Globale Armut. Inwiefern verändern sich die weltweiten Armutsverhältnisse durch die Globalisierung?


Hausarbeit, 2011
18 Seiten

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung
1.1 Definition Globalisierung
1.2 Definition Armut

2. Historischer Verlauf der Entwicklungsländer 1981-2005
2.1 Daten verschiedener Regionen anhand 1,25 US-Dollar Index
2.2 Daten verschiedener Regionen anhand 2 US-Dollar Index

3. Zwangsarbeit für Kinder ohne Zukunft
3.1 Arbeitsbereiche für Kinder
3.2 die Arbeiterkinder Indiens, ein kurzer Einblick

4. Hat die Globalisierung einen Einfluss auf die Globale Armut
4.1 Ausbeutungsverhältnisse Seitens der westlichen Industriestaaten
4.2 Ausbeutung von westlichen Unternehmen, im Sinne der Produktion
4.3 vergleich Statistik 1 vs. Statistik 2

5. Fazit

Quellenverzeichnis

Anhang

1. Einleitung

In dieser Wissenschaftlichen Arbeit geht es in erster Linie darum, ob die Globalisierung einen Einfluss auf die weltweiten Armutsverhältnisse hat. Am Anfang dieser Arbeit ist überhaupt erst mal zu klären, was Globalisierung heißt und wie mit dem Begriff der Armut umzugehen ist. Dazu gibt es im ersten Teil eine ausführliche Erläuterung, um dann die nachfolgenden Bereiche nachvollziehen zu können. Im zweiten Teil, werden unteranderem Untersuchungen vorgenommen, wie sich die Globalen Armutsverhältnisse der Entwicklungsländer in den letzten 30 Jahren Verändern haben. Dieser Bereich gibt uns einen genaueren Überblick und einen direkten Vergleich zwischen verschiedenen Entwicklungsländern. Die Armutsverhältnisse werden diesbezüglich anhand einer 1,25 US-Dollar und einer 2 US-Dollar Grenze ermittelt und die Ergebnisse dafür, werden anschließend vorgestellt (Kapitel 2.1/2.2). Das für manch einen kaum zu ertragen ist, sind Kinder, die in solchen Armutsverhältnissen aufwachsen, ohne Hoffnung auf eine Zukunft und geboren werden um zu überleben. Dieser Bereich, gewährt uns einen kleinen Einblick über das Leben der Kinder in einem Entwicklungsland, begleitet von Kinderarbeit, Gewalt und Hunger. Hierbei werden die Regionen angesprochen, die in die Kategorie Kinderarbeit fallen.

Demensprechend sind die Bereiche der Kinderarbeit von großer Bedeutung wie auch die Lebensbedingungen und deren Möglichkeiten (Kapitel 3).

Im vierten Kapitel wird untersucht, ob durch die Globalisierung, ein Ausbeutungs-verhältnis seitens der Westlichen Industriestaaten entsteht und inwiefern die Entwicklungsländer davon profitieren. Bevor man sich aber dieser Frage widmet, wird in erster Linie zu klären sein, ob die Globalisierung einen Einfluss auf die Entwicklungsländer hat, inwiefern und in welchem Ausmaß (Kapitel 4). Daraufhin wird man erst in der Lage sein, diesbezüglich auf die Frage einzugehen, ob seitens der westlichen Industriestaaten ein Ausbeutungsverhältnis entsteht und wie? wenn soweit zutreffend, die Entwicklungsländer davon profitieren. Dazu werde ich eine Gegenüberstellung von zwei Statistiken vorstellen, in der auf der einen Seite die Importausgaben aus Entwicklungsländern stehen und auf der anderen Seite stehen die Ausgaben für die Entwicklungshilfen.

Es ist Tatsache, dass die Entwicklungsländer, auf Finanzielle Hilfen aus dem Ausland angewiesen sind, ohne diese Hilfen wird es vielleicht in diesem Bereich keinen Fortschritt beziehungsweise, keine Besserung geben.

Unteranderem wird der letzte Teil, die Ergebnisse dieser Wissenschaftlichen Arbeit vorstellen und diesbezüglich zu der Hauptthese Stellung beziehen. Ziel ist es dem Leser eine Arbeit vorzustellen, die auf einer Seite nachvollziehbar und klar zu verstehen ist und auf der anderen Seite wird diese Arbeit versuchen, den hohen Informationsgehalt in besterweise zu vermittelt.

1.1 Definition Globalisierung

Unter der Globalisierung versteht man, dass die Welt immer mehr zusammenrückt. Das heißt, dass sich auch durch den Technischen Fortschritt, sich Staaten, Ökonomien, Kulturen und Individuen stärker miteinander verflechten und in wechselartige Abhängigkeit geraten können. Dieses bedeutet ebenso, dass sich dadurch auch ihre gegenseitigen Differenzen bewusst werden (Modernisierungstheorie, Nina Degle & Christian Dries 2005, S.183 Absatz 1).

1.2 Definition Armut

Die Armut zu definieren ist in keiner Hinsicht leicht zu gestalten, um die Globale Armut zu messen, wurde von der Weltbank im Jahre 1985 zwei Arten der Armutsgrenze vorgegeben. Erstens, die extreme Armut und zweitens die einfache Armut. Um die Armut und die extreme Armut einem Maßstab anzupassen, hat man sich auf eine 1 Dollar Grenze geeinigt. Diese Bedeutet wiederum, dass Menschen die weniger als 1 Dollar pro Tag verdienen, zur Kategorie der extrem armen angehören und auf der anderen Seite sind Menschen die sozusagen über 1 Dollar liegen, normal Arm. Dieses Schema betrifft nur Menschen, die einem Entwicklungsland angehören. Übrigens wurde im Jahre 2000 eine Millenniums-Entwicklungserklärung von den Vereinten Nationen unterschrieben, in der versichert wird, die Globale Armut bis zum Jahr 2015, zu halbieren. Änderungen bezüglich der 1. Dollar Armutsgrenze gab es im Jahr 2008, wobei man beschloss, die 1. Dollar Armutsgrenze auf 1.25 Dollar aufzustocken (Kfw Entwicklungsbank, Globale Armut, Dr. Philipp Lepenies).

Dr. Philipp Lepenies sagte, da es um die Methodik, zur Erfassung der weltweiten Armut geht, spielt es keine Rolle ob die Armutslinie bei 1. Dollar oder bei 1.25 Dollar liegt (Kfw Entwicklungsbank, Globale Armut, Dr. Philipp Lepenies).

2. Historischer Verlauf der Entwicklungsländer 1981-2005

Zu den Entwicklungsländern gehört Afrika, in dem 45 (Länder oder Gebiete) von Armut betroffen sind. Weiter zählt auch Südostasien dazu, mit 8 betroffenen (Ländern oder Gebiete), wie zum Beispiel Pakistan, Afghanistan und Nepal (UNDP, Statistischer Anhang S.263, deutsche Ausgabe 2010).

Lateinamerika ist der nächste Bereich und zählt mit 32 (Ländern oder Gebiete) wie zum Beispiel Mexico, Kolumbien und Argentinien zu den Entwicklungsländern (UNDP, Statistischer Anhang S.263, deutsche Ausgabe 2010).

Zu den am wenigsten Entwickelten Ländern, ist der Anteil der Afrikanische Länder am höchsten wobei es sich insgesamt um 23 Länder handelt. Ausnahmen in dieser Kategorie sind Länder wie Afghanistan und Haiti (UNDP, Statistischer Anhang S.263, deutsche Ausgabe 2010).

Zunächst wird man sich in diesem Bereich, auf den Verlauf der Entwicklungsländer von 1981 bis 2005 fixieren. Der Verlauf beinhaltet, die tatsächlichen Armutsverhältnisse in Bezug auf Einkommen, Wachstum und Ungleichheit. Die Regionen Afrika, Südostasien und Pazifik zählen in erster Linie zu den Hauptarmutsregionen dieser Untersuchung.

Aus dem gesamten Verlauf von 1981 bis 2005 verringerte sich die Zahl der Menschen, die in Haushalten mit einem Einkommen von unter 1,25 US-Dollar pro Tag und pro Kopf leben, um mehr als eine halbe Milliarde auf 1,37 Milliarden Menschen. In Prozent betrachtet, gibt es diesbezüglich einen Rückgang von 27,7 Prozent (The World Bank, World Development Indicators 2008). Um es Anhand des Bruttoinlandsprodukt (BIP) ein wenig überschaubarer darzustellen, hatte gesamt Europa im Jahr 2007, ein BIP von 30,9 Prozent wobei das BIP gesamt Afrikas im gleichen Jahr, es nur auf 2,3 Prozent brachte. Süd und Mittelamerika schafften es gerademal auf 4,4 beziehungsweise auf 2,1 Prozent. Asien dagegen brachte 2007 ein BIP von 13 Prozent wobei dieser Wert ohne Japan und Südkorea erhoben wurde denn diese zwei Länder brachten alleine einen BIP Wert von 9,8 Prozent (The World Bank, World Development Indicators 2008).

Wenn man aber die Armutsgrenze, von 1,25 US-Dollar pro Tag und Pro Kopf auf 2 Dollar anhebt, gibt es global gesehen eine wesentliche Verschlechterung. So sind in diesem Fall bei einer Armutsgrenze von 2 US-Dollar im Jahr 1980, 2,5 Milliarden Menschen von Armut betroffen und schon im Jahr 1990 ist die Anzahl der Globalarmen auf 2,9 Milliarden gestiegen. In den Nachfolgenden Jahren gab es diesbezüglich einen Rückgang jedoch sind die Armutszahlen der Welt im Jahre 2005 mit 2,56 Milliarden Menschen, fast auf dem gleichen Nenner wie anfangs der Achtziger Jahre (The World 2008 Bank, World Development Indicators).

2.1 Daten verschiedener Regionen anhand 1,25 US-Dollar Index

Als nächstes werden vorrangig, verschiedene Regionen, die unter die Armutsgrenze von 1,25US-Dollar pro Kopf und pro Tag fallen untersucht. Nach diesem werden die gleichen Regionen anhand der Armutsgrenze von 2US-Dollar pro Tag und pro Kopf, im danach folgenden Teil vorgestellt.

Die Anzahl der Extremarmen, die unter der Armutsgrenze von 1,25 US-Dollar pro Kopf und pro Tag liegen, haben sich diesbezüglich in verschiedenen Regionen unterschiedlich Entwickelt. In den Regionen von Ostasien und Pazifik reduzierte sich die Extremarmut von 1,07 Milliarden Menschen auf 360 Millionen, im oben genannten Zeitraum von 1980 bis 2005. Gewinner dieser Rubrik ist China. Wie durch den Technischen und Wirtschaftlichen Fortschritt, hat es diese Region vollbracht, für eine Reduzierung von rund 627 Millionen Extremarmen (1981-2005) zu sorgen (The World Bank, World Development Indicators 2008). Das ist ein Minus von rund 75,1 Prozent. Das Beispiel Indien, das dem Gebiet Südasien angehört zeigt, dass die Anzahl der Extremarmen im Zeitraum (1981-2005) um 8,8 Prozent und mit einer Anzahl von 48 Millionen Menschen gestiegen. Auf der anderen Seite gehört Indien zu den Entwicklungsländern die in den letzen Jahren an Wirtschaftlichen, ökonomischen und Technischen Fortschritt, zu den Gewinnern auf der Globalen Ebene zählen, wie auch ihr Nachbar China. Nur im Gegensatz zu China scheint es Indien noch nicht geschafft zu haben, trotz einem Fortschritts, eine gewisse Abschaffung der Extremarmut im eigenen Land hervorzurufen. Schlusslicht ist Afrika mit eigeschlossen, des subsaharischen Raumes, das in diesem Zeitraum (1981-2005) ein Wachstum an Extremer Armut mit rund 176 Millionen Menschen und somit ein Plus von 83 Prozent anzeigt (The World 2008 Bank, World Development Indicators).

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Ende der Leseprobe aus 18 Seiten

Details

Titel
Globale Armut. Inwiefern verändern sich die weltweiten Armutsverhältnisse durch die Globalisierung?
Autor
Jahr
2011
Seiten
18
Katalognummer
V168901
ISBN (eBook)
9783668320697
ISBN (Buch)
9783668320703
Dateigröße
788 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Globalisierung-Global Armut- Kinderarmut- Kinderarbeit-
Arbeit zitieren
Sajid Din (Autor), 2011, Globale Armut. Inwiefern verändern sich die weltweiten Armutsverhältnisse durch die Globalisierung?, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/168901

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