Teams sind als Arbeitsformen eine nicht mehr wegzudenkende Determinante für
erfolgreiche Geschäftsführung und (post)moderne Arbeitsstrukturen. Dabei wird das
Wort Teams, welches in seinem gegenwärtigen Verwendung zu einem
überstrapazierten, vieldeutig verwendeten Vokabel entwickelt hat. Demzufolge
kann der Begriff als eine Art Modewort für moderne Arbeitsformen, flache
Hierarchien und vielfältige Konzepte für die Zusammenarbeit von Menschen
bezeichnet werden. Diese Entwicklung, welche leicht zum Glauben führen kann,
dass Teams einfach zu bildende und überall leicht einzusetzende Formen von
Zusammenarbeit seien, wird jedoch aufgrund der Komplexität und Probleme die in
und mit der Teamarbeit verbunden weniger einfach zu handhaben sein. Demnach
kann nicht jede Gruppe als Team bezeichnet werden, wie im Verlauf dieser Arbeit
gezeigt werden soll. Teams können jedoch, nach günstiger Zusammensetzung und
erfolgreicher Kooperation neben hohen Arbeitsleistungen vor allem auch die
sozialen Bedürfnisse von Mitarbeitern entgegenkommen insofern, dass Teams
aufgrund ihrer engen Zusammenarbeit neben der Arbeit auch die persönliche
Bedürfnisse von Mitarbeitern befriedigen, was hauptsächlich aus enger
Zusammenarbeit und gemeinsamen Zielen resultiert.
Ziel dieser Arbeit ist den Begriff TEAM, der zum gegenwärtig ein Buzzword
aktueller Management- und Führungsliteratur erkoren wurde und unter dem
klingenden Namen „Leadership“ neue Vertiefung erreicht, in seinen Grundzügen
darzustellen. Demzufolge sucht diese Arbeit zu zeigen was ein Team ist, welche
Merkmale dieses kennzeichnen, wie sich Teams konstituieren bzw. gezielt gebildet
werden können und welche unterschiedlichen Rollen die Mitglieder darin
einnehmen. Darauffolgend sollen die theoretisch dargestellten Grundlagen auf die
eigenen Erfahrungen die im Rahmen der AG „Skills im Projektmanagement –
Teamarbeit“ gemacht wurden, betrachtet werden, um vor dem theoretischen
Hintergrund eine Analyse der im Team stattgefundenen Prozesse,
Kommunikationsstrukturen und Rollenkonstitutionen zu entwickeln.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Zielsetzung
3. Annäherung an die Thematik
3.1. Definition Team
3.3. Merkmale von Teams
3.2. Definition Teamarbeit
4.Phasen der Teambildung [nach W. Tuckman]
4.1. Forming
4.2. Storming
4.3. Norming
4.4. Performing
4.5. Adjourning
5. Grundsätze erfolgreicher Teamarbeit
5.1. Vision/Ziel
5.2. Motivation
5.2.1. Motivationstheorien
5.2.1.1. Inhaltstheorien
5.2.1.1. Bedürfnispyramide nach Maslow
5.2.1.2. Die E-R-G Theorie von Alderfer
5.2.1.3. Die 2-Faktoren-Theorie von Herzberg
5.2.1.4. Theorie der gelernten Motivation
5.2.1.2. Prozesstheorien
5.2.1.2.1. Erwartungstheorie von Vroom
5.2.1.2.2. Zirkulationstheorie von Porter & Lawler
5.3. Vertrauen & Beziehungen
5.4. Rollen & Funktionen
5.4.1 Rollen & Funktionen im Team
5.5.1. Rolle des Teamleiters
5.5.2. Verschiedene Rollen im Team (nach Belbin)
5.5.2.1. Koordinator
5.4.2.2. Impulsgeber
5.4.2.3. Antreiber
5.4.2.4. Analysator
5.4.2.5. Netzwerker
5.4.2.6. Abwickler
5.4.2.7.Problemlöser
5.4.2.8. Controller
6. Kommunikation & Konfliktmanagement in Teams
7. Praxisbeispiel: Reflexion der Teamarbeit im Kurs
7.1. Sachebene
7.2. Beziehungsebene
Zielsetzung und Themen
Ziel dieser Arbeit ist es, den Begriff "Team" theoretisch fundiert darzustellen, seine Merkmale und konstituierenden Prozesse zu analysieren und die theoretischen Erkenntnisse anhand eines praktischen Kursbeispiels zur Teamarbeit zu reflektieren.
- Grundlagen der Teambildung nach dem Modell von W. Tuckman.
- Wichtige Motivationstheorien und deren Anwendung in Teams.
- Die Bedeutung von Vertrauen und persönlichen Beziehungen für die Teamleistung.
- Analyse verschiedener Teamrollen nach dem Modell von Dr. Meredith Belbin.
- Praktische Reflexion von Kommunikationsprozessen und Sach- sowie Beziehungsebenen.
Auszug aus dem Buch
4.1.1. Forming
Mit der ersten Phase des Formings bezeichnet Tuckman die Orientierungs- und Teambildungsphase, den Beginn der Teamarbeit in der sich die Mitglieder erstmals kennenlernen, orientieren und erste Schritte in Richtung eines gemeinsamen ‚Wir‘ machen (vgl. ebd. S.87). In dieser Phase geht um ein vorsichtiges Annähern und Kennenlernen. Dafür stellt sich jeder bestmöglich dar und knüpft Kontakte.
Daneben ist eine erste, wenngleich vorsichtige, noch veränderbare Verortungen und Fixierung der eigenen Rolle zu kennzeichnend für diese Phase (vgl. ebd.). Da das (zukünftige) Team noch keine innere Struktur besitzt ist die Führungskraft bzw. Teamleitung dominant und wichtig in dieser Phase.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Diese Einleitung erläutert die zunehmende Bedeutung von Teams in modernen Arbeitsstrukturen und verdeutlicht die Komplexität sowie die Abgrenzung von bloßen Gruppen.
2. Zielsetzung: Hier wird das Ziel definiert, den Begriff Team theoretisch zu klären, Rollen und Prozesse darzustellen und diese auf eigene Erfahrungen zu projizieren.
3. Annäherung an die Thematik: Dieses Kapitel definiert Team und Teamarbeit und grenzt diese Begriffe von allgemeiner Gruppenarbeit ab.
4.Phasen der Teambildung [nach W. Tuckman]: Der Autor erläutert den klassischen Prozess der Teambildung in vier Phasen, von der Orientierung bis zur Hochleistungsphase.
5. Grundsätze erfolgreicher Teamarbeit: Ein umfassender Überblick über Ziele, Motivationstheorien, Vertrauensbildung und die Rollenverteilung im Team.
6. Kommunikation & Konfliktmanagement in Teams: Dieses Kapitel beschreibt Kommunikation als zentralen Erfolgsfaktor für Teamprozesse und Konfliktlösung.
7. Praxisbeispiel: Reflexion der Teamarbeit im Kurs: Der Autor reflektiert das eigene Team anhand von Sach- und Beziehungsebene zur Bewertung der Teamleistung.
Schlüsselwörter
Team, Teamarbeit, Teambildung, Tuckman, Motivationstheorien, Vertrauen, Teamrollen, Belbin, Kommunikation, Konfliktmanagement, Führung, Zielsetzung, Gruppenkohäsion, soziale Kompetenz, Reflexion.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit untersucht die theoretischen Grundlagen und praktischen Anforderungen erfolgreicher Teamarbeit im Projektmanagement.
Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?
Die Schwerpunkte liegen auf Teambildungsprozessen, Motivation, Rollenverteilung nach Belbin, Vertrauensaufbau und Kommunikation.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Ziel ist es, den Begriff "Team" zu definieren, die Phasen der Teamentwicklung aufzuzeigen und die erlernten Aspekte in einem praktischen Beispiel zu reflektieren.
Welche wissenschaftlichen Methoden werden verwendet?
Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Literaturanalyse sowie einer anschließenden Praxisreflexion eines eigenen Teamprojekts.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil behandelt die Phasen der Teambildung, Motivationstheorien (Inhalt und Prozess), Vertrauensaspekte und die Analyse von Teamrollen.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit am besten?
Die Arbeit wird durch Begriffe wie Teambildung, Teamrollen nach Belbin, Motivation und Kommunikation charakterisiert.
Wie unterscheidet sich laut Arbeit ein Team von einer bloßen Gruppe?
Ein Team zeichnet sich durch enge Zusammenarbeit, gemeinsame Ziele, Commitment, Rollenverteilung und Identifikation der Mitglieder aus.
Welche Bedeutung hat das Modell von Tuckman für diese Arbeit?
Tuckmans Modell dient als idealtypischer Rahmen, um die verschiedenen Entwicklungsphasen einer Gruppe zum funktionierenden Team zu verstehen.
- Arbeit zitieren
- MMag. Catrin Neumayer (Autor:in), 2010, Skills im Projektmanagement - Teamarbeit, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/169366