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Die psychotische Krise

Ursache und Wirkung von Psychosen mit besonderem Augenmerk auf die Schizophrenie

Titel: Die psychotische Krise

Hausarbeit , 2010 , 12 Seiten , Note: 3,0

Autor:in: Anna Simona Spänle (Autor:in)

Pädagogik - Pädagogische Psychologie
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Unser Leben bringt eine Lange Serie von Krisen mit sich. Diese können die Voraussetzung für Entwicklung oder Selbsterkenntnis sein, aber auch den Beginn einer lebenslangen psychischen Invalidität zur Folge haben(vgl. Neraal 2005: 68).
In meiner Hausarbeit werde ich zuerst einen kurzen Überblick über das Erscheinungsbild der Psychosen geben. Danach gehe ich kurz auf die ICD 10 ein und anschließend stelle ich die vier Kriterien zur Entstehung einer Krise vor. Im Folgenden werde ich die deskriptiven und psychodynamischen Dimensionen der affektiven Psychosen, der schweren Depressionen, der Manie und der bipolaren Störungen behandeln. Anschließend werde ich speziell auf die Schizophrenie, ihre Ausmaße und ihr Erscheinungsbild eingehen, wobei ich auch speziell Wahn und Verfolgungswahn erläutern werde. Danach werde ich noch kurz auf andere Variationen von psychotische Dysfunktionalitäten und ihre Funktionen eingehen. Anschließend werde ich noch kurz auf die Therapie der Schizophrenie zu sprechen kommen und abschließen werde ich mit einem Fazit.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Das Erscheinungsbild der Psychose

2.1 ICD10-F20 Schizophrenie

3 Entstehung einer Krise

3.1 Auslösende Lebenssituation

3.2 Der aktuelle Lebensabschnitt

3.3 Die familiären und sozialen Ressourcen

3.4 Die Biografie und Entwicklungsgeschichte

4 Deskriptive und psychodynamische Dimensionen der Psychosen

4.1 Die Psychodynamik der schizophrenen und affektiven Psychosen

4.2 Die Psychodynamik der schweren Depressionen

4.3 Die Dimension der Manie

4.4 Die Psychodynamik der bipolaren Störungen

5 Die Psychodynamik der Schizophrenie

5.1 Ausmaße des Wahns

5.1.1 Der Verfolgungswahn

6 Andere Variationen von psychotischer Dysfunktionalität und ihre Funktionen

7 Zwei Circuli vitiosi und ihre Auswirkung auf die Therapie der Schizophrenie

8 Fazit

Zielsetzung & Themen

Die Hausarbeit untersucht die Ursachen und Wirkmechanismen psychotischer Krisen, wobei ein besonderer Fokus auf dem Verständnis der Schizophrenie und deren psychodynamischer Deutung liegt. Ziel ist es, psychotisches Erleben nicht nur als Defizit, sondern als funktionalen Abwehrmechanismus in krisenhaften Lebenssituationen zu begreifen.

  • Grundlagen der Klassifikation psychotischer Störungen nach ICD-10
  • Kriterien für die Entstehung von Krisen und deren biographische Einbettung
  • Psychodynamische Dimensionen affektiver Störungen und Schizophrenie
  • Die Funktion des Wahns und speziell des Verfolgungswahns als Selbstschutz
  • Ansätze zur therapeutischen Unterbrechung circuli vitiosi bei Schizophrenie

Auszug aus dem Buch

4.2 Die Psychodynamik der schweren Depression

Ebenso wie die affektive Psychose, kann auch die schwere Depression als Abwehrmechanismus betrachtet werden. Sie wird als Rückzugsstrategie dargestellt. Ursprung für eine schwere Depression muss nicht immer ein Konflikt oder ein Dilemma sein. Ist dies jedoch der Fall, so geht es grundsätzlich um die Kontradiktion zwischen einem absolut selbstbezogenen Ich und einer vom Objekt absolut abhängigen Selbstwertigkeit. Diese Belastungen bzw. Ereignisse führen jedoch nur dann zur Depression und äußern sich nicht nur in Traurigkeit oder Wut, wenn das Selbstwertgefühl von vornherein geschwächt ist. Normalerweise stellt sich das Selbstwertgefühl durch das eigen erlangte Selbstvertrauen und durch die Anerkennung beziehungsweise der Liebe anderer zusammen. Wenn diese Balance jedoch nicht gegeben ist, so können dafür zwei vorgeschichtliche Konstellationen verantwortlich sein:

a) Die fehlende oder mangelnde Anerkennung bzw. Liebe als Säugling.

Dies führt im späteren Leben dazu, dass versucht wird, anhand von Leistungen Anerkennung zu bekommen und sein Gleichgewicht zu halten. Bei Misserfolg und kann dies dann zu einer depressiven, narzisstische Krise führen.

b) Eine zu starke Bindung bzw. Abhängigkeit vom Objekt.

Es folgt oftmals eine lebenslange Unterwerfung um dem Objekt zu gefallen. Bei einem realen oder symbolischen Verlust des Objektes kommt es dann zwangsläufig zu einer mit Schuld belasteten Depression, welche auch mit unterdrückter Wut begleitet werden kann(vgl. Mentzos 2009: 205f).

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Die Einleitung umreißt die Relevanz von Krisen als mögliche Ausgangspunkte für Entwicklung oder psychische Invalidität und legt den Aufbau der Arbeit dar.

2 Das Erscheinungsbild der Psychose: Dieses Kapitel differenziert zwischen organischen, schizophrenen und affektiven Psychosen und erläutert die diagnostische Kategorisierung der Schizophrenie nach ICD-10.

3 Entstehung einer Krise: Hier werden die vier zentralen Kriterien für die Entstehung einer Krise – Lebenssituation, Lebensabschnitt, soziale Ressourcen sowie Biographie – analysiert.

4 Deskriptive und psychodynamische Dimensionen der Psychosen: Dieses Kapitel beleuchtet Psychosen als komplexe Abwehrmechanismen und behandelt spezifisch affektive Störungen, schwere Depressionen, Manie sowie bipolare Störungen.

5 Die Psychodynamik der Schizophrenie: Der Fokus liegt hier auf der Schizophrenie als tiefgreifende Persönlichkeitsstörung, insbesondere der Funktion des Wahns und des Verfolgungswahns als existentielle Schutzmechanismen.

6 Andere Variationen von psychotischer Dysfunktionalität und ihre Funktionen: Dieses Kapitel widmet sich der sogenannten Minussymptomatik, wie Antriebslosigkeit und Negativismus, als alternative Ausdrucksformen psychotischen Erlebens.

7 Zwei Circuli vitiosi und ihre Auswirkung auf die Therapie der Schizophrenie: Es wird die Dynamik von primären und sekundären Teufelskreisen beschrieben und aufgezeigt, wie verschiedene therapeutische Ansätze diese durchbrechen können.

8 Fazit: Das Fazit fasst zusammen, dass Psychosen als individuelle Bewältigungsversuche bei Überforderung zu sehen sind und Therapien daher maßgeschneidert auf die jeweilige Biographie erfolgen müssen.

Schlüsselwörter

Psychose, Schizophrenie, Krise, Psychodynamik, Abwehrmechanismus, Wahn, Verfolgungswahn, Depression, Manie, bipolare Störungen, Circulus vitiosus, Therapie, Psychiatrie, Identität, Sozialarbeit

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Hausarbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit dem Verständnis der psychotischen Krise, wobei sie theoretische Grundlagen aus der Psychodynamik nutzt, um die Entstehung und Funktion psychotischer Symptome zu erklären.

Welche zentralen Themenfelder werden abgedeckt?

Die Themen umfassen die Klassifikation von Psychosen, die Entstehung von Krisen, die psychodynamische Deutung verschiedener Krankheitsbilder wie Schizophrenie und Depression sowie therapeutische Interventionsansätze.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, psychotische Störungen nicht nur deskriptiv zu betrachten, sondern deren Funktion als notwendigen Abwehrmechanismus des Individuums zu begreifen.

Welche wissenschaftliche Methode wird primär verwendet?

Die Arbeit stützt sich auf eine theoretische Literaturanalyse, die insbesondere psychodynamische Ansätze (wie die von Stavros Mentzos) mit klinischen Klassifikationssystemen wie dem ICD-10 verknüpft.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Analyse von Krisenursachen, die detaillierte psychodynamische Beschreibung von Psychoseformen und die Erläuterung therapeutischer Strategien zur Unterbrechung von Teufelskreisen.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Psychose, Schizophrenie, Wahn, psychodynamische Abwehrmechanismen, circulus vitiosus und die lebensgeschichtliche Einbettung von Krisen.

Warum wird der Verfolgungswahn in der Arbeit als "Heilmittel" bezeichnet?

Laut der in der Arbeit zitierten Psychodynamik dient der Verfolgungswahn dazu, der Angst vor der Selbstauflösung entgegenzuwirken, indem er dem Betroffenen ein Gefühl von Selbst- und Objektpräsentanz zurückgibt.

Was sind laut der Autorin die zwei zentralen "circuli vitiosi" in der Therapie der Schizophrenie?

Es handelt sich um einen primären und einen sekundären Teufelskreis: Während der primäre die soziale Isolierung durch Abwehrmechanismen beschreibt, bezieht sich der sekundäre auf den Verlust kognitiver und emotionaler Fähigkeiten, die für Beziehungsaufbau notwendig wären.

Welche Rolle spielen "Beziehungstherapien" bei der Behandlung?

Sie dienen dazu, die "Abwehrmauern" der Patienten abzubauen und neue, korrektive Beziehungserfahrungen zu ermöglichen, um so die Balance zwischen Empathie und respektvoller Distanz zu fördern.

Ende der Leseprobe aus 12 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Die psychotische Krise
Untertitel
Ursache und Wirkung von Psychosen mit besonderem Augenmerk auf die Schizophrenie
Hochschule
Frankfurt University of Applied Sciences, ehem. Fachhochschule Frankfurt am Main
Note
3,0
Autor
Anna Simona Spänle (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2010
Seiten
12
Katalognummer
V168695
ISBN (eBook)
9783640865772
ISBN (Buch)
9783640865994
Sprache
Deutsch
Schlagworte
psychose schizophrenie krise
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Anna Simona Spänle (Autor:in), 2010, Die psychotische Krise, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/168695
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Leseprobe aus  12  Seiten
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