Zielsetzung dieser Arbeit ist es, zu erläutern was Microfinance Investment
Funds (MFIFs) darstellen, welchen Nutzen sie haben und wie sich deren
Markt entwickelt hat.
Es soll weiter festgestellt werden, welcher bestehenden Anlageklasse MFIFs
zuzuordnen sind oder ob sie ggf. eine eigene Anlageklasse bilden. Der
Nachweis wird durch ein Benchmarking und eine Korrelationsanalyse
erbracht, um das Rendite/Risikoprofil in den Kontext mit anderen
Assetklassen zu setzten und es vergleichbar machen.
Die historische Betrachtung der Performance der Fonds soll mit einer
Darstellung und Einschätzung zukünftiger Risiken der Mikrofinanzen
vervollständigt werden. In diesem Zusammenhang wird auf die nachhaltige
Rendite eingegangen und Optimierungsmöglichkeiten aufgezeigt.
Ein Zukunftsausblick unter Einbeziehung der rechtlichen
Rahmenbedingungen in Deutschland und dem Verhalten der Fonds während
der Finanzkrise bewertet im darauf folgenden Fazit die aktuelle Situation von
MFIFs als Investitionsobjekt für Investoren.
Inhaltsverzeichnis
1. Einführung
1.1 Vorgehensweise und Zielsetzung
1.2 Abgrenzung der Begrifflichkeiten
1.2.1 Mikrofinanzen
1.2.2 Microfinance Investment Funds
1.3 Aufbau der Arbeit
2. Entstehung, Ziel und Struktur von Mikrofinanzfonds
2.1. Ökonomische Ansätze der Mikrofinanzierung
2.2 Soziales Investment vs. Vermögensaufbau
2.3 Erfolgreiche MFI Konzepte
2.3.1 Grameen Bank, Bangladesh
2.3.2 Rakyat Bank, Indonesien
2.4 Strukturierung von MFIFs
2.4.1 MFIFs mit rein entwicklungspolitischen Zielen
2.4.2 MFIFs mit dualem Anlageziel
2.4.3 MFIFs mit kommerziellen Zielen
3. Der Markt für MFIFs
3.1. Aktuelle Marktsituation für MFIFs
3.2 MFIFs als eigene Anlageklasse
3.2.1 SMX EUR im Vergleich zum Aktienmarkt
3.2.2 SMX EUR im Vergleich zum Rentenmarkt
3.2.3 SMX EUR im Vergleich zum Geldmarkt
3.3 Geeignetes Benchmarking für Mikrofinanzfonds
4. Risikoanalyse von MFIFs
4.1 Währungsrisiken
4.2 Zinsänderungsrisiken
4.3 Forderungsausfallrisiken
4.4 Liquiditätsrisiko
4.5 Länderrisiko
4.6 Wettbewerbsrisiko
4.7 Sonstige Risiken
4.8 Aufschluss über die Risikoprämie
5. Performanceanalyse von MFIFs
5.1 Renditeerwartung im Rahmen der Kostenstruktur
5.2 Möglichkeiten der Renditeoptimierung
5.3 Aufschluss über die nachhaltige Rendite
6. Die Zukunft der MFIFs
6.1 MFIFs unter dem InvG
6.2 MFIFs während der Finanzkrise
6.3 Anlageperspektiven und Wachstumspotential
7. Fazit
Zielsetzung & Themen der Arbeit
Die Arbeit analysiert die Rolle von Microfinance Investment Funds (MFIFs) als Anlageklasse für Investoren. Ziel ist es, das Rendite-Risiko-Profil dieser Fonds zu bewerten, ihre Stellung im Vergleich zu etablierten Assetklassen mittels Benchmarking und Korrelationsanalysen zu bestimmen und zukünftige Marktentwicklungen unter Berücksichtigung rechtlicher Rahmenbedingungen und Risikofaktoren aufzuzeigen.
- Charakterisierung und Strukturierung von Mikrofinanzfonds.
- Empirische Einordnung als Anlageklasse durch Performance- und Risikoanalyse.
- Qualitative Untersuchung spezifischer Risiken wie Währungs-, Zins- und Länderrisiken.
- Analyse der Kostenstruktur und zukünftiger Wachstumsperspektiven unter Berücksichtigung regulatorischer Änderungen.
Auszug aus dem Buch
4.1 Währungsrisiken
Das Währungsrisiko wird definiert als die Schwankung erwarteter Zahlungsströme, als Resultat sich ändernder Wechselkurse aus Fremdwährungspositionen.70 Es wird von den Portfoliomanagern als einflussreichstes Risiko auf die Rendite von MFIFs beziffert.71 Diversifikation mildert bei Mikrokrediten viele Risiken ab, dennoch bleibt das Währungsrisiko als umfassendes Risiko der Investitionen weiter bestehen.
Während fast alle MFIFs in Euro oder USD nominiert sind, liegen die Investitionsobjekte, die MFIs, meist in Fremdwährungsräumen mit unterschiedlichsten Währungen und unterliegen damit teilweise starken Risiken. Lediglich die in Euro nominierten Kredite, die z.B. in Osteuropa vergeben werden, bedürfen bei einem in Euro nominierten Fonds keiner Währungsabsicherungsinstrumente. Da allerdings der Großteil der Mikrokredite in Lateinamerika und Asien begeben wird, existieren Währungsrisiken der lokalen Währungen gegenüber den harten Währungen wie Euro und US Dollar. Eine Aufstellung über die Szenarien der Währungsrisiken, die in der Interaktion zwischen MFIF und MFI existieren, findet sich in der folgenden Tabelle:
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einführung: Erläutert die Zielsetzung der Arbeit, die Definition der Begriffe Mikrofinanzen und MFIFs sowie den Aufbau der Untersuchung.
2. Entstehung, Ziel und Struktur von Mikrofinanzfonds: Beschreibt die ökonomischen Hintergründe von Mikrofinanzen, stellt erfolgreiche Institutionen vor und gliedert die Fonds nach ihren jeweiligen Zielsetzungen.
3. Der Markt für MFIFs: Analysiert die Marktsituation, vergleicht MFIFs mit Aktien-, Renten- und Geldmärkten und diskutiert geeignetes Benchmarking.
4. Risikoanalyse von MFIFs: Untersucht systematisch verschiedene Risikofaktoren, darunter Währungs-, Zinsänderungs-, Forderungsausfall-, Liquiditäts- und Länderrisiken.
5. Performanceanalyse von MFIFs: Analysiert die Kostenstruktur, Renditeerwartungen sowie Möglichkeiten zur Renditeoptimierung durch Instrumente wie CDOs.
6. Die Zukunft der MFIFs: Behandelt die regulatorischen Rahmenbedingungen (InvG), das Verhalten der Fonds während der Finanzkrise und zukünftige Wachstumspotenziale.
7. Fazit: Fasst die Ergebnisse der Arbeit zusammen und bewertet die Eignung von MFIFs als Anlageform für Investoren.
Schlüsselwörter
Mikrofinanzen, Microfinance Investment Funds, MFI, Rendite, Risikoanalyse, Benchmarking, Währungsrisiko, Länderrisiko, Investmentgesetz, Finanzkrise, soziale Rendite, Portfolio, Diversifikation, Kapitalmarkt, Schwellenländer.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit untersucht Mikrofinanzfonds als Investitionsobjekt und analysiert deren Rendite-Risiko-Profil für private und institutionelle Investoren.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Zentrale Themen sind die Struktur von Mikrofinanzfonds, ihre Performance im Vergleich zu klassischen Anlageklassen und eine detaillierte Analyse der damit verbundenen Anlagerisiken.
Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?
Das Ziel ist festzustellen, ob MFIFs eine eigene Anlageklasse bilden und welchen risikoadjustierten Mehrwert sie bieten können.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit nutzt eine Kombination aus Benchmarking, Korrelationsanalysen mit anderen Assetklassen und qualitativen Risikobewertungen auf Basis von Expertenbefragungen.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil widmet sich der aktuellen Marktsituation, der Risikoanalyse (Währungen, Zinsen, Ausfälle), der Performancebetrachtung sowie regulatorischen Rahmenbedingungen.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die Arbeit ist charakterisiert durch Begriffe wie Mikrofinanzen, MFIF, Rendite, Risiko, Benchmarking, Währungsrisiko, Länderrisiko und Investmentgesetz.
Welche Rolle spielt die Finanzkrise in der Analyse?
Die Finanzkrise dient als Stress-Test, um die Krisenresistenz von Mikrofinanzinvestments gegenüber klassischen Anlageklassen wie Aktien oder Geldmarktfonds zu prüfen.
Warum ist das "InvG" (Investmentgesetz) für diese Arbeit relevant?
Das InvG ist entscheidend, da die gesetzliche Novellierung im Jahr 2007 erst die rechtliche Grundlage für die Zulassung von Mikrofinanzfonds als offene Publikumsfonds in Deutschland geschaffen hat.
- Citar trabajo
- Philipp Heilmann (Autor), 2010, Microfinance Investment Fonds, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/169472