Der Sachverständigenrat zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung hat im November seinen Bericht für das Jahr 2011 veröffentlicht.
Davon werde ich den dritten Teil „Euro-Raum in der Krise“ zusammenfassen.
Dazu werde ich zu Beginn einige Begriffe erklären, die meiner Meinung nach sehr wichtig für das Verständnis des folgenden Textes sind.
Im ersten Abschnitt geht es um die globalen Probleme, die durch die Finanzkrise entstanden sind und wie sich diese im Euro-Raum und in der restlichen Welt ausgewirkt haben.
Folgend werden die Probleme, die nur in der Euro-Zone entstanden sind aufgezeigt und welche Auswirkungen daraus folgten.
Im zweiten Abschnitt hat der Sachverständigenrat ein Drei-Säulen-Modell entwickelt, dass präventive Maßnahme für den öffentlichen und privaten Sektor vorschlägt sowie Maßnahmen die im Falle einer weiteren Krise getroffen werden sollen.
Anschließend zur Zusammenfassung werde ich die aktuelle Entwicklung der Problemländer in der Euro-Zone erläutern und welche Maßnahmen zur Lösung der Krise bereits ergriffen wurden.
Danach vergleiche ich die Maßnahmen die neu beschlossen wurden, mit denen die der Sachverständigenrat gefordert hat.
Zum Schluss werde ich ein Fazit schließen, in dem ich das vom Sachverständigenrat vorgeschlagene Drei-Säulen-Modell auf seine Tauglichkeit der Krisenvermeidung analysieren werde.
Inhaltsverzeichnis:
- EINLEITUNG:
- ERLÄUTERUNGEN:
- GLOBALE UNGLEICHGEWICHTE:
- SPEZIFISCHE PROBLEME DES EURO-RAUMS:
- BAIL-OUT AM BEISPIEL GRIECHENLAND:
- EINHEITLICHE ZINSPOLITIK:
- INSOLVENZRISIKO FÜR STAATEN:
- PARITÄTSÄNDERUNGEN SIND NICHT MÖGLICH:
- NEUE REGELUNGEN FÜR DEN EURO-RAUM:
- ERSTE SÄULE: PRÄVENTIVE KORREKTUR VON FEHLENTWICKLUNGEN IM ÖFFENTLICHEN SEKTOR:
- ZWEITE SÄULE: PRÄVENTIVE KORREKTUR VON FEHLENTWICKLUNGEN IM PRIVATEN SEKTOR:
- DRITTE SÄULE: STRENG KONDITIONIERTE GEGENSEITIGE UNTERSTÜTZUNG BEI EINEM DOCH EINTRETENDEN KRISENFALL:
- DIE EURO-KRISE GEHT WEITER:
- IRLANDS FAST-STAATSPLEITE:
- WEITERE PROBLEMLÄNDER PORTUGAL UND SPANIEN:
- AKTUELLE LAGE GRIECHENLANDS:
- SCHULDEN-MASTERPLAN FÜR EURO-KRISE:
- FAZIT:
Zielsetzung und Themenschwerpunkte:
Diese Facharbeit analysiert den dritten Teil des Herbstgutachtens 2010 des Sachverständigenrats zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung, der sich mit der Euro-Krise befasst. Die Arbeit beleuchtet die Entstehung der Krise, untersucht die spezifischen Probleme des Euro-Raums und analysiert das vom Sachverständigenrat vorgeschlagene Drei-Säulen-Modell zur Krisenprävention.
- Globale Ungleichgewichte und deren Auswirkung auf die Euro-Zone
- Spezifische Probleme des Euro-Raums, wie z.B. die No-Bail-Out-Klausel, die einheitliche Zinspolitik und das fehlende Insolvenzrisiko für Mitgliedsstaaten
- Das Drei-Säulen-Modell des Sachverständigenrats, welches präventive Maßnahmen für den öffentlichen und privaten Sektor sowie für den Fall einer erneuten Krise vorschlägt
- Die aktuelle Entwicklung der Problemländer in der Euro-Zone und die bereits ergriffenen Maßnahmen zur Krisenlösung
- Ein Vergleich der neuen Krisenmechanismen mit den Forderungen des Sachverständigenrats
Zusammenfassung der Kapitel:
- Die Einleitung stellt das Thema der Facharbeit vor und erläutert die Struktur des Textes.
- Der Abschnitt "Erläuterungen" definiert wichtige Begriffe und Abkürzungen, die für das Verständnis des Gutachtens relevant sind.
- Im Abschnitt "Globale Ungleichgewichte" wird die Entstehung der Euro-Krise durch die Finanzkrise und globale Ungleichgewichte auf dem Finanzmarkt beschrieben. Die Rolle der übermäßigen Kreditvergabe im privaten Sektor und die Auswirkungen auf die öffentlichen Haushalte werden beleuchtet.
- Der Abschnitt "Spezifische Probleme des Euro-Raums" befasst sich mit den besonderen Herausforderungen, die aus der Währungsunion entstehen. Dabei werden die Folgen der "No-Bail-Out"-Klausel, der einheitlichen Zinspolitik, des fehlenden Insolvenzrisikos für Staaten und der fehlenden Möglichkeit von Paritätsänderungen analysiert.
- Der Abschnitt "Neue Regelungen für den Euro-Raum" stellt das vom Sachverständigenrat vorgeschlagene Drei-Säulen-Modell vor. Dieses beinhaltet präventive Maßnahmen für den öffentlichen und privaten Sektor sowie für den Fall einer erneuten Krise.
- Im Abschnitt "Die Euro-Krise geht weiter" werden die aktuellen Entwicklungen in Irland, Portugal, Spanien und Griechenland beleuchtet.
- Der Abschnitt "Schulden-Masterplan für Euro-Krise" beschreibt den neuen Krisenmechanismus, der von der Euro-Gruppe entwickelt wurde. Dieser soll zukünftig eine geordnete Umschuldung von hochverschuldeten Staaten ermöglichen.
Schlüsselwörter:
Euro-Krise, Finanzkrise, Globale Ungleichgewichte, "No-Bail-Out"-Klausel, Einheitliche Zinspolitik, Insolvenzrisiko, Paritätsänderung, Drei-Säulen-Modell, Präventive Maßnahmen, Stabilitäts- und Wachstumspakt, Europäische Finanzstabilitätsfazilität (EFSF), Europäischer Krisenmechanismus (EKM), Umschuldung, Collective Action Clauses (CAC), Quantitative Easing, Taylor-Regel.
Häufig gestellte Fragen
Was sind die Hauptursachen der Euro-Krise?
Die Krise entstand durch globale finanzielle Ungleichgewichte, übermäßige Kreditvergabe im privaten Sektor einiger Mitgliedstaaten und die daraus resultierende Belastung der öffentlichen Haushalte nach der Finanzkrise 2008.
Was besagt die "No-Bail-Out"-Klausel?
Diese Klausel im EU-Vertrag besagt eigentlich, dass weder die EU noch andere Mitgliedstaaten für die Verbindlichkeiten eines anderen Mitgliedstaates haften. In der Krise musste diese Regelung durch Rettungsschirme wie den EFSF faktisch umgangen werden.
Was ist das Drei-Säulen-Modell des Sachverständigenrats?
Das Modell schlägt vor: 1. Prävention im öffentlichen Sektor (Stabilitätspakt), 2. Prävention im privaten Sektor (Vermeidung von Immobilienblasen) und 3. ein Krisenmechanismus für geordnete Staatsinsolvenzen und gegenseitige Unterstützung unter strengen Auflagen.
Warum ist die einheitliche Zinspolitik im Euro-Raum problematisch?
Ein Einheitszins der EZB passt oft nicht zu allen Ländern gleichzeitig. Für boomende Länder ist er zu niedrig (fördert Blasen), für Länder in der Rezession zu hoch. Da Wechselkursanpassungen (Abwertungen) im Euro nicht möglich sind, fehlen wichtige Ausgleichsmechanismen.
Welche Länder waren besonders von der Krise betroffen?
Besonders im Fokus standen Griechenland (Haushaltsdefizit), Irland (Bankenkrise), sowie Portugal und Spanien (Immobilienblasen und strukturelle Probleme).
- Arbeit zitieren
- Sebastian Löbbert (Autor:in), 2010, Euro-Raum in der Krise, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/169339