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Optimierung der Gestaltung des Übergangs von der Kita in die Grundschule

Eine empirische Studie

Titel: Optimierung der Gestaltung des Übergangs von der Kita in die Grundschule

Masterarbeit , 2025 , 123 Seiten

Autor:in: Anonym (Autor:in)

Pädagogik - Schulpädagogik
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Der Ausgangspunkt dieser Masterarbeit ist die Gestaltung des Übergangs von der Kita in die Grundschule. Diese Transition ist bedeutsam für den weiteren Bildungsverlauf von Kindern und sollte daher auch bestmöglich begleitet werden. Der Transitionsprozess betrifft nicht nur die Kinder, sondern ebenso die Eltern, welche auch viele Herausforderungen zu meistern haben. Kern dieser Arbeit ist daher die Fragestellung: Wie kann der Übergang von der Kita in die Grundschule für die Kinder und unter Berücksichtigung der elterlichen Bedürfnisse optimal begleitet werden?

Um herauszufinden, wie genau diese Gestaltung aussehen kann und welches Basiswissen für diese bedeutsam ist, werden zunächst im ersten Teil der Arbeit die theoretischen Grundlagen dargestellt. Alle Familien bringen individuelle Erwartungen, Bedürfnisse und Erfahrungen mit, weshalb es zunächst um die Kindheit geht, in deren Zusammenhang verschiedene Familienformen und unterschiedliche Lebenserfahrungen und -voraussetzungen beleuchtet werden. An dieser Stelle wird auch die Bedürfnispyramide nach Maslow hinzugezogen, da die Kinder nun von neuen Strukturen, Menschen und Orten umgeben sind und sich somit die bisherige Bedürfniserfüllung verändern kann. Die oben genannten Erfahrungen führen zu einer großen Heterogenität zu Beginn der Schullaufbahn, welche auch unterschiedliche Unterstützungsbedarfe hervorbringt, die es zu erläutern gilt.

Anschließend liegt der Fokus auf den oben erwähnten Transitionen. Nach einer Begriffsbestimmung wird das Transitionsmodell nach Griebel und Niesel (2015) dargestellt. Um diese Transition zu bewältigen werden die Kinder mit verschiedenen Herausforderungen auf drei Ebenen konfrontiert, die es zu verarbeiten gilt. Dabei helfen verschiedene Schutzfaktoren, welche im Nachgang aufgeführt werden. Im nächsten Kapitel wird es um Kooperationen gehen. Diese beziehen sich vor allem auf die Arbeit zwischen der Kindertagesstätte und der Schule sowie, auf die Arbeit zwischen den Eltern und der Schule. Es wird zudem erörtert, was der Übergang für die Eltern bedeutet und welche Veränderungen auf der organisatorischen und emotionalen Ebene für die Eltern damit einher gehen.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

  • 1 EINLEITUNG
  • 2 KINDHEIT IM WANDEL
    • 2.1 FAMILIENFORMEN
    • 2.2 KINDHEIT IN EINER MULTIKULTURELLEN GESELLSCHAFT
    • 2.3 FREIZEITGESTALTUNG VON KINDERN
    • 2.4 BEDÜRFNISPYRAMIDE NACH MASLOW
    • 2.5 HETEROGENITÄT ZUM SCHULANFANG
  • 3 DER SCHULEINTRITT ALS KRITISCHES LEBENSEREIGNIS
  • 4 TRANSITIONEN
    • 4.1 BEGRIFFSBESTIMMUNG
    • 4.2 TRANSITIONSMODELL NACH GRIEBEL / NIESEL (2015)
    • 4.3 HERAUSFORDERUNGEN
      • 4.3.1 HERAUSFORDERUNGEN AUF INDIVIDUELLER EBENE
      • 4.3.2 HERAUSFORDERUNGEN AUF INTERAKTIONALER EBENE
      • 4.3.3 HERAUSFORDERUNGEN AUF KONTEXTUELLER BZW. INSTITUTIONELLER EBENE
    • 4.4 BEWÄLTIGUNG
      • 4.4.1 SCHUTZFAKTOREN AUF INDIVIDUELLER EBENE
      • 4.4.2 SCHUTZFAKTOREN AUF INTERAKTIONALER EBENE
      • 4.4.3 SCHUTZFAKTOREN AUF KONTEXTUELLER BZW. INSTITUTIONELLER EBENE
  • 5 KOOPERATIONEN BEI DER ÜBERGANGSGESTALTUNG
    • 5.1 KITA UND GRUNDSCHULE
      • 5.1.1 FACHLICHER AUSTAUSCH
      • 5.1.2 ÜBERGANGSRITUALE
    • 5.2 ELTERNARBEIT
      • 5.2.1 ELTERNABENDE UND INFORMATIONSVERANSTALTUNGEN
      • 5.2.2 BERATUNGSGESPRÄCHE
    • 5.3 FÖRDERPROGRAMME UND SONSTIGE KOOPERATIONEN
  • 6 ÜBERGANG AUS DER ELTERNPERSPEKTIVE
    • 6.1 ELTERNAUFGABEN AUS SICHT DER SCHULE
    • 6.2 ERWARTUNGEN VON ELTERN
    • 6.3 SORGEN UND HERAUSFORDERUNGEN DER ELTERN
  • 7 EMPIRISCHER TEIL
    • 7.1 FORSCHUNGSFELD
    • 7.2 METHODISCHES VORGEHEN
      • 7.2.1 QUALITATIVE UND QUANTITATIVE FORSCHUNGSMETHODEN
      • 7.2.2 DAS LEITFADENINTERVIEW
      • 7.2.4 AUSWERTUNGSVERFAHREN
    • 7.3 ERGEBNISDARSTELLUNG
      • 7.3.1 ERGEBNISSE DER LEITFADENINTERVIEWS
      • 7.3.2 ERGEBNISSE DER ELTERNFRAGEBÖGEN
    • 7.4 DISKUSSION
  • 8 FAZIT
  • LITERATUR
  • ANHANG

Zielsetzung & Themen

Diese Masterarbeit befasst sich mit der Gestaltung des Übergangs von der Kindertagesstätte (Kita) in die Grundschule. Das Hauptziel und die Forschungsfrage der Arbeit lauten: „Wie kann der Übergang von der Kita in die Grundschule für die Kinder und unter Berücksichtigung der elterlichen Bedürfnisse optimal begleitet werden?“ Die Studie verbindet theoretische Grundlagen mit einer empirischen Erhebung, um umfassende Einblicke in diesen kritischen Lebensabschnitt zu gewinnen.

  • Analyse des Wandels der Kindheit, einschließlich Familienformen, multikultureller Gesellschaft und Freizeitgestaltung.
  • Detaillierte Untersuchung von Transitionen, deren Definition, dem Transitionsmodell nach Griebel und Niesel (2015), sowie damit verbundenen Herausforderungen und Bewältigungsstrategien.
  • Beleuchtung der verschiedenen Kooperationsformen zwischen Kita, Grundschule und Eltern zur effektiven Übergangsgestaltung.
  • Erfassung der Elternperspektive auf den Übergang, einschließlich ihrer Erwartungen, Sorgen und Aufgaben.
  • Empirische Untersuchung mittels qualitativer Leitfadeninterviews und quantitativer Elternfragebögen zur Optimierung des Übergangsprozesses.

Auszug aus dem Buch

4 TRANSITIONEN

Übergänge gibt es in verschiedenen Lebenslagen. So können diese auf privater Ebene, beruflicher Ebene oder eben auf der schulischen Ebene stattfinden (vgl. Fiegert / Graalmann / Kunze 2016, S.19f.). Der Begriff der Transition ist von dem Begriff des Übergangs grundsätzlich abgrenzbar, wird aber im Zusammenhang dieser Arbeit weitgehend synonym verwendet. Der Übergang selbst kann als Transition verstanden werden. Es handelt sich um einen Entwicklungsprozess, welcher mit Umstrukturierungen verknüpft ist und intensive Lernerfahrungen erfordert (vgl. Eckerth et al. 2015, S.15f.). Griebel (2012) definiert den Begriff der Transition folgendermaßen: „Als Transition werden Lebensereignisse bezeichnet, die die Bewältigung von Veränderungen auf mehreren Ebenen erfordern, wobei in der Auseinandersetzung des Einzelnen und seines sozialen Systems mit gesellschaftlichen Anforderungen Entwicklung angeregt wird. In Transitionsprozessen verdichten sich Entwicklungsanforderungen und die Betroffenen reagieren darauf mit intensiven Lernprozessen“ (vgl. Griebel / Niesel 2013, S.288). Transitionsprozesse dauern je nach Individuum einen längeren Zeitraum an (vgl. Griebel / Niesel 2015, S.118). Es handelt sich bei Transitionen bzw. Übergängen also um Veränderungsprozesse, bei denen es über einen längeren Zeitraum zu einer Ansammlung verschiedener Belastungsfaktoren kommt (vgl. Eckerth et al. 2015, S.26). Da das Übergangsempfinden und die Übergangsbewältigung sehr individuell sind, können Transitionen als komplex und vielschichtig beschrieben werden. Bei allen Übergängen gibt es einen Austritt aus einer bekannten Situation, welcher somit stets mit einer Ablösung von der Sozialstruktur verknüpft ist. Daran bindet gegebenenfalls eine Findungsphase an, in der nahezu zeitgleich eine Loslösung und eine Angliederung in einer neuen Struktur stattfinden. Darauf folgt der Eintritt in eine neue Situation, welcher hohe Anpassungsleistungen erfordert. Um diese Phase angenehmer zu gestalten können Angliederungsriten eingesetzt werden (vgl. Fiegert / Graalmann / Kunze 2016, S.23f.).

Die Transitionsforschung ist relevant für die erziehungswissenschaftliche Praxis, da in Hinblick auf das Verständnis von Familienentwicklung ein Wissen darüber vorhanden sein sollte, wie Beteiligte Übergänge erleben. Zudem können Impulse für die Zusammenarbeit von Bildungseinrichtungen und allen Beteiligten entstehen, welche für die Kooperation zwischen verschiedenen Bildungsinstitutionen relevant sind (vgl. Fiegert / Graalmann / Kunze 2016, S.24). Das IFP-Transitionsmodell fokussiert die komplexen Veränderungsprozesse mit denen Familien bei dem Übergang in Bildungseinrichtungen konfrontiert sind und unterstützt die pädagogische Bewältigung des Übergangs (vgl. Griebel / Niesel 2015, S. 38). Das Modell zielt darauf ab, den Übergehenden ausreichend Zeit und Möglichkeiten entgegenzubringen, damit diese den Prozess selbst und aktiv erleben können. Sie sollen eine Transitionskompetenz entwickeln, welche sich auf das gesamte soziale System bezieht (vgl. Fiegert / Graalmann / Kunze 2016, S.24). Neben dem Kind als Übergehenden ist auch sein Lebensumfeld in diesem Bewältigungsprozess einbezogen (vgl. Eckerth et al. 2015, S.27). Somit schließt das IFP-Transitionsmodell alle Beteiligten mit ein. Eltern und Kinder bewältigen den Übergang aktiv als eine Entwicklungsaufgabe, während die pädagogischen Fachkräfte diesen begleiten und als einen Teil ihrer beruflichen Routine erleben bezieht (vgl. Fiegert / Graalmann / Kunze 2016, S.24). Der Transitionsansatz zum Übergang von der Kita in die Grundschule wird daher als ko-konstruktiv verstanden, den das Kind und sein Umfeld gemeinsam in einem Prozess bewältigen und gestalten (vgl. Eckerth et al. 2015, S.27).

Zusammenfassung der Kapitel

1 EINLEITUNG: Dieses Kapitel führt in die Thematik der Übergänge von der Kita in die Grundschule ein und stellt die zentrale Forschungsfrage der Masterarbeit vor.

2 KINDHEIT IM WANDEL: Hier werden die aktuellen Bedingungen des kindlichen Aufwachsens beleuchtet, darunter Familienformen, multikulturelle Gesellschaft, Freizeitgestaltung, die Bedürfnispyramide nach Maslow und die Heterogenität bei Schuleintritt.

3 DER SCHULEINTRITT ALS KRITISCHES LEBENSEREIGNIS: Dieses Kapitel analysiert den Schuleintritt als eine bedeutsame Veränderung im Leben von Kindern und Familien, die besondere Anpassungsleistungen erfordert.

4 TRANSITIONEN: Der Abschnitt definiert den Begriff der Transition und stellt das Transitionsmodell nach Griebel und Niesel (2015) vor, um die damit verbundenen Herausforderungen und deren Bewältigung aufzuzeigen.

5 KOOPERATIONEN BEI DER ÜBERGANGSGESTALTUNG: Dieses Kapitel widmet sich der Zusammenarbeit zwischen Kita und Grundschule sowie der Elternarbeit als wesentliche Elemente zur erfolgreichen Gestaltung des Übergangs.

6 ÜBERGANG AUS DER ELTERNPERSPEKTIVE: Hier werden die Aufgaben, Erwartungen, Sorgen und Herausforderungen der Eltern im Kontext des Schuleintritts ihrer Kinder untersucht.

7 EMPIRISCHER TEIL: Dieser Hauptteil beschreibt das Forschungsfeld, das methodische Vorgehen (qualitative und quantitative Methoden), präsentiert die Ergebnisse der Interviews und Fragebögen und diskutiert diese im Abgleich mit den theoretischen Grundlagen.

8 FAZIT: Das Fazit fasst die wichtigsten Erkenntnisse der gesamten Arbeit zusammen und beantwortet die zu Beginn gestellte Forschungsfrage.

Schlüsselwörter

Übergang Kita Grundschule, Transition, Schulanfang, Kindheit im Wandel, Heterogenität, Elternperspektive, Kooperation, Resilienz, Bildungsdokumentation, Maslowsche Bedürfnispyramide, qualitative Forschung, quantitative Forschung, Einschulung, Bildungssystem, Sozialisation.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit dem Übergang von der Kindertagesstätte (Kita) in die Grundschule und untersucht, wie dieser Prozess für Kinder und ihre Familien optimal gestaltet werden kann.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Themenfelder umfassen die Entwicklung und Herausforderungen der Kindheit, Transitionsprozesse im Bildungssystem, die Bedeutung von Kooperationen zwischen Bildungseinrichtungen und die Perspektiven der Eltern während des Übergangs.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das primäre Ziel ist die Beantwortung der Forschungsfrage: „Wie kann der Übergang von der Kita in die Grundschule für die Kinder und unter Berücksichtigung der elterlichen Bedürfnisse optimal begleitet werden?“

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit verwendet einen Mixed-Methods-Ansatz, der sowohl qualitative Forschung (Leitfadeninterviews mit Fachkräften) als auch quantitative Forschung (Elternfragebögen) kombiniert.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil behandelt theoretische Grundlagen zu Kindheit und Transitionen, detailliert das Transitionsmodell nach Griebel und Niesel, analysiert Kooperationen und die Elternperspektive und präsentiert anschließend die empirischen Ergebnisse sowie deren Diskussion.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird charakterisiert durch Schlüsselwörter wie Übergang Kita Grundschule, Transition, Schulanfang, Kindheit im Wandel, Heterogenität, Elternperspektive, Kooperation, Resilienz und Bildungsdokumentation.

Wie wird die Heterogenität der Kinder zum Schulbeginn berücksichtigt?

Laut der Studie wird die Heterogenität der Kinder durch differenzierte Aufgaben und eine individuelle Herangehensweise der Lehrkräfte berücksichtigt, um alle Kinder an ihrem jeweiligen Leistungsstand abzuholen.

Welche Rolle spielen Eltern bei der Bewältigung des Übergangs ihrer Kinder?

Eltern spielen eine Doppelrolle: Sie begleiten ihre Kinder und durchlaufen gleichzeitig selbst eine Transition, wobei ihre Einstellungen und das Erziehungsverhalten den Übergang stark beeinflussen.

Welche Bedeutung haben Kooperationen zwischen Kita und Grundschule?

Kooperationen sind als Schutzfaktoren essentiell, um Kindern und Eltern ein Gefühl von Sicherheit zu vermitteln, Unsicherheiten abzubauen und einen fließenden Übergang zu ermöglichen, wozu fachlicher Austausch, gemeinsame Rituale und Elternarbeit gehören.

Gibt es geschlechterspezifische Unterschiede in der Vorbereitung auf den Schulstart?

Die empirische Untersuchung zeigt, dass Eltern von Mädchen sich im Durchschnitt besser vorbereitet fühlen und weniger Sorgen bezüglich des Schulbeginns äußern als Eltern von Jungen.

Ende der Leseprobe aus 123 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Optimierung der Gestaltung des Übergangs von der Kita in die Grundschule
Untertitel
Eine empirische Studie
Autor
Anonym (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2025
Seiten
123
Katalognummer
V1688348
ISBN (PDF)
9783389176511
ISBN (Buch)
9783389176528
Sprache
Deutsch
Schlagworte
optimierung gestaltung übergangs kita grundschule eine studie
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Anonym (Autor:in), 2025, Optimierung der Gestaltung des Übergangs von der Kita in die Grundschule, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1688348
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