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Die Ritterrüstung - ihre Bestandteile und deren Herkunft

Titel: Die Ritterrüstung - ihre Bestandteile und deren Herkunft

Hausarbeit , 2009 , 43 Seiten , Note: 1,3

Autor:in: Janina Schnormeier (Autor:in)

Geschichte Europas - Mittelalter, Frühe Neuzeit
Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Die Ritterrüstung lässt sich als eine Form der Bewaffnung definieren1. Der Begriff „Waffen“
kennzeichnet eine große Anzahl unterschiedlicher Gegenstände, die dazu dienen, einem Gegner
physischen Schaden zuzufügen oder aber einen solchen Versuch abzuwehren bzw. abzuschwächen.
Die Ritterrüstung zählt ist zu den letzteren zu zählten und kennzeichnet sich somit als passive
Bewaffnung bzw. als Defensivsystem und als Schutzwaffe2: „[Ein Plattenharnisch ist ein]
vollständiger Schutz des Körpers durch stählerne Platten, Röhren, Schienen und Buckel“3.
Die Schutzkleidung der Ritter machte im Laufe der Geschichte eine weitreichende technische
Entwicklung durch, an deren Ende der den ganzen Körper bedeckende Plattenharnisch stand.
In einem ersten Teil möchte ich die allgemeinen Besonderheiten der Ritterrüstung im Mittelalter
darlegen, um dann anschließend auf die wichtigsten Bestandteile der Rüstung einzugehen. Dabei ist
zu beachten, dass die Definitionen der einzelnen Bestandteile je nach Quelle auch variieren und
teils auch andere Bezeichnungen als die genannten gebräuchlich sind. Zum Schluss möchte ich
noch auf das Wappen eingehen, mit dem die Bestandteile der Rüstung teilweise versehen wurden.
Die folgenden Ausführungen beziehen sich insbesondere auf die Ritterrüstung im Hochmittelalter,
in etwas knapperer Form werde ich aber auch auf die Entwicklungen des Spätmittelalters eingehen,
da sich die Rüstung in ihrer eigentlichen Gestalt in Form des Plattenharnischs erst zu dieser Zeit
entwickelt hat. Des Weiteren beziehen sich meine Ausführungen hauptsächlich auf die
Ritterrüstung in Westeuropa.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Die Ritterrüstung

3. Bestandteile der Ritterrüstung

3.1 Schutz für das Haupt - Der Helm

3.1.1 Spangenhelm

3.1.2 Kegelhelm

3.1.3 Nasalhelm

3.1.4 Maskenhelm

3.1.5 Topfhelm

3.1.6 Eisenhut

3.1.7 Beckenhaube

3.1.8 Hundsgugel

3.2 Schutz für Brust und Leib (Torsoschutz)

3.2.1 Die Brünne

3.2.2 Das Kettenhemd

Der Waffenrock / Wappenrock

3.3 Schutz für die Hände - Die Handschuhe

3.4 Schutz für die Beine (Beinschutz / „Eisenhosen“)

3.4.1 Die Kettenbeinlinge

3.4.2 Die Schuhe

3.5 Schutz für den gesamten Körper - Der Plattenharnisch

3.6 Der Schild

4. Das Wappen

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit befasst sich mit der technischen Entwicklung und der funktionalen Bedeutung der Ritterrüstung im Mittelalter, wobei insbesondere der Schutzcharakter der Rüstungsteile gegenüber zeitgenössischen Angriffswaffen sowie deren Entwicklung zum repräsentativen Prunkstück untersucht werden.

  • Technische Evolution des mittelalterlichen Körperschutzes
  • Klassifizierung und Funktion verschiedener Helmtypen
  • Entwicklung des Ketten- und Plattenschutzes
  • Die Rolle der Rüstung als Identifikationsmerkmal und Wappenträger
  • Einfluss von Waffentechnologie auf das Rüstungsdesign

Auszug aus dem Buch

3.1.3 Nasalhelm

Der Nasalhelm war anfänglich eine Variante des Spangenhelms und entstand im 8. Jahrhundert. Er verfügte im Bereich der Nase über ein verlängertes schützendes Eisenteil, ein Nasenstück (auch: Nasenschirm), welches am unteren Ende zunehmend breiter wurde. Der Rest des Gesichts blieb frei. Die Helmglocke verlief spitz zu, was sich positiv auf den Schutz des Helms auswirkte. Die Schmiedekunst im Hochmittelalter verbesserte sich dahingehend, dass ab dem 10. Jahrhundert konische Helme mit Nasenschutz entstanden, die im Gegensatz zum mehrteiligen Spangenhelm lediglich aus einer einzigen Eisenplatte gefertigt wurden. Darunter trug man oftmals eine Haube aus Kettengeflecht als zusätzlichen Schutz.

Der Nasalhelm wird oftmals auch als „Normannenhelm“ bezeichnet, obwohl er in nahezu allen Gegenden Europas getragen wurde. Die Bezeichnung „Normannenhelm“ könnte auf den Teppich von Bayeux zurückgehen, auf dem zahlreiche Normannen mit einem Nasalhelm abgebildet sind. Da dieser Teppich sehr bekannt war und ist, könnte es daher zur genannten Bezeichnung gekommen sein. Der Teppich zeugt zudem aber auch durch die Abbildung der ebenfalls mit Nasalhelm ausgestatteten Angelsachsen davon, dass die Bezeichnung ausschließlich für normannisch gehaltene Helms nicht zutreffen ist.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Definition der Ritterrüstung als passive Bewaffnung und Eingrenzung des zeitlichen sowie geografischen Fokus auf Westeuropa im Hoch- und Spätmittelalter.

2. Die Ritterrüstung: Erläuterung der funktionalen Notwendigkeit des Schutzes gegen Verletzungen sowie der wachsenden Bedeutung der Rüstung als Repräsentationsobjekt und Statussymbol.

3. Bestandteile der Ritterrüstung: Detaillierte Analyse der einzelnen Rüstungselemente, beginnend beim Kopfschutz über den Torsoschutz bis hin zum Plattenschutz.

4. Das Wappen: Beschreibung der Entwicklung von rein militärischen Erkennungszeichen zu komplexen heraldischen Systemen zur Identifikation auf dem Schlachtfeld.

Schlüsselwörter

Ritterrüstung, Hochmittelalter, Helm, Nasalhelm, Topfhelm, Kettenhemd, Plattenschutz, Plattenharnisch, Wappen, Heraldik, Defensive, Turnier, Verteidigung, Körperschutz, Rüstungstechnik

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht die Entwicklung der ritterlichen Schutzbewaffnung vom frühen Mittelalter bis zum Aufkommen der Feuerwaffen.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Zentrale Themen sind die technische Konstruktion, die Schutzfunktion gegen verschiedene Waffentypen und die soziale Bedeutung von Rüstung und Wappen.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist die Darstellung der evolutionären Entwicklung der Ritterrüstung als Antwort auf sich wandelnde Anforderungen im Kampf.

Welche wissenschaftliche Methode liegt zugrunde?

Die Arbeit basiert auf einer Literatur- und Quellenanalyse, die durch zahlreiche Abbildungen historischer Rüstungsteile illustriert wird.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Untersuchung von Kopfschutz (Helme), Torsoschutz (Brünne/Kettenhemd), Beinschutz und schließlich dem Übergang zum vollendeten Plattenharnisch.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Typische Begriffe sind Ritterrüstung, Kettenhemd, Plattenschutz, Heraldik, Verteidigungstechnik und Rüstungsevolution.

Warum war ein Nasalhelm so wichtig für die Verteidigung?

Er bot durch seine konische Form verbesserten Schutz bei gleichzeitig verbesserter Schmiedetechnik, die nun einteilige Helmglocken ermöglichte.

Wie veränderte sich die Funktion der Rüstung im Laufe der Jahrhunderte?

Neben dem primären Schutzaspekt gewann die Rüstung zunehmend an Bedeutung als Statussymbol und repräsentatives Kleidungsstück, insbesondere bei Turnieren.

Warum löste der Plattenharnisch das Kettenhemd ab?

Durch die Entwicklung schlagkräftigerer Fern- und Stoßwaffen bot das reine Kettenhemd keinen ausreichenden Schutz mehr, was die Entwicklung stabilerer Plattenpanzerungen forcierte.

Ende der Leseprobe aus 43 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Die Ritterrüstung - ihre Bestandteile und deren Herkunft
Hochschule
Universität Vechta; früher Hochschule Vechta  (Institut für Geschichte und historische Landesforschung )
Veranstaltung
Ritter-Minne-Heraldik
Note
1,3
Autor
Janina Schnormeier (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2009
Seiten
43
Katalognummer
V169357
ISBN (eBook)
9783640876716
ISBN (Buch)
9783640876969
Sprache
Deutsch
Schlagworte
ritterrüstung bestandteile herkunft
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Janina Schnormeier (Autor:in), 2009, Die Ritterrüstung - ihre Bestandteile und deren Herkunft, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/169357
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  43  Seiten
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