Vom Geräderten zum Rad

Alternative Möglichkeiten zur Verbesserung des Kapitalzugangs von Least Developed Countries


Bachelorarbeit, 2010
68 Seiten, Note: 1,0

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Inhaltsverzeichnis

Abkürzungsverzeichnis

Abbildungsverzeichnis

1 Einleitung

2 Rivalität fördert Wohlstand und Sicherheit
2.1 Globalisierung und ihre Effekte
2.2 Warum es Sinn macht, alle mitspielen zu lassen

3 Warum Entwicklungsländer nicht mitspielen
3.1 Was sind Entwicklungsländer?
3.2 Erfordernisse wirtschaftlicher Entwicklung und die Rolle des Staates
3.2.1 Auslöser wirtschaftlicher Entwicklung von Volkswirtschaften
3.2.2 Die besondere Rolle des Staates
3.2.3 Entwicklungsstrategie für LDCs
3.3 Woran es Entwicklungsländern mangelt

4 Warum der Geldfluss aufwärts fließt
4.1 Eingeschränkte nationale Refinanzierungsmöglichkeiten
4.2 Wie Kapital fließen sollte und welchen Weg es wirklich geht
4.3 Ursachen und Folgen fehlender Investoren in LDCs
4.4 Position von Entwicklungsorganisationen zum Heilen der Schwächen
4.5 Langfristige Erfordernisse zur Nutzung internationalen Kapitals

5 Identifizierung alternativer Finanzierungs- und Entwicklungsmöglichkeiten
5.1 Vertrauen durch das bewährte Pfandprinzip
5.1.1 Das Modell „Faustpfand Währungsreserven“
5.1.2 Chancen und Grenzen des Modells in der Anwendung auf LDCs
5.2 Kapitalfluss aus „nationalem Tafelsilber“?
5.3 Die Wiederentdeckung von Agrarland

6 Potentiale der Landverwendung zur wirtschaftlichen Entwicklung von LDCs
6.1 Die eigene Bewirtschaftung
6.2 Kauf und Pacht durch ausländische Investoren
6.3 Kombinierter Ansatz: Vertragslandwirtschaft mit institutionellem Rahmen
6.4 Die Möglichkeiten im Überblick

7 Zusammenfassung

Literaturverzeichnis

Internet-/ Intranetverzeichnis

Anhang

Abkürzungsverzeichnis

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildungsverzeichnis

Abb. 1: Entwicklung des Welthandelsvolumens in Milliarden USD, saisonbereinigt, 1991-2009

Abb. 2: Bruttoinlandsprodukt pro Kopf in Kaufkraftparitäten in LDCs und Länder mit hohem Einkommen, sowie die kumulierte Zunahme des Abstandes zwischen beiden Ländergruppen, 1981-2008

Abb. 3: Entwicklung des Human Development Index nach Regionen,
1980-2007

Abb. 4: Wirtschaftliche Entwicklungslinie basierend auf Vertrauen in den Staat und einer adäquaten Infrastruktur

Abb. 5: Relationen von Bankbilanzen nach Weltregionen und Anlageobjekten, 2005

Abb. 6: Direkt- und Portfolioinvestitionen pro Kopf in Tausend USD
nach Entwicklungsstand des Landes, 1970-2000

Abb. 7: Unterscheidung der Kredite an LDCs nach öffentlichen und privaten Kreditoren, sowie Aufteilung der öffentlichen und öffentlich garantierten Kreditoren, 1998-2008

Abb. 8: Entwicklung von Chinas Bestand an Währungsreserven in
Milliarden USD, 1980-2008.

Abb. 9: Entwurf einer internationalen Organisation zur Sicherstellung fairer und gesicherter Nahrungsmittellieferungen

Abb. 10: Gruppierung von Ländern durch die Weltbank nach
Pro-Kopf-Einkommen, 2006

Abb. 11: Least-Developed-Countries nach der Klassifizierung des
UNDP auf Basis des HDI, 2007

Abb. 12: Globale Verteilung von Währungsreserven und Gold in
Milliarden USD, 2006

Abb. 13: Kumulierte Leistungsbilanzsalden, 2008

1 Einleitung

»Wir leben in einem System, in dem man entweder Rad sein muß oder unter die Räder gerät.«[1]

So stellt es sich dar in einem System, das auf die Leistungsfähigkeit eines jeden Einzelnen und dessen Streben nach mehr gebaut ist. In einem fairen Wettbewerb setzt sich der Bessere durch. Wenn man noch nicht der Bessere ist, übt man weiter und tritt erneut an. Oder man sucht sich eine andere Disziplin. Und wenn alles nicht gelingt, bleibt man als Verlierer zurück.

Betrachtet man die Länder dieser Erde, lassen sich gewisse Parallelen feststellen. Es gibt Län­der, die offensichtlich ein großes Rad sind und erfolgreich am internationalen Wettbe­werb teilnehmen. Dann gibt es jene Länder, die sich als Verlierer etabliert haben und schein­bar unter die Räder gekommen sind. Dabei braucht das internationale Spiel gar keine Verlie­rer. Seine Regeln lassen es zu, dass jeder gewinnen kann. Trotzdem wird es anders gespielt.

Dieser Missstand führt dazu, dass ein Teil der Menschheit in Wohlstand lebt, während ein anderer in bitterer Armut verharrt – ohne Aussicht auf Besserung. Das Paradoxe: Könnte je­der seinen Beitrag leisten, würden sich die Lebensumstände aller verbessern. Aber das Spiel wird nicht fair gespielt. Mittlerweile sind einige Mitspieler so geschwächt, dass sie keine Kraft mehr haben, weiter zu üben und besser zu werden.

Diese Arbeit untersucht, woran es den schwächsten Ländern der Welt fehlt, um am internatio­nalen Wettbewerb wieder partizipieren zu können. Anhand des identifizierten Initi­alproblems werden schließlich Lösungsansätze diskutiert und ihre Möglichkeiten und Grenzen auf­gezeigt.

Um sich der Problemstellung zu nähern, wird zunächst erläutert, warum und in welcher Weise Länder global miteinander agieren und welche Folgen dies nach sich zieht. Auf dieser Grundlage wird herausgestellt, warum es für jeden Wettbewerber sogar von Vorteil wäre, wenn sich jedes verfügbare Land einbringen könnte. Dann werden die Länder charakterisiert, die im internationalen Wettbewerb eine untergeordnete Rolle spielen, und ihre defizitären Voraussetzungen für wirtschaftliche Entwicklung identifiziert. Dem schließt sich die Frage an, wie diese ausgeglichen werden können, um einen Aufholprozess zu starten. Neben ordinä­ren Ansätzen, die sich für entwickelte Länder als gangbarer Weg erwiesen haben, wer­den al­ternative Überlegungen angestellt, die einen Beitrag zum Aufholen der mangelnden Teil­nahmevoraussetzungen leisten können.

Wie heißt also das Spiel? Wer darf mitmachen und wer nicht? Und wie können schließlich die Voraussetzungen zum reibungslosen Ablauf geschaffen werden, damit jeder als poten­tieller Gewinner auf dem Spielfeld steht? Diesen Fragen wird im Folgenden nachgegangen.

2 Rivalität fördert Wohlstand und Sicherheit

Zunächst stellt sich die Frage, warum es sich lohnt, jedem Land die Chance zu geben, inter­national zu wirtschaften. Stellt man sich einen Wettlauf vor, an dem kein anderer außer ei­nem selbst teilnimmt, so wird man hier als Sieger hervorgehen. Was ausbleibt sind Anerken­nung und der Ansporn zu mehr Leistung. Ein ähnliches Bild zeichnet sich ab, wenn man ein Musikkonzert besucht, zu dem niemand anderes kommt. Man steht allein vor der Bühne, die Halle ist leer und die Feierstimmung bleibt fort.

Beide Situationen teilen eins: Auch wenn die Anwesenheit von anderen zunächst störend erscheint, so ist das Vergnügen dadurch geprägt, dass man die gleiche Sache beansprucht, teilt und mit anderen interagiert. Die Untersuchung von Parallelen zwischen diesen banalen Situationen und dem globalen Zusammenspiel von Staaten ist Bestandteil dieses Kapitels.

2.1 Globalisierung und ihre Effekte

Deutsche Maschinen, asiatische Fahrzeuge oder amerikanische Computertechnologie sind nur mikroskopische Ausschnitte von möglichen Gütern, die rund um den Globus ver­füg­bar sind. Die Welt rückt näher zusammen, nicht nur wirtschaftlich, sondern auch politisch, recht­lich und kulturell. In den vergangenen fünfzig Jahren prägte der Begriff Globalisierung die zunehmende Verflechtung von Güter-, Kapital- und Dienstleistungsströmen.[2] Jedoch ist Globa­lisierung kein Trend der Neuzeit. Seit Jahrtausenden werden Gewürze, Stoffe und Edelmetalle gehandelt.[3]

Zur Erklärung dieses Verhaltens gibt es zahlreiche Theorien. Neben dem Austausch von Gü­tern, die in einem Land aufgrund seiner Faktorausstattung einfach nicht verfügbar sind, er­klärte David Ricardo weltweiten Handel mit komparativen Kostenvorteilen. Dabei produziert jedes Land die Güter, die es verhältnismäßig am günstigsten herstellt, und tauscht diese ge­gen Güter anderer Länder, die diese wiederum am besten produzieren können. Durch Skalen­effekte und faktorschonende Produktion entstehen komparative Kostenvorteile, die den Wohl­stand der Länder erhöhen, die auf Handel vertrauen.[4]

Auffällig ist die starke Zunahme des Handelsvolumens zwischen Staaten seit Mitte des letz­ten Jahrhunderts. Allein in den letzten zwanzig Jahren hat es sich verdreifacht (siehe Abbil­dung 1), was durch geringere Kapitalverkehrskosten, den güns­tigen Transport von Gütern sowie verbesserte Kommunikationsmittel begünstigt wurde.[5]

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abb. 1: Entwicklung des Welthandelsvolumens in Milliarden USD, saisonbereinigt, 1991-2009.
Quelle: Eigene Darstellung auf Basis The World Bank Group (2010c), Download-Dokument (siehe Internetverzeichnis).

Die Effekte der Globalisierung werden vielfach diskutiert. Zunächst wurde beobachtet, dass Länder, die sich dem Freihandel öffnen und an ihm partizipieren, eine zunehmende Investi­tionstätigkeit in ihrem Land durch Ausländer erleben. Damit wird generell ein positiver Zu­sammenhang zwischen Globalisierung und wirtschaftlichen Aufholprozessen beobachtet. Globalisierung bietet also theoretisch allen Ländern die Chance, sich wirtschaftlich zu entwi­ckeln. Außerdem nahm die Abhängigkeit von Staaten untereinander zu, was politisch und wirtschaftlich zur Zusammenarbeit auffordert, aber auch nationale Souveränität ein­schränkt.[6]

Auf der anderen Seite provozierte der Trend die Entstehung dramatischer Unterschiede in der Entwicklung von Ländern. Denjenigen, die zögerten mitzumachen und ihren Heimatmarkt sogar abschotteten, wurden weitere Steine in den ohnehin herausfordernden Entwicklungs­weg gelegt.[7] Spätere Versuche entwicklungsökonomischer Fortschritte wurden schließlich durch protektionistische Maßnahmen der Industrieländer behindert.[8] Die 49 ärmsten Länder tragen mit zwölf Prozent zur Weltbevölkerung bei, halten am Welthandel jedoch nur einen Anteil von zwei Prozent. Im historischen Vergleich, konstatiert Jeffrey Sachs[9], führte dies schließlich zu einer heftigen Entfernung der durchschnittlichen Pro-Kopf-Ein­kommen zwi­schen armen und reichen Ländern. Lag deren Verhältnis 1820 noch bei 1:4, hat es sich bis 1998 auf ein Verhältnis von 1:20 voneinander entfernt.[10] Abbildung 2 verdeutlicht den stetig zugenommenen Abstand seit 1981 anhand der Bruttoinlandsprodukte der Länder mit hohem Einkommen und der am wenigsten entwickelten Länder.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abb. 2: Bruttoinlandsprodukt pro Kopf in Kaufkraftparitäten in LDCs und Länder mit hohem Einkommen, sowie die kumulierte Zunahme des Abstandes zwischen beiden Ländergruppen, 1981-2008.

Quelle: Eigene Darstellung auf Basis The World Bank Group (2010b), Download-Dokument (siehe Internetverzeichnis).

2.2 Warum es Sinn macht, alle mitspielen zu lassen

Während sich arme und reiche Länder immer weiter voneinander entfernten und einige Staa­ten es immer schwerer haben, sich im Welthandel zu platzieren, an den positiven Folgen zu partizipieren und eine Entwicklung ihres eigenen Landes zu forcieren, würde es für alle Be­teiligten doch einen Gewinn darstellen.

Der im Jahre 2002 in Johannesburg abgehaltene World Summit on Sustainable Development hielt in der „Johannesburg Declaration on Sustainable Development“ folgendes Ergebnis fest:

»The deep fault line that divides human society between the rich and the poor and the ever-increasing gap between the developed and developing worlds pose a major threat to global prosperity, security and stability. The global environment continues to suffer. Loss of biodiversity continues, fish stocks continue to be depleted, desertifi­cation claims more and more fertile land, the adverse effects of climate change are already evident, natural disasters are more frequent and more devastating and de­veloping countries more vulnerable, and air, water and marine pollution continue to rob millions of a decent life.«[11]

Dabei ist das dargestellte Szenario keine Gegebenheit, die akzeptiert werden muss. Langfris­tige Produktions- und Wohlfahrtsteigerungen der reichen Volkswirtschaften sind hauptsäch­lich technischem Fortschritt zu verdanken und nicht der Ausbeutung armer Länder. Eine ge­naue Ausführung schließt in Kapitel 3.2.1 an. Zunächst be­deutet es aber, dass theoretisch alle Länder eine Chance auf wirtschaftliche Entwicklung haben. Denn diese ist kein Nullsum­menspiel, bei dem sich Gewinne der einen aus Verlusten der anderen ergeben. In diesem Spiel könnte jeder dazugewinnen.[12]

Neben wirtschaftlichen Effekten einer angemessenen und vorteilhaften Arbeitsteilung wür­den arme Länder mit bislang geringem oder gar keinem Ausblick auf Entwicklung eine Pers­pek­tive erhalten. Entwicklung trägt die Idee von mehr menschlicher Würde, mehr Sicherheit, Gerechtigkeit und Gleichheit in sich.[13] Es ist die Chance, den eigenen Wohlstand aus eigener Kraft steigern zu können und erworbenen Güterreichtum zu schützen. Es ist die Aussicht, Kindern eine gesicherte Ernährung, eine solide Schulbildung und schließlich Arbeit bieten zu können, was Menschen davon abhält, zu Gewalt oder gar zu Terror zu tendieren. Entwick­lung verbessert die Verteilung von materiellem Wohlstand in der Gesellschaft. Und eine ge­rechte Verteilung vermindert Neidgefühle. Eine Gesellschaft in extremer Armut ist chronisch desta­bilisiert und neigt dazu, Brutstätte von Unruhen, Gewalt und sogar weltweit agierender Ter­roristen zu werden.[14]

»Die 450 Milliarden Dollar, die die US-Regierung 2005 für das Militär [ausgegeben hat], werden niemals den Frieden erkaufen können, wenn sie auch weiterhin nur etwa ein Dreißigstel dieser Summe, nicht mehr als 15 Milliarden, dafür aufwendet, das Elend der Ärmsten der Armen auf der Welt zu lindern.«[15]

Daher sollte es im Interesse aller sein, den wirtschaftlich benachteiligten und destabilisierten Ländern die Möglichkeit zu geben, an der weltweiten wirtschaftlichen Entwicklung zu parti­zipieren und sie bei der Schaffung notwendiger Grundlagen zu unterstützen.

3 Warum Entwicklungsländer nicht mitspielen

Es ist also ein Vorteil aller, wenn jedes Land die Chance auf Entwicklung erhält. Jedoch ge­lingt es einigen einfach nicht, ihren Platz im globalen Wettbewerb zu finden.

Dieses Kapitel betrachtet, wer diese Länder sind und was sie charakterisiert. Weiterhin wird auf die Frage eingegangen, was wirtschaftliche Entwicklung erfordert und woran es den iden­tifizierten Ländern noch fehlt, um endlich mitzuspielen.

3.1 Was sind Entwicklungsländer?

Wenn bei gering entwickelten Ländern von Entwicklungsländern die Rede ist, erscheint der Ausdruck unangemessen. Sein Wortlaut unterstellt, dass sich die bezeichneten Länder entwi­ckeln, was sie gerade nicht tun.[16] Es gibt keine einheitliche Festlegung zur Klassifizie­rung von Entwicklungsländern, da jede wissenschaftliche Betrachtung unterschiedliche An­forde­rungen stellt. International anerkannt sind die Zuordnungsmaßstäbe der Weltbank und des United Nations Development Programmes (UNDP).

Die Weltbank orientiert sich ausschließlich am Bruttoinlandsprodukt (BIP) pro Kopf und unter­scheidet nach niedrigen, mittleren und hohen Einkommen. Die Unterscheidung des UNDP im Human Development Index (HDI) ist dabei differenzierter. Dieser verdichtet die Lebenser­wartung, das Bildungsniveau und das Pro-Kopf-Einkommen in realer Kaufkraft zu gleichen Anteilen in einer Kennzahl, die auf einen Wert zwischen null und eins standardisiert wird. Durch die Verdichtung mehrdimensionaler Informationen versucht der HDI die eigentliche Lebenssituation in den Ländern genauer zu messen. Jedoch ist die Methodik nicht unumstrit­ten. Hauptkritikpunkte sind dabei die berücksichtigten Einflussfaktoren, deren Gewichtung und die Ska­lierung maximal erreichbarer Werte.[17] Neben den vorgestellten Möglichkeiten gibt es noch weitere Differenzierungsmöglichkeiten, zum Beispiel nach dem Verschuldungs­stand, Binnen- und kleinen Inselländern, Ländern in Entwicklungsfallen und gescheiterten Staa­ten.[18] Die möglichen Klassifizierungen ergeben gewisse Schnittmengen, da arme Länder häufig eine Vielzahl von Problemen aufweisen (siehe Anhang, Kapitel 1.1 und 1.2). Als Aus­gangspunkt dieser Arbeit soll trotz diskutabler Zusammensetzung und aus Ermangelung einer besseren Alternative der HDI des UNDP ge­nügen, da er die Lebensbedingungen in gering entwickelten Ländern umfänglicher erfasst, als es das BIP pro Kopf nach der Weltbankklassifizierung tut.

Länder, deren HDI kleiner 0,5 ist, zählen zur Gruppe der Länder niederen Entwicklungs­stan­des, den Least-Developed-Countries (LDCs, Auflistung siehe Anhang, Kapitel 1.2). Das be­deutet im Detail, dass etwa 500 Millionen Menschen[19] bei einer Weltbevölkerung von 6.800 Mil­lionen[20] in absoluter Armut leben. Absolute Armut, auch extreme Armut genannt, be­schreibt einen Zustand der Abwesenheit grundlegender Lebensbedingungen zur Befriedigung menschlicher Existenzbedürfnisse. Diese Haushalte sind chronisch unterernährt, haben keine ausreichende gesundheitliche Versorgung, kein sauberes Trinkwasser und keine Kanalisation, hohe Zugangsbarrieren zu Bildung, provisorische Unterkünfte und keine Grundausstattung an Kleidung.[21]

Beim Blick auf die klassifizierte Weltkarte im Anhang (Kapitel 1.2) fällt auf, dass sich LDCs auf dem afrikanischen Kontinent konzentrieren. Entwicklungsbemühungen der vergangenen Jahr­zehnte konnten keinen signifikanten Beitrag zum Aufholen dieser Länder leisten (siehe Abbildung 3).[22] Daher werden die afrikanischen LDCs in den Fokus der Betrach­tung ge­stellt. Die Umstände dieser Länder sind extrem und viele ihrer Pro­bleme würden sich mit dem Überwinden der extremen Armut entspannen. Daher haben sie zunächst den dringend­sten Bedarf an schneller internationaler Integration, um durch die Parti­zipation an seinen Vorteilen den Entwicklungsprozess anzustoßen.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abb. 3: Entwicklung des Human Development Index nach Regionen, 1980-2007. Quelle: Eigene Darstellung auf Basis United Nations Development Programme (2010), Hauptframe (siehe Internetverzeichnis).

Jedes Land begegnet Schwierigkeiten, die so vielfältig sind, wie die Länder selbst. An dieser Stelle sollen vielmehr häufige Charakteristika solcher Länder eine Vorstellung von den Um­ständen vermitteln, unter denen sie versuchen müssten, aufzuholen. Zunächst weisen LDCs vielfach Schwächen in ihrer Binnenökonomie auf:[23]

- Das Bruttoinlandsprodukt ist gering und die Einkommensverteilung im Vergleich zu In­dustrieländern extrem ungleich, sowohl regional betrachtet, als auch nach Personen
- Die Spar- und Investitionstätigkeit ist niedrig
- Die Infrastruktur ist schlecht entwickelt
- Die Schul- bzw. Ausbildung ist unzureichend, der Alphabetisierungsgrad gering
- Es besteht ein großer, informeller Sektor und hohe, verdeckte Arbeitslosigkeit
- Als größter Produktionsbereich dominiert der primäre Sektor, dennoch leiden weite Teile der Bevölkerung unter Mangelernäh­rung
Weiterhin teilen die LDCs häufig Gemeinsamkeiten in folgenden Bereichen:
- Einseitiges Exportangebot von natürlichen Rohstoffen und landwirtschaftlichen Erzeug­nissen, hingegen nur geringe Anteile weiterverarbeiteter Erzeugnisse[24]
- Andauernde Verschlechterung der Terms of Trade[25]
- Ökologische Probleme durch Überweidung von Agrarflächen, vorrückende Wüste und Waldvernichtung zuguns­ten neuer Anbauflächen[26]
- Hohes Bevölkerungswachstum und geringe Lebenserwartung[27]
- Starke Orientierung an Primärgruppen, wie der Familie, zur sozialen Sicherung und ge­ringe Loyalität gegenüber dem Staat[28]
- Defizite in verantwortungsvoller Staatsführung, auch good governance genannt[29]

Der letzt genannte Punkt bedarf aufgrund seiner weitreichenden Bedeutung einer vertiefen­den Ausführung. Good governance bezieht sich auf das Verhalten der Regierung, bezeichnet also einen Faktor, der menschlich direkt beeinflusst werden kann. Der Begriff bezeichnet Um­stände, unter denen der Staat Menschenrechte missachten, das Staatssystem von weit­rei­chender Korruption durchzogen ist und schwache Staaten mit quasi nicht mehr existenten staatlichen Institutionen letzte Legitimation durch ein hohes Maß an Gewalt sicherzustellen versuchen. Nicht zuletzt durch diese Umstände ist der Staat in diesen Ländern häufig zum ökonomischen Beuteobjekt einer politischen Elite geworden - zulasten der Entwicklungs­chancen.[30]

Problematisch ist nun, dass Teile dieser Probleme, die sich durch Entwicklung lösen ließen, selbst aber Ursache für den Mangel an Entwicklung sind. Eine derartige, fesselnde Wechsel­wirkung hat Jeffrey Sachs unter dem Begriff Entwicklungsfallen zusammengefasst. Im Jahr 2006 lebten rund 980 Millionen Menschen in solchen Fallen-Ländern. Das bedeutet so­gar, dass doppelt so viele Menschen, wie die in extremer Armut, derart schlechten Bedin­gungen begegnen, dass sie sich selbst aus ihrer Lage nicht befreien können. Afrika ist mit siebzig Prozent dieser Menschen der Kontinent, auf dem sich diese Probleme bündeln.[31]

3.2 Erfordernisse wirtschaftlicher Entwicklung und die Rolle des Staates

Da sich LDCs in vergangener Zeit nur sehr schwach entwickelt haben und sich scheinbar im Leerlauf für eine forcierte wirtschaftliche Entwicklung befinden, wird nun betrachtet, wie diese überhaupt angetrieben wird. Was sind Voraussetzungen, die bei Volkswirtschaften zu Wachstum führen, und was bedeutet das für die Strategie von LDCs?

3.2.1 Auslöser wirtschaftlicher Entwicklung von Volkswirtschaften

Zur Ergründung von Auslösern wirtschaftlicher Erfolge von Volkswirtschaften wird zunächst ein Blick zurück in die Geschichte geworfen. John Maynard Keynes schrieb 1930 in seinem Essay „Economic Possibilities for Our Grandchildren“:

»From the earliest times of which we have record-back, say, to two thousand years before Christ - down to the beginning of the eighteenth century, there was no very great change in the standard of life of the average man living in the civilised centres of the earth. Ups and downs certainly. Visitations of plague, famine, and war. Golden intervals. But no progressive, violent change. Some periods perhaps 50% better than others - at the utmost 100% better - in the four thousand years which ended (say) in A.D. 1700.«[32]

Weiterhin stellt Keynes fest, welche Dinge es schließlich waren, die Jahrhunderte des Still­stands überwanden:

»The absence of important technical inventions between the prehistoric age and com­paratively modern times is truly remarkable. Almost everything which really matters and which the world possessed at the commencement of the modern age was already known to man at the dawn of history. Language, fire, … , the wheel, …, leather, …, banking, statecraft, mathematics, astronomy, and religion. There is no record of when we first possessed these things. … There must have been an era of progress and in­vention comparable to that in which we live to-day. …

The modern age opened, I think, with the accumulation of capital which began in the sixteenth century. … From that time until today the power of accumulation by com­pound interest, which seems to have been sleeping for many generations, was re-born and renewed its strength.«[33]

Wirtschaftlichen Erfolg begünstigen also zwei Dinge besonders: Technischer Fortschritt und Kapitalakkumulation. Großbritanniens Aufstieg zur ehemals wichtigsten Wirtschaftsmacht der Welt wurde durch wichtige wis­senschaftliche Erkenntnisse eingeleitet, die die Grundlage für weitere technische Entdeckungen legten und in der industriellen Revolution mündeten. Der wohl größte Impuls ging 1687 von Isaac Newtons Principia Mathematica aus, die grundsätz­liches, mathe­matisches Handwerkszeug für weiteren Entdeckergeist lieferte. Wichtige Rah­menbedingungen für das Forschertum bestanden im Platz für Einzelinitiativen und soziale Aufwärtsmobilität, die das Königreich schon früh durch Lösung von starren gesellschaft­lichen Hierarchien schuf. Unterstützt wurde es durch den Schutz privaten Eigentums und ein freies politisches Klima mit Offenheit gegen­über neuen Ideen.[34]

Ein jüngstes Exempel für erfolgreiche Kapitalakkumulation und damit einhergehenden wirt­schaftlichen Aufschwung bietet China. Das Reich der Mitte strebt seit den vergangenen 25 Jahren zurück zu alter Größe. Während dieser Zeit öffnete es seine abgeschottete Gesell­schaft und Wirtschaft und ist mittlerweile größte Exportmacht der Welt. Zurückzuführen ist das vor allem auf einen kräftigen Zustrom von ausländischem Kapital und Technologien, den Bau und die Adaption moderner Fabriken, Maschinen und Verfahren, und die relativ billigen chine­sischen Arbeitskräfte, deren Qualifikation sich stetig verbessert.[35]

Hört es sich auch einfach an, sich durch Kapital und technischen Fortschritt zu entwickeln, ist nun die zentrale Frage, wie ein Land derartiges generieren kann. Denn das Land selbst und seine Regierung sind keine primären Wirtschaftsteilnehmer. Vielmehr agieren Un­ternehmen eines Landes auf Märkten, sodass es Ziel der Länder sein muss, Unternehmen mit hoher Wertschöpfungskapazität an den Standort zu bringen.[36]

Zunächst zum erforderlichen Kapital. Dieser Begriff umfasst sechs verschiedene Dimensio­nen, die nötig sind, um Entwicklung zu erzielen:[37]

- Humankapital beschreibt die Gesundheit und Kompetenzen der beteiligten Menschen für ökonomische Produkti­vität
- Betriebskapital schließt Maschinen, Anlagen und motorisierte Verkehrsmittel ein
- Natürliches Kapital besteht aus Ackerland, gesunden Böden, biologischer Vielfalt und intakten Ökosys­temen
- Institutionelles Kapital umfasst Handelsrecht, Justizsysteme, staatliche Dienstleis­tungen, Gewährleistung der öffentlichen Sicherheit und Ordnung
- Wissenskapital schließt wissenschaftliches und technisches Know-How ein, um die Pro­duktivi­tät zu steigern und andere Kapitalarten effizient nutzbar zu machen
- Infrastruktur mit Ver­kehrswegen, Elektrizität, Wasserversorgung und Müllentsorgung ist zwingende Grundlage für gesamtwirtschaftliche Produktivität

Auf diese Kapitalarten ist eine effiziente Volkswirtschaft angewiesen. Sie ergänzen sich, kön­nen aber nicht von ein und demselben Akteur angeboten werden. Während der staatliche Sektor durch Infrastruktur, natürliches Kapital, institutionelles Kapital und Teile des Wis­senskapitals (Grundlagenforschung) notwendige Rahmenbedingungen stellt, obliegen die ver­bleibenden Kapitalarten der Privatwirtschaft.[38]

3.2.2 Die besondere Rolle des Staates

Das Gebilde Staat ist für die Gewährleistung wirtschaftlicher Effizienz von zentraler Bedeu­tung. Zunächst schafft es institutionelle Rahmenbedingungen für faire und geordnete Struk­turen, die Schwächen und Tendenzen freier Märkte ausgleicht, insbesondere Gesetze zum Schutz des Eigentums und zur Regelung von Wettbewerbsbedingungen. Weiterhin unter­stützt der Staat die „unsichtbare Hand des Marktes“, wenn ineffiziente Verteilungen oder eine ten­denzielle Fehlversorgung mit Gütern zu erwarten ist. Diese Situation tritt dann ein, wenn am Markt für eine Leistung keine Preise festgestellt oder erhoben werden können. Gü­ter mit positiven externen Effekten wären nur mangelhaft verfügbar, da ihr Nutzen auch ohne Ge­genleistung in Anspruch genommen werden kann und kein privater Wirtschaftsteilnehmer bereit wäre, die Leistung anzubieten. Güter mit negativen externen Effekten würden im Ge­gensatz ein Überangebot generieren und zu Moral Hazard und Adverse Selection führen, da der Produzent für den verursachten Schaden nicht aufkommen muss und dieser von der ge­samten Gesellschaft getragen würde.[39]

Aus diesen Gründen bietet auch der Staat, und nicht der private Sektor, Infrastruktur an. Harte Infrastruktur, wie Energie, Transport und Telekommunikationsnetze, ist anfällig für Mono­polbildung und würde infolge dessen ineffizient genutzt. Gleiches gilt für weiche Infra­struk­tur, Grundlagenforschung, Bildung und rechtliche Rahmenbedingungen umfassend. Der wirt­schaftliche Nutzen wird maximiert, wenn sie allen zur Verfügung steht und damit gleiche Bedin­gungen gelten.[40] Somit ist der Staat für die Wirtschaft essentiell, sowohl als Anbieter von Leis­tungen als auch als Partner von Aktivitäten.[41]

Jedoch sind staatlichem Handeln Grenzen gesetzt, da politische Prozesse stets durch Druck von Interessengruppen begleitet werden. Regierungen dürfen nicht genutzt werden, um die Interessen von Individuen zu verfolgen. Sonst werden sie zum Hindernis ökonomischer Akti­vitäten und Entwicklungen. Außerdem weisen öffentliche Einrichtungen eine geringere Dy­namik auf als private, was in einem komplexen Wirtschaftsumfeld Adaptionsschwierigkeiten bereitet und das Fortbestehen gefährdet.[42]

3.2.3 Entwicklungsstrategie für LDCs

Wie lassen sich diese Überlegungen nun auf Least-Developed-Countries übertragen? Zu­nächst soll angemerkt sein, dass bereits zahlreiche Strategien für die überfällige Entwick­lung der LDCs entwickelt wurden. Da diese Länder bislang keine signifikante Verbesserung ihrer Lage verzeichneten, sollen die historisch erfolgreichen Strategien und Indikatoren ande­rer Staaten als Exempel statuieren. Jedoch ist ungewiss, ob die gleichen Indikatoren auch in Zu­kunft noch von Relevanz sein werden.

Das zentrale Problem der LDCs ist ihr fehlendes Wachstum.[43] Aus den angestellten theore­tischen Überlegungen ergibt sich daher folgende langfristige Entwicklungslinie: Ziel jeder dieser Volkswirtschaften und ihres staatlichen Handelns muss es sein, technisches Wissen und Kapital aus dem Ausland anzuziehen, die nicht aufgrund geringer sozialer, men­schen­rechtlicher und umweltpolitischer Mindeststandards den Weg ins Land finden.[44]

Sie müssen versuchen, einen exportfähigen Industriesektor aufzubauen.[45] Denn dieser bietet, im Gegensatz zu bisher übergewichtigen Primärgütern, die nachhaltige Schaffung von Ar­beitsplätzen und eine bessere Einkommensverteilung. Der Weltmarkt für diese Güter bietet umfangreiche Expansionsmöglichkeiten.[46] Den Ländern muss es gelingen, Rohstoffe selbst zu verarbeiten und Wertschöpfung im eigenen Land zu erzielen, um technisches Wissen auf­zu­bauen. Denn der Vorteil von Wissen besteht darin, dass es immer wieder genutzt und er­wei­tert werden kann. Es ist unerschöpflich.[47]

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abb. 4: Wirtschaftliche Entwicklungslinie basierend auf Vertrauen in den Staat und einer adäquaten Infrastruktur.
Quelle: Eigene Darstellung.

Somit stellt Vertrauen in den Staat die erste Grundlage einer jeden wirtschaftlichen Aktivität an einem Standort dar, idealerweise gefestigt durch eine Verfassung und funktionierende Gewaltenteilung. Dieser schafft dann Rahmenbedingungen in Form von harter und weicher Infrastruktur, eine marktwirtschaftliche und rechtliche Ordnung einschließend. Durch fairen Wettbewerb, den Schutz des Eigentums und Vertragsbindung wird der wirtschaftliche Rah­men gestärkt. Bildung, Forschung und Gesundheit unterstützen den Faktor Arbeit und grün­den ein investorenfreundliches Umfeld, um schließlich Wissen und Kapital aus dem Ausland anzuziehen und für das eigene Land arbeiten zu lassen. Langfristig müssen also die Bausteine Vertrauen in den Staat und eine adäquate Infrastruktur gebildet werden (siehe Abbildung 4).

Was nicht zuverlässig nachgewiesen werden konnte, war ein Zusammenhang zwischen De­mokratisierung und höherem Wirtschaftswachstum. Eine demokratische Regierung ver­spricht eher die Achtung von Menschenrechten und verringert die Wahrscheinlichkeit staat­lichen Machtmissbrauchs, korreliert aber nicht signifikant mit Wirtschaftswachstum.[48]

3.3 Woran es Entwicklungsländern mangelt

Wie angesprochen, sind die Probleme der ärmsten Länder vielfältig. Ungünstige natürliche Gegebenheiten, innere Probleme wie Bevölkerungswachstum und ungünstige Wirtschafts­strukturen, strukturelle Abhängigkeiten infolge der Kolonialzeit und daraus folgende konzen­trierte Export­strukturen können als Ursachen für ausgebliebenes Wachstum allein nicht her­halten.[49] Viele Probleme würden sich gar erübrigen, wenn das Land ein investorenfreund­liches Umfeld gestalten könnte und dadurch nicht nur Kapital und technischen Know-How importieren würde, sondern die gesamte Wirtschaft auf eine breitere Basis stellen könnte. In Afrika fehlt es bisher noch an privaten Investitionen und damit an technischer Ausrüstung. Hier ist doppelt so viel öffentliches wie privates Kapital investiert. Ein Verhältnis, das welt­weit einmalig ist.[50] Woran scheitert es also, um Direktinvestitionen anzuziehen?

Die erste Grundlage in der Entwicklungslinie besteht im Vertrauen in den Staat und seiner Fähigkeit, die notwendigen Rahmenbedingungen mit erforderlicher Infra­struktur stellen zu können. Die Anforderungen an den Staat in LDCs sind aufgrund der Vielfalt der Probleme höher als in entwickelten Ländern. Marktversagen ist weiter verbreitet, Verwaltungsversagen reduziert die Wirksamkeit öffentlicher Eingriffe und fehlende Daten erschweren fundierte Analysen für eine angemessene Regierungspolitik.[51] Diesen hohen Anforderungen stehen einge­schränkte Handlungsmöglichkeiten des Staates gegenüber und rechtfertigen Zweifel an seiner Zuverlässigkeit. Als ein weiteres, schwer­wiegendes Problem wird häufig Kor­ruption angeführt. Als Gegenargument kann man die wirtschaftliche Entwicklung Bangla­deschs heranziehen. Dieses Land zählt zu den korruptesten Ländern der Erde[52], weist aber dennoch eine vernünftige Wirtschaftspolitik, eine moderate Besteuerung und eine den Trans­port von Waren begünstigende Infrastruktur auf.[53]

Aus diesem Grund wird zunächst der Faktor Vertrauen in den Staat außen vor gelassen und untersucht, ob die Bedingung einer adäquaten Infrastruktur dennoch zu er­fül­len ist. Während Afrikas Länder zehn Prozent des Sozialprodukts in Militärausgaben inves­tieren, verbleiben durchschnittlich vier Prozent für die Infrastruktur. Es gibt keine ge­teerte Straße oder Bahnli­nie, die Afrika durchgehend verbindet. Nur zwanzig Prozent der Straßen sind überhaupt asphaltiert. Von 2.500 Flughäfen sind rund 250 funktionsfähig. In Ghana, ein Land, das als Hoffnungsträger Westafrikas gilt und zu den bestentwickelten Ländern südlich der Sahara zählt, sind die Transportkosten dreimal so hoch wie in Thailand oder Pakistan. Auch die Energieversorgung, zu der ohnehin nur jeder Fünfte Zugang hat, ist fragil. Regel­mäßige Stromausfälle sind auf dem gesamten Kontinent eine Selbstverständlichkeit. Damit sind die Umstände für eine geordnete Industrieproduktion denkbar schlecht.[54] Weiterhin ha­ben viele benachteiligte Länder keinen Zugang zum Meer oder natürliche Häfen, liegen in Bergregio­nen und können auch keine binnenschifffahrtsfähigen Flüsse nutzen. Gegenüber dem inter­nationalen Wettbewerber China führt dies zu ernsten Einschränkungen der Wettbe­werbs­fähigkeit. China verfügt sowohl über ein geringes Lohnniveau als auch investoren­freundliche Rahmenbedingungen. Würden LDCs im Schnitt ein Sechszehntel des chinesi­schen Lohns fordern, würde dies Investoren mit arbeitsintensiven Gütern einen Preisvorteil von 15 Prozent verschaffen, der schnell durch die erschwerten Umstände schlechter Transportwege, fehlen­der Rechtsrahmen, mangelhafter Elektrizitätsversorgung und einem fragi­len Faktor Arbeit aufgezehrt ist.[55] Die Aufgabe, die Wettbewerbsfähigkeit durch bessere Rah­menbedingungen zu stärken, scheint damit umso dringender. Diese Probleme sind auch lösbar. Jedoch erfor­dert der Aufbau und Erhalt von Infrastruktur umfangreiche Sachinvesti­tionen und fortlau­fende Ausgaben, die entwickelte Länder problemlos tätigen können.[56]

Klassischerweise werden Infrastrukturinvestitionen über langfristige Kredite finanziert, da sie das wirtschaftliche Umfeld stärken und steigende Real­einkommen erwarten lassen. Weiterhin ist die ökonomische Lebensdauer sehr lang und recht­fertigt die finanzielle Beteiligung aller Nutznießer, auch zukünftiger Generationen.[57]

Mittel für laufende Instandhaltung werden aus dem Haushalt aufgebracht. Dieser bleibt neben Gesetzen und Regulierungen das wichtigste Instrument der Regierung zur Förderung der Wirtschaft und folglich zur Armutsreduktion.[58] In LDCs hat der Haushalt häufig nicht den erforderlichen Umfang. Ein einfacher Grund kann in der Unfähigkeit der Regierung liegen, einen wirtschaftspolitisch sinnvollen Haushalt aufzustellen. Dieses Problem soll im Rahmen dieser Arbeit aber keine weitere Beachtung finden. Weiterhin könnte die Regierung noch durch Schuldendienste früherer Jahre derart belastet sein, dass der aktuelle Haushalt keinen Platz für neue Investitionen lässt.[59] Die Unabhängigkeit von früheren Kolonialmäch­ten spornte viele dieser Länder zum schnellen, wirtschaftlichen Aufbau an. Zur gleichen Zeit hielten ausländische Banken viel Liquidität vor und waren bereit, langfristige Kredite zu ver­ge­ben. Diese Freizügigkeit führte zu einem sorglosen und unproduktiven Umgang mit Kredi­ten in Entwicklungsländern, der schließlich im Import von Konsumgütern mündete. Mit ei­nem inter­nationalen Zinsanstieg zur Inflationsbekämpfung in Industrieländern führte dies in den siebziger Jahren zur weit­verbreiteten Unfähigkeit der Entwicklungsländer, Kredite zu bedienen. Folgen waren harte Einschränkungen in allen Wirtschaftsbereichen, soziale und politische Destabilisierung, Kreditsperren von Banken für diese Länder und ein tiefer Ver­trauensverlust ausländischer Investoren.[60]

Ein weiterer Grund für unzureichende Haushaltsmittel und daraus folgende Ohnmacht von LDCs, Infrastruktur bereitzustellen, besteht in der Armut seiner Bevölkerung selbst. Wenn diese absolut verarmt ist, der größte Teil der verbliebenen Wirtschaft im informellen Sektor stattfindet und die Steuerverwaltung schwach ist, kann der Staat einfach keine Steuern erhe­ben.[61] Wenn das gesamte Einkommen für den Konsum verwendet werden muss, wird der übliche Kapitalbildungsprozess nicht angestoßen. Schließlich führt das sogar dazu, dass ein geringes Einkommen, das keine Ersparnisse zulässt, auch keine Mittel für öffentliche In­ves­titionen bereitstellen kann. Infolge sinkt das Pro-Kopf-Einkommen sogar.[62]

Welche anderen Möglichkeiten obliegen LDCs noch, um notwendige finanzielle Mittel für den Aufbau ihrer Infrastruktur zu erhalten?

4 Warum der Geldfluss aufwärts fließt

Zunächst werden Refinanzierungskanäle, denen sich Regierungen höher entwickelter Länder wie selbstverständlich bedienen können, auf ihre Eignung für LDCs geprüft.

4.1 Eingeschränkte nationale Refinanzierungsmöglichkeiten

Zunächst sollen nationale Refinanzie­rungsmöglichkeiten auf ihre Fähigkeit hin untersucht werden, den Kapitalbedarf der LDCs zu decken. Traditionell sparen Haushalte einen Teil ihres Ein­kommens. Der Staat kann darauf theoretisch in Form von Krediten oder Schuldver­schrei­bungen zurückgreifen.[63] Für LDCs sieht es gewöhnlich anders aus. Aufgrund unzugäng­licher Informationen für diese Länder stützt sich die nachfolgende Betrachtung auf Informati­onen zur Subsahara-Region, die 22 der 24 LDCs einschließt. In dieser Region be­finden sich 25 weitere Länder, die sogar einer höheren Entwicklungskategorie zuzuordnen sind. Daher können die identifizierten Probleme nach ihrer Art, wenn auch in anderem Um­fang, auch für LDCs anerkannt werden.[64]

Zunächst weisen die Haushalte der betrachteten Länder eine sehr geringe Sparfähigkeit auf, begründet in der dargelegten Notwendigkeit, das Einkommen zur Existenzsicherung zu ver­wenden.[65] Der Bankensektor ist zwar weitgehend existent, aber nur in rudimentärer Ausprä­gung und mit fundamentalen Problemen belastet. Etwa zwanzig Prozent der erwachsenen Bevölke­rung besitzt ein Konto.[66] Das reicht den Banken jedoch nicht aus, um Skaleneffekte entfalten zu lassen. Der Markt ist klein und die Fixkosten sind hoch. Weiterhin herrscht weitgehende Informalität für Märkte und Kunden. Eine defizitäre staatliche Verwaltung erschwert die ein­deutige Identifikation von Kreditnehmern, mangelhafte Rechtsysteme die juristische Durch­setzung von Forderungen, lückenhafte Beurkundungsverfahren an Eigentum und nicht exis­tente Informationssysteme über Kreditnehmer hindern Banken, typische Herausforderungen des Kreditgeschäfts, wie Moral Hazard bei der Verwendung der Kredite und Adverse Selec­tion bei potentiellen Kreditnehmern, zu bewältigen. Das schränkt die möglichen Geschäfts­aktivitäten ein.[67]

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abb. 5: Relationen von Bankbilanzen nach Weltregionen und Anlageobjekten, 2005.

Quelle: Honohan, Patrick / Beck, Thorsten (2007), S. 34.

All dies mündet schließlich in Risikoaversion, die in den Bankbilanzen ersichtlich wird (siehe Abbildung 5). Ein im internationalen Vergleich sehr geringer Anteil wird dem privaten Sektor zur Verfügung gestellt, im Gegensatz ungewöhnlich hohe Anteile staatlichen Akteu­ren und Unternehmen mit staatlichem Einfluss. Auch Anteile internationaler Vermögensan­lagen sind signifikant höher als in anderen Regionen der Welt.[68] Teilweise er­schweren sogar noch aufsichtsrechtliche Restriktionen ein adäquates Kapitalangebot, indem sie Fristentrans­formationen unterbinden. Die Region leidet unter akuter Knappheit langfris­tigen Kapitals.[69] Zunehmend bilden sich private, soziale Sicherungssysteme und Pensions­fonds, die bereit sind, langfristige Mittel zur Verfügung zu stellen. Diese sind aber noch lange nicht aus­reichend.[70]

Dadurch bleibt auch den Regierungen der LDCs nichts weiter übrig, als ihren Blick über die Ländergrenzen hinaus zu richten und zu versuchen, internationales Kapital zur Refinanzie­rung zu verwenden.

4.2 Wie Kapital fließen sollte und welchen Weg es wirklich geht

Globaler Kapitalverkehr findet auf internationalen Kapital- und Geldmärkten statt. Grund­sätzlich kann man dabei zwischen Portfolioinvestitionen und Direktinvestitionen unterschei­den.[71] Letztere beschreiben Geldtransfers mit der Absicht, unternehmerisch im Ausland tätig zu werden. Das ist jedoch das große Ziel, das die Regierungen der LDCs anstreben sollten und das infrastruktureller Rahmenbedingungen bedarf. Daher konzentriert sich die folgende Betrachtung auf Portfolioinvestitionen, welche zunächst die zu schaffende Infrastruktur refi­nanzieren könnten.

Grundsätzlich steht es allen großen Unternehmen, Banken, Staaten und staatlichen Stellen frei, internationale Anleihen zu emittieren. Es handelt sich dabei um Fremdkapital.[72] Für den Erwerber einer internationalen Forderung sind zwei Einflussgrößen maßgeblich: die Rendite und das Risiko der Anlage im Vergleich zu inländischen Alternativen.[73] Die Theorie geht dabei von effizienten Märkten aus. Diese verarbeiten alle verfügbaren Informationen und bilden stets einem fairen Gleichgewichtswert, da kein rationaler Marktteilnehmer einen risi­kolosen Gewinn zulässt. Dieser Gleichgewichtswert kann etwa in einem risiko- und laufzeit­adäquaten Zinssatz Ausdruck finden.[74]

Auf freien Märkten würden nach der neoklassischen Wachstumstheorie freie Ressourcen allokationseffizient in ihre produktivsten Verwendungsmöglichkeiten gelenkt werden. Das hieße konkret, dass Kapital in die ärmeren Länder fließen würde, da diese hohen Kapitalbe­darf aufweisen und ihr großes Entwicklungspotential attraktive Renditen bietet.[75] Somit müssten Entwicklungsländer Nettokapitalimporteure sein.

Soweit die Theorie. Jedoch erweist sich der Kapitalfluss in der Praxis als entgegensetzt. Robert Lucas konstatierte 1990 in seiner Studie „Why doesn't Capital Flow from Rich to Poor Countries?“, dass sowohl von der effizienten Allokation von Geldern als auch von Fi­nanzmarkteffizienz keine Rede sein kann.[76] Anlageentscheidungen sind auf die Zukunft gerich­tet und agieren folglich mit Wahrscheinlichkeiten. Die Informationen, die der Mei­nungsbildung für zukünftige Ereignisse dienen sollen, sind stets unvollständig, hochkomplex, asymmetrisch verteilt und können unterschiedlich beurteilt werden.[77]

Eine wiederholte, empirische Überprüfung dieser Studie führte 2005 noch immer zu demsel­ben Ergebnis (siehe Abbildung 6).[78] Schlimmer noch: Die Kapitalströme, die in Least-Developed-Countries fließen, dienen meist allein dem Abbau natürlicher Ressourcen und leisten keinen Beitrag zum Aufbau von Know-How und technischer Ausstattung.[79]

[...]


[1] Nietzsche, Friedrich (1844-1900), deutscher Philosoph.

[2] Vgl. Kaminski, Hans / Eggert, Katrin u.a. (2010), S. 57.

[3] Vgl. Globus (2010), S. 67.

[4] Vgl. Ricardo, David (1817), S. 85 ff.

[5] Vgl. Globus (2010), S. 67.

[6] Vgl. Bundeszentrale für politische Bildung (2005), S. 5 f.

[7] Vgl. Collier, Paul / Seuß, Rita (2008), S. 107 ff.

[8] Vgl. Bundeszentrale für politische Bildung (2005), S. 5 f.

[9] Sachs, Jeffrey (*1954), US-amerikanischer Ökonom.

[10] Vgl. Sachs, Jeffrey D. / Rennert, Udo u.a. (2005), S. 43 f.

[11] UN Department of Economic and Social Affairs (2002), Hauptframe, Absatz 12 f. (siehe Internetverzeichnis).

[12] Vgl. Sachs, Jeffrey D. / Rennert, Udo u.a. (2005), S. 46.

[13] Vgl. Bundeszentrale für politische Bildung (2005), S. 7 f.

[14] Vgl. Sachs, Jeffrey D. / Rennert, Udo u.a. (2005), S. 13 f.

[15] Ebenda.

[16] Vgl. Sachs, Jeffrey D. / Rennert, Udo u.a. (2005), S. 7.

[17] Vgl. Caplan, Bryan (2009), Hauptframe (siehe Interneverzeichnis).

[18] Vgl. Bundeszentrale für politische Bildung (2005), S. 22 ff.

[19] Vgl. ebenda, S. 7 f.

[20] Vgl. ebenda, S. 13.

[21] Vgl. The World Bank Group (2010g), Hauptframe (siehe Internetverzeichnis).

[22] Vgl. Chen, Shaohua / Ravallion, Martin (2004), S. 30.

[23] Vgl. Bundeszentrale für politische Bildung (2005), S. 17.

[24] Vgl. Honohan, Patrick / Beck, Thorsten (2007), S. 44.

[25] In gleichen Währungseinheiten ausgedrücktes Austauschverhältnis von Exporten und Importen eines Landes. Eine Verschlechterung bedeutet, dass bei gleicher Menge von Exportgütern weniger Importgüter erworben werden können.

[26] Vgl. Bundeszentrale für politische Bildung (2005), S. 17.

[27] Vgl. ebenda.

[28] Vgl. ebenda.

[29] Vgl. ebenda.

[30] Vgl. ebenda, S. 10 ff.

[31] Vgl. Drechsler, Wolfgang (2010a), S. 20.

[32] Keynes, John M. (1963), S. 358 f.

[33] Ebenda, S. 359 f.

[34] Vgl. Sachs, Jeffrey D. / Rennert, Udo u.a. (2005), S. 49.

[35] Vgl. ebenda, S. 185 ff.

[36] Vgl. Sell, Axel (2003), S. 245.

[37] Vgl. Sachs, Jeffrey D. / Rennert, Udo u.a. (2005), S. 301 ff.

[38] Vgl. Sachs, Jeffrey D. / Rennert, Udo u.a. (2005), S. 301 ff.

[39] Vgl. Moreno-Dodson, Blanca / Wodon, Quentin (2008), S. 2 ff.

[40] Vgl. Sachs, Jeffrey D. / Rennert, Udo u.a. (2005), S. 301 ff.

[41] Vgl. Moreno-Dodson, Blanca / Wodon, Quentin (2008), S. 4.

[42] Vgl. ebenda.

[43] Vgl. Collier, Paul / Seuß, Rita (2008), S. 27.

[44] Vgl. Wahl, Peter (2008), S. 33.

[45] Vgl. Drechsler, Wolfgang (2010a), S. 20.

[46] Vgl. Collier, Paul / Seuß, Rita (2008), S. 109 f.

[47] Vgl. Sachs, Jeffrey D. / Rennert, Udo u.a. (2005), S. 51.

[48] Vgl. Sachs, Jeffrey D. / Rennert, Udo u.a. (2005), S. 382.

[49] Vgl. ebenda, S. 236 ff.

[50] Vgl. Collier, Paul / Seuß, Rita (2008), S. 116 ff.

[51] Vgl. Moreno-Dodson, Blanca / Wodon, Quentin (2008), S. 1.

[52] Vgl. Transparency International (2010), Hauptframe (siehe Internetverzeichnis).

[53] Vgl. Collier, Paul / Seuß, Rita (2008), S. 90.

[54] Vgl. Drechsler, Wolfgang (2010a), S. 21.

[55] Vgl. Collier, Paul / Seuß, Rita (2008), S. 209 ff.

[56] Vgl. Sachs, Jeffrey D. / Rennert, Udo u.a. (2005), S. 74 ff.

[57] Vgl. Welfens, Paul J. (2005), S. 173.

[58] Vgl. Moreno-Dodson, Blanca / Wodon, Quentin (2008), S. 1.

[59] Vgl. Sachs, Jeffrey D. / Rennert, Udo u.a. (2005), S. 78.

[60] Vgl. Engelhard, Karl (2004), S. 1 f. (siehe Internetverzeichnis).

[61] Vgl. Sachs, Jeffrey D. / Rennert, Udo u.a. (2005), S. 78.

[62] Vgl. ebenda, S. 302 ff.

[63] Vgl. Welfens, Paul J. (2005), S. 431 f.

[64] Vgl. Canadian International Development Agency (2009), Hauptframe (siehe Internetverzeichnis).

[65] Vgl. Dieckheuer, Gustav (2001), S. 383.

[66] Vgl. Honohan, Patrick / Beck, Thorsten (2007), S. 25 f.

[67] Vgl. ebenda, S. 6.

[68] Vgl. ebenda, S. 34.

[69] Vgl. ebenda, S. 15 f.

[70] Vgl. Iossifov, Plamen / Khamis, May (2009), S. 15 (sieheInternetverzeichnis).

[71] Vgl. Sell, Axel (2003), S. 12 ff.

[72] Vgl. ebenda.

[73] Vgl. Dieckheuer, Gustav (2001), S. 354 f.

[74] Vgl. Filc, Wolfgang (2008), S. 4.

[75] Vgl. Folkerts-Landau, David / Garber, Peter M. u.a. (2007), S. 5.

[76] Vgl. Lucas, Robert E., Jr. (1990), S. 96.

[77] Vgl. Filc, Wolfgang (2008), S. 6 f.

[78] Vgl. Alfaro, Laura / Kalemli-Ozcan, Sebnem u.a. (2005), S. 21.

[79] Vgl. Collier, Paul / Seuß, Rita (2008), S. 117.

68 von 68 Seiten

Details

Titel
Vom Geräderten zum Rad
Untertitel
Alternative Möglichkeiten zur Verbesserung des Kapitalzugangs von Least Developed Countries
Hochschule
Hochschule für Technik und Wirtschaft Berlin
Note
1,0
Autor
Jahr
2010
Seiten
68
Katalognummer
V168909
Dateigröße
1601 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Entwicklungsländer, Internationale Kredite, LDCs, Least-Developed-Countries, Agri-Ark, Devisenreserven, David Folkerts-Landau, Peter Garbers
Arbeit zitieren
Mathias Hübener (Autor), 2010, Vom Geräderten zum Rad, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/168909

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