Der Übergang von der Kita zur Grundschule stellt ein zentrales Ereignis in der Bildungsbiografie von Kindern dar und ein Drittel bis zur Hälfte der Kinder sollen Übergangsprobleme haben. Mit Beginn der Einschulung starten Kinder ihre schulische Laufbahn. Dass der Übergang dabei eine große Bedeutung für einen erfolgreichen Start hat, haben einige Studien in den letzten Jahren wissenschaftlich erwiesen. Mit der Unterzeichnung der UN-Behindertenrechtskonvention und deren Inkrafttreten im Jahr 2009 ergibt sich auch für die Übergangsgestaltung der Fokus auf Inklusion. Wenngleich die Thematik international schon länger im wissenschaftlichen Fokus steht, befinden sich die Forschungen zu inklusiven Übergängen sowohl national als auch international noch in den Anfängen. Es gibt kaum theoretische Konzeptionen, die gezielt versuchen, kontinuierliche Lernentwicklungsprozesse im Übergang zu fördern. Zudem ist in kaum einem anderen OECD-Staat der Bildungserfolg so sehr abhängig von der sozialen Herkunft wie in Deutschland. Kinder, die besondere Bedarfe und/oder langfristigen Unterstützungsbedarf haben, sind in ihrer schulischen Laufbahn stärker gefährdet. Diese anhaltenden Auffälligkeiten verstärken sich im Übergang. Seit Jahrzehnten betonen Forscher*innen, dass diese Gruppe von Kindern aus inklusiver Perspektive gezielter in Blick genommen werden muss, wenn es um Transitionsprozesse geht. Deshalb stellen diese Kinder den Fokus dieser Arbeit dar. Sie werden als Children at Risk bezeichnet und in Kapitel 2.3 näher beschrieben.
- Arbeit zitieren
- Anonym (Autor:in), 2024, Interinstitutionelle Kooperation im Übergang von Kita zu Grundschule, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1688352