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Ernst von Glasersfeld: Wahrheit und Viabilität

Die philosophisch – kybernetische Schule

Title: Ernst von Glasersfeld: Wahrheit und Viabilität

Seminar Paper , 2008 , 10 Pages , Grade: 2,0

Autor:in: Susanne Weise (Author)

Pedagogy - Intercultural Pedagogy
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Die Seminarausarbeitung gibt einen Überblick über die „konstruktivistische Theorie des Wissens“, die Ernst von Glasersfeld, der als Begründer des Radikalen Konstruktivismus gilt, entworfen hat. Da seine Denkweise in engem Zusammenhang mit seiner Biographie steht, ist den Grundzügen seines Radikalen Konstruktivismus ein biographischer Abriss vorangestellt. Abschließend werden noch einige pädagogische Aspekte des Glaserfeld‘schen Konstruktivismus vorgestellt.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Biographischer Hintergrund

3. Die Grundzüge des Radikalen Konstruktivismus

4. Lernen und Lehren

5. Fazit

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit verfolgt das Ziel, einen fundierten Überblick über die Theorie des Radikalen Konstruktivismus nach Ernst von Glasersfeld zu geben. Dabei wird untersucht, inwiefern die erkenntnistheoretischen Annahmen Glasersfelds – insbesondere der Verzicht auf eine objektive Außenwelt zugunsten des Konzepts der Viabilität – eine Neuausrichtung pädagogischer Prozesse erfordern.

  • Biographische Prägung von Ernst von Glasersfeld
  • Kernprinzipien des Radikalen Konstruktivismus
  • Abgrenzung von der platonischen Abbildtheorie
  • Das Konzept der Viabilität als Grundlage der Erkenntnis
  • Pädagogische Implikationen und die Rolle der Lehrkraft

Auszug aus dem Buch

Die Grundzüge des Radikalen Konstruktivismus

Der Radikale Konstruktivismus nach Ernst von Glasersfeld ist „ein Versuch, eine Wissenstheorie ohne Bezug auf Ontologie aufzubauen“. Mit Piaget sagt auch Glasersfeld, dass die Vorstellungen, die wir uns von der Welt machen, keine Repräsentationen der Realität sein können. Deswegen, so Glasersfeld, habe er seinen Konstruktivismus „radikal“ genannt.

Damit bricht der Konstruktivismus mit der Hauptströmung der abendländischen Philosophie, dem Platonismus und stellt sich gegen jede Form einer Abbildtheorie. Da es nichts abzubilden gibt, besteht auch kein Bedarf an einer entsprechenden Theorie. Sich in der Welt zurechtzufinden, heißt nicht, sein eigenes Abbild der Realität als solcher ständig zu verfeinern. Vielmehr geht Glasersfeld mit der modernen Neurobiologie davon aus, dass das Gehirn, über das die Wahrnehmung stattfindet, ein operational geschlossenes System bildet. Das bedeutet, dass von außen keinerlei Informationen eindringen können. Es kann von außen nur das Eingang finden, was aufgrund der neuronalen Strukturen wahrgenommen werden kann. Glasersfeld bezeichnet diesen Vorgang als Assimilation, also als Angleichung. Widersprüche, die sich daraus ergeben können, dringen nicht als Informationen in das Gehirn. Sie lösen lediglich Perturbationen, also Störungen, aus, die dazu führen, dass die internen neuronalen und somit auch mentalen Strukturen neue Vernetzungen konstruieren. Diesen Vorgang bezeichnet Glasersfeld als Akkomodation, also Anpassung.

Zusammenfassung der Kapitel

Einleitung: Die Einleitung führt in die Zielsetzung ein, einen biographisch fundierten Überblick über die konstruktivistische Erkenntnistheorie von Ernst von Glasersfeld zu geben.

Biographischer Hintergrund: Dieses Kapitel skizziert den Lebensweg von Glasersfeld, insbesondere seine prägenden Erfahrungen mit Sprachen, seine Zeit in Italien und seine Arbeit an interdisziplinären Projekten.

Die Grundzüge des Radikalen Konstruktivismus: Hier wird dargelegt, warum Glasersfeld mit der Abbildtheorie bricht und stattdessen das Konzept der Viabilität als subjektive Wissenskonstruktion einführt.

Lernen und Lehren: Dieses Kapitel diskutiert die pädagogischen Konsequenzen, insbesondere die Ablehnung des Wissens-Transfers als "Nürnberger Trichter" zugunsten eines aktiven Wissensaufbaus durch den Lernenden.

Fazit: Das Fazit fasst die Relevanz des Konstruktivismus für die Förderung von Eigenverantwortung und Toleranz im Denken zusammen.

Schlüsselwörter

Ernst von Glasersfeld, Radikaler Konstruktivismus, Viabilität, Erkenntnistheorie, Ontologie, Abbildtheorie, Assimilation, Akkomodation, Perturbation, subjektive Konstruktion, Lernprozesse, Pädagogik, Wissensaufbau, kognitive Psychologie, Wahrnehmung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der erkenntnistheoretischen Position des Radikalen Konstruktivismus, wie sie von Ernst von Glasersfeld begründet wurde.

Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Die zentralen Themen umfassen die biographischen Wurzeln des Autors, die Abkehr von einer objektiven Ontologie und die Umdeutung von Erkenntnis als "Viabilität" sowie deren pädagogische Anwendung.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, die theoretischen Grundlagen des Glasersfeld'schen Denkens zu erläutern und aufzuzeigen, wie diese das Verständnis von Lernen und Lehren verändern.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine theoretische Arbeit, die primär auf der Analyse von Originalschriften von Ernst von Glasersfeld und einschlägiger Fachliteratur basiert.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine biographische Einführung, eine tiefgehende Darstellung der erkenntnistheoretischen Grundprinzipien und eine Ableitung pädagogischer Konsequenzen für die Lehrerausbildung.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Zu den prägenden Begriffen gehören insbesondere Viabilität, radikale Konstruktion, Assimilation, Akkomodation und die Ablehnung des klassischen Wissens-Transfers.

Warum nennt Glasersfeld seine Theorie "radikal"?

Er nennt sie radikal, da sie konsequent jeden Anspruch auf eine objektive, ontologische Repräsentation der Realität ablehnt und Wissen vollständig als subjektive Konstruktion begreift.

Was bedeutet das Konzept der "Viabilität" in diesem Kontext?

Viabilität bedeutet, dass Konzepte, Theorien oder Handlungsweisen als erfolgreich gelten, wenn sie sich in der Erfahrung bewährt haben und zur Erreichung der individuellen Ziele beitragen – ohne dabei "wahr" im klassischen Sinne sein zu müssen.

Wie unterscheidet sich die konstruktivistische Sichtweise vom "Nürnberger Trichter"?

Während der "Nürnberger Trichter" die Vorstellung vermittelt, Wissen könne passiv von einem Lehrer in einen Schüler gegossen werden, betont Glasersfeld, dass Wissen ausschließlich aktiv vom Subjekt durch eigene Erfahrungen aufgebaut werden muss.

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Details

Title
Ernst von Glasersfeld: Wahrheit und Viabilität
Subtitle
Die philosophisch – kybernetische Schule
College
University of Osnabrück
Grade
2,0
Author
Susanne Weise (Author)
Publication Year
2008
Pages
10
Catalog Number
V168696
ISBN (eBook)
9783640866625
ISBN (Book)
9783640866526
Language
German
Tags
Ernst von Glasersfeld Radikaler Konstruktivismus philosophisch – kybernetische Schule Wahrheit Viabilität
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Susanne Weise (Author), 2008, Ernst von Glasersfeld: Wahrheit und Viabilität, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/168696
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