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Berufliche Übergänge : Der Berufsfindungsprozess junger Frauen im Hinblick auf IT-Berufe

Titel: Berufliche Übergänge : Der Berufsfindungsprozess junger Frauen im Hinblick auf IT-Berufe

Hausarbeit , 2011 , 23 Seiten , Note: 2,3

Autor:in: Nora Hahn (Autor:in)

Pädagogik - Berufsbildung, Weiterbildung
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Zusammenfassung Leseprobe Details

„Der Übergang zwischen Bildung und Beschäftigung gilt als eine der wichtigsten Statuspassagen im Lebensverlauf […]. Die erste Schwelle markiert den Übergang von der allgemein bildenden Schule in eine Berufsausbildung, die zweite Schwelle den Übergang in eine Erwerbstätigkeit“ (Schiersmann 2008, S. 88). Die Aufnahme einer Ausbildung geht dabei nicht aus einer einmaligen Entscheidung zum Ende der Schulzeit hervor, sondern wird von dem schon lange vorher wirkenden Prozess der Berufsfindung beeinflusst (vgl. Walter/Sattel 2008, S. 49) und ist stark geschlechtsspezifisch geprägt.
Junge Frauen weisen, im Vergleich zu männlichen Schulabgängern, eine allgemein höhere Bildungsbeteilung und höher qualifizierte Bildungsabschlüsse auf. Dennoch nimmt ein Großteil nach der Schule eine Ausbildung in einem Frauenberuf auf und im Umkehrschluss sind kaum Frauen in naturwissenschaftlichen und technisch ausgerichteten Berufen zu finden (vgl. Sattel 2005, S.37, vgl. auch Stürzer/Beicht/Granato 2005 S. 96).
Unter 40.500 IT-Auszubildenden im Jahr 2009 lag der Frauenanteil bei nur 9 Prozent (vgl. Bitkom 2010a, S. 2). Gleichzeitig verzeichnet die Branche einen zunehmenden Fachkräftemangel. Der Bundesverband Informationswirtschaft, Telekommunikation und neue Medien e.V. (2010a, S. 1) weist auf 20.000 offene Stellen für IT-Fachkräfte im Jahr 2010 hin und nennt als einen Weg diesem Fachkräftemangel zu begegnen den Frauenanteil zu erhöhen. Vor diesem Hintergrund herauszufinden welche Umstände und Faktoren den Berufsfindungsprozess junger Frauen im Hinblick auf IT-Berufe beeinflussen scheint eine interessante Forschungslücke zu sein. Die vorliegende Hausarbeit versucht sich dem Thema „Berufliche Übergänge – Der Berufsfindungsprozess junger Frauen im Hinblick auf IT-Berufe“ unter der folgenden Fragestellung zu nähern: „Wie beeinflussen Einstellung und Interesse junger Frauen gegenüber IT-Berufen diesen speziellen Berufsfindungsprozess?“. Um eine Eingrenzung vorzunehmen liegt der Fokus dabei auf den IT-Ausbildungsberufen im dualen System und nicht dem Studienfach Informatik.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Begriffsklärungen

2.1 Berufsfindung

2.2 Frauenberufe

2.3 IT-Berufe

2.4 Arbeitsmarktsegmentation

3. Der Berufsfindungsprozess junger Frauen

3.1 „Wenn ich groß bin werde ich Tierärztin“

3.2 Geschlechtsspezifische Berufswahl

4. Junge Frauen und IT-Berufe

4.1 Mediengestalter/in Digital und Print

4.2 Die Einstellung junger Frauen gegenüber IT-Berufen

4.2.1 Die subjektive Dimension der Berufsfindung

4.2.2 Die Motivation junger Frauen eine IT-Ausbildung aufzunehmen

4.2.3 Bedenken junger Frauen eine IT-Ausbildung aufzunehmen

4.3 Die objektive Dimension der Berufsfindung

5. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht den Berufsfindungsprozess junger Frauen im Kontext von IT-Berufen, um zu ergründen, warum trotz eines eklatanten Fachkräftemangels in der IT-Branche und einer positiven Arbeitsmarktlage der Frauenanteil in diesem Bereich weiterhin niedrig bleibt. Die zentrale Forschungsfrage lautet, wie Einstellung und Interesse junger Frauen den spezifischen Berufsfindungsprozess im Hinblick auf IT-Ausbildungsberufe im dualen System beeinflussen.

  • Analyse der geschlechtsspezifischen Prägung des Berufsfindungsprozesses.
  • Gegenüberstellung subjektiver Interessen und objektiver Arbeitsmarktstrukturen.
  • Evaluation der Einstellungsfaktoren und Barrieren gegenüber IT-Berufen.
  • Untersuchung des Einflusses von Vorbildern und gesellschaftlichen Rollenbildern.
  • Betrachtung von Motiven und Bedenken bei der Wahl einer IT-Ausbildung.

Auszug aus dem Buch

4.2.3 Bedenken junger Frauen eine IT-Ausbildung aufzunehmen

Struwe befragt in ihrer Untersuchung zwar nur Teilnehmer, die trotz ihrer Bedenken eine Ausbildung in IT-Berufen aufnahmen, dennoch liefern die Ergebnisse auch entscheidende Hinweise dafür, was junge Frauen bei der Berufsfindung daran hindern könnte sich für diese Ausbildung zu entscheiden. Die Befragten wurden gebeten ihre Bedenken sich für eine Ausbildung in einem IT-Beruf zu entscheiden anzugeben und um welche Bedenken es sich genau handelt (vgl. S. 101). Auffällig ist auch hier wieder der deutliche Unterschied zwischen den Geschlechtern. Generell sind es mit 42% signifikant mehr Frauen als Männer (17,2%), die überhaupt Unsicherheiten bezüglich der Berufswahl äußern (vgl. S. 103) und bei den vier häufigsten Bedenken der weiblichen Auszubildenden liegen ihre männlichen Kollegen jeweils deutlich unter den angegebenen Prozentzahlen (vgl. S. 100-102):

1. Angst, die Anforderungen nicht zu erfüllen (67%)

2. Wusste wenig über Beruf (54,5%)

3. Kannte niemand der den Beruf ausübt (49,7%) bzw. Kannte kaum junge Frauen in IT-Berufen (42,4%)

4. Wenig PC-Kenntnisse (39,4%)

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die Relevanz des Übergangs von der Schule in den Beruf und identifiziert die Forschungslücke des niedrigen Frauenanteils in IT-Berufen trotz Fachkräftemangels.

2. Begriffsklärungen: Dieses Kapitel definiert die zentralen Konzepte der Berufsfindung, des Frauenberufs, der IT-Berufe sowie der Arbeitsmarktsegmentation zur Vorbereitung der weiteren Analyse.

3. Der Berufsfindungsprozess junger Frauen: Hier wird der theoretische Rahmen aufgespannt, in dem der Berufsfindungsprozess als Wechselwirkung zwischen subjektiven Lebensentwürfen und objektiven Marktstrukturen unter Einfluss geschlechtsspezifischer Prägungen betrachtet wird.

4. Junge Frauen und IT-Berufe: Das Kapitel analysiert spezifisch die Ausbildungssituation, die Rolle der Mediengestaltung sowie die subjektiven Einstellungen und objektiven Rahmenbedingungen, die Frauen von IT-Berufen abhalten oder sie dazu motivieren.

5. Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und betont, dass der Mangel an Identifikationsfiguren und die komplexe Pubertätsphase zentrale Hürden darstellen, die gezielte und dauerhafte Unterstützung erfordern.

Schlüsselwörter

Berufsfindung, IT-Berufe, Frauenanteil, Geschlechtsspezifische Berufswahl, duales System, Arbeitsmarktsegmentation, Fachkräftemangel, Berufsorientierung, Mädchen, Identifikationsfiguren, Technikinteresse, IT-Ausbildung, Karriere, Sozialisation, Berufsberatung

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundlegend?

Die Arbeit untersucht die Gründe für den anhaltend niedrigen Frauenanteil in IT-Ausbildungsberufen in Deutschland und analysiert den Berufsfindungsprozess junger Frauen in diesem Kontext.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Themen sind geschlechtsspezifische Berufswahlmotive, der Einfluss von IT-Branche und Arbeitsmarktstrukturen auf junge Frauen sowie die Barrieren bei der Wahl technikorientierter Berufe.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es, herauszufinden, wie Einstellung, Interesse und externe Faktoren wie Vorbilder oder Berufsberatung den Prozess der Berufsfindung junger Frauen hin zu IT-Berufen beeinflussen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse, in der aktuelle Studien und statistische Daten zum Ausbildungsverhalten sowie zur Berufsfindung junger Frauen kritisch ausgewertet werden.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert die subjektive und objektive Dimension der Berufsfindung, untersucht die Motivation sowie Bedenken von jungen Frauen gegenüber IT-Ausbildungen und beleuchtet die Rolle der IT-Branche als Arbeitgeber.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Berufsfindung, IT-Berufe, Frauenanteil, Geschlechtsspezifische Berufswahl und Fachkräftemangel charakterisiert.

Warum spielt der Beruf Mediengestalter/in eine Sonderrolle?

Der Beruf ist von besonderem Interesse, da er innerhalb des IT-Bereichs als einziger einen überdurchschnittlich hohen Frauenanteil aufweist, was auf die Verknüpfung mit als "weiblich" konnotierten Tätigkeiten wie Kreativität zurückgeführt wird.

Welche Rolle spielen Identifikationsfiguren?

Das Fehlen weiblicher Identifikationsfiguren in IT-Berufen ist ein zentrales Problem, da die Berufsfindung für junge Frauen in diesem Bereich oft als Akt des "Gegen-den-Strom-Schwimmens" empfunden wird.

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Details

Titel
Berufliche Übergänge : Der Berufsfindungsprozess junger Frauen im Hinblick auf IT-Berufe
Hochschule
FernUniversität Hagen
Veranstaltung
Modul 3D
Note
2,3
Autor
Nora Hahn (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2011
Seiten
23
Katalognummer
V169548
ISBN (eBook)
9783640883646
Sprache
Deutsch
Schlagworte
berufliche berufsfindungsprozess frauen hinblick it-berufe
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Nora Hahn (Autor:in), 2011, Berufliche Übergänge : Der Berufsfindungsprozess junger Frauen im Hinblick auf IT-Berufe , München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/169548
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  23  Seiten
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