Blacks in America: Choosing a movie that takes Blacks in America as its topic. Convince someone to choose the same movie

Eine Unterrichtsstunde in der Klassenstufe 8


Unterrichtsentwurf, 2011

18 Seiten, Note: 1,5


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1. Unterrichtliche Vorbedingungen
1.1. Die Lerngruppe
1.2. Die Referendarin
1.3. Schulspezifische Voraussetzungen

2. Didaktische Analyse
2.1. Stoff derUnterrichtseinheit
2.2. Stoff der Unterrichtsstunde

3. Ziele

4. Methodische Überlegungen

5. Tabellarischer Entwurf

5. Literaturverzeichnis

6. Anhang

1. UnterrichtlicheVorbedingungen

1.1. Die Lerngruppe

Der Kurs 8/1 umfasst 16 Schülerinnen und Schüler[1], darunter 9 Mädchen und 7 Jungen. Sie lernen Englisch im 4. Lernjahr, da sie seit der 5. Klasse am Englischunterricht teilnehmen. Die Lematmosphäre im Kurs kann man als positiv bezeichnen. Seit dem siebten Schuljahr lernen die SuS in dieser Konstellation, in der sich viele SuS mit ähnlichen Interessen und Einstellungen zusammenfinden. Im Raum London lernen die SuS in festen Sitzgruppen. Diese wählen sie sich selbst danach aus, mit welchen Lempartnern sie gerne und konstruktiv Zusammenarbeiten können. Dementsprechend wohl fühlt sich der Großteil der Lemgruppe, was sich in einem insgesamt offenen und freundlichem Arbeits- und Klassenklima niederschlägt.

Dem Unterrichtsfach Englisch gegenüber sind die SuS im Großen und Ganzen aufgeschlossen und zeigen Leistungsbereitschaft. Drei hervorstechend schwache SuS, bei denen sich die puberale Phase zudem stärker als bei den anderen SuS auszuwirken scheint, können jedoch nur wenig Interesse aufbringen. Sie sind nur schwer zur Ausführung von Arbeitsaufträgen zu motivieren, lenken sich gegenseitig ab und brauchen dementsprechend länger als andere SuS, um Aufgaben zu erledigen. Ein Auseinandersetzen bzw. Umsetzen der SuS zu anderen, leistungsstärkeren Sitzgruppen bewirkte keine Besserung, da die o.g. SoS dann die Mitschüler abzulenken begannen. Aus diesem Grund verbleiben sie gemeinsam an einem Tisch, es setzten sich jedoch zur Unterstützung bei Arbeitsaufträgen meine Mentorin oder ich zu ihnen. Abgesehen von dieser Dreier-Gruppe lassen sich keine nennenswerten disziplinarische Probleme benennen. Jedoch merkt man der Lerngruppe deutlich an, dass Formen des offenen Unterrichts sie vielmehr ansprechen als lehrerzentrierte. Die achten Klassen haben einen Tag pro Woche Freiarbeit, in der sie sich einem Thema ihrer Wahl widmen und dieses selbstständig erarbeiten und am Ende eines Freiarbeits-Zyklus' präsentieren. Zudem sind sie auch durch den sonstigen Kursunterreicht an materialzentrierte und themenzentrierte Freiarbeitsformen gewöhnt. Somit knüpft der Englischunterricht daran an und verringert den lehrerzentrierten Anteil des Unterrichts auf ein Minimum.

Hinsichtlich der Konzentration ist zu beobachten, dass diese je nach Tageszeit stark schwankt. Am Dienstag wird der Kurs in der 4. Lernzeit unterrichtet und diese Lernzeit zeichnet sich durch eine konstant zunehmende Unruhe aus. In diesem Sinne bietet es sich für diese Lernzeit an, schüleraktivierende Methoden zu verwenden, die es den SuS ermöglichen, die kognitive Arbeit mit körperlicher Aktivität zu verbinden. Trotzdem konnte ich für diese Stunden noch kein "Patentrezept" finden, sodass diese immer noch einen Unsicherheitsfaktor darstellen. Freitags unterrichte ich in der 2. Lernzeit und es zeigt sich im Vergleich zu Dienstag ein fast umgekehrtes Bild. Die SuS sind aufnahmebereit und führen Arbeitsaufträge ohne lange Aufforderung aus.

Das Leistungsniveau der Lerngruppe kann im Großen und Ganzen als gut beschrieben werden. Eine Gruppe von 5 SuS ist als sehr leistungsstark einzustufen. Daran schließen sich 8 SuS an, deren Leistungen sich im Bereich „befriedigend bis gut“ ansiedeln. Weitere 4 SuS haben große Probleme in allen kommunikativen Fertigkeiten, da ihnen z.T. grammatikalische Grundlagen fehlen. Eine Schülerin von diesen Vieren hat Förderbedarf. Sie benötigt viel mehr Zeit als ihre Mitschüler, um Aufgaben zu erfassen und zu bearbeiten, und brauchte im Prinzip eine 1:1 Betreuung. Sie erhält daher weniger umfangreiche Aufgaben, gesonderte Hilfestellung durch meine Mentorin oder mich, oder mehr Zeit.

Die Beteiligung im Mündlichen ist i.d.R. gut, es fällt jedoch auf, dass die als besonders leistungsstark beschriebenen SuS nicht zwingend jene sind, die sich im Mündlichen engagieren. Sie halten sich im Gegensatz zu einigen SuS aus dem “Mittelfeld“ stärker zurück. Die Fähigkeiten im produktiven und interaktiven Sprechen variieren die Leistungen von Schüler zu Schüler sehr stark. Manchen bereitet schon das Formulieren einfacher Sätze Schwierigkeiten, andere gehen in der Sprachproduktion weitgehend flexibel mit der Sprache um.

1.2. Die Referendarin

Ich bin seit dem 1.4. vorigen Jahres als Referendarin an der tätig und unterrichte den Kurs 8/1 seit Beginn des laufenden Schuljahres. Da ich in unteren Klassenstufen bis dahin noch keine Unterrichtspraxis hatte, fiel mir die Umstellung relativ schwer. Insbesondere, da ich davon ausging, dass Unterricht in der achten Klasse stärker lehrerzentriert ablaufen müsse als in höheren Klassenstufen. Die Erkenntnis, dass auch SuS der achten Klasse sich gern in "Frei(er)-Arbeit" produzieren und auf diese Weise auch gut arbeiten können, kam sukzessive nachdem ich verschiedene Unterrichtswege ausprobiert habe. Dies war möglich, da mit meine Mentorin in der unterrichtlichen Gestaltung große Freiheiten lässt, mir aber stets beratend äußerst kompetent und verständnisvoll zur Seite steht.

1.3. Schulspezifische Voraussetzungen

Die ist eine staatlich anerkannte Schule in freier Trägerschaft, die seit 1998 existiert. Sie hat ein besonderes Profil:

„An der integrierten Gesamtschule lernen derzeit insgesamt 480 Kinder und Jugendliche in der Grundschule und in den Sekundarstufen I und II.

Das Konzept der führt verschiedene Reformansätze von Schule zu einem ganzheitlichen Ansatz zusammen. Integrative Unterrichtsformen, Altersmischungen, Modelle für Individualisierung und Binnendifferenzierung, die Orientierung am Gemeinwesen Schule oder die Öffnung zur Umgebung innerhalb eines Ganztagsbetriebs [...] entfalten in ihrer Summe neue Möglichkeiten für eine zeitgemäße Bildung und Erziehung.

Die versteht sich als ein lebendiges Haus des Lernens, das von kultureller Toleranz und friedlichem Miteinander geprägt ist. Übergeordnetes Ziel der schulischen Arbeit ist es, die Schülerinnen und Schüler zu eigenverantwortlichem Lernen, solidarischem Handeln und sinnvollen Formen der Verständigung zu befähigen.“[2]

Die SuS werden in 4 Lernzeiten unterrichtet, die jeweils 90 Minuten umfassen und durch unterschiedlich lange Pausenzeiten unterbrochen werden. Lehreinheiten im Umfang von 45 Minuten bilden die Ausnahme im Schulalltag.

Das Kollegium umfasst ca. 60 Personen und ist im Großen und Ganzen ais jung oder jung geblieben zu beschreiben. Die Arbeitsatmosphäre ist familiär und den Referendarinnen stehen die Kolleginnen und Kollegen aufgeschlossen gegenüber. Im Rahmen von fächerübergreifendem, kursübergreifendem oder projektorientiertem Arbeiten verbringt man viel Zeit miteinander und dementsprechend eng sind die zwischenmenschlichen Beziehungen. Dem SuS gegenüber verstehen sich die Lehrerinnen und Lehrer[3] als helfende, unterstützende Pfeiler auf dem Weg in den selbstständigen Wissenserwerb. Die geschieht je nach individuellem Bedarf und Fähigkeiten der SuS in engeren und weiteren Grenzen. Daher ist das Verhältnis zwischen SuS und LuL i.d.R. kollegial, arbeitsorientiert und von gegenseitigem Respekt geprägt. Die Lehrkräfte stehen den SuS auch außerhalb des regulären Unterrichtsbetriebes zur Verfügung. Im Rahmen des Ganztagsbetriebs ist ein dichtes schulisches und soziales Betreuungsnetz aufgebaut, in dem sich die SuS augenscheinlich aufgehoben fühlen, da viele von ihnen nach Unterrichtsschluss das Schulgebäude nicht sofort verlassen. Vielmehr nutzen sie die gegebenen Voraussetzungen für Hausaufgaben, betreute Freizeitangebote oder verbringen ihre Zeit hier mit Freunden. Für den selbstständigen Wissenserwerb steht den SuS u.a. eine schuleigene Bibliothek zur Verfügung, in der sie auch englische Primärliteratur anfinden. Zudem befinden sich im Schulhaus mehrere Internetarbeitsplätze für Recherchezwecke. Insgesamt weist die Schule im technischen Bereich eine moderne Ausstattung auf, sodass der Unterricht medial vielfältig gestaltet werden kann. In der vorliegenden Stunde wird aus dem Medienpooljedoch nur ein Polylux benötigt.

Die pragmatische Aufteilung des Schulhauses in verschiedene Flügel, in deren Mitte sich jeweils ein Pausengelenk befindet, begünstigt zahlreiche Aktivitäten. Diese dienen in der Pause als Treffpunkt und werden im Unterricht u.a. für Präsentationen genutzt, da man hier ausreichend Raum und Fläche vorfindet.

2. Didaktische Analyse

2.1. Stoff derUnterrichtseinheit

In der vorliegenden, insgesamt 24 h umfassenden, Unterrichtseinheit behandelt der Kurs 8/1 „Blacks in America“ im Rahmen des Jahresthemas „The USA“. Dazu wurde zunächst eine allgemeine Einführung zu Thema gegeben und grundlegende historische Aspekte (Sklaverei, Bürgerkrieg, Unabhängigkeitserklärung) erarbeitet. Daran schloss sich eine insgesamt 12 h umfassendes Stationslernen zu ausgewählten Themenbereichen zu „Blacks in America“ an. Dazu gehören „Escape from slavery“, „Black music“ (Gospel, Hip Hop, Soul, Blues, Worksongs), „Ku Klux Klan“, „Civil Rights Movement“ (u.a. Martin Luther King, Rosa Parks) und „Famous Blacks today“. In der Auseinandersetzung mit den verschiedenen Stationen werden unterschiedliche Fertigkeiten geschult. So trainieren die SuS z.B. ihr Hörverstehen, indem sie Höraufgaben zu Martin Luther Kings Rede bearbeiten oder ihre Lesekompetenz, indem sie Informationen aus Texten zum Ku Klux Klan oder zu Rosa Parks Zusammentragen. Natürlich werden in der Beschäftigung mit den Inhalten auch lexikalische Kenntnisse erworben, die durch das Themengebiet bestimmt sind. Im Sinne der Schülerorientierung[4] bearbeiten nicht alle SuS alle Stationen, sondern können in gewissen Grenzen wählen (z.B. zwischen „Civil Rights Movement“ und „Escape from slavery“). Zudem wird die Binnendifferenzierung[5] berücksichtigt, da jeder Schüler seinen individuellen Arbeitsplan erhielt, auf dem (je nach Leistungsvermögen) der Umfang der zu bearbeitenden Aufgaben festgelegt wurde. Für alle SuS gilt jedoch, dass das Stationenlemen in eine kleine Präsentation mündet. Sie können trotzdem ihren Interessen und Fähigkeiten folgen, da sie zwischen zwischen einem Vortrag zu einer afroamerikanischen Persönlichkeit ihrer Wahl und einer Rede zu ihren Träumen im Stil von Martin Luther Kings Rede „I have a dream“ entscheiden dürfen.

Diese Unterrichtseinheit wird unabhängig von einem Lehrwerk auf der Basis von verschiedenen, eigenständig zusammengetragenen Materialien behandelt. Der Stoff der vorliegenden Unterrichtseinheit findet seine Berechtigung dabei in dem im Rahmenplan aufgeführten Lebens­und Lembereich: „Orte, Menschen und ihre Gebräuche; nah und fern“[6]. „Blacks in Amerika“ bildet ein Themenfeld, das den Schülern einen Blick in einen anderen Kulturkreis ermöglicht[7]. Dieser hat durch Popularität von Hip Hop Kultur (Rap, Tanzfilme, Kleidungstil), Barack Obama, Soul Musik (u.a. Alicia Keys) und der Bürgerrechtsbewegung (Martin Luther King, Black Panther Party) große Relevanz und Bedeutung für Jugendliche, was man an ihrem regen Interesse gut erkennen kann. Darüber hinaus wird historisches Allgemeinwissen durch die Auseinandersetzung mit Aspekten der US-Geschichte vermittelt.

Abgeprüft werden die erworbenen Kenntnisse am Ende der Einheit durch einen Test (der natürlich differenziert gestaltet ist), sowie durch die Präsentationen der SuS vor der Klasse.

2.2. Stoff derUnterrichtsstunde

Wie aus den vorangegangenen Ausführungen ersichtlich wurde, stellt die vorliegende Lehrprobenstunde einen Exkurs vom eigentlich derzeit stattfindenden Stationenlemen dar. Das Oberthema „Blacks in America“ wird jedoch im Rahmen dieser aufgegriffen, um einen zu krassen Bruch zum eigentlichen Unterricht zu vermeiden. Dies geschieht, indem weitestgehend aktuelle Filme zu unterschiedlichen Aspekten der afroamerikanischen Kultur in den USA aufgegriffen werden. Die unterschiedlichen Filme werden den SuS zunächst in Form von Trailern präsentiert, dass ihr Interesse weckt, da sie dieses Format aus ihrer Lebenswelt kennen und nutzen, um sich über aktuelle Filme zu informieren. Die Filme sind so ausgewählt, dass unterschiedliche Schülerinteressen angesprochen werden und somit inhaltlich binnendifferenziert wird. Der Film „Guess Who?“ aus dem Jahre 2005 thematisiert Diskriminierung zwischen Weißen und Schwarzen in Amerika aus einer anderen Perspektive als gewöhnlich. Als die Afroamerikanerin Theresa ihren weißen Freund Simon ihrer Familie vorstellt, kommt es zu einer Reihe interessanter Reaktionen.

[...]


[1] Kurz: SuS

[2] http://www.werkstattschule-in-rostock.de/Profil.5.0.html. (Zugriff: 25.1.10)

[3] Kurz: LuL

[4] Vgl. Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur Mecklenburg-Vorpommern (2002): Rahmenplan Englisch. Gymnasium/Integrierte Gesamtschule, Jahrgangsstufen7-10, S. 16.

[5] Dieser wird im Rahmenplan eine zentrale Rolle zugeschrieben. Vgl. Rahmenplan 2002, S. 16.

[6] Rahmenplan 2002, S.46.

[7] Ebd.

Ende der Leseprobe aus 18 Seiten

Details

Titel
Blacks in America: Choosing a movie that takes Blacks in America as its topic. Convince someone to choose the same movie
Untertitel
Eine Unterrichtsstunde in der Klassenstufe 8
Hochschule
Universität Rostock
Note
1,5
Autor
Jahr
2011
Seiten
18
Katalognummer
V168892
ISBN (eBook)
9783640876327
ISBN (Buch)
9783640876372
Dateigröße
665 KB
Sprache
Deutsch
Anmerkungen
Die SuS wählten am Anfang alle den selben Film. In diesem Sinne bietet sich an, erst danach zu fragen, welchen Film sie warum sehenwert erachten und dann Filme zuzuteilen. Am Ende könnten sie dann nochmal sagen, welchen sie selbst gewählt haben.
Schlagworte
blacks, america, choosing, convince, eine, unterrichtsstunde, klassenstufe
Arbeit zitieren
Susan Dankert (Autor), 2011, Blacks in America: Choosing a movie that takes Blacks in America as its topic. Convince someone to choose the same movie, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/168892

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