Der demografische Wandel stellt den deutschen Arbeitsmarkt vor erhebliche Herausforderungen. Sinkende Geburtenzahlen und eine alternde Bevölkerung führen dazu, dass in vielen Berufsgruppen ein zunehmender Fachkräftemangel entsteht. Besonders betroffen sind sogenannte Engpassberufe, in denen offene Stellen dauerhaft nicht oder nur mit erheblicher Verzögerung besetzt werden können.
Die vorliegende Hausarbeit untersucht die Rolle der Migration bei der Besetzung von Engpassberufen in Deutschland im Zeitraum von 2020 bis 2025 vor dem Hintergrund des demografischen Wandels. Zunächst werden die demografischen Entwicklungen in Deutschland sowie regionale Unterschiede dargestellt. Anschließend wird die Entwicklung der Migration analysiert, einschließlich der Zusammensetzung der Bevölkerung, der wichtigsten Zuwanderungsgründe und der Bedeutung für den Arbeitsmarkt.
Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der Analyse von Engpassberufen und den Ursachen des Fachkräftemangels. Dabei wird gezeigt, dass Migration einen wesentlichen Beitrag zur Stabilisierung des Arbeitsmarktes leistet. Besonders in Bereichen wie Pflege, Logistik, Handwerk und IT sind ausländische Fachkräfte inzwischen unverzichtbar. Abschließend werden politische Maßnahmen und Strategien zur Fachkräftegewinnung, wie das Fachkräfteeinwanderungsgesetz, die Blaue Karte EU und internationale Anwerbeabkommen bewertet.
Die Arbeit kommt zu dem Ergebnis, dass Migration ein zentraler Bestandteil der Fachkräftesicherung in Deutschland ist. Um den Fachkräftemangel langfristig zu bewältigen, sind jedoch neben gezielter Zuwanderung auch Verbesserungen bei Integration, Anerkennung ausländischer Abschlüsse und Arbeitsbedingungen erforderlich.
- Arbeit zitieren
- Lasse-Sebastian Müller (Autor:in), 2026, Die Rolle der Migration bei der Besetzung von Engpassberufen in Deutschland im Kontext des demografischen Wandels von 2020-2025, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1689112