Die verlorene Ehre der Katharina Blum - eine Inhaltsübersicht


Hausarbeit, 2009

8 Seiten


Leseprobe

Die verlorene Ehre der Katharina Blum

Der Autor: Heinrich Böll - Leben & Werk

Heinrich Böll (geb. am 21. Dezember 1917, gest. am 16. Juli in Deutschland) ist der Sohn eines Schreiners und Bildhauers und wurde in eine katholische Familie hineingeboren. 1921 zog Heinrich Böll mit seinen Eltern und sieben Geschwistern nach Köln und besucht nach der Volksschule von 1924-1928 ein staatliches Gymnasium (vgl. www.heinrich-boell.de). In den 30 Jahren geriet Bölls Familie aufgrund der hohen Arbeitslosenzahlen in Deutschland in finanzielle Schwierigkeiten und wurde gepfändet, wodurch das familieneigene Haus verkauft werden musste (vgl. ebd.). Ab 1937 begann Heinrich Böll eine Lehre in einer Kölner Buchhandlung, bis er 1939 sein Germanistikstudium begann. Die Kriegszeit verbrachte Böll im Kriegsdienst in Frankreich, der Sowjetunion, Rumänien, Ungarn und im Rheinland. In dieser Zeit lernte Böll seine zukünftige Frau Annemarie Cech kennen, die er im Jahr 1942 ehelichte. Bis 1945 versuchte Böll mit allen Mitteln (Freistellungen, fingierten Krankheiten etc.) sein Studium fortzusetzen. All diese Versuche scheiterten jedoch, daneben geriet Böll in amerikanische Kriegsgefangenschaft und erlitt mehreren Kriegsverletzungen. Nach seiner Entlassung aus der Gefangenschaft im Jahre 1945 kehrte Böll nach Köln zurück und wurde im selben Jahr Vater von seinem ersten Sohn Christoph. Nach dem Kriegsende setzte Böll sein Studium fort und begann intensiv zu schreiben.

Dies führte dazu, dass sich Böll 1947 vom Studium beurlauben ließ, dieses jedoch später nicht mehr fortsetzt. Darauf folgten die Geburten seiner Söhne Raimund (1947), Renè (1948) und Vincent (1950). Böll finanzierte sein Leben durch den Verkauf von Kurzgeschichten an Zeitungen und Zeitschriften, bis er im Jahre 1949 seine erste Erzählung „Der Zug war pünktlich“ publizierte. Weil er von den Erträgen der Publikationen nicht leben konnte, nahm Böll einen Job als Aushilfe beim Statistikamt in Köln an, publizierte aber weiterhin. Ab 1951 lebte Böll als freier Schriftsteller in Köln und wurde von der Gruppe 47 eingeladen und ausgezeichnet. In dieser Zeit veröffentlichte Böll Kurzgeschichten und Romane über die Probleme der Nachkriegszeit in Deutschland, die ihm in weiterer Folge verschiedene Preise heimbrachten und ihn zur bekannten, einflussreichen Persönlichkeit in literarischen, philosophischen und aufständischen Kreisen werden ließ. Dies führte dazu, dass sich Böll ab den 60er Jahren auch gegen Instanzen wie die katholische Kirche und die Bundesrepublik Deutschland sowie deren Politiken äußerte.

Ab den 60er Jahren nahm Böll Lehrtätigkeiten an den Universitäten Frankfurt und Prag auf, was mit einer zunehmenden Aufständigkeit und Protestaktivitäten verbunden war. Im Jahre 1969 wurde Böll Mitglied des Verbands deutscher Schriftsteller und ist von 1971 bis 1974 Vorsitzender des internationalen PEN-Clubs (vgl. Sowinski 1993: S. 19). Im Folgenden sollen die Grundsätze des PEN Clubs beschrieben werden, da diese v.a. im Kontext Heinrich Bölls und des bearbeiteten Werks bedeutsam werden.

➔ Der Pen Club ist eine internationale Vereinigung von Schriftstellern, die 1921 gegründet wurde folgende Grundsätze vertritt:

1. Literatur kennt keine (politischen) Grenzen.
2. v.a. in Kriegszeiten soll Kunst (& Literatur) geschützt werden
3. gegenseitige Achtung der Nationen & ungehinderter Gedankenaustausch
4. Freiheit der Presse: gegen wahrheitswidrig Veröffentlichungen, vorsätzliche Fälschungen und Einstellungen von Tatsachen für politische und persönliche Zielen. (vgl. http://www.penclub.at/)

Das Jahr 1972 war für Heinrich Böll aufgrund von zwei Tatsachen bedeutsam: Erstens erhielt Heinrich Böll den Nobelpreis für Literatur, zweitens entstand im selben Jahr das Werk „Die verlorene Ehre der Katharina Blum“. Grundlage dafür bildet ein im gleichen Jahr publizierter Artikel im Spiegel unter dem Titel: „Will Ulrike Meinhof Gnade oder freies Geleit?“, der zu einer öffentlich, kontroversen Diskussion führte, da Böll mit seiner Stellungnahme für einen fairen Prozess für die RAF Mitglieder und einen zivilisierten Umgang mit den inhaftierten RAF Mitglieder plädierte.

➔ Unter der RAF versteht man die „Rote-Armee-Fraktion“, eine linke Terrororganisation, gebildet von jungen Studenten der 60er, 70er, und 80er Jahren, die als eine Nachkriegsterrororganisation in Deutschland bezeichnet werden kann.

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Details

Titel
Die verlorene Ehre der Katharina Blum - eine Inhaltsübersicht
Hochschule
Alpen-Adria-Universität Klagenfurt
Autor
Jahr
2009
Seiten
8
Katalognummer
V169612
ISBN (eBook)
9783640883653
Dateigröße
437 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Heinrich Böll, Die verlorene Ehre der Katharina Blum, Katharina Blum, Pen Club, Böll Nobelpreis, RAF, Rote Armee Fraktion, Ulrike Meinhof, Böll RAF, Medienrecht, Boulevardpresse
Arbeit zitieren
MMag. Catrin Neumayer (Autor), 2009, Die verlorene Ehre der Katharina Blum - eine Inhaltsübersicht, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/169612

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