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Von der Hochzeit zu Kana - Jesus als Party-Macher?

Title: Von der Hochzeit zu Kana - Jesus als Party-Macher?

Seminar Paper , 2010 , 32 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Jörg Termathe (Author)

Theology - Biblical Theology
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Die Erzählung von der Hochzeit zu Kana zu Beginn des Johannesevangelium befremdet und fasziniert zugleich. Ganz anders als viele übrige Erzählungen de Neuen Testaments kommt sie unserer heutigen Erlebniswelt erstaunlich nahe: Die Fest- oder, man könnte durchaus auch sagen, Party-Stimmung einer Hochzeit dürfte vielen Menschen unserer Zeit wesentlich vertrauter erscheinen als Erzählungen vom Schafehüten und vom Fischfang. Jedoch mag uns auch in unserer Zeit noch das Wunder als „unmoralisch“ erscheinen. Für das evangelische Ethos jedenfalls wirkt es verstörend mit welchem Übermaß an berauschendem Getränk Jesus die (vermeintliche) Not der Hochzeitsgäste stillt. Es überrascht daher wenig, dass der vermittelte Ethos der Grund war, warum die Perikope bei asketischen christlichen Gruppen aber auch in der Neuzeit immer wieder auf Kritik stieß. Es scheint tatsächlich als stünde unser heutiges Weltbilds zu der Perikope des Evangeliums in einer eigenartigen, vielschichtigen Spannung zwischen Nähe und Kontrast.

Dieser Spannung, wie sie auch im Untertitel dieser Arbeit „Jesus als Party-Macher?“ anklingt, ein wenig nachzugehen, dazu soll die vorliegende Arbeit dienen. Um der Aufforderung des Dozenten „ein wenig mit dem Text zu spielen“ zu entsprechen, soll hierbei der Text gemäß den hermeneutischen Überlegungen Paul Ricœurs mit Hilfe der narrativen Analyse als „offenes Kunstwerk“ interpretiert werden. Ricœurs Überlegungen zur „zweiten Naivität“ entsprechend soll der Text dabei so gelesen werden, als ob er wahr wäre, obwohl die historische Zuverlässigkeit der Perikope zumindest sehr fragwürdig ist.

Die Arbeit versucht damit auch dem Anliegen Papst Benedikts XVI. nachzukommen, der theologischen Dimension des Schrifttextes in der Exegese stärkere Aufmerksamkeit zu schenken. Dem durch sein Jesus-Buch ausgelösten Konflikt um die historisch-kritische Exegese versucht die Arbeit dadurch zu begenen,dass sie bei der zu behandelnden Perikope eine Verbindung von historischer-kritischer und narrativer Exegese versucht. Der Text wird daher zuerst mit Hilfe synchroner und diachroner Methoden einer literarischen Analyse unterzogen werden, bevor er innerhalb der narrativen Analyse auf seinen tieferen theologischen Gehalt untersucht wird. Beide Teile sollen dabei in einer engen Verknüpfung zueinander stehen.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Literarische Analyse

2.1 Arbeitsübersetzung

2.2 Textkritischer Befund

2.3 Abgrenzung der Perikope

2.4 Segmentierung der Perikope

2.5 Sprachliche Analyse

2.5.1 Wortarten und Wortformen

2.5.2 Verknüpfung von Wörtern und Sätzen

2.5.3 Semantische Analyse

2.6 Gattungsanalyse

2.7 Diachrone Analyse

2.7.1 Traditionsgeschichte

2.7.2 Redaktionskritik

2.7.3 Traditionskritik

3. Narrative Analyse

3.1 Der Plot

3.2 Das Setting

3.3 Die Figuren

3.3.1 Die Hauptfigur Jesus

3.3.2 Die Mutter Jesu

3.3.3 Die Jünger

3.3.4 Die weitere Figuren

3.4 Der Kommentar

3.4.1 Erläuternde Glossen

3.4.2 Schlüsselkommentar

3.4.3 Impliziter Kommentar

3.5 Autor und Leser

4. Schlusswort

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die Erzählung der Hochzeit zu Kana aus dem Johannesevangelium durch eine methodische Verknüpfung historisch-kritischer und narrativer Exegese, um die theologischen Dimensionen des Textes und die Rolle Jesu als Wundertäter im Kontext der johanneischen Theologie zu beleuchten.

  • Methodische Verbindung von synchroner und diachroner Exegese
  • Narrative Untersuchung von Plot, Figurenkonstellation und Setting
  • Analyse der Zeichenhaftigkeit des Wunders von Kana
  • Theologische Einbettung der Erzählung im Johannesevangelium
  • Auseinandersetzung mit der Rezeption der Erzählung und ihrer Gattung

Auszug aus dem Buch

3.1 Der Plot

Unter dem Plot versteht man die vereinheitlichende Struktur (Systematisierung), welche die verschiedenen Ereignisse in der Geschichte verknüpft (Kausalzusammenhang) und sie zu einem kontinuierlichen Bericht (chronologischer Prozess) ordnet.

Aus der oben vorgenommenen Segmentierung des Textes (s. Kap. 2.4) anhand der Handlungsträger, lässt sich entnehmen, dass der Aufbau der Textes dem klassischen Quinärschema für narrative Texte folgt, welches auch ein typisches Schema für Wundererzählungen bildet. Der Text wird so als Episodenerzählung konfiguriert, deren Ziel nicht das schlichten Nacherzählung, sondern die Konstruktion einer Erzählwelt ist, in der, nach dem Willen des Autors von SQ, die göttliche Herrlichkeit Jesu offenbar wird. Das Werk der parakletisch-pneumatologischen Relectur von Ostern her durch den Evangelisten, besteht in der Verbindung der Zeichen aus SQ mit dem Schicksal des Kreuzes Jesu. Diesen hermeneutischen Grundüberlegungen soll auch die nachkommende Analyse folgen.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung stellt die Erzählung der Hochzeit zu Kana in den Kontext des Johannesevangeliums und erläutert den methodischen Ansatz, der eine Verknüpfung von historisch-kritischer und narrativer Exegese vorsieht.

2. Literarische Analyse: Dieses Kapitel umfasst die philologische Grundlage, von der Arbeitsübersetzung und Textkritik bis hin zu diachronen Fragestellungen und der Gattungsbestimmung als Geschenkwunder.

3. Narrative Analyse: Der Hauptteil untersucht die Struktur der Erzählung, den Plot, die Figurenkonstellationen sowie die Rolle des Kommentars und des Autors bzw. Lesers im narrativen Gefüge.

4. Schlusswort: Das Schlusswort resümiert die Ergebnisse der Analyse und ordnet die Interpretation in den größeren theologischen Rahmen des Evangeliums ein, insbesondere bezüglich der Frage nach Jesus als Wundertäter.

Schlüsselwörter

Johannesevangelium, Hochzeit zu Kana, Wundererzählung, Narratologie, Exegese, Herrlichkeit Jesu, historisch-kritische Methode, Zeichenhaftigkeit, literarische Analyse, diachrone Analyse, Wirkungsgeschichte, Plot, Figurenkonstellation, Johannes der Evangelist, Wunderbericht.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die biblische Erzählung der Hochzeit zu Kana (Johannes 2,1-11) unter Anwendung sowohl historisch-kritischer als auch narrativer Methoden.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Zentrale Themen sind die literarische Beschaffenheit des Textes, die Bedeutung der Wunder als Zeichen der Herrlichkeit Jesu sowie deren narrative Integration in das Johannesevangelium.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Ziel ist es, den theologischen Gehalt der Erzählung durch eine methodisch fundierte Exegese zu erschließen und die Frage aus dem Untertitel – Jesus als Party-Macher? – theologisch zu beantworten.

Welche wissenschaftliche Methode wird in dieser Arbeit verwendet?

Es wird eine methodische Verknüpfung von synchroner (narrativer) und diachroner (historisch-kritischer) Exegese angewandt, um ein umfassendes Verständnis des Textes zu erreichen.

Was wird im narrativen Hauptteil behandelt?

Im Hauptteil werden der Plot, das Setting, die handelnden Figuren wie Jesus und seine Mutter sowie die verschiedenen Kommentarformen (erläuternd, narrativ, implizit) analysiert.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren diese Arbeit?

Die wichtigsten Begriffe sind Johannesevangelium, Hochzeit zu Kana, Wundererzählung, Narratologie, Exegese, Herrlichkeit Jesu und Zeichenhaftigkeit.

Wie bewertet der Autor die Rolle der Mutter Jesu in der Erzählung?

Die Mutter Jesu wird als Gestalt des Glaubens interpretiert, deren Handeln ein unvoreingenommenes Vertrauen zeigt, das den Weg für das göttliche Handeln Jesu bereitet.

Welche Schlussfolgerung zieht die Arbeit zum Wunderthema?

Die Arbeit kommt zu dem Schluss, dass die Wunder in Johannes 2 primär als Zeichen der Herrlichkeit Jesu zu verstehen sind, die auf dessen österliche Dimension und das Kreuz hinweisen.

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Details

Title
Von der Hochzeit zu Kana - Jesus als Party-Macher?
College
University of Münster  (Seminar für Zeit- und Religionsgeschichte des Neuen Testaments)
Course
Wege ins Neue Testament. Einführung in die Exegese neutestamentlicher Texte
Grade
1,0
Author
Jörg Termathe (Author)
Publication Year
2010
Pages
32
Catalog Number
V169530
ISBN (eBook)
9783640879014
ISBN (Book)
9783640878857
Language
German
Tags
narrative Exegese Hochzeit zu Kana narratologische Exegese Relecture Paul Ricoeur zweite Naivität offenes Kunstwerk
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Jörg Termathe (Author), 2010, Von der Hochzeit zu Kana - Jesus als Party-Macher?, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/169530
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