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Die Mongolische Pferdekopfgeige (Morin Khuur)

Aufbau, Form, Herkunft und Spielweisen

Titel: Die Mongolische Pferdekopfgeige (Morin Khuur)

Hausarbeit , 2019 , 19 Seiten , Note: 1,7

Autor:in: Jin Zhang (Autor:in)

Musikwissenschaft - Historische Musikwissenschaft
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Diese Arbeit beschäftigt sich mit der mongolischen Pferdekopfgeige (Morin Khuur), einem der wichtigsten und symbolträchtigsten Musikinstrumente der mongolischen Kultur. Ausgehend von ihrer heutigen Bedeutung und Popularität – auch im Kontext moderner Musik – werden Aufbau, Form, Herkunft und Spielweisen dieses Instruments systematisch dargestellt und untersucht.

Zunächst werden die organologischen Merkmale der Pferdekopfgeige beschrieben, einschließlich ihres Korpus, der Saiten, des Bogens sowie der verschiedenen modernen Bauformen (Alt-, Sopran- und Basspferdekopfgeige). Anschließend wird die historische Entwicklung des Instruments nachgezeichnet: von den frühen Vorformen wie der Komuz und der Pferdeschwanz-Huqin über den Chor bis hin zur heutigen Pferdekopfgeige. Dabei wird deutlich, dass die Entstehung und Verbreitung der Pferdekopfgeige eng mit der nomadischen Lebensweise und der kulturellen Geschichte der Mongolen verbunden ist.

Ein weiterer Schwerpunkt der Arbeit liegt auf den Spieltechniken und Stimmungen der Pferdekopfgeige. Verschiedene regionale Spielweisen wie die Khuurchir-, Oeled-, Chahar- und Börchigin-Spielweise werden vorgestellt und in ihren technischen Besonderheiten erläutert. Die Untersuchung stützt sich auf chinesische und mongolische Fachliteratur sowie auf ein Interview mit einem mongolischen Pferdekopfgeiger.

Abschließend wird gezeigt, dass die Pferdekopfgeige nicht nur ein Musikinstrument, sondern auch ein bedeutender kultureller Träger ist, der tief im spirituellen und alltäglichen Leben der Mongolen verwurzelt ist. Sie verkörpert in besonderer Weise die Verbindung zwischen Musik, Nomadenkultur und der symbolischen Bedeutung des Pferdes in der mongolischen Gesellschaft.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

  • 1. Einleitung
  • 2. Die Pferdekopfgeige
    • 2.1 Aufbau und Form
    • 2.2 Ursprung der Pferdekopfgeige
      • 2.2.1 Der Vorfahr der Pferdekopfgeige - Komuz
      • 2.2.2 Der Einfluss der Pferdekopfgeige - Pferdeschwanz-Huqin
      • 2.2.3 Von Pferdeschwanz-Huqin zum Chor (ন)
      • 2.2.4 Von Chor zur Pferdekopfgeige
    • 2.3 Spielweise der Pferdekopfgeige
      • 2.3.1 Chor-Stimmung, Khuurchir - Spielweise (ܫܩܝܺܝܺܩܨ ܥܥܝܨ (ęܥܥC ܚܢܰܝܺܝܥܝܝܺܝܺܩܝܺne vv asy g (ܩܥܥ ܚܢܰܝܺܝܥܝܩܘ ܩܥܨu puta queivavse) pas Coni pam))
      • 2.3.2 Chor-Stimmung, Oeled-Spielweise (ܫܩܢܵܝܵܩܨ ܥܥܝܨ (ęܥܥC ܚܢܰܝܺܝܥܝܢܰܝܺܩܘ ܨܝܩܝܺܢܳave) jussu yaܥpe pura quaj))
      • 2.3.3 Chahar-Stimmung, Oberton-Spielweise (avvo) a susu vsyu pra (sp) junrܥܦu usu qu))
      • 2.3.4 Börchigin-Stimmung, Oberton-Spielweise ()
      • 2.3.5 Börchigin-Stimmung, Tubul-Spielweise( )
  • 3. Schluss und Fazit
  • Literaturverzeichnis

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit befasst sich mit der mongolischen Pferdekopfgeige (Morin Khuur), einem prominenten Musikinstrument, das in einer aktuellen Ausstellung präsentiert wird. Das primäre Ziel der Untersuchung ist es, grundlegende Fragen zur Form, Entstehung, Spielweise und den spezifischen Spieltechniken dieses Instruments zu beantworten. Dies geschieht auf Basis chinesischer historischer Literatur und eines Interviews mit einem chinesisch-mongolischen Pferdekopfgeiger.

  • Aufbau und physische Merkmale der Pferdekopfgeige.
  • Historischer Ursprung und Entwicklung des Instruments, einschließlich seiner Vorläufer.
  • Analyse der verschiedenen Spielweisen, Stimmungen und Techniken.
  • Kulturelle Bedeutung und Rolle der Pferdekopfgeige in der mongolischen Gesellschaft.
  • Vergleich der traditionellen Pferdekopfgeige mit modernen Reformen.
  • Einfluss anderer Instrumente und Kulturen auf die Entwicklung der Pferdekopfgeige.

Auszug aus dem Buch

2.2 Ursprung der Pferdekopfgeige

Die Entstehungsgeschichte der Pferdekopfgeige lässt sich in drei Stufen unterteilen:

2.2.1 Der Vorfahr der Pferdekopfgeige - Komuz

Von der Zeit der Bergwaldjagdkultur bis zur Frühzeit der Grünland-Nomadenkultur waren die von den Mongolen verwendeten Musikinstrumente keine Pferdekopfgeigen, sondern Komuz. Der Komuz ist nicht nur ein gezupftes Lauteninstrument der alten nördlichen Nomaden, sondern auch der Ursprung der „Musik auf dem Pferderücken“. Die früheste Aufzeichnung des Komuz in China findet sich in der „Geschichte des Yuan“. (Yuanshi 元史).” Man nannte dieses gezupfte Lauteninstrument„Huobusi“ (火不思, transliteriert von Komuz oder Qobuz).Das früheste bekannte Bild des Komuz ist ein altes Gemälde, das der deutsche Archäologe und Zentralasienforscher Albert von Le Coq 1905 in Yar-Khoto in der Provinz Xinjiang, China, ausgegraben hat. Auf dem Bild ist ein Junge zu sehen, der ein Saiteninstrument in der Hand hält. (Abb. 7)

Nach Untersuchungen handelt es sich um die Relikte der Uiguren, die diesen Ort im 9. Jahrhundert besetzten. Später wurde der Komuz in die Mongolei eingeführt, und das Instrument wurde in den Aufzeichnungen der Mongolen erwähnt.

2.2.2 Der Einfluss des Pferdeschwanz-Huqin auf die Pferdekopfgeige

Während der Nördlichen Song-Dynastie, als sich die Mongolen herausbildeten, erschien das Pferdeschwanz-Huqin. Shen Kuo (沈括) erwähnte es in den „Dream Pool Essays" (Mengxi Bitan,梦溪笔谈)11, nahm jedoch nur den Namen des Pferdeschwanz-Huqin auf und erklärte seine Form nicht, was zu einem Mysterium führte. Viele Gelehrte glauben, dass das Pferdeschwanz-Huqin der Komuz ist, der sich von einem Zupfinstrument zu einem Streichinstrument entwickelt hat; jedoch muss die Form des Pferdeschwanz-Huqin in der Song-Dynastie noch erforscht und bestätigt werden.

2.2.3 Von Pferdeschwanz-Huqin zum Chor (ন)

Mit dem Zustrom vieler mongolischer Stämme auf das nördliche mongolische Plateau und dem rasanten Aufstieg der Macht der Mongolen entwickelte sich das Pferdeschwanz-Huqin auch im nördlichen Grasland weiter. Im Jahr 1206, nachdem Dschingis Khan das mongolische Plateau vereinheitlicht und die Yuan-Dynastie gegründet hatte, wurde das Pferdeschwanz-Huqin nicht nur vom Hof in die nationale Musik aufgenommen, sondern auch vom mongolischen Volk akzeptiert und überliefert. Dabei entstanden die beiden Bezeichnungen „Khuuchir“ (Huqin mit zylindrischem Resonanzkörper) und „Chor“ (Huqin mit invertiert trapezförmigem Resonanzkörper).

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Dieses Kapitel führt in die mongolische Pferdekopfgeige (Morin Khuur) ein, beleuchtet ihre kulturelle Bedeutung und stellt die Forschungsfragen bezüglich ihrer Form, Entstehung und Spielweise vor.

2.1 Aufbau und Form: Hier werden die physischen Bestandteile der Pferdekopfgeige detailliert beschrieben, einschließlich des Korpus, des Pferdekopfes und der Saiten, sowie die Unterteilung in Bass-, Alt- und Sopranpferdekopfgeige.

2.2 Ursprung der Pferdekopfgeige: Dieses Kapitel verfolgt die historische Entwicklung der Pferdekopfgeige von ihren frühen Vorläufern wie dem Komuz über den Einfluss des Pferdeschwanz-Huqin bis hin zum Chor und der späteren Vereinigung zur modernen Pferdekopfgeige.

2.3 Spielweise der Pferdekopfgeige: Es werden die Sitzhaltung, die Handhabung des Bogens, die Fingersetzertechniken und verschiedene Stimmungen und Spielweisen wie Chor-, Chahar- und Börchigin-Stimmung erläutert.

3. Schluss und Fazit: Das Fazit fasst die lange Geschichte, die Verbreitung und die kulturelle Relevanz der Pferdekopfgeige zusammen und betont ihre Entwicklung und ihre zentrale Rolle im Leben der Mongolen.

Schlüsselwörter

Pferdekopfgeige, Morin Khuur, Mongolei, Musikinstrument, Khoomei, Huqin, Komuz, Spielweise, Aufbau, Ursprung, Saiteninstrument, Weltkulturerbe, Nomadenkultur, Tonumfang, Reittier

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Diese Arbeit befasst sich mit der mongolischen Pferdekopfgeige (Morin Khuur), einem wichtigen Musikinstrument der Mongolen, und untersucht dessen Struktur, Herkunft, Spieltechniken und kulturelle Bedeutung.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themenfelder umfassen den physischen Aufbau und die verschiedenen Formen der Pferdekopfgeige, ihre historische Entwicklung von Vorläuferinstrumenten wie dem Komuz und dem Huqin sowie die unterschiedlichen Spielweisen und Stimmungen.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das primäre Ziel ist es, Fragen zur Form, zur Entstehung, zur Spielweise und zu den spezifischen Spieltechniken der Pferdekopfgeige zu beantworten, basierend auf historischen chinesischen Texten und einem Interview mit einem Pferdekopfgeiger.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die wissenschaftliche Methode basiert hauptsächlich auf der Analyse chinesischer historischer Literatur über die mongolische Musik und die Pferdekopfgeige sowie einem Experteninterview mit einem chinesisch-mongolischen Pferdekopfgeiger.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Im Hauptteil werden detailliert der Aufbau und die verschiedenen Typen der Pferdekopfgeige, ihre Entstehungsgeschichte und die vielfältigen Spielweisen und Stimmungen, die zur Aufführung genutzt werden, behandelt.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird durch Schlüsselwörter wie Pferdekopfgeige, Morin Khuur, Mongolei, Musikinstrument, Komuz, Huqin, Spielweise, Ursprung, Weltkulturerbe und Nomadenkultur charakterisiert.

Welche kulturelle Bedeutung hat die Pferdekopfgeige für die Mongolen?

Die Pferdekopfgeige ist das wichtigste Musikinstrument der Mongolen, gilt als nationales Symbol und dient nicht nur als Begleitinstrument, sondern auch als Medium, um Emotionen auszudrücken, wodurch ihre Bedeutung weit über eine rein instrumentale Funktion hinausgeht.

Wie hat sich die Pferdekopfgeige im Laufe der Zeit entwickelt?

Die Pferdekopfgeige entwickelte sich aus Zupfinstrumenten zu Streichinstrumenten, wobei der Pferdeschwanzbogen den Bambusreibbogen ersetzte. Struktur und Spielweise haben sich schrittweise weiterentwickelt, was zu einem breiteren Tonumfang und einer prächtigeren Klangfarbe führte.

In welche Kategorien wird die Pferdekopfgeige nach ihrer Tonhöhe unterteilt?

Die Pferdekopfgeige wird nach ihrer Tonhöhe in Basspferdekopfgeige, Altpferdekopfgeige und Sopranpferdekopfgeige unterteilt, wobei die Altpferdekopfgeige die traditionelle Form darstellt und die anderen beiden für moderne Aufführungsbedürfnisse entwickelt wurden.

Welche Rolle spielt das Pferd in der mongolischen Kultur und wie spiegelt sich dies im Instrument wider?

Das Pferd ist für die mongolischen Nomaden nicht nur Begleiter, Transportmittel und Reittier, sondern auch ein spiritueller Freund und Symbol für Willen, Stärke, Mut und Ehre. Die Verbindung des Hirten zu seinem Lieblingsinstrument, das mit einem geschnitzten Pferdekopf verziert ist, spiegelt diese tiefe kulturelle und emotionale Bedeutung wider.

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Details

Titel
Die Mongolische Pferdekopfgeige (Morin Khuur)
Untertitel
Aufbau, Form, Herkunft und Spielweisen
Hochschule
Hochschule für Musik FRANZ LISZT Weimar
Note
1,7
Autor
Jin Zhang (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2019
Seiten
19
Katalognummer
V1691554
ISBN (PDF)
9783389178683
ISBN (Buch)
9783389178690
Sprache
Deutsch
Schlagworte
mongolische pferdekopfgeige morin khuur aufbau form herkunft spielweisen
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Jin Zhang (Autor:in), 2019, Die Mongolische Pferdekopfgeige (Morin Khuur), München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1691554
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Leseprobe aus  19  Seiten
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