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Ukrainische Sprache: Herkunft, Geschichte & Sprachpolitik

Titre: Ukrainische Sprache: Herkunft, Geschichte & Sprachpolitik

Essai Scientifique , 2026 , 31 Pages

Autor:in: Antonia Kostretska (Auteur)

Science de Langue / Linguistique (interdisciplinaire)
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Die ukrainische Sprache ist weit mehr als ein Kommunikationsmittel – sie ist ein Schlüssel zum Verständnis osteuropäischer Geschichte, Identität und Kultur. Dieser kompakte Überblick ordnet Ukrainisch genealogisch ein, skizziert die Entwicklung von der protoslawischen Phase über Ruthenisch/Altukrainisch bis zur modernen Standardsprache und zeigt anhand zentraler Sprachdenkmäler (u. a. Graffiti der Sophienkathedrale, Chroniken und Evangelientexte), wie sich spezifische Merkmale früh nachweisen lassen. Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf Phonetik und Grammatik (inkl. Kasussystem) sowie auf der Sprachpolitik: Von Zensurmaßnahmen bis zum Emser Erlass werden historische Mechanismen der Unterdrückung und ihre Folgen für Bildung, Öffentlichkeit und Prestige der Sprache nachvollziehbar. Ergänzt wird die Darstellung durch Daten zur Verbreitung und Sprecher:innenzahl weltweit. Ideal für Studium, Referat und thematische Einordnung.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

  • Herkunft
  • Die Geschichte der ukrainischen Sprache
  • Denkmale der ukrainischen Sprache
  • Phonetik und Grammatik
  • Ruthenische (altukrainische) Sprache
  • Schriftliche Aufnahmen
  • Verbot der ukrainischen Sprache im Russischen Reich
  • Die Zahl der Sprecher des Ukrainischen
  • Historische Dokumente, die die ukrainische Sprache verboten hatten

Zielsetzung & Themen

Diese wissenschaftliche Publikation beleuchtet die historische Entwicklung der ukrainischen Sprache von ihren Ursprüngen bis in die Neuzeit und dokumentiert insbesondere die systematischen Unterdrückungsversuche und Verbote, denen sie im Laufe der Jahrhunderte ausgesetzt war. Die Arbeit zielt darauf ab, die Eigenständigkeit und Resilienz der ukrainischen Sprache angesichts anhaltender externer Einflüsse und Verfolgungen darzustellen.

  • Genealogische Klassifikation und frühe Geschichte der ukrainischen Sprache.
  • Analyse linguistischer Merkmale und Abgrenzung zu anderen slawischen Sprachen.
  • Präsentation bedeutender schriftlicher Denkmäler und historischer Zeugnisse.
  • Detaillierte Dokumentation von Verboten und Repressionsmaßnahmen, vor allem aus dem Russischen Reich und der Sowjetunion.
  • Die Rolle der Sprache für die ukrainische nationale Identität und Kultur.
  • Statistische Erfassung der Sprecherzahlen und globalen Verbreitung des Ukrainischen.

Auszug aus dem Buch

Verbot der ukrainischen Sprache im Russischen Reich

Im frühen 18. Jahrhundert verbot der russische Zar Peter I. die ukrainische religiöse Literatur in der Ostukraine. Ukrainische Sprache funktionierte in der Tat nur in der Westukraine, die sich unter Österreich-Ungarn befand.

Mit dem Emser Erlass (auch Ukas von Bad Ems genannt), den der russische Zar Alexander II. (1818-1881) in Bad Ems am 30. Mai 1876 im Haus Vier Türme unterzeichnet hatte, wurde die Verbreitung von literarischem Schrifttum (für alle Publikationen und auf der Bühne) in ukrainischer Sprache im Russischen Kaiserreich unter Verbot und Strafe gestellt.

"Gegen Ende des 18. Jahrhunderts entwickelte sich neben dem bis dahin gebräuchlichen Kirchenslawischen eine aus der Volkssprache kommende ukrainische Schriftsprache und Literatur. Im 19. Jahrhundert erlebte die ukrainische Kultur und damit auch ihre Literatursprache eine Blütezeit; die Entwicklung konzentrierte sich weniger auf politische als auf wissenschaftliche Themen. Dennoch wurde 1876 aus Angst vor separatistischen Bestrebungen von Zar Alexander II. in Bad Ems auf Betreiben der zaristischen Zensurbehörde ein weitreichendes Verbot ukrainischsprachiger Publikationen ausgesprochen (Emser Erlass). Bis 1906 unterlagen ukrainische wissenschaftliche Publikationen, Lesungen, Ausstellungen und Konzerte diesem Diktat. Der bedeutendste ukrainische Dichter Taras Schewtschenko wurde für seine Texte und Gedichte in die kasachische Verbannung geschickt" – so die Wikipedia.

1908 – Dekret des russischen Senats, womit die ukrainische Sprachkultur und ihre Bildungsaktivität als schädlich erklärt wurde, als diejenige, die mit der Unruhe und Unsicherheit bedrohen könnte.

Unter der UdSSR: Die Zahl der Menschen, die Ukrainisch als ihre Muttersprache betrachteten, verringerte sich um 10 Millionen (systematische moralische, geistige und physische Vernichtung des Volks).

Nach einer kurzen Phase in der Tauwetter-Periode um 1960, in der die gesellschaftliche Stellung der ukrainischen Sprache wieder gestärkt wurde, kehrte die politische Führung unter Breschnew wieder zur Förderung des Russischen zurück. Vor allem im Bildungssektor wurde die ukrainische Sprache zurückgedrängt. Ukrainisch war zwar während der gesamten sowjetischen Epoche nominell gleichberechtigt, tatsächlich besaß die Sprache aber nur geringes Prestige und die Benutzung des Russischen auf allen Ebenen wurde implizit gefördert. Diese Politik änderte sich erst, als 1989 ein Sprachengesetz erlassen wurde, in dem Ukrainisch zur alleinigen Amtssprache erklärt wurde.

Zusammenfassung der Kapitel

Herkunft: Dieses Kapitel ordnet die ukrainische Sprache genealogisch in die ostslawische Untergruppe ein und beschreibt ihre über 15 Dialekte sowie die Verwendung des kyrillischen Alphabets.

Die Geschichte der ukrainischen Sprache: Es werden die sprachlichen Wurzeln der ukrainischen Sprache in verschiedenen Stämmen beleuchtet und ihre Entwicklung von der indoeuropäischen Sprache bis zur modernen ukrainischen Sprache nachgezeichnet.

Denkmale der ukrainischen Sprache: Dieses Kapitel listet bedeutende schriftliche Zeugnisse und historische Dokumente auf, die die frühe Existenz und Entwicklung der ukrainischen Sprache belegen.

Phonetik und Grammatik: Hier werden die linguistischen Besonderheiten der ukrainischen Sprache in Bezug auf Phonetik und Grammatik dargestellt und mit anderen slawischen Sprachen, insbesondere dem Russischen, verglichen.

Ruthenische (altukrainische) Sprache: Das Kapitel erläutert die Bedeutung der ruthenischen Sprache als Alltagssprache in der Kyjiwer Rus' und im Großfürstentum Litauen und grenzt sie von der russischen Sprache ab.

Schriftliche Aufnahmen: Es werden frühe schriftliche Aufzeichnungen der ukrainischen Sprache vorgestellt, darunter Birkenrindeninschriften und die erste schriftliche Fixierung eines ukrainischen Volkslieds, sowie die Bedeutung von Smotryzkyjs "Grammatik" hervorgehoben.

Verbot der ukrainischen Sprache im Russischen Reich: Dieses Kapitel dokumentiert die systematischen Verbote und Unterdrückungsmaßnahmen der ukrainischen Sprache durch die russische Regierung, beginnend mit Zar Peter I. und fortgesetzt in der Sowjetzeit.

Die Zahl der Sprecher des Ukrainischen: Das Kapitel liefert aktuelle und historische Daten zur Anzahl der ukrainischen Muttersprachler weltweit und deren geografischer Verteilung, sowie die Einordnung der Sprache im internationalen Kontext.

Historische Dokumente, die die ukrainische Sprache verboten hatten (17.-21. Jahrhundert): Eine detaillierte chronologische Auflistung von Erlassen, Dekreten und repressiven Handlungen, die darauf abzielten, die ukrainische Sprache zu verbieten und zu zerstören.

Schlüsselwörter

Ukrainische Sprache, Sprachgeschichte, Slawische Sprachen, Kyjiwer Rus', Spracherbe, Spracherhaltung, Russifizierung, Sprachpolitik, Emser Erlass, Linguistik, Kulturunterdrückung, Sprachverbote, Ethnogenese, Ostslawisch, Kyrillisches Alphabet.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Diese Arbeit beleuchtet die Geschichte der ukrainischen Sprache von ihren Ursprüngen bis heute, mit einem besonderen Fokus auf die wiederholten Versuche der Unterdrückung und Zerstörung durch fremde Mächte und die daraus resultierende Stärkung der ukrainischen Identität.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Themenfelder sind die sprachgeschichtliche Entwicklung des Ukrainischen, seine linguistischen Besonderheiten im Vergleich zu anderen slawischen Sprachen, die Dokumentation von Sprachverboten und Repressionen sowie die demografische Entwicklung der ukrainischen Sprachgemeinschaft.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das primäre Ziel ist es, die systematische Verfolgung und Marginalisierung der ukrainischen Sprache historisch zu belegen und zu zeigen, wie sie trotz dieser Widrigkeiten ihre Eigenständigkeit und Vitalität bewahren konnte, sowie die enge Verbindung zwischen Sprache und nationaler Identität aufzuzeigen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit verwendet eine historisch-deskriptive Methode, indem sie auf Chroniken, Erlasse, Dekrete, linguistische Analysen und historische Dokumente zurückgreift, um die Entwicklung und Unterdrückung der ukrainischen Sprache darzustellen.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil behandelt die Herkunft und Geschichte der Sprache, ihre phonetischen und grammatischen Merkmale, schriftliche Denkmäler und insbesondere eine detaillierte Auflistung und Analyse der historischen Dokumente, die die ukrainische Sprache im Laufe der Jahrhunderte verboten und unterdrückt haben.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Schlüsselwörter wie Ukrainische Sprache, Sprachgeschichte, Sprachpolitik, Russifizierung, Emser Erlass, Kulturunterdrückung, Kyjiwer Rus', Slawische Sprachen und Sprachverbote charakterisieren die Arbeit.

Was war die "Korenisazija" und welche Auswirkungen hatte sie auf die ukrainische Sprache?

Die "Korenisazija" war eine sowjetische Politik in den 1920er Jahren, die darauf abzielte, nichtrussische Völker durch Förderung ihrer Sprachen und Kulturen in die Sowjetunion zu integrieren. Obwohl sie anfänglich Minderheitensprachen unterstützte, wurde sie später durch Stalins Repressionen beendet und führte zur Russifizierung vieler nichtrussischer Namen und zur Verdrängung kultureller Eigenarten, was als Ethnozid gewertet werden kann.

Welche linguistischen Besonderheiten weist die ukrainische Sprache im Vergleich zum Russischen auf?

Die ukrainische Sprache unterscheidet sich vom Russischen durch sieben Fälle (Russisch sechs) und ist als ältere Sprache in ihrer Ausdrucksweise als reicher beschrieben, da sie mehr Worte mit ähnlichem Sinn verwendet und diminutive Verben besitzt, die im Russischen nicht existieren.

Welche Rolle spielte Meletij Smotryzkyjs "Grammatik" für die Entwicklung der slawischen Sprachen?

Meletij Smotryzkyjs "Grammatik" von 1619, die die Struktur der altslawischen Sprache beschrieb, obwohl sie eine ukrainisch-belorussische Version darstellte, wurde zu einem allgemein anerkannten Lehrbuch. Sie beeinflusste maßgeblich die Erstellung südslawischer Grammatiken und trug somit zur Bildung moderner südslawischer und auch der russischen Literatursprache bei.

Welche historischen Ereignisse führten zur "Stellung" der ukrainischen Sprache in der Welt nach 1991?

Nach der Unabhängigkeit der Ukraine 1991 verschoben sich die Sprachverhältnisse zugunsten des Ukrainischen. Es wurde zur einzigen offiziellen Amtssprache erklärt, und sein Anteil als Muttersprache stieg, während Russisch als Pflichtfach eingeführt wurde und der Unterricht an vielen Hochschulen zunehmend auf Ukrainisch erfolgte.

Fin de l'extrait de 31 pages  - haut de page

Résumé des informations

Titre
Ukrainische Sprache: Herkunft, Geschichte & Sprachpolitik
Auteur
Antonia Kostretska (Auteur)
Année de publication
2026
Pages
31
N° de catalogue
V1691765
ISBN (PDF)
9783389178294
ISBN (Livre)
9783389178300
Langue
allemand
mots-clé
Sprache Geschichte Politik Genozid Slawistik
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Antonia Kostretska (Auteur), 2026, Ukrainische Sprache: Herkunft, Geschichte & Sprachpolitik, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1691765
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Extrait de  31  pages
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