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Lernaufgabenzirkel zum interkulturellen Lernen anhand einer Unterrichtsreihe zum Thema "Die Départements d’Outre-mer: Leben auf Martinique"

Titel: Lernaufgabenzirkel zum interkulturellen Lernen anhand einer Unterrichtsreihe zum Thema "Die Départements d’Outre-mer: Leben auf Martinique"

Unterrichtsentwurf , 2024 , 46 Seiten , Note: 1,7

Autor:in: Flavio Redecker (Autor:in)

Didaktik für das Fach Französisch - Landeskunde
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Die Überseegebiete Frankreichs und somit auch die Francophonie, die Gesamtheit der französischsprachigen Länder, sind von großer Wichtigkeit für das kulturelle Verständnis und Wissen im Französischunterricht. Mehrere Lektionen in den Lehrwerken beschäftigen sich aus diesem Grund mit spezifischen départements d’outre mer und französischsprachigen Regionen in der Welt. Für die Schüler/innen stellen die französischen Überseegebiete eine faszinierende Abwechslung zur France métropolitaine dar, welche jedoch als weitestgehend unbekannt vorausgesetzt werden müssen. Daraus lässt sich die Wichtigkeit dieser Themen schließen, diese Regionen, die administrativ einen Teil Frankreichs darstellen, im Unterricht zu behandeln.
In der Arbeit soll eine kleine Unterrichtsreihe zum Thema der Francophonie am Beispiel des französischen Übersee-Départements Martinique anhand eines Lernaufgabenzirkels vorgestellt werden.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

  • 1. Einleitung
  • 2. Theorie
    • 2.1) Interkulturelles Lernen
      • 2.1.1) Merkmale des IKL und seiner Abgrenzung zur Landeskunde
      • 2.1.2) Zentrale Prozesse des IKL
      • 2.1.3) Bedeutung des IKL im FSU
      • 2.1.4) Aufgabentypen des IKL und Kriterien für gute Aufgaben zur Förderung von IKK
    • 2.2) Interkulturelle Kommunikative Kompetenz
      • 2.2.1) Modelle der IKK
      • 2.2.2) Kompetenzerwartungen
      • 2.2.3) Die Praxis- Das methodische Verfahren zur Förderung von IKK
    • 2.3) Die Lernaufgaben
      • 2.3.1) Das Konzept der Lernaufgaben Typ I&II und der Übung
      • 2.3.2) Das Konzept des Lernaufgabenzirkels
  • 3. Praxisteil
    • 3.1) Vorstellung des Lernaufgabenzirkels
      • 3.1.1) Bedingungsanalyse
      • 3.1.2) Didaktische Analyse
      • 3.1.3) Methodisches Vorgehen
  • 4. Fazit und Ausblick
  • 5. Bibliografie
  • 6. Anhang

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit stellt eine kleine Unterrichtsreihe zum Thema der Francophonie am Beispiel des französischen Übersee-Départements Martinique vor, die anhand eines Lernaufgabenzirkels aufgebaut ist. Das primäre Ziel der Unterrichtsreihe ist es, Schülerinnen und Schülern interkulturelle Kompetenzen zu vermitteln, indem sie sich in die Lebenswelt eines gleichaltrigen Schülers oder einer Schülerin auf Martinique hineinversetzen, Fremdverstehen und Perspektivenwechsel üben und dabei Empathie und Verständnis für eine unbekannte Region und Kultur entwickeln.

  • Die Bedeutung der französischen Überseegebiete und der Francophonie im Französischunterricht.
  • Theoretische Grundlagen des Interkulturellen Lernens (IKL) und dessen Abgrenzung zur Landeskunde.
  • Modelle und Kompetenzerwartungen der Interkulturellen Kommunikativen Kompetenz (IKK).
  • Das Konzept der Lernaufgaben (Typ I & II) und des Lernaufgabenzirkels als methodisches Verfahren.
  • Die detaillierte Vorstellung und didaktisch-methodische Begründung eines Lernaufgabenzirkels zum Thema "Leben auf Martinique".
  • Förderung von Empathie, Toleranz, Fremdverstehen und Perspektivenwechsel durch authentische Materialien und Rollenspiele.

Auszug aus dem Buch

2.1.1) Merkmale des IKL und seine Abgrenzung zur Landeskunde

Das Interkulturelle Lernen zeichnet sich durch affektive und haltungsbezogene Aspekte aus, die intrakulturell, das heißt homogen, betrachtet werden (vgl. Decke-Cornill & Küster 2015, 226). Dem gegenüber steht die homogene Betrachtung der Landeskunde, welche in der Vergangenheit als kulturelles Element des FSU gelehrt wurde (vgl. Decke-Cornill & Küster 2015, 218f.).

Das Konzept der Landeskunde beschäftigt sich vor allem mit der Vermittlung von wichtigen Daten und Fakten über das Zielland (vgl. Bechtel 2013, 110). Informationen zur Geografie, Geschichte, zur Alltagskultur etc. werden als Kontextwissen im FSU gelehrt (vgl. Bechtel 2013, 110f.). Diese Informationen beziehen sich dabei jedoch nur auf die Zielkultur (vgl.Bechtel 2013, 11). Dabei hebt auch Caspari hervor, dass die Landeskunde nur Faktenwissen lehren würde und sich demnach nur an der Oberflächenstruktur einer Kultur abarbeite (Vgl. Caspari 2007, 70). Demnach sei sie wenig sprachgebunden und nur auf eine konstruierte (!) Zielgesellschaft fokussiert (vgl. Caspari 2007, 70). Das IKL verfolge dahingehend die Ziele, Einstellungen wie Toleranz und Offenheit zu fördern, die Fähigkeit herauszubilden, den individuellen Blick zu verstehen und mit den eigenen sprachlichen Kompetenzen zielführend zu arbeiten, sowie ein Kommunikations- und kulturspezifisches Wissen aufzubauen (vgl. Caspari 2007, 71).

Im IKL plädieren Decke-Cornill und Küster ebenso dafür, den Begriff der Zielkultur kritisch zu betrachten, da nicht eine Kultur am Ende stehe. Vielmehr sprechen sie sich für einen intercultural speaker aus, der als ein Entwurf gemischter Identitäten betrachtet werden kann, als dritter Ort, an dem die Zweigliedrigkeit zwischen „Eigenem“ und „Fremden“ überwunden werden könne (vgl. Decke-Cornill & Küster 2015, 227).

Interkulturelles Lernen setze daher eben nicht nur auf das Gegenüberstellen von Kulturen und dem damit verbundenen Hervorheben kultureller Unterschiede, sondern verfolge einen ganzheitlichen Ansatz (vgl. Eberhardt 2013, 21). Es solle dabei im Fremdsprachenunterricht (FSU) verdeutlichen, welche zwischenmenschlichen Herausforderungen in unserer heutigen Welt existieren, wie diesen begegnet werden kann und wie diese kommunikativ zu lösen sind.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Dieses Kapitel führt in die Thematik der französischen Überseegebiete, insbesondere Martinique, ein und begründet die Relevanz interkulturellen Lernens im Französischunterricht. Es stellt das Hauptziel der Arbeit vor, nämlich die Erstellung eines Lernaufgabenzirkels zum interkulturellen Lernen.

2. Theorie: Hier werden die theoretischen Grundlagen des Interkulturellen Lernens (IKL), der Interkulturellen Kommunikativen Kompetenz (IKK) sowie das Konzept von Lernaufgaben und Lernaufgabenzirkeln detailliert beleuchtet. Es werden Merkmale, Prozesse, Modelle und methodische Verfahren zur Förderung dieser Kompetenzen dargelegt.

3. Praxisteil: In diesem Kapitel wird der entwickelte Lernaufgabenzirkel zum Thema "Die Départements d'Outre-mer - Leben auf Martinique" detailliert vorgestellt. Es umfasst eine Bedingungsanalyse der Lernergruppe, eine didaktische Analyse der Lernziele und eine Beschreibung des methodischen Vorgehens für die Unterrichtsreihe.

4. Fazit und Ausblick: Dieses Kapitel fasst die Ergebnisse der Arbeit zusammen, insbesondere wie der Lernaufgabenzirkel dazu beiträgt, den Schülerinnen und Schülern interkulturelle Kommunikative Kompetenzen zu vermitteln. Es beleuchtet zudem Perspektiven für eine mögliche Integration in größere Unterrichtsreihen zur Francophonie.

Schlüsselwörter

Lernaufgabenzirkel, Interkulturelles Lernen, Unterrichtsreihe, Martinique, Départements d'Outre-mer, Francophonie, Französischunterricht, Interkulturelle Kommunikative Kompetenz, Fremdverstehen, Perspektivenwechsel, Lernaufgaben, Kulturvergleich, Rollenspiel, Didaktik, FSU

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit behandelt die Konzeption und Vorstellung eines Lernaufgabenzirkels für eine Unterrichtsreihe zum interkulturellen Lernen im Französischunterricht, exemplarisch am Beispiel des französischen Übersee-Départements Martinique.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Themenfelder sind das Interkulturelle Lernen (IKL), die Interkulturelle Kommunikative Kompetenz (IKK), die Bedeutung der französischen Überseegebiete, die Didaktik von Lernaufgaben und die praktische Umsetzung einer Unterrichtsreihe.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das primäre Ziel ist es, Schülerinnen und Schülern interkulturelle Kompetenzen zu vermitteln, indem sie sich in die Lebenswelt Gleichaltriger auf Martinique hineinversetzen und dabei Fremdverstehen und Perspektivenwechsel entwickeln.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit verwendet eine didaktisch-methodische Herangehensweise zur Entwicklung und Begründung eines Lernaufgabenzirkels, gestützt auf Theorien des Interkulturellen Lernens und der Fremdsprachendidaktik.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil der Arbeit behandelt ausführlich die theoretischen Grundlagen des Interkulturellen Lernens und der Interkulturellen Kommunikativen Kompetenz sowie die Konzeption und didaktische Analyse eines spezifischen Lernaufgabenzirkels.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Schlüsselwörter wie Lernaufgabenzirkel, Interkulturelles Lernen, Martinique, Francophonie, Interkulturelle Kommunikative Kompetenz, Fremdverstehen, Perspektivenwechsel und Rollenspiel charakterisieren die Arbeit.

Wie werden authentische Materialien in der Unterrichtsreihe eingesetzt?

Authentische Materialien wie ein selbst aufgenommenes Video-Interview mit Schülern aus Martinique und Fotos der Insel werden verwendet, um den Lernenden einen realistischen Einblick in die Lebenswelt der Gleichaltrigen zu ermöglichen und Neugier zu wecken.

Welche Rolle spielt der Kulturvergleich in den Lernaufgaben?

Der Kulturvergleich ist ein zentraler Prozess des Interkulturellen Lernens, der anhand des Schul- und Freizeitalltags zwischen deutschen, martinicanischen und kontinental-französischen Schülerinnen und Schülern stattfindet, um kulturelle Differenzen bewusst wahrzunehmen.

Warum ist das Rollenspiel das zentrale Endprodukt des Lernaufgabenzirkels?

Das Rollenspiel dient als kommunikatives Endprodukt, um eine authentische interkulturelle Begegnungssituation nachzuahmen, in der die Schülerinnen und Schüler das erworbene Wissen und die interkulturellen Kompetenzen kreativ anwenden und einen Perspektivenwechsel vollziehen können.

Welche Herausforderungen beim Interkulturellen Lernen im Fremdsprachenunterricht werden im Text diskutiert?

Der Text thematisiert Schwierigkeiten wie die Gefahr einer moralisierenden Wirkung, die fehlende Integration des IKL in die fremdsprachliche Kompetenzentwicklung als linearen Prozess sowie die Notwendigkeit, unterschiedliche Sichtweisen darzustellen und Reflexivität zu fördern.

Ende der Leseprobe aus 46 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Lernaufgabenzirkel zum interkulturellen Lernen anhand einer Unterrichtsreihe zum Thema "Die Départements d’Outre-mer: Leben auf Martinique"
Hochschule
Universität Osnabrück
Note
1,7
Autor
Flavio Redecker (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2024
Seiten
46
Katalognummer
V1690831
ISBN (PDF)
9783389174708
ISBN (Buch)
9783389174715
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Interkulturelles Kommunikatives Lernen Martinique Bredella DOM Frankreich Französischunterricht Caspari Bechtel
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Flavio Redecker (Autor:in), 2024, Lernaufgabenzirkel zum interkulturellen Lernen anhand einer Unterrichtsreihe zum Thema "Die Départements d’Outre-mer: Leben auf Martinique", München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1690831
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Leseprobe aus  46  Seiten
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