Die fortschreitende Digitalisierung verändert nicht nur Arbeitsprozesse, sondern stellt auch neue Anforderungen an Führungskräfte und deren Verantwortung für die Gesundheit von Mitarbeitenden. Diese Masterarbeit untersucht, wie sich Führungsrollen und -aufgaben im digitalen Zeitalter wandeln und welche digitalen sowie psychosozialen Kompetenzen für gesundheitsförderliches Führungsverhalten erforderlich sind.
Im Rahmen einer systematischen Literaturübersichtsarbeit werden aktuelle empirische Studien aus den Jahren 2020 bis 2025 analysiert. Im Fokus stehen dabei die Auswirkungen digitaler Führung auf die psychische und physische Gesundheit von Mitarbeitenden sowie der Einfluss von Faktoren wie Technostress, digitalem Mindset und gesundheitsorientierter Führung.
Die Arbeit verbindet Erkenntnisse aus Führungs-, Gesundheits- und Digitalisierungsforschung und leitet praxisnahe Handlungsempfehlungen für eine nachhaltige, gesundheitsförderliche Führungskultur in modernen Arbeitswelten ab. Sie richtet sich an Führungskräfte, Studierende sowie Fachpersonen aus dem Bereich Management, Personalentwicklung und betriebliches Gesundheitsmanagement.
Inhaltsverzeichnis der Master-Thesis
- 1 EINLEITUNG UND PROBLEMSTELLUNG
- 2 ZIELSETZUNG
- 3 GEGENWÄRTIGER KENNTNISSTAND
- 3.1 Definitionen/Darstellungen der Themen
- 3.1.1 Digitalisierung
- 3.1.2 Arbeitswelt 4.0
- 3.1.3 Verständnis von Führung
- 3.1.4 Gesunde Führung
- 3.1.5 Digital Leadership
- 3.1.6 Digitales Mindset
- 3.1.7 Führungskompetenzen
- 3.1.8 Betriebliches Gesundheitsmanagement
- 3.2 Aktuelle Herausforderungen für Unternehmen und Führungskräfte
- 3.3 Studien zum Einfluss von Führungsverhalten auf die Gesundheit von Beschäftigten
- 3.1 Definitionen/Darstellungen der Themen
- 4 METHODIK
- 4.1 Fragestellungen
- 4.2 Untersuchungsablauf und -design
- 4.3 Datenerhebung
- 4.4 Datenauswertung
- 5 ERGEBNISSE
- 5.1 Ergebnisse zur Beantwortung der 1. Forschungsfrage
- 5.1.1 Ye (2025)
- 5.1.2 Hassan et al. (2024)
- 5.1.3 Kräft et al. (2024)
- 5.1.4 Kusanke et al. (2023)
- 5.1.5 Rybnikova et al. (2025)
- 5.1.6 Waeschle et al. (2021)
- 5.1.7 Klus & Müller (2021)
- 5.2 Ergebnisse zur Beantwortung der 2. Forschungsfrage
- 5.2.1 Stamer (2021)
- 5.2.2 Agaoglu et al. (2025)
- 5.2.3 Platts et al. (2022)
- 5.2.4 Barnes et al. (2024)
- 5.2.5 Tigre et al. (2024)
- 5.2.6 Liao et al. (2024)
- 5.2.7 Patterer et al. (2024)
- 5.2.8 Klebe & Felfe (2023)
- 5.3 Ergebnisse zur Beantwortung der 3. Forschungsfrage
- 5.3.1 Efimov et al. (2024)
- 5.3.2 Zhao et al. (2025)
- 5.3.3 op't Roodt et al. (2024)
- 5.3.4 Zhou et al. (2024)
- 5.3.5 Lundqvist et al. (2022)
- 5.4 Beantwortung der Fragestellungen
- 5.4.1 Forschungsfrage 1: Wie beeinflusst die Digitalisierung das Rollenverständnis und die Führungsaufgaben von Führungskräften in modernen Arbeitswelten?
- 5.4.2 Forschungsfrage 2: Welche digitalen Kompetenzen und psychosozialen Fähigkeiten sind für gesundheitsförderliches Führungsverhalten im digitalen Zeitalter erforderlich?
- 5.4.3 Forschungsfrage 3: Welche Auswirkungen hat digitales Führungsverhalten auf die psychische und physische Gesundheit von Mitarbeitenden?
- 5.1 Ergebnisse zur Beantwortung der 1. Forschungsfrage
- 6 DISKUSSION
- 6.1 Diskussion der Ergebnisse
- 6.2 Methodenkritik
- 6.3 Handlungsempfehlungen und Ausblick
- 7 ZUSAMMENFASSUNG
- 8 LITERATURVERZEICHNIS
- 9 ABBILDUNGS-, TABELLEN-, ABKÜRZUNGSVERZEICHNIS
- 9.1 Abbildungsverzeichnis
- 9.2 Tabellenverzeichnis
- 9.3 Abkürzungsverzeichnis
Zielsetzung & Themen
Diese Masterarbeit hat zum Ziel, den aktuellen Forschungsstand zum Thema „Gesundes Führen im digitalen Zeitalter“ systematisch zu erfassen und kritisch zu bewerten. Im Mittelpunkt steht die Frage, wie die Digitalisierung das Führungsverhalten verändert, welche digitalen und psychosozialen Kompetenzen für gesundheitsförderliche Führung erforderlich sind und wie digitales Führungsverhalten die Gesundheit von Mitarbeitenden beeinflusst.
- Digitalisierung und Arbeitswelt 4.0
- Veränderung des Führungsverständnisses
- Gesunde Führung und ihre Relevanz
- Erforderliche digitale und psychosoziale Kompetenzen für Führungskräfte
- Auswirkungen digitalen Führungsverhaltens auf die Mitarbeitergesundheit
- Entwicklung nachhaltiger Arbeitskulturen
Auszug aus dem Buch
3.1.5 Digital Leadership
Digital Leadership bezeichnet eine moderne Form der Führung, die im Kontext der digitalen Transformation entstanden ist und sich durch veränderte Anforderungen, neue technologische Rahmenbedingungen sowie neue Formen der Zusammenarbeit auszeichnet (Wirtz & Kubin, 2023). Im Zentrum steht dabei nicht die technische Expertise der Führungskraft, sondern ihre Fähigkeit, komplexe Veränderungsprozesse zu gestalten, Sinn zu stiften und Mitarbeitende in dynamischen, häufig unsicheren Umfeldern zu führen (Lettner et al., 2022).
Digital Leadership umfasst sowohl die Führung der digitalen Transformation als auch die Führung innerhalb eines digitalen Umfelds. Die Rolle der Führungskraft verändert sich damit grundlegend: Es genügt nicht mehr, Prozesse zu kontrollieren oder Entscheidungen zentral zu treffen. Vielmehr müssen Führungskräfte heute strategisch und konzeptionell denken, schnell auf Veränderungen reagieren und gleichzeitig eine vertrauensvolle Beziehung zu ihren Mitarbeitenden aufbauen und erhalten (Lettner et al., 2022). Neben der Steuerung von Technologieprojekten kommt der Führungskraft insbesondere eine gestaltende Rolle im organisatorischen Wandel zu. Sie wird zum Sinnvermittler und Beziehungsmanager, der Mitarbeitende inspiriert, Orientierung gibt und partizipativ führt (Wirtz & Kubin, 2023).
Digitale Führung setzt daher nicht primär auf technisches Wissen, sondern auf soziale, kommunikative und reflexive Kompetenzen. Technologische und methodische Fähigkeiten können in Teilen durch Systeme ersetzt werden, wohingegen strategisch-konzeptionelle, interaktionelle und beziehungsorientierte Fähigkeiten zunehmend an Bedeutung gewinnen (Lettner et al., 2022). Laut Wirtz & Kubin, (2023) muss Digital Leadership auf Agilität, Transparenz, Empowerment und eine offene Lernkultur ausgerichtet sein, um in einem hochdynamischen Umfeld wirksam zu bleiben.
Als zentrale Anforderungen an digitale Führung lassen sich strategisch-konzeptionelle Fähigkeiten, Change-Management-Kompetenz, aktives Beziehungsmanagement, eine digitale Denkweise und ein hohes Maß an Selbstreflexion identifizieren (Lettner et al., 2022; Wirtz & Kubin, 2023). Führungskräfte müssen technologische Entwicklungen einordnen können, Vertrauen und Motivation im Team fördern, Veränderungsprozesse aktiv gestalten und in der Lage sein, Perspektiven zu wechseln sowie mit Ambiguität und Unsicherheit umzugehen.
Zusammenfassung der Kapitel
1 Einleitung und Problemstellung: Dieses Kapitel führt in das Thema „Gesundes Führen im digitalen Zeitalter“ ein, beleuchtet die tiefgreifenden Veränderungen der Arbeitswelt durch die Digitalisierung und stellt die daraus resultierenden Herausforderungen für Führungskräfte dar.
2 Zielsetzung: Das Kapitel definiert das Hauptziel der Masterarbeit, nämlich den aktuellen Forschungsstand zur gesunden Führung im digitalen Zeitalter systematisch zu erfassen und kritisch zu bewerten, sowie die drei spezifischen Forschungsfragen, die im Fokus stehen.
3 Gegenwärtiger Kenntnisstand: Hier werden die theoretischen Grundlagen und der aktuelle Forschungsstand zu Schlüsselbegriffen wie Digitalisierung, Arbeitswelt 4.0, Führung, gesunde Führung und Digital Leadership sowie aktuelle Herausforderungen und Studien zum Einfluss von Führungsverhalten auf die Gesundheit von Beschäftigten dargelegt.
4 Methodik: Dieses Kapitel beschreibt das systematische Vorgehen der Literaturübersicht, einschließlich der Festlegung von Forschungsfragen, des Untersuchungsdesigns, der Datenerhebung mittels definierter Suchbegriffe in SpringerLink und der anschließenden Datenauswertung.
5 Ergebnisse: Die Ergebnisse der systematischen Literaturrecherche werden detailliert präsentiert und im Hinblick auf die drei Forschungsfragen analysiert, wobei zentrale Erkenntnisse und empirische Befunde aus den identifizierten Studien zusammengefasst werden.
6 Diskussion: In diesem Kapitel werden die gewonnenen Ergebnisse im Kontext des bestehenden Forschungsstandes interpretiert, ihre theoretische und praktische Bedeutung bewertet, methodische Limitationen diskutiert und Handlungsempfehlungen für Forschung und Praxis abgeleitet.
7 Zusammenfassung: Die Zusammenfassung fasst die Kerninhalte, die drei Forschungsfragen, die wichtigsten Ergebnisse und die daraus abgeleiteten Implikationen für Theorie und Praxis der Masterarbeit zusammen.
Schlüsselwörter
Digitalisierung, Digital Leadership, Gesunde Führung, Mitarbeitergesundheit, Psychische Belastung, Führungsverständnis, Kompetenzen, Arbeitswelt 4.0, Selbstreflexion, Empathie, Virtuelle Teams, Resilienz, Unternehmenskultur, Change-Management.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Diese Masterarbeit untersucht systematisch den aktuellen Forschungsstand zum Thema „Gesundes Führen im digitalen Zeitalter“, um zentrale Einflussfaktoren, Herausforderungen und Implikationen für Theorie und Praxis zu identifizieren.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die Arbeit fokussiert auf die Digitalisierung und Arbeitswelt 4.0, die Veränderung des Führungsverständnisses, das Konzept der gesunden Führung, die dafür erforderlichen digitalen und psychosozialen Kompetenzen sowie die gesundheitlichen Auswirkungen digitalen Führungsverhaltens auf Mitarbeitende.
Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?
Das primäre Ziel ist es, den Forschungsstand zur gesunden Führung im digitalen Zeitalter zu erfassen und zu bewerten. Die zentralen Forschungsfragen sind, wie die Digitalisierung Führungsverhalten verändert, welche Kompetenzen für gesundheitsförderliche Führung nötig sind und welche Auswirkungen digitales Führungsverhalten auf die Gesundheit von Mitarbeitenden hat.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit nutzt eine systematische Literaturübersicht (Review) als Methode, um vorhandene empirische Studien zu identifizieren, auszuwerten und kritisch zu bewerten, ohne eigene Daten zu erheben.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil der Arbeit stellt den aktuellen Forschungs- und Erkenntnisstand zu den zentralen Themen dar, definiert Schlüsselbegriffe, erläutert die Methodik und präsentiert die Ergebnisse der systematischen Literaturrecherche zur Beantwortung der Forschungsfragen.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Digitalisierung, Digital Leadership, Gesunde Führung, Mitarbeitergesundheit, Psychische Belastung, Führungsverständnis, Kompetenzen, Arbeitswelt 4.0, Selbstreflexion, Empathie, Virtuelle Teams, Resilienz, Unternehmenskultur, Change-Management.
Wie unterscheidet sich Digital Leadership von traditionellen Führungsmodellen?
Digital Leadership weicht von klassischen hierarchischen Modellen ab, indem es stärker auf Vertrauen, Partizipation, flache Strukturen und netzwerkartige Zusammenarbeit setzt, wobei Führungskräfte eher als Coaches und Sinnvermittler agieren.
Welche spezifischen psychischen Belastungen können in digitalen Arbeitswelten auftreten?
Digitale Arbeitswelten können durch ständige Erreichbarkeit, Informationsüberflutung, Entgrenzung von Arbeit und Privatleben sowie den Verlust sozialer Nähe psychische Belastungen wie Technostress, emotionale Erschöpfung und Stress verursachen.
Warum ist Selbstführung für Führungskräfte im digitalen Zeitalter so wichtig?
Selbstführung, einschliesslich Achtsamkeit und persönlicher Ressourcenpflege, bildet die Grundlage für gesundheitsförderliche Führung, da Führungskräfte, die ihre eigenen Grenzen kennen und reflektieren, glaubwürdiger und wirksamer in ihren Teams agieren.
Welche Rolle spielt die Organisationskultur bei der erfolgreichen Implementierung digitaler Führung?
Eine gesundheitsbewusste und vertrauensbasierte Unternehmenskultur, die Achtsamkeit, Wertschätzung und psychologische Sicherheit fördert, ist ein Schlüsselfaktor für nachhaltiges Führungsverhalten und die erfolgreiche Gestaltung des digitalen Wandels.
- Arbeit zitieren
- Elias Bavuso (Autor:in), 2025, Gesundes Führen im digitalen Zeitalter. Übersichtsarbeit zu Digital Leadership, Kompetenzen und Mitarbeitergesundheit, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1687180