Handlungsorientierter Unterricht beinhaltet einen Mix aus Theorie und Praxis, der am besten in einer Gruppen- oder Projektarbeit umgesetzt werden kann. Die TN sollen ein Gefühl von Kooperationsbereitschaft in einem Team bekommen. In einem handlungsorientierten Unterricht ist nicht nur die aktive Arbeit der KL gefragt. Die TN sind aufgefordert, sich aktiv am Unterricht zu beteiligen, ihn mitzuveranstalten und die im Unterricht erworbenen Kenntnisse in den alltäglichen Situationen frei anzuwenden.
Inhaltsverzeichnis
I. Unterrichtsfeinplanung zu einer auszuwählenden Fertigkeit oder zu kombinierten Fertigkeiten und zu einem auszuwählenden Thema
II. Unterrichtsfeinplanung (Lernziele, Lerninhalte, Unterrichtsphasen etc.)
III. Analyse des Lehrwerks, I. Arbeitsblatt
III. Analyse des Lehrwerks, II. Arbeitsblatt
1. Zielgruppe
2. Zielsetzung
3. Aufbau des Lehrwerks
4. Methodische Schwerpunkte
5. Methodische Ansätze
6. Hinweise zum gewählten Aspekt im Lehrerhandbuch
III. Analyse des Lehrwerks, III. Arbeitsblatt – Umsetzung des gewählten Aspekts im Lehrwerk
III. Analyse des Lehrwerks, IV. Arbeitsblatt – Persönliche Meinung zum Lehrwerk
IV. Lernererfahrung
Zielsetzung und Themen
Die vorliegende Arbeit befasst sich mit der Erstellung einer detaillierten Unterrichtsfeinplanung für einen Integrationskurs zum Thema „Einkaufen“ sowie mit der kritischen Analyse des Lehrwerks „Schritte plus“ unter der Leitfrage, inwieweit das Lehrwerk Prinzipien des handlungsorientierten Lernens effektiv umsetzt und die Lernenden auf den Alltag vorbereitet.
- Erstellung einer 90-minütigen Unterrichtsfeinplanung für das Thema „Einkauf“ im Niveau A1.
- Analyse des Lehrwerks „Schritte“ hinsichtlich seiner Eignung für eine heterogene Zielgruppe.
- Evaluation der methodischen Schwerpunkte und Ansätze des Lehrwerks „Schritte“.
- Untersuchung der Umsetzung handlungsorientierter Lernprinzipien im Lehrwerk und Lehrerhandbuch.
- Reflexion über die erworbenen didaktischen Kenntnisse für die praktische Lehrtätigkeit im Bereich DaZ.
Auszug aus dem Buch
III. Analyse eines Lehrwerks 1. Arbeitsblatt
In meinem DaZ-Unterricht arbeite ich unter dem Motto „In der Sprache liegt die Macht!“. Der Slogan beinhaltet sowohl die Beherrschung von schriftlichen als auch der mündlichen Sprache. Dennoch ist es nicht der Schwerpunkt meines Unterrichtkonzepts. Als Lehrkraft bin ich bemüht, den TN die Sprache derart beizubringen, dass sie diese als Instrument in ihrem Alltag anwenden und sich in gewöhnlichen Situationen verständigen können. Dies bedeutet, das der Unterricht handlungsorientiert gestaltet wird. Auf Grund dessen habe ich mich für die Analyse des Lehrwerks Schritte für den Schwerpunkt „handlungsorientierter Unterricht“ entschieden.
Handlungsorientierter Unterricht beinhaltet einen Mix aus Theorie und Praxis, der am besten in einer Gruppen- oder Projektarbeit umgesetzt werden kann. Die TN sollen ein Gefühl Kooperationsbereitschaft in einem Team bekommen. In einem handlungsorientierten Unterricht ist nicht nur die aktive Arbeit der KL gefragt. Die TN sind aufgefordert, sich aktiv an dem Unterricht zu beteiligen, ihn mitzuveranstalten und die im Unterricht erworbenen Kenntnisse in den alltäglichen Situationen frei anzuwenden.
Gerade in den Frauen- oder Elternintegrationskursen sollte handlungsorientierter Unterricht praktiziert werden. Die TN benötigen fertige Sprachmuster, um diese im Alltag umsetzen und um sich in die soziale Umgebung schnellstmöglich integrieren zu können. Dabei sollten aber die theoretischen Sprachaspekte wie die Grammatik nicht aus der Acht gelassen werden. Grammatik ist in einem handlungsorientierten Unterricht ein beiläufiges Element; dennoch ist es für die TN wichtig zu wissen, wie die Sprache funktioniert und nach welchen systematischen Parametern einzelne Redemittel gebildet werden. Sobald diese Regeln verstanden sind, kann ein Sprachmuster problemlos angewendet werden. Beim mechanischen Auswendiglernen von Regeln kann der Lernende zwar die themenbezogene Übungen und Aufgaben lösen, wird jedoch diese in einer Situation außerhalb der Schule nicht frei anwenden können. Handlungsorientierter Unterricht ist „spannend“ und fördert auf Grund dessen den Lernprozess.
Zusammenfassung der Kapitel
I. Unterrichtsfeinplanung zu einer auszuwählenden Fertigkeit oder zu kombinierten Fertigkeiten und zu einem auszuwählenden Thema: Dieser Abschnitt definiert die Rahmenbedingungen und Zielsetzungen für eine 90-minütige Unterrichtseinheit zum Thema „Einkauf“ innerhalb eines Frauen-Integrationskurses.
II. Unterrichtsfeinplanung (Lernziele, Lerninhalte, Unterrichtsphasen etc.): Hier wird der tabellarische Ablauf der Unterrichtseinheit inklusive der Lernschritte, Sozialformen und Materialien detailliert dargestellt.
III. Analyse des Lehrwerks, I. Arbeitsblatt: Diese Sektion begründet die Entscheidung für den Analyseschwerpunkt „handlungsorientierter Unterricht“ basierend auf der persönlichen pädagogischen Ausrichtung.
III. Analyse des Lehrwerks, II. Arbeitsblatt: Es erfolgt eine strukturelle Beschreibung des Lehrwerks „Schritte“ hinsichtlich Zielgruppe, Aufbau, Methodik und Verwendung des Lehrerhandbuchs.
III. Analyse des Lehrwerks, III. Arbeitsblatt – Umsetzung des gewählten Aspekts im Lehrwerk: Dieser Teil untersucht, wie handlungsorientierte Elemente konkret in den Lektionen und durch Projekte umgesetzt werden.
III. Analyse des Lehrwerks, IV. Arbeitsblatt – Persönliche Meinung zum Lehrwerk: Die Autorin reflektiert die Eignung des Lehrwerks für die spezifische Lerngruppe und ergänzt eigene praktische Ansätze.
IV. Lernererfahrung: Abschließend wird der individuelle Lernfortschritt der Lehrkraft während der Zusatzqualifizierung reflektiert sowie die praktische Umsetzung im DaZ-Unterricht evaluiert.
Schlüsselwörter
DaZ, Integrationskurs, Handlungsorientierter Unterricht, Schritte, Sprachvermittlung, Sprachmuster, Lernerfahrung, Lehrerhandbuch, Unterrichtsfeinplanung, Lernprogression, Kommunikation, Migrationshintergrund, Unterrichtsmethodik, Wortschatz, Grammatik.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit dient der Dokumentation einer unterrichtspraktischen Planung sowie der kritischen Analyse eines DaZ-Lehrwerks im Rahmen einer Zusatzqualifizierung.
Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?
Die zentralen Felder sind die Planung einer Unterrichtseinheit zum Thema „Einkaufen“ und die methodische Analyse des Lehrwerks „Schritte“ unter dem Fokus der Handlungsorientierung.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Das primäre Ziel ist es, die didaktische Eignung von Lehrmaterialien für einen Frauen-Integrationskurs zu bewerten und eigene Unterrichtsstrukturen zu optimieren.
Welche wissenschaftliche Methode wird zur Analyse verwendet?
Die Analyse erfolgt durch eine vergleichende Untersuchung der Lehrwerksinhalte, der didaktischen Hinweise und eine Reflexion über die praktische Anwendung im Kurs.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in eine detaillierte Unterrichtsfeinplanung und eine mehrteilige Analyse des Lehrwerks „Schritte“ hinsichtlich Methodik und Umsetzung handlungsorientierter Lernprinzipien.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Wichtige Begriffe sind Handlungsorientierung, DaZ, Lehrwerksanalyse, Unterrichtsfeinplanung und Teilnehmerzentrierung.
Wie unterscheidet sich die Unterrichtsführung in Band 1 und Band 3 laut der Analyse?
Während Band 1 primär durch gesteuerte Aufgaben und Muster den Basiswortschatz festigt, bietet Band 3 komplexere Situationen, die freieres Sprechen und fortgeschrittenere Kommunikation erfordern.
Warum ist das Thema Handlungsorientierung laut Autorin besonders für Frauen-Integrationskurse wichtig?
Da die Teilnehmerinnen Sprachmuster benötigen, um Alltagssituationen wie Behördengänge oder Einkäufe eigenständig zu meistern, fördert Handlungsorientierung die Integration in die soziale Umgebung.
- Arbeit zitieren
- Elena Kaznina (Autor:in), 2010, Unterrichtsfeinplanung zum Thema „Einkaufen/ Essen/Trinken“ in einem Integrationskurs, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/168990