Japan 2009/2010 - Länderanalyse


Hausarbeit, 2011
47 Seiten, Note: 1,0

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1. Einführung
1.1. Zielstellung
1.2. Methodik

2. Allgemeine Daten
2.1. Lage
2.2. Fläche
2.3. Region
2.4. Die 10 größten Städte Japans
2.5. Klima
2.6. Bodenschätze
2.7. Bevölkerung
2.7.1. Zuwanderung
2.7.2. Religion
2.8. Materielle Infrastruktur
2.9. Internationale Bündnisse
2.10. Ländervergleich (Allgemein)

3. Wirtschaftsdaten
3.1. Wirtschaftliche Kennzahlen
3.2. Ländervergleich (Wirtschaft)
3.3. Bruttoinlandsprodukt
3.4. Betrachtung der Wirtschaftssektoren
3.4.1. BIP pro Sektor
3.4.2. Erwerbstätige pro Sektor
3.4.3. Produkte der einzelnen Sektoren
3.4.4. Anzahl Betriebe pro Sektor/Branche
3.5. Außenhandel
3.5.1. Zahlungsbilanz
3.5.1.1. Leistungsbilanz
3.5.1.2. Kapitalbilanz
3.5.1.3. Direktinvestitionen Japans (Ländervergleich)
3.5.1.4. Auswertung
3.5.2. Import/Export und Handelspartner
3.5.2.1. Importe
3.5.2.2. Exporte
3.5.2.3. Handelspartner
3.5.2.4. Handelspartner nach Produkten
3.5.2.5. Handelspartner nach Regionen
3.6. Die 10 Umsatzstärksten japanischen Unternehmen
3.7. Bilaterale Beziehungen
3.7.1. Bilaterale Beziehung zu Deutschland
3.7.2. Bilaterale Beziehung zu China
3.8. Standortanalyse
3.8.1. Standortfaktoren und Auswertung
3.8.2. Ländervergleich (Standortanalyse)
3.9. Private Haushalte
3.9.1. Arbeiterhaushalt
3.9.1.1. Einkommen
3.9.1.2. Ausgaben
3.9.2. Haushalt älterer Personen
3.9.2.1. Einkommen
3.9.2.2. Ausgaben
3.9.3. Auswertung
3.9.4. Gini-Koeffizient
3.9.5. Verbraucherpreisindex
3.9.6. Preise in Japan

4. Wirtschaftspolitik
4.1. Staatshaushalt
4.1.1. Staatsausgaben detailliert
4.1.2. Staatseinnahmen
4.2. Finanzinstitute
4.2.1. Währung im Umlauf
4.2.2. Geldmenge
4.3. Japans wirtschaftliche Lage
4.3.1. Aktuelle Probleme
4.3.2. Maßnahmen
4.3.3. Fazit

5. Ansätze/Thesen der Strukturpolitik
5.1. Die Industrialisierungsstadien Theorie
5.2. Die 3 - Sektoren - Hypothese
5.2.1. These
5.2.2. Begründung
5.2.3. Empirische Relevanz
5.2.4. Entwicklung in Japan
5.2.5. Ländervergleich (3-Sektoren-Hypothese)
5.3. Hypothesen zum intraindustriellen Handel
5.4. Die neue Wachstumstheorie
5.4.1. Humankapital
5.4.2. Technischer Fortschritt

6. Schlussbemerkung

7. Quellen
7.1. Tabellenverzeichnis
7.2. Abbildungsverzeichnis
7.3. Literaturverzeichnis
7.4. Internetverzeichnis

1. Einführung

Japan ist ein Land der Moderne und der Traditionen. Es ist im asiatischen Raum das technologisch und wirtschaftlich fortschrittlichste Land. Auch weltweit steht es anderen führenden Nationen in nichts nach. Obwohl die Kultur sich von der anderer westlicher Nationen stark unterscheidet, wird sich diese Arbeit verstärkt auf die wirtschaftlichen Untersuchungen beschränken und die kulturellen außer Acht lassen.

1.1. Zielstellung

Das Ziel dieser Arbeit ist es, ein Länderprofil über Japan zu erstellen. Mit diesem Länderprofil soll es möglich sein, die aktuelle wirtschaftliche Lage Japans einzuschätzen. Ein Großteil der Daten ist aus dem Jahre 2009, stellenweise sogar schon aus dem Jahr 2010. Um einen Vergleich erstellen zu können wurden einerseits Daten aus 2007, 2008 und 2009 gegenüber gestellt sowie Daten von Japan mit denen anderer Länder verglichen. Gezielt wurden China, die USA und Deutschland als Vergleich herangezogen. Neben den wirtschaftlichen Kennzahlen wie BIP wurden auch aktuelle Geldpolitische und Finanzpolitische Daten erfasst. Abschließend wird auf 4 Strukturpolitische Ansätze eingegangen.

1.2. Methodik

Begonnen wurde die Arbeit mit den Allgemeinen Daten. Diese sollen ein Grundverständnis für die Lage und die Beschaffenheit Japans wiedergeben. Anschließend beginnt die Arbeit mit den Wirtschaftsdaten. Diese sollen über die Wirtschaftkraft und die vorherrschenden Bedingungen für Unternehmen Aufschluss geben. Nach der Betrachtung der Wirtschaftssektoren beginnt eine ausführliche Aufstellung der Importe und Exporte Japans. Nach einer genauen Untersuchung der privaten Haushalte schließen auch die Wirtschaftsdaten mit einem Ländervergleich ab. Als Zusatzteil wurde die Wirtschaftspolitik gewählt. Diese wird auf den Staatshaushalt und die Geldmengen in Japan eingehen. Anschließend werden aktuelle Probleme Japans aufgeführt und die Maßnahmen der Regierung aufgeführt. Als letzter Punkt in dieser Arbeit werden einige ausgewählte Ansätze der Strukturpolitik erläutert und an Japan überprüft.

2. Allgemeine Daten

Japan ist das am östlichsten gelegene Land der Welt. Aus diesem Grund ist es auch als „Land der aufgehenden Sonne“ bekannt. In diesem Kapitel wird auf die Bevölkerung, die geografische Lage und auf die materielle Infrastruktur eingegangen sowie auf die Natürlichen Bodenschätze Japans.

2.1. Lage

Umgeben vom Pazifischen Ozean ist Japan ein Inselstaat wie etwa Groß Britannien. Weiterhin gehören noch weitere 4000 Kleininseln zu Japan.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Quelle: landkartenindex.de

Die Nachbarländer Grenzen nicht direkt an Japan, dennoch sind sie die nächstgelegenen Staaten. Aufgrund der Lage der Kontinentalplatten gibt es sehr viele Erdbeben in Japan. Es treffen hier 4 tektonische Platten der Erdkruste aufeinander. Ein positiver Effekt sind hingegen die vielen heißen Quellen in Japan. Aufgrund der Lage Japans zu Korea, muss es die aktuellen militärischen Aktionen Nordkoreas stets im Auge behalten und im Falle einer Eskalation eingreifen. Auf der anderen Seite des Pazifischen Ozeans liegt die Küste der USA. Aus diesem Grund stellt die USA, genauso wie China, geografisch wichtige Partner im Handel und in politischen Entscheidungen dar.

2.2. Fläche

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Die japanischen Inseln weisen eine sehr gebirgige Oberfläche auf. Aus diesem Grund sind nur ¼ der Landfläche in Japan besiedelbar. Ein Großteil Japans ist bewaldet. Im Inneren des Landes liegen viele Täler. Die Hänge der Gebirge sind stark bewaldet. In den Tälern liegen kleinere Ortschaften mit wenigen 100 Einwohnern. Diese betreiben hier Reisanbau und Forstwirtschaft in kleinem Rahmen. Der Fujiyama liegt in unmittelbarer Nähe zu Tokio.

2.3. Regionen

Japan gliedert sich in 47 Präfekturen Diese lassen sich geografisch und historisch in 9 Regionen unterteilen. Diese sind Hokkaido, Tohoku, Kanto, Chubu, Kinki, Chugoku, Shikoku, Kyushu und Okinawa. Diese Regionen unterscheiden sich in Kultur, Dialekt und Bräuchen. Die Region Kanto bildet mit Tokio, Yokohama und Kawasaki die größte Metropolregion der Welt (Siehe Abb.: 2, hellgrün). Die Wirtschaftlich stärksten Regionen sind Chugoku, Chobu und die Kanto Region. In diesen Regionen liegen unter anderem Tokio, Yokohama, Osaka, Nagoya und Fukuoka.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abb.02: Regionen Japans Quelle: de.academic.ru

2.4. Die 10 größten Städte Japans

Japan hat 12 Städte mit über einer Million Einwohner. Nahezu alle Städte liegen an einem Zugang zum offenen Meer. Die 10 größten Städte davon sind folgende.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Die Hauptstadt Tokio hat mit Abstand die meisten registrierten Einwohner. Etwas südwestlich von Tokio kommen bereits Yokohama und Kawasaki. Osaka und Kobe liegen in der Nähe der Insel Shikoku. Östlich von Osaka liegt Kyoto, etwas im Landes inneren. Östlich von Kyoto, an der Küste, liegt Nagoya. Sapporo ist die größte Stadt auf Hokkaido, Fukuoka die größte auf der Insel Kyushu.

2.5. Klima

Japans Klima ist in extrem unterschiedliche Klimazonen zu unterteilen. Vom milden Süden Kyushus bis zu den eisigen Gewässern vor der Nordküste Hokkaidos. Die hohen Gebirgszüge, die das Rückgrat der Insel Honshu bilden, sorgen zudem für große klimatische Unterschiede zwischen den Küsten, die dem Japanischen Meer bzw. dem Pazifik zugewandt sind. Da Japan auf der nördlichen Erdhalbkugel liegt, sind die Jahreszeiten ähnlich wie in Europa und Nordamerika.

Winter: Die kälteste Zeit sind die Monate zwischen Dezember und Februar. In dieser Periode strömt kalte Luft aus Sibirien über das Japanische Meer und führt zu heftigen Schneefällen an der Westküste. An der Pazifikküste ist es in denn Wintermonaten hingegen sehr trocken. Besonders deutlich wird dies in Tokio, dessen Wachstum zu einer geringeren Verdunstung und einem weiteren Rückgang der winterlichen Niederschläge geführt hat. Inzwischen ist der Wassermangel im Winter zu einem ernsten Problem geworden.

Frühling: Im Südteil von Kyushu ist der Winter mild; auch der Frühling hält hier eher Einzug. Der Frühling wird in Japan gern an der Kirschblüte gemessen. In Kyushu setzt diese schon Ende März ein, dann wandert sie langsam Richtung Norden und erreichet in der zweiten Maiwoche Hokkaido.

Regenzeit: Jedoch ist der Frühling in Japan kurz. Bald nach der Kirschblüte setzt ein kräftiger Südwind ein, der Wärme und häufig Regen mit sich bringt. Etwa 2 Monate später beginnt die eigentliche Regenzeit. An der Pazifikküste von Honshu ist der Regen sanft und nieselnd, weiter im Süden und an der Küste des Japanischen Meeres stark und regelrecht tropisch.

Sommer/Herbst: Wenn die Regenfälle Ende Juni nachlassen, beginnt ein heißer, feuchter Sommer, der bis in denn September hinein anhält. Während die warme Luft allmählich nach Süden abzieht, kehrt gelegentlich der Regen zurück, diesmal in Form heftiger Taifune.

2.6. Bodenschätze

Auf Hokkaido und Kyushu wird Kohle gefördert, aber die Produktion hat bereits 1941 ihren Höhepunkt erreicht und inzwischen sind viele Bergbaugemeinden im Niedergang begriffen. Fast alle anderen Rohstoffe wie Erdöl, Mineralien und Erze muss Japan importieren. Holz hingegen gibt es im Überfluss. Die natürliche Vegetation reicht von subarktischen Nadelbäumen auf Hokkaido über die teils immergrünen Laub- und Nadelbäume der gemäßigten Zonen bis zu subtropischen Arten auf Okinawa. Dennoch ist die Produktion in den letzten Jahren zurückgegangen. Die japanischen Firmen exportieren lieber billiges Holz aus den tropischen Regenwäldern Südostasiens, was Umweltschützer aufgrund des dortigen Kahlschlages heftig kritisieren. Auch der lokale Fischfang geht zurück, vor allem wegen der Überfischung der Küstengewässer. Die japanische Fischereiflotte operiert nun weit draußen in internationalen Gewässern - umstritten sind hierbei die hohen Walfangquoten.

2.7. Bevölkerung

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Japan ist im Länderranking das Land mit der 10. größten Bevölkerung. Jedoch hat Japan mit einer geringen Geburtenrate und einer alternden Gesellschaft zu kämpfen. Gründe für die hohe Lebenserwartung sind der hohe Medizinische und Hygienische Standard und zum anderen die sehr abwechslungsreiche Ernährung. Bereits 64,3 % aller Japaner sind im Alter zwischen 15-64 Jahren, 22,2 % sind über 65 %. Tendenz steigend.

In der Bevölkerungspyramide von 2005 ist gut zu erkennen, dass die junge Generation deutlich schwächer wird und die ältere Generation kaum tragen kann. In den 70iger Jahrgängen ist ein kleiner Einbruch der Geburten. Dieser ergab sich aus dem 1938-1939 Sino-Japanischen Zwischenfall. Bei dem Einbruch der Geburten der heutigen 63 und 64 Jährigen handelt es sich um das Ende des 2. Weltkrieges. Bei den 60-62 Jährigen gab es in Japan den ersten Baby Boom. Die Geburtenrate war hier außerordentlich hoch. Das war um 1947-1949. Bei dem Einbruch vor 43 Jahren handelt es sich um das Jahr „Hinoeuma“. Dieses Jahr kommt alle 60

Jahre wieder und besagt, dass Frauen die in diesem Jahr eine Tochter bekommen, diese dann vom Unglück verfolgt werde. Vor 35 - 38 Jahren gab es einen erneuten hohen Anstieg der Geburten. Dies war die 2. Baby Boom Zeit in Japan. Der Boom ging von 1971 bis 1974.

2.7.1. Einwanderung

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abb.04: Bevölkerungspyramide Japan 2005 Quelle: www.stat.go.jp

Japans Bevölkerungsstruktur ist durch einen niedrigen Ausländeranteil gekennzeichnet. Ein wesentlicher Grund dafür ist eine allgemein verbreitete Überfremdungsangst. Dementsprechend verfügt Japan über eine strenge Zuwanderungskontrolle, mit der die Einreise von (unqualifizierten) Arbeitsmigranten möglichst verhindert werden soll.

Die steigende Nachfrage nach Arbeitskräften in, von Japanern gemiedenen Berufsfeldern, hat jedoch bereits seit dem Wirtschaftsboom Ende der 80er Jahre zu einer verstärkten Einwanderung geführt. Ende 1998 war eine Rekordzahl von 1,5 Mio. Ausländern in Japan gemeldet. Hinzu kommen schätzungsweise rund 270.000 Personen ohne Aufenthaltstitel. Die alternde Bevölkerung Japans sowie eine sinkende Geburtenrate führen nach Angaben der Regierung seit dem Jahr 2005, zu einer spürbaren Verringerung der Zahl von Personen im erwerbsfähigen Alter.

Bereits der 1999 verabschiedete Wirtschaftsplan für die Dekade 2000-2010 sah eine Lockerung der Einwanderungsgesetzgebung zur Revitalisierung der japanischen Ökonomie vor. Parallel zu der angestrebten Erleichterung im Hinblick auf Aufenthalts- und Arbeitsregelungen für ausländische Arbeitnehmer sind jedoch auch Maßnahmen zur Bekämpfung der illegalen Einreise und Beschäftigung geplant. So werden nach einem im Februar 2000 verabschiedeten Gesetz, illegal Beschäftigte nach ihrer Abschiebung mit einem fünfjährigen Einreiseverbot bestraft.

Bis zur Mitte der 80iger Jahre lag der Ausländeranteil bei rund 0,7 % (ca.800.000 Personen). Bereits 2001 lag der Anteil bei 1,4% (1.400.000 Personen) und verdoppelte sich somit. Die Größte Gruppe bilden mit rund 632.000 Personen (35,6%) die Koreaner (Nord- und Süd). Es folgen Chinesen (rund 380.000 Personen) und Brasilianer (266.000 Personen).

2.7.2. Religion

Es gibt in Japan den Shintoismus (83,9%) und den Buddhismus (71,4%). Der Shintoismus ist der älteste Glaube in Japan. In ihm wurden Verhaltensweisen gegenüber Shogunen und dem Kaiser sowie gegenüber anderen Obrigkeiten festgehalten. Aus diesem Grund ist das Verständnis der Japaner für eine Religion etwas anderes wie für den Rest der Welt. Einen Gott gibt es in dem Sinne nicht. Der Kaiser steht über allem und an oberster Stelle. Es gibt jedoch den Glauben an Geister und andere Mythische Figuren und den Aberglauben. Neben dem Shintoismus wurde der Buddhismus durch die Chinesen nach Japan gebracht. Da der Buddhismus eine Religion der Harmonie ist, fand er großen Anklang in Japan. Zu den verschiedenen Feiertagen in Japan werden entweder Schreine (Shintoismus) oder Tempel (Buddhismus) aufgesucht. Es ist völlig normal, beiden „Religionen“ zu frönen.

2.8. Materielle Infrastruktur

Japans Materielle Infrastruktur ist sehr gut ausgebaut. Von den insgesamt 1.852.207 km Straße sind 1.263.003 km asphaltiert. Das Schienennetz in Japan ist 23.577 km lang. Japan verfügt über 3 Züge der Bullettraintechnologie. Diese erlaubt eine konstante und hohe Geschwindigkeit. Die Strecken dieser 3 Züge, auch Shinkansen genannt, verlaufen durch alle wichtigen Großstädte in Zentraljapan. Zudem gelten sie als die sichersten Züge der Welt. Obwohl Japan ein Erdbeben reiches Land ist, ist die Materielle Infrastruktur immer in einem sehr guten Zustand. Nicht nur Japans Firmen sind Spitzenreiter in der Kommunikationstechnologie, auch die Japaner selber telefonieren sehr intensiv. Das Kommuni]kationsnetz ist sehr gut ausgebaut. Es gibt in Japan 114.917 Mio. Funktelefone. Das bedeutet dass nahezu jeder der ca. 127 Mio. Japaner mindestens 1 Handy besitzt. Weiterhin ist der Service, nicht nur im Kommunikationsbereich, einer der besten weltweit. Ca. 90,91 Mio. Japaner (2008) nutzen das Internet. Japan besitzt insgesamt 176 Flughäfen. Eingeschlossen die kleineren Flughäfen mit unbefestigter Landebahn sowie unzählige kleinere und größere Seehäfen.

2.9. Internationale Bündnisse

Japan ist seit 1956 ein Mitglied der Vereinten Nationen (UN) und seit 1975 ist Japan ein Gründungsmitglied der G8 Länder. Gemäß der Verfassung hielt sich Japan lange Zeit aus sämtlichen internationalen bewaffneten Konflikten heraus. Stattdessen wurde eine auf Freihandel forcierte multilaterale Handelspolitik betrieben.

2.10. Ländervergleich (Allgemein)

Die Auswahl der Länder erfolgte anhand der im Kurs „Länderanalyse“ vorgestellten Länder. Deutschland, als gutes Vergleichsland, wurde zusätzlich in diese Liste aufgenommen. Genauso wie China und die USA. Diese haben eine besondere Bedeutung für Japan.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Tab.01: Vergleich ausgewählter Länder (allgemein),

Quelle: Tabelle eigene Darstellung auf Basis von cia.gov

Das Flächenmäßig größte Land ist Kanada mit 9.984.670 qkm, gefolgt von China mit 9.596.961 qkm und der USA mit 9.161.966 qkm. Die meisten Einwohner, mit Abstand, haben China mit 1.330.141.295 Einwohner und Indien mit 1.155.348.000 Einwohner. An 4. Stelle kommt Japan. Mit 335,60 Einwohner pro qkm ist Japan, nach Indien mit 351,43 Einwohner pro qkm, dass Land mit der 2. dichtesten Bevölkerung. Die geringste Bevölkerungsdichte hat Kanada mit 3,37 Einwohner pro qkm. Mit 82,17 Jahren hat Japan die höchste Lebenserwartung, gefolgt von Frankreich mit 81,29 Jahren. Die geringste Lebenserwartung hat Kenia mit 58,82 Jahren, gefolgt von Indien mit 66,46 Jahren. Pro Frau werden in Japan mit 1,2 Kinder pro Frau die wenigsten Kinder geboren, in Kenia mit 4,38 Kindern pro Frau nahezu 3- bis 4-mal soviel. Das jedoch hat kulturelle und Innenpolitische Gründe in Japan. Hier versucht die japanische Regierung bereits Abhilfe über verschiedene Programme zu schaffen.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abb.05: Fläche ausgewählter Länder Abb.06: Einwohner ausgewählter Länder

Quelle: Tabelle eigene Darstellung auf Basis von cia.gov Quelle: Tabelle eigene Darstellung auf Basis von cia.gov

3. Wirtschaftsdaten

Als Land mit dem 4. Größten BIP und einem hohen technologischen Standard ist Japan seit einigen Jahrzehnten auf dem Stand der westlichen Industrieländer. Jedoch steckt Japan in einer Rezession seit 1990. Mit der Spezialisierung auf die Autoindustrie und auf Maschinenbau, steht es in stetigem Wettbewerb mit Deutschland. Jedoch wird dieser Wettbewerb als positiv wahrgenommen. Es besteht seit vielen Jahren ein sehr freundschaftliches Verhältnis mit Deutschland.

3.1. Wirtschaftliche Kennzahlen

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Japan wurde 2009, aufgrund dessen, dass es eine starke Exportmacht ist, sehr hart von der intern. Wirtschaftskrise getroffen. Die stark negative Wachstumsrate ist ein Ausreißer, betrachtet man die Jahre zuvor mit einer konstanten Steigerung zwischen Werten wie 0,8 % und 1,3 %. Auffällig ist die in Japan vorherrschende Deflation. Die Verschuldung Japans ist die höchste aller Industrienationen. Derzeit bereitet dies den Japanern die größten Sorgen.

3.2. Ländervergleich (Wirtschaft)

Die Auswahl der Länder erfolgte anhand der im Kurs „Länderanalyse“ vorgestellten Länder. Deutschland, als gutes Vergleichsland, wurde zusätzlich in diese Liste aufgenommen. Genauso wie China und die USA. Diese haben eine besondere Bedeutung für Japan.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Tab.02: Vergleich ausgewählter Länder,

Quelle: Tabelle eigene Darstellung auf Basis von cia.gov

Japan ist, was das BIP und das BIP pro Kopf angeht, sehr weit vorne. Weiterhin hat Japan eine durchschnittliche bis geringe Arbeitslosigkeit im Vergleich mit den anderen Ländern. Die höchste Arbeitslosenquote hat Kenia mit 40 %. Die niedrigste Arbeitslosenquote weist Thailand mit 1,5 % auf. Auffällig ist bei Japan die Deflation von 1,4 %. Nur Irland weist eine höhere Deflation von 4,5 % auf. Eine besonders hohe Inflation hat Kenia mit 9,3 % und Kasachstan mit 7,3 %. Weiterhin ist bei fast allen Nationen die Wachstumsrate rückläufig. Lediglich Indien (7,4 %) und China (9,1 %) haben eine sehr hohe Wachstumsrate.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abb.07: BIP ausgewählter Länder Quelle: Tabelle eigene Darstellung

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abb.08: BIP/Einwohner ausgewählter LänderQuelle: Tabelle eigene Darstellung auf Basis von cia.gov

3.3. Bruttoinlandsprodukt

Das Bruttoinlandsprodukt oder auch BIP genannt, gibt den Gesamtwert aller Güter (Waren und Dienstleistungen) an, die innerhalb eines Jahres innerhalb der Landesgrenzen einer Volkswirtschaft hergestellt wurden und dem Endverbrauch dienen.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Tab.03: Bruttoinlandsprodukt

Quelle: Tabelle eigene Darstellung auf Basis von www.stat.go.jp

Von 2008 auf 2009 sank die private Nachfrage von 411.321,5 Billion Yen auf 387.330,7 Billion Yen und die privaten Anlagen und Ausrüstungen von 87.376,4 Billion Yen auf 70.502,0 Billion Yen. Durch diesen Rückgang kam die wirtschaftliche Erholung zum Stillstand. Dies ist eine Reaktion auf die steigenden Rohöl und Rohstoffpreise. Weiterhin gab es Probleme mit Hypothekendarlehen. All dies trübte die Zukunftsperspektiven der Japaner und sorgte für diesen Rückgang der Nachfrage. Weiterhin sanken die Exporte um 21.197,9 Billion Yen von 2008 zu 2009 und die Importe um 10.368,7 Billion Yen. Die Verluste aus dem Handel sanken ebenfalls. Sie fielen von -26.401,2 Billion Yen 2008 auf -14.710,3 Billion Yen in 2009.

[...]

Ende der Leseprobe aus 47 Seiten

Details

Titel
Japan 2009/2010 - Länderanalyse
Hochschule
Technische Hochschule Wildau, ehem. Technische Fachhochschule Wildau
Note
1,0
Autor
Jahr
2011
Seiten
47
Katalognummer
V169444
ISBN (eBook)
9783640892525
ISBN (Buch)
9783640892495
Dateigröße
1391 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Japan, Länderanalyse, Infrastruktur, Infrastrukturpolitik, Kennzahlen, Ländervergleich, Zahlen, Daten, Fakten, Wirtschaftssektoren, BIP, Außenhandel, Zahlungsbilanz, Leistungsbilanz, Kapitalbilanz, Import, Export, Importe, Exporte, Bilaterela Beziehungen, Private Haushalte, Öffentliche Haushalte, Gini-Koeffizient, Geldpolitik, Finanzpolitik, Probleme, Ansätze, Thesen, Humankapital, Technischer Fortschritt
Arbeit zitieren
Martin Höse (Autor), 2011, Japan 2009/2010 - Länderanalyse, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/169444

Kommentare

  • Noch keine Kommentare.
Im eBook lesen
Titel: Japan 2009/2010 - Länderanalyse


Ihre Arbeit hochladen

Ihre Hausarbeit / Abschlussarbeit:

- Publikation als eBook und Buch
- Hohes Honorar auf die Verkäufe
- Für Sie komplett kostenlos – mit ISBN
- Es dauert nur 5 Minuten
- Jede Arbeit findet Leser

Kostenlos Autor werden