Insolvenzen sind mittlerweile fester Bestandteil der täglichen Berichterstattung der Medien. Durch steigende Insolvenzquoten, Forderungsausfälle in Milliardenhöhe und eine Vielzahl von bedrohten Arbeitsplätzen rücken Insolvenzen immer mehr in den Blickpunkt öffentlichen Interessens. Spektakuläre Großinsolvenzen wie die des Arcandor Konzerns in Deutschland oder die der Lehman Investment Bank in den USA nehmen Einfluss auf die Stabilität der Wirtschaft einer Region, eines ganzen Landes bis hin zur gesamten Weltwirtschaft. Bei der Abwicklung eines in die Insolvenz geratenden Unternehmens spielt das zur Anwendung kommende Insolvenzrecht eine große Rolle. Es dient nicht der Verhinderung von Insolvenzen, sondern bildet den gesetzlichen Rahmen für die Verfahrensabwicklung der Vermögens- und Haftungsverhältnisse des notleidenden Unternehmens. Es stellt sich die Frage, welche Faktoren das Insolvenzgeschehen eines Wirtschaftsraums beeinflussen und ob durch das jeweilige bestehende Insolvenzrecht die bestmögliche Behandlung der in die Krise geratenen Unternehmen und aller Beteiligen gewährleistet wird.
Diese Arbeit betrachtet die Unternehmensinsolvenzen in Deutschland und in den USA. Auf Verbraucherinsolvenzen wird auf Grund der Komplexität des Themas nicht näher eingegangen. Im zweiten Kapitel erfolgt ein kurzer Überblick über das deutsche und das US-amerikanische Insolvenzrecht (Kapitel 2.1.). Das Instrument der Sanierung erhält dabei eine gesonderte Betrachtung (Kapitel 2.2.). Das Kapitel endet mit einem Verglich der beiden Rechtsnormen (Kapitel 2.3.). Im dritten Kapitel folgt eine Analyse der Statistiken und Studien über Insolvenzzahlen in Deutschland und in den USA für den Zeitraum 2000 - 2009. Dabei wird erst die allgemeine Entwicklung der Anzahl der Unternehmensinsolvenz untersucht und analysiert (Kapitel 3.1.), bevor der Fokus auf die Erhaltung von insolventen Unternehmen gelegt wird (Kapitel 3.2.). Die Arbeit endet mit einer kritischen Würdigung des Themas (Kapitel 4.).
Inhaltsverzeichnis
- 1. Einleitung
- 2. Insolvenzverfahren in Deutschland und in den USA.
- 2.1. Grundlagen des Insolvenzrechts....
- 2.1.1. Deutschland.
- 2.1.2. USA
- 2.2. Insolvenz als Sanierungsinstrument.
- 2.2.1. Deutschland.
- 2.2.2. USA
- 2.3. Vergleich der Insolvenzverfahren
- 2.3.1. Zeitpunkt der Antragsstellung..
- 2.3.2. Verfahrenswahl (Liquidation oder Sanierung).
- 2.3.3. Eigenverwaltung im Sanierungsverfahren
- 2.3.4. Auswirkungen des Verfahrensstillstands
- 2.3.5. Insolvenzplan als Sanierungsinstrument
- 2.1. Grundlagen des Insolvenzrechts....
- 3. Analyse der Insolvenzen in Deutschland und in den USA.
- 3.1. Entwicklung der Insolvenzquoten im Zeitraum 2000-2009 ..........\
- 3.1.1. Deutschland.
- 3.1.2. USA.........
- 3.1.3. Gründe für die Entwicklung Insolvenzquoten.......
- 3.2. Sanierungsaussichten insolventer Unternehmen
- 3.2.1. Deutschland
- 3.2.2. USA.........
- 3.2.3. Analyse der Sanierungschancen ....
- 3.1. Entwicklung der Insolvenzquoten im Zeitraum 2000-2009 ..........\
- 4. Fazit
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Die Bachelorarbeit befasst sich mit einem Vergleich der Insolvenzquoten in Deutschland und den USA im Zeitraum von 2000 bis 2009. Ziel ist es, die Entwicklung der Insolvenzquoten in beiden Ländern zu analysieren und die Gründe für die Unterschiede zu beleuchten. Des Weiteren soll die Sanierungsaussicht insolventer Unternehmen in Deutschland und den USA untersucht werden.
- Entwicklung der Insolvenzquoten in Deutschland und den USA
- Vergleich der Insolvenzverfahren in Deutschland und den USA
- Gründe für die Unterschiede in den Insolvenzquoten
- Sanierungsaussichten insolventer Unternehmen in Deutschland und den USA
- Analyse der Sanierungschancen in beiden Ländern
Zusammenfassung der Kapitel
- Kapitel 1: Einleitung: Dieses Kapitel führt in die Thematik der Insolvenzquoten in Deutschland und den USA ein und beschreibt die Relevanz des Themas. Es werden die Forschungsfragen und die Methodik der Arbeit vorgestellt.
- Kapitel 2: Insolvenzverfahren in Deutschland und in den USA.: Dieses Kapitel beschreibt die grundlegenden rechtlichen Rahmenbedingungen für Insolvenzverfahren in Deutschland und den USA. Es werden die unterschiedlichen Verfahren und deren Besonderheiten erläutert.
- Kapitel 3: Analyse der Insolvenzen in Deutschland und in den USA.: Dieses Kapitel analysiert die Entwicklung der Insolvenzquoten in beiden Ländern im Zeitraum von 2000 bis 2009. Es werden die Gründe für die Unterschiede in den Quoten untersucht und die Sanierungsaussichten insolventer Unternehmen in beiden Ländern beleuchtet.
Schlüsselwörter
Insolvenzquoten, Insolvenzverfahren, Deutschland, USA, Sanierung, Sanierungschancen, Vergleich, Entwicklung, Gründe, Analyse, Recht, Wirtschaft, Unternehmen, Finanzkrise.
Häufig gestellte Fragen
Wie unterscheidet sich das deutsche vom US-amerikanischen Insolvenzrecht?
Das US-Recht (besonders Chapter 11) ist stärker auf die Sanierung und Fortführung des Unternehmens (Debtor-in-Possession) ausgerichtet, während das deutsche Recht historisch eher liquidationsorientiert war, sich aber durch Reformen angenähert hat.
Welche Rolle spielt Chapter 11 in den USA?
Chapter 11 ermöglicht es Unternehmen, unter Gläubigerschutz den Betrieb aufrechtzuerhalten und einen Reorganisationsplan zu erstellen, oft unter Beibehaltung des alten Managements.
Warum stiegen die Insolvenzquoten zwischen 2000 und 2009 stark an?
Wesentliche Faktoren waren das Platzen der Dotcom-Blase Anfang der 2000er und die globale Finanzkrise ab 2007, die zu massiven Forderungsausfällen führten.
Was ist ein Insolvenzplan?
Ein Insolvenzplan ist ein Instrument zur Sanierung eines Unternehmens innerhalb des Insolvenzverfahrens, das Abweichungen von der gesetzlichen Verwertung vorsieht, um den Erhalt des Betriebes zu sichern.
Was bedeutet Eigenverwaltung im Insolvenzverfahren?
Eigenverwaltung bedeutet, dass der Schuldner die Verfügungsgewalt über die Insolvenzmasse behält und unter Aufsicht eines Sachwalters die Sanierung selbst durchführt.
- Arbeit zitieren
- Ariane Rump (Autor:in), 2010, Insolvenzquoten in Deutschland und den USA, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/169520