs bereits ein Ausschlusskriterium, da die anderen Mitbewohner zwar auch die Gesellschaft suchen, sich jedoch nicht zwangsläufig um andere Mitbewohner kümmern wollen oder können. Falls einer der Mitbewohner pflegebedürftig würde, müsste er/sie sich selbst um eine Pflege kümmern.
Neueste Entwicklungen („Gemeinschaft Lebens(t)raum Jahnishausen“ oder auch Projekt „Leipziger Straße 89/91“) zeigen, dass sich Wohn- und Lebensgemeinschaften immer häufiger generationsübergreifend zusammenfinden. Diese Form des Zusammenlebens, welches häufig genossenschaftlich organisiert ist, bündelt die Stärken aller zusammenlebenden Generationen und bildet eine sich gegenseitig unter-stützende Lebensgemeinschaft. Die nachfolgende Arbeit soll vier verschiedene, bereits bestehende, Wohnalternativen für Senioren in Sachsen vorstellen und vergleichend betrachten. Dabei werden sowohl Vor- als auch Nachteile der jeweiligen Wohnform aufgezeigt und ausführlich analysiert.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Alt werden in Gemeinschaft – Wohnprojekte für Senioren in Dresden

2.1 Wohnprojekt „Braunsdorfer Strasse 125“

2.1.1 Wohnanlage

2.1.2 Wohnbereich

2.1.3 Analyse

2.2 Wohnprojekt „Döbelner Strasse 1“

2.2.1 Wohnanlage

2.2.2 Wohnbereich

2.2.3 Analyse

2.3 Wohnprojekt „Leipziger Strasse 89/91“

2.3.1 Wohnanlage

2.3.2 Wohnbereich

2.3.3 Analyse

3 Gemeinschaft Lebens(t)raum Jahnishausen

3.1 Wohnanlage

3.2 Wohnbereich

3.3 Projekte und Initiativen

3.4 Analyse

4 Vergleich der beiden Wohnformen

5 Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht alternative Wohnkonzepte für Senioren in Sachsen, um Lösungen für die zunehmende soziale Isolation und die Herausforderungen des Älterwerdens in einer oft unpassenden Wohnumgebung aufzuzeigen. Dabei wird analysiert, wie gemeinschaftliche Wohnmodelle sowohl die Selbstständigkeit der Bewohner fördern als auch ein unterstützendes soziales Miteinander ermöglichen.

  • Analyse von Wohnungsgemeinschaften für Senioren in Dresden.
  • Untersuchung generationenübergreifender Lebensgemeinschaften am Beispiel Jahnishausen.
  • Evaluierung von Vor- und Nachteilen verschiedener Wohnmodelle hinsichtlich Selbstbestimmung und Kosten.
  • Betrachtung der organisatorischen Voraussetzungen und Finanzierungsstrukturen.

Auszug aus dem Buch

2.1.3 ANALYSE

Im Gespräch mit den Bewohnern der WG (Dezember 2010) stellte sich heraus, dass alle Bewohner sehr begeistert von dieser neuartigen Form des Wohnens sind und sich derzeit keine bessere Wohnform vorstellen könnten.

Die derzeit fünf Bewohner im Alter von 68 bis 90 Jahren können ihren Lebensalltag noch alle sehr gut allein meistern. Keiner von ihnen ist auf häusliche Pflege angewiesen. Von den Erstbeziehern aus dem Jahr 1998 wohnen nur noch zwei Personen in der WG. Die anderen Mitbewohner sind entweder wieder ausgezogen oder verstorben. Immer wenn eine Wohneinheit frei wird, wird diese neu ausgeschrieben (Internet, Zeitung, Aushang). Potentielle Interessenten werden eingeladen und anschließend wird durch die WG selbst ein neuer „Mitbewohner“ ausgewählt. Die Senioren-WG wurde deutschlandweit bekannt, so dass sie inzwischen sogar einen gebürtigen Essener als Mitbewohner zählt. In der WG ist den Bewohnern sehr wichtig, dass trotz eines engen Zusammenlebens, die Selbstständigkeit und Unabhängigkeit eines jeden Bewohners gewahrt bleibt. Dennoch werden natürlich auch gemeinsame Unternehmungen geplant. Jede Woche mittwochs findet um 15 Uhr beispielsweise eine Kaffeerunde statt, zu der alle Bewohner der WG eingeladen sind.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Die Einleitung thematisiert die Herausforderungen des Älterwerdens und die wachsende Bedeutung alternativer, gemeinschaftlicher Wohnformen als Antwort auf Vereinsamung und Hilfsbedürftigkeit.

2 Alt werden in Gemeinschaft – Wohnprojekte für Senioren in Dresden: Dieses Kapitel stellt die Arbeit des AWiG-Vereins vor und analysiert drei konkrete Dresdner Wohnprojekte hinsichtlich ihrer baulichen Gegebenheiten und der Bewohnererfahrungen.

3 Gemeinschaft Lebens(t)raum Jahnishausen: Hier wird ein generationenübergreifendes, genossenschaftlich organisiertes Projekt auf einem Rittergut vorgestellt, das sich durch Selbstversorgung und ökologische Ansätze auszeichnet.

4 Vergleich der beiden Wohnformen: Es erfolgt eine Gegenüberstellung der AWiG-Wohnungen und der Gemeinschaft in Jahnishausen, wobei die Unterschiede in der Rechtsform und dem Grad der gegenseitigen Verantwortungsübernahme zentral sind.

5 Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und gibt Handlungsempfehlungen zur Verbesserung der Vermarktung sowie zur Förderung der sozialen Bindung in den betrachteten Wohnformen.

Schlüsselwörter

Senioren, Wohnprojekte, Wohngemeinschaft, Sachsen, AWiG-Verein, Selbstständigkeit, Lebensgemeinschaft, Generationenübergreifend, Altenhilfe, Wohnraumgestaltung, Genossenschaft, Dresden, Jahnishausen, Demographischer Wandel, Altersgerechtes Wohnen.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert verschiedene alternative Wohnformen für Senioren in Sachsen, die über das klassische Pflegeheimmodell hinausgehen und ein selbstbestimmtes Leben in Gemeinschaft ermöglichen.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Die Schwerpunkte liegen auf der baulichen Umsetzung (altengerechtes Bauen), der Finanzierung, den sozialen Strukturen und dem Spannungsfeld zwischen Individualität und Gemeinschaft.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Ziel ist es, bestehende Wohnmodelle vorzustellen, deren Vor- und Nachteile aufzuzeigen und zu untersuchen, wie sie den demographischen Herausforderungen und dem Wunsch nach Autonomie im Alter begegnen können.

Welche wissenschaftliche Methode wird in der Arbeit verwendet?

Die Arbeit stützt sich auf eine qualitative Analyse, die auf Interviews mit Bewohnern, Vor-Ort-Betrachtungen der baulichen Gegebenheiten sowie der Auswertung von Projektberichten und Fachquellen basiert.

Was wird im Hauptteil der Untersuchung behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Vorstellung spezifischer AWiG-Projekte in Dresden sowie des umfassenden Gemeinschaftsprojekts „Lebens(t)raum Jahnishausen“ inklusive einer detaillierten Analyse der jeweiligen Konzepte.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Untersuchung am besten?

Die Arbeit wird durch Begriffe wie generationenübergreifendes Wohnen, genossenschaftliche Organisation, soziale Gemeinschaft und barrierefreie Wohnraumgestaltung geprägt.

Wie unterscheidet sich die soziale Verantwortung in den untersuchten Projekten?

Während in den Dresdner AWiG-Wohnungen der Fokus auf individueller Selbstständigkeit bei gleichzeitiger Nachbarschaft liegt, ist in Jahnishausen eine tiefere soziale Bindung durch genossenschaftliche Miteigentümerschaft und gegenseitige Pflege verpflichtender verankert.

Warum ist das Projekt in Jahnishausen als „Inselprojekt“ zu verstehen?

Es zeichnet sich durch seine wirtschaftliche Autonomie und ökologische Ausrichtung in einer strukturschwachen Region aus, wobei es versucht, durch touristische und soziale Initiativen eine positive Ausstrahlung auf das Umland zu erzeugen.

Ende der Leseprobe aus 25 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Wohnen im Alter - Analyse alternativer Wohnformen für Senioren
Hochschule
Technische Universität Dresden  (Lehrstuhl für Raumentwicklung)
Veranstaltung
Projekt: Zukunft von Regionen und Städten
Note
1,3
Autor
B.Sc. David Zuk (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2011
Seiten
25
Katalognummer
V168666
ISBN (eBook)
9783640869053
ISBN (Buch)
9783640869442
Sprache
Deutsch
Schlagworte
IÖR Banse Müller Schiappacasse Zuk David Wohnen wohnen im alter wohnen für senioren senioren alter wohnformen wohnform analyse projekt braunsdorfer straße döbelner straße jahnishausen ltgj awig wohnprojekt wohnprojekte wohngemeinschaft wg lebensgemeinschaft gemeinschaft bedürfnisse
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
B.Sc. David Zuk (Autor:in), 2011, Wohnen im Alter - Analyse alternativer Wohnformen für Senioren, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/168666
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  25  Seiten
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