Dem Sport in der DDR kam eine weitaus bedeutendere Rolle zu als in anderen Ländern damals und heute. Mit hohen sportlichen Leistungen wollte die DDR immer wieder die Überlegenheit der sozialistischen Gesellschaft gegenüber dem imperialistischen Ausland unter Beweis stellen.
Unter diesem Gesichtspunkt betrachtet überrascht die Bedeutung nicht die der Sportmedizin beigemessen wurde. 1963 wurden u.a. mit der Gründung des SMD endgültig die Weichen der Sportmedizin hin zu einer vor allem für den Leistungssport unterstützenden Wissenschaftsdisziplin gestellt. Die Instrumentalisierung der Sportmedizin zugunsten des Leistungssports prägte die gesamte Ära des SMD.
Die auf Aktenrecherche beruhende Arbeit durchleuchtet den SMD von seiner Gründung 1963 bis zur Auflösung Endes des Jahres 1990 unter den Schwerpunkten Organisation und Struktur, Finanzen, Personal sowie Aufgabenbereiche und Tätigkeitsfelder (u.a. Dopingfakten).
- Arbeit zitieren
- U. Schwahn (Autor:in), 2004, Der sportmedizinische Dienst der DDR. Vorarbeiten zu einer Institutionengeschichte, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1692743