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Johann Wolfgang von Goethe - An den Mond - Interpretation

Schüleranalyse / Interpretation des Gedichts an den Mond von Goethe aus dem Jahre 1777

Title: Johann Wolfgang von Goethe - An den Mond - Interpretation

Presentation / Essay (Pre-University) , 2011 , 5 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Tom Schnee (Author)

Didactics for the subject German - Literature, Works
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Summary Excerpt Details

Das Gedicht „An den Mond“ wurde im Jahre 1777 von Johann Wolfgang von Goethe verfasst und entstammt somit der Strömung des Sturm und Drang. Zwar gibt es zwei Versionen dieses Gedichtes, doch lassen sich beide durch eindeutige Indizien der Epoche der Aufklärung (Strömung: Sturm und Drang) zuordnen.

Im vorliegenden Gedicht wandelt das einsame lyrische Ich durch die nächtliche Natur, verlassen von allen menschlichen Freunden und geplagt von Liebeskummer und Schmerz. Während die Natur dem lyrischen Ich als einziger Freund und Trostspender dient, lässt sich im Laufe des Gedichts eine seelische Genesung des Sprechers erkennen. Thematisiert werden somit die Trauer und der Schmerz den der Verlust eines (geliebten) Menschen hervorruft, welche zusammen mit den schmerzvollen Erinnerungen ein Gefühl der Einsamkeit beim lyrischen Ich auslösen.

Meiner Meinung nach will Goethe mit dieser Elegie in Form eines Erlebnisgedichts den Wert einer wahren Freundschaft zeigen und das Gefühl der Einsamkeit vermitteln, welche durch das Fehlen eines solchen Freundes zustande kommt.

In der folgenden Analyse werde ich die soeben aufgestellte These mit Hilfe der formellen, sprachlichen und inhaltlichen Aspekte der einzelnen Strophen überprüfen und anschließend belegen oder wiederlegen.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Hauptteil

3. Schluss

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit widmet sich der eingehenden Analyse des Gedichts „An den Mond“ von Johann Wolfgang Goethe, um dessen inhaltliche Tiefe, formale Gestaltung und die Bedeutung der dargestellten Seelenzustände im Kontext der Epoche des Sturm und Drang zu untersuchen.

  • Strukturelle Analyse von Metrum und Reimschema
  • Naturmetaphorik als Ausdruck von Seelenlandschaften
  • Thematisierung von Einsamkeit, Trauer und Liebeskummer
  • Der Mond als symbolischer Adressat und Freund
  • Heilungsprozesse des lyrischen Ichs im Verlauf der Sinnabschnitte

Auszug aus dem Buch

Hauptteil

Goethes Gedicht besteht aus 9 Strophen mit jeweils 4 Versen, welchen ein vierhebiger Trochäus zugrunde liegt. Dieses besondere Metrum, welches nach allgemeiner Auffassung als gemäßigt aber auch zum Teil als schwerfällig bezeichnet wird, verdeutlicht den Inhalt des Gedichts. So wird zum Beispiel eine bedrückende Atmosphäre der Einsamkeit erschaffen. Desweiteren wird so der Gemütszustand des lyrischen Ichs hervorgehoben, welcher auch beim Vorlesen eine träge aber auch feste Stimmung hervorruft. Ein weiteres wichtiges Formmerkmal ist die Verwendung von Kreuzreimen, welche mit dem Reimschema „a-b-a-b“ bezeichnet werden können.

Desweiteren fällt der Gebrauch von Enjambements auf, welche nicht auf einfache Verssprünge beschränkt sind, sondern auch zum Teil zwei Strophen miteinander verbinden, was zum Beispiel in Strophe 8 und 9 besonders hervorsticht: „Und mit dem genießt, // Was, von Menschen nicht gewußt / Oder nicht bedacht“ (V. 32-34). Diese Sprünge zeigen ein Gefühlschaos beim lyrischen Ich, hervorgerufen durch seelischen Schmerz und Einsamkeit.

Da es sich bei diesem Gedicht aus einem typischen Gedicht aus der Strömung des Sturm und Drang handelt, ist eine enge Verbundenheit zur Natur deutlich zu erkennen. Die Natur besitzt in diesem Gedicht einen besonders hohen Stellenwert, da sie für zweierlei steht. Zum einen spiegelt sie die Seelenlandschaft des lyrischen Ichs wieder und zum anderen hat die Natur eine heilende Funktion, welche dem verlassenen Individuum bei der Leidensüberwindung hilft.

Zusammenfassung der Kapitel

Einleitung: Dieses Kapitel stellt das Gedicht „An den Mond“ in seinen historischen Kontext des Sturm und Drang und definiert die Forschungsfrage sowie die Zielsetzung der Analyse.

Hauptteil: Hier erfolgt eine detaillierte Untersuchung der formalen Merkmale, des Aufbaus und der inhaltlichen Sinnabschnitte, wobei die Natur als Trostspender und Spiegel der Seele analysiert wird.

Schluss: Der abschließende Teil fasst die Ergebnisse zusammen, bestätigt die Eingangsthese und würdigt Goethes dichterisches Talent sowie die moralische Aussagekraft des Werks.

Schlüsselwörter

Johann Wolfgang Goethe, An den Mond, Sturm und Drang, Lyrisches Ich, Naturlyrik, Einsamkeit, Seelenlandschaft, Trochäus, Kreuzreim, Enjambement, Leidensüberwindung, Erlebnisgedicht, Gefühl, Freundschaft, Epochenmerkmale

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit bietet eine fundierte literaturwissenschaftliche Analyse des Gedichts „An den Mond“ von Johann Wolfgang Goethe unter besonderer Berücksichtigung der Epoche des Sturm und Drang.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Die zentralen Themen sind die Darstellung von Liebeskummer, die heilende Funktion der Natur, das Gefühl der Einsamkeit und der Wandel der Gefühlslage des lyrischen Ichs.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, die These zu überprüfen, dass Goethe mit diesem Erlebnisgedicht den Wert einer wahren Freundschaft verdeutlichen und das durch deren Fehlen entstehende Gefühl der Einsamkeit vermitteln will.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Es wird eine formale, sprachliche und inhaltliche Analyse der einzelnen Strophen durchgeführt, wobei formale Aspekte wie Metrum und Reimschema als Mittel zur Interpretation der Stimmung genutzt werden.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Im Hauptteil werden die formale Struktur, die Einteilung in Sinnabschnitte, die Bedeutung der Natur als Seelenspiegel sowie die Entwicklung des lyrischen Ichs von der Qual zur Selbsterkenntnis detailliert untersucht.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind unter anderem Sturm und Drang, Seelenlandschaft, Erlebnisgedicht, Naturmetaphorik und die emotionale Entwicklung des lyrischen Ichs.

Welche Rolle spielt das Metrum in der Interpretation?

Der vierhebige Trochäus wird als schwerfällig interpretiert, was dazu dient, die bedrückende Atmosphäre und die Einsamkeit des lyrischen Ichs beim Vorlesen zu unterstreichen.

Warum wird der Mond als Adressat betrachtet?

Der Mond wird im Titel direkt adressiert und im weiteren Verlauf als ein „Du“ wahrgenommen, was auf die Funktion des Mondes als symbolischer Freund hindeutet, der dem lyrischen Ich Trost spendet.

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Details

Title
Johann Wolfgang von Goethe - An den Mond - Interpretation
Subtitle
Schüleranalyse / Interpretation des Gedichts an den Mond von Goethe aus dem Jahre 1777
Course
Klasse 10
Grade
1,0
Author
Tom Schnee (Author)
Publication Year
2011
Pages
5
Catalog Number
V169483
ISBN (eBook)
9783640887170
ISBN (Book)
9783640886999
Language
German
Tags
An den Mond Goethe Analyse Tom Schnee
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Tom Schnee (Author), 2011, Johann Wolfgang von Goethe - An den Mond - Interpretation , Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/169483
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