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Die Reform der gymnasialen Oberstufe von 1972 - Die Beschlüsse und die Konsequenzen für den Schulalltag

Title: Die Reform der gymnasialen Oberstufe von 1972 - Die Beschlüsse und die Konsequenzen für den Schulalltag

Term Paper , 2003 , 14 Pages , Grade: 1-

Autor:in: Axel Limpert (Author)

Pedagogy - School System, Educational and School Politics
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Die reformierte gymnasiale Oberstufe ist das Produkt der Bildungsdiskussion der 50er- und 60er-Jahre. Dreh- und Angelpunkt der Debatte war auf der einen Seite die Erkenntnis, dass eine positive wirtschaftliche Entwicklung eng an die Qualität der Bildung geknüpft ist und auf der anderen Seite die Argumentation, dass Bildung als Grundrecht einer demokratischen Gesellschaft zu verstehen sei, wobei der Begriff der Chancengleichheit an Aktualität gewann. (Roth 2001:405) Die Reform der gymnasialen Oberstufe von 1972 war deshalb brisant, weil ein seit 1810 bestehendes System verändert wurde. Es waren folgende Gründe für die Reform ausschlaggebend:
Die Universitäten forderten eine bessere Vorbereitung auf das Studium. Ein Ziel war also die Optimierung der Studierfähigkeit. (Roth 2001:407) Der Vorrang der Allgemeinbildung- einst die wesentliche Säule der Gymnasien - war veraltet, da die Inhalte der Fächer zugenommen hatten und diese sich nicht mehr auf ein gemeinsam Verbindliches konkretisieren ließen. (Roth 2001:407) Weiterhin hatte das Fächerangebot an den Universitäten in einer solchen Fülle zugenommen, dass das Angebot in der Schule erweitert werden musste. (Roth 2001:407)
Die „Vereinbarung zur Gestaltung der gymnasialen Oberstufe in der Sekundarstufe II“ wurde von der „Ständigen Konferenz der Kultusminister der Länder“ (KMK) 1972 beschlossen: Nach einer Phase von Schulversuchen - die herkömmliche gymnasiale Oberstufe (HGO) und die neugestaltete gymnasiale Oberstufe (NGO) liefen in diesem Zeitraum parallel - wurde diese Reform ab dem Schuljahr 1976/77 verbindlich. (Hitpaß 1985:13)

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

Einleitung

1. Hauptteil

1.1. Die Studierfähigkeit

1.2. Der Pflicht- und Wahlbereich

1.3. Die Grund- und Leistungskurse

1.4. Die Einführungsphase, die Qualifikationsphase und die Abiturprüfung

1.5. Die Leistungsbewertung

1.6. Die Erweiterung der Fächer

Schluß

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die Reform der gymnasialen Oberstufe von 1972, analysiert deren Beschlüsse und beleuchtet die daraus resultierenden Konsequenzen für den schulischen Alltag. Der Fokus liegt dabei auf der kritischen Auseinandersetzung mit den Zielen der Reform, wie der Optimierung der Studierfähigkeit und der Förderung der Chancengleichheit.

  • Historischer Kontext und bildungspolitische Gründe der Reform von 1972
  • Strukturwandel durch Einführung des Kursmodells und Auflösung des Klassenverbandes
  • Differenzierung in Pflicht- und Wahlbereich sowie Grund- und Leistungskurse
  • Neugestaltung des Leistungsbewertungssystems durch Punkte statt Ziffern
  • Kritische Reflexion über Wirksamkeit, Studierfähigkeit und schulischen Alltag

Auszug aus dem Buch

1.1 Die Studierfähigkeit

Die „Ständige Konferenz der Kultusminister der Länder in der Bundesrepublik Deutschland“, gibt „[als] Ziel des Lernens und Arbeitens [...] die Allgemeine Hochschulreife, die zum Studium an einer Hochschule berechtigt“ an. (KMK 1972:3) Diese Aussage war der Kernpunkt der Reform, denn die Universitäten kritisierten die gymnasiale Oberstufe erheblich, indem sie behaupteten, dass sie die Schüler nicht angemessen auf ein Hochschulstudium vorbereiten würde.

Die KMK (1972:4-5) führte nun in der „Vereinbarung zur Gestaltung der gymnasialen Oberstufe in der Sekundarstufe II“ vom 7.7.1972 den Begriff der Studierfähigkeit ein und versuchte diesen grob zu definieren, indem sie sagte, „[dass] für die Ausprägung der Studierfähigkeit [...] 3 Kompetenzbereiche von herausgehobener Bedeutung [seien]: [Die] sprachliche Ausdrucksfähigkeit [...], verständiges Lesen komplexer fremdsprachlicher Sachtexte [...] [sowie der] sichere Umgang mit mathematischen Symbolen und Modellen [...].“

Diesem „Paradigma“ versuchte man gerecht zu werden, indem der Schüler in der Abiturprüfung in zwei Leistungskursen, in denen erweiterte Spezialkenntnisse erworben werden sollen, und in zwei Grundkursen Zeugnis von seinen Fähigkeiten ablegen muss. Durch diese Kombination von Grund- und Leistungskursen soll die Vorbereitung auf ein Studium intensiviert werden, allerdings nicht mit dem Ziel, die Voraussetzungen für einen bestimmten Studiengang zu erwerben, so dass man hier formal von der Vergabe einer allgemeinen - im Gegensatz zu einer fachgebundenen - Hochschulreife sprechen kann.

Zusammenfassung der Kapitel

Einleitung: Die Einleitung skizziert den historischen und bildungspolitischen Kontext, der zur Reform der gymnasialen Oberstufe von 1972 führte, und benennt die zentralen Ziele wie die Optimierung der Studierfähigkeit.

1. Hauptteil: Der Hauptteil gliedert sich in verschiedene Unterkapitel, die detailliert die strukturellen und inhaltlichen Neuerungen der Reform behandeln.

1.1. Die Studierfähigkeit: Dieses Kapitel erläutert die Definition und Bedeutung der Studierfähigkeit als Kernziel der Reform und diskutiert die Kritik daran.

1.2. Der Pflicht- und Wahlbereich: Hier wird der Übergang von herkömmlichen Gymnasialtypen zu einem differenzierten System aus Pflicht- und Wahlangeboten beschrieben.

1.3. Die Grund- und Leistungskurse: Dieses Kapitel beschreibt die Ziele und Organisation der Grund- und Leistungskurse sowie deren Einfluss auf den Schulalltag.

1.4. Die Einführungsphase, die Qualifikationsphase und die Abiturprüfung: Das Kapitel erläutert die verschiedenen Stufen der Oberstufe, deren Funktionen und die Modalitäten der Abiturprüfung.

1.5. Die Leistungsbewertung: Hier wird das neue, auf Punkten basierende Bewertungssystem und dessen Umrechnung im Vergleich zur klassischen Ziffernzensur dargelegt.

1.6. Die Erweiterung der Fächer: Das Kapitel thematisiert die Verbreiterung des Fächerkanons und die damit verbundenen Herausforderungen hinsichtlich der Lehrerausbildung.

Schluß: Das Fazit reflektiert kritisch über Reformansätze im Bildungswesen, insbesondere im Kontext aktueller PISA-Diskussionen und der Bedeutung didaktischer Qualität.

Schlüsselwörter

Reform der gymnasialen Oberstufe, 1972, Studierfähigkeit, KMK, Sekundarstufe II, Kurssystem, Grundkurs, Leistungskurs, Punktesystem, Leistungsbewertung, Allgemeine Hochschulreife, Chancengleichheit, Bildungsdiskussion, Schulentwicklung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit behandelt die Reform der gymnasialen Oberstufe von 1972 in der Bundesrepublik Deutschland, ihre inhaltlichen Beschlüsse und deren Auswirkungen auf den Schulalltag.

Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Zentrale Themen sind der Wandel der Oberstufenstruktur, die Einführung des Kursmodells, die Neudefinition von Studierfähigkeit, das Punktesystem der Leistungsbewertung sowie die Erweiterung des Fächerkanons.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, die konkrete Umsetzung der Reformbeschlüsse darzustellen und zu analysieren, welche Konsequenzen diese für die Organisation des Unterrichts sowie für Lehrer und Schüler hatten.

Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse, in der offizielle Dokumente der Kultusministerkonferenz (KMK) sowie wissenschaftliche Untersuchungen und Dissertationen zur Reform der gymnasialen Oberstufe ausgewertet wurden.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert die Kernbereiche der Reform, darunter die Studierfähigkeit, das Pflicht- und Wahlangebot, das Kurssystem, die Abiturprüfung und die Umstellung der Benotung.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Schlüsselwörter sind Oberstufenreform, Studierfähigkeit, Kurssystem, Leistungsbewertung, KMK, Bildungspolitik und Chancengleichheit.

Welche Rolle spielt die "Einführungsphase" laut Text?

Die Einführungsphase fungiert laut KMK als Brücke vom Klassenunterricht hin zum eigenverantwortlichen Kurssystem der Qualifikationsphase und dient der Angleichung heterogener Wissensstände.

Wie bewertet der Autor den Erfolg von Reformen im Bildungswesen?

Der Autor äußert Skepsis gegenüber rein strukturellen Reformen und betont, dass die Qualität des Unterrichts, die Kompetenz der Lehrer und das Interesse der Schüler wesentlich bedeutender für den Lernerfolg sind.

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Details

Title
Die Reform der gymnasialen Oberstufe von 1972 - Die Beschlüsse und die Konsequenzen für den Schulalltag
College
University of Duisburg-Essen  (Fachbereich 2)
Grade
1-
Author
Axel Limpert (Author)
Publication Year
2003
Pages
14
Catalog Number
V16872
ISBN (eBook)
9783638215916
ISBN (Book)
9783638788014
Language
German
Tags
Reform Oberstufe Beschlüsse Konsequenzen Schulalltag
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Axel Limpert (Author), 2003, Die Reform der gymnasialen Oberstufe von 1972 - Die Beschlüsse und die Konsequenzen für den Schulalltag, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/16872
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