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Horkheimers und Adornos Gegenüberstellung von autonomer Kunst und Kulturindustrie

Título: Horkheimers und Adornos Gegenüberstellung von autonomer Kunst und Kulturindustrie

Trabajo Escrito , 2025 , 27 Páginas , Calificación: 1,3

Autor:in: Anne Weber (Autor)

Filosofía - Filosofía del siglo XX
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Dies ist eine umfangreiche Darstellung und Kritik des Konzepts der Kulturindustrie, welches in der "Dialektik der Aufklärung" und anderen Schriften von Horkheimer und Adorno verwendet wird. Der schwerste Einwand dieser Arbeit lässt sich folgendermaßen zusammenfassen, die beiden Autoren kritisieren die kulturindustrielle Darstellung von Alltäglichem einerseits dafür, dass sie nichts mit einer philosophischen Versöhnungsidee zu tun habe, andererseits betrachten sie sie als identisch mit ideologischer Versöhnung.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

  • Inhaltsverzeichnis
  • Siglen
  • 1. Einleitung
  • 2. Autonomes Kunstwerk und Kulturindustrie: gesellschaftstheoretisch
  • 3. Autonomes Kunstwerk und Kulturindustrie: philosophisch
    • 3.1 Kritik des Nutzens
    • 3.2 Das Ideal: Die Einheit von Versöhnung und Entzweiung
    • 3.3 Materialismus und ideologische Versöhnung in der Kulturindustrie
  • 4. Fazit
  • Literaturverzeichnis

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit zielt darauf ab, zentrale Aussagen von Horkheimer und Adorno zur Kulturindustrie detailliert herauszuarbeiten und kritisch zu beleuchten. Der Fokus liegt dabei auf der Gegenüberstellung des autonomen Kunstwerks mit der Kulturindustrie, um zu zeigen, wie letztere als Abweichung von Horkheimers und Adornos philosophischem Ideal der Kunst verstanden wird.

  • Gegenüberstellung von autonomer Kunst und Kulturindustrie.
  • Analyse der gesellschaftstheoretischen Aspekte der Kulturindustrie.
  • Erörterung des philosophischen Gehalts der Kunstkritik und des Ideals der Versöhnung und Entzweiung.
  • Kritik des Nutzens und der Zwecksetzung in der Kulturindustrie.
  • Untersuchung von Materialismus und ideologischer Versöhnung in Kulturprodukten.
  • Darstellung der Kulturindustrie als Rechtfertigung schlechter gesellschaftlicher Verhältnisse.

Auszug aus dem Buch

3.1 Kritik des Nutzens

Die bisher erarbeitete Gegenüberstellung besteht darin, dass die kulturindustriellen Produkte generell für ein außer ihnen liegendes Ziel produziert und konsumiert werden, während das für das autonome Kunstwerk nicht der Fall sei. So ist die zunächst vollzogene Unterscheidung zwischen dem Inhalt der Subjektivität von Produzentinnen und Konsumentinnen und der gesellschaftlichen Objektivität kultureller Waren eine äußerliche gegenüber einer wesentlich philosophischen Auffassung der Gegenüberstellung von autonomem Kunstwerk und Kulturindustrie:

Das Prinzip der idealistischen Ästhetik, Zweckmäßigkeit ohne Zweck, ist die Umkehrung des Schemas, dem gesellschaftlich die bürgerliche Kunst gehorcht: der Zwecklosigkeit für Zwecke, die der Markt deklariert. Schließlich hat in der Forderung nach Unterhaltung und Entspannung der Zweck das Reich der Zwecklosigkeit aufgezehrt.

Die oben beschriebene gestalterisch freie Kunstproduktion wird hier als die allgemeinere Kategorie der „Zwecklosigkeit“ beschrieben und der anschließende Kauf als „Zwecke, die der Markt deklariert“. Damit ist etwas Neues ausgedrückt, nämlich dass das Kunstwerk zunächst gar nicht mit menschlicher Zwecksetzung verbunden war. Aus der These, dass das Kunstwerk subjektiv nicht für den Verkauf produziert wurde, folgt dies allerdings gar nicht, es könnte schließlich vom Künstler auch für einen anderen Zweck produziert worden sein. An den kulturindustriellen Produkten wird die äquivalente Abstraktion vollzogen. Diese seien

völlig definiert durch den Zweck, der ihnen im Schema zufällt.

Neu aber ist, daß die unversöhnlichen Elemente der Kultur, Kunst und Zerstreuung durch ihre Unterstellung unter den Zweck auf eine einzige falsche Formel gebracht werden: die Totalität der Kulturindustrie.

Der die Produktion bestimmende materiale Zweck des Profits wird hier nicht genannt. Festgehalten wird stattdessen, dass das kulturindustrielle Produkt überhaupt für menschliche Zwecke besteht. Oben wurden die Thesen zur ökonomischen Verfasstheit der Kulturindustrie und der Stellung der Menschen zu dieser wiedergegeben. Horkheimer und Adorno stellten unter

anderem fest, dass die Konsumenten nur den Zweck des Prestiges verfolgen und die Produzenten nur den Zweck des Profits. Davon halten sie allerdings nur fest, dass die marktwirtschaftlichen Akteure sowohl in der Produktion als auch in der Konsumtion einen materiellen Nutzen aus den Produkten ziehen und dies kritisieren sie. Umgekehrt wird an den kulturellen Produkten kritisiert, dass sie überhaupt Objekt menschlicher Zwecksetzung sind. Diese Kritik kommt zustande als Konstatierung der Abweichung vom Ideal der Nutzlosigkeit, dem die Kunstwerke entsprechen sollen:

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Dieses Kapitel skizziert das Hauptziel der Arbeit, nämlich eine kritische Analyse von Horkheimers und Adornos Aussagen zur Kulturindustrie, insbesondere im Hinblick auf deren Gegenüberstellung von autonomer Kunst und Kulturindustrie.

2. Autonomes Kunstwerk und Kulturindustrie: gesellschaftstheoretisch: Hier werden die gesellschaftstheoretischen Aspekte der Kulturindustrie beleuchtet und ihre ökonomischen und soziologischen Dimensionen im Vergleich zum autonomen Kunstwerk untersucht, wobei Horkheimers und Adornos Vermischung objektiver und subjektiver Thesen hervorgehoben wird.

3. Autonomes Kunstwerk und Kulturindustrie: philosophisch: Das Kapitel widmet sich dem philosophischen Gehalt der Gegenüberstellung, analysiert die Kritik des Nutzens, das Ideal der Versöhnung und Entzweiung sowie den Materialismus und die ideologische Versöhnung in der Kulturindustrie.

3.1 Kritik des Nutzens: Dieser Abschnitt erläutert die philosophische Kritik daran, dass kulturindustrielle Produkte rein zweckorientiert sind, im Gegensatz zum autonomen Kunstwerk, das als zwecklos und somit als befreiend vom Nützlichkeitsprinzip beschrieben wird.

3.2 Das Ideal: Die Einheit von Versöhnung und Entzweiung: Es wird das idealistische Kunstkonzept von Horkheimer und Adorno dargelegt, welches eine leidvolle, unabgeschlossene metaphysische Suche nach Transzendenz ausdrückt und somit eine widersprüchliche Einheit von Versöhnung und Entzweiung darstellt.

3.3 Materialismus und ideologische Versöhnung in der Kulturindustrie: Dieses Kapitel zeigt, wie die Kulturindustrie aus der Sicht Horkheimers und Adornos von ihrem Ideal abweicht, indem sie entweder keinen Sinn bietet, falsche Versöhnung darstellt oder die Realität als Rechtfertigung ihrer selbst abbildet.

4. Fazit: Das Fazit fasst die wesentlichen Argumente zusammen und betont, dass Horkheimer und Adorno die Kulturindustrie als Abweichung von ihrem philosophischen Ideal des autonomen Kunstwerks und dessen metaphysischen Widerspruchs betrachten.

Schlüsselwörter

Horkheimer, Adorno, Kulturindustrie, Autonomes Kunstwerk, Dialektik der Aufklärung, Gesellschaftstheorie, Philosophie der Kunst, Zweck-Mittel-Relation, Zwecklosigkeit, Versöhnung, Entzweiung, Materialismus, Ideologie, Kulturkritik, Transzendenz

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit setzt sich kritisch mit den zentralen Aussagen von Horkheimer und Adorno zur Kulturindustrie auseinander, insbesondere mit ihrer Gegenüberstellung von autonomer Kunst und Kulturindustrie.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themenfelder umfassen die gesellschaftstheoretische und philosophische Analyse der Kulturindustrie, die Kritik des Nutzens, das Ideal der Einheit von Versöhnung und Entzweiung sowie Materialismus und ideologische Versöhnung in der Kulturindustrie.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das primäre Ziel ist es, die Aussagen Horkheimers und Adornos zur Kulturindustrie herauszuarbeiten und zu kritisieren, wobei gezeigt werden soll, wie sie die Kulturindustrie als Abweichung von ihrem Ideal des autonomen Kunstwerks darstellen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit verwendet eine kritische Analyse und Gegenüberstellung von philosophischen und gesellschaftstheoretischen Argumenten, um die Thesen von Horkheimer und Adorno zu beleuchten und zu hinterfragen.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil behandelt die gesellschaftstheoretische und philosophische Gegenüberstellung von autonomer Kunst und Kulturindustrie, wobei Aspekte wie die Kritik des Nutzens, das Ideal der Versöhnung und Entzweiung sowie der Materialismus und die ideologische Versöhnung in der Kulturindustrie detailliert erörtert werden.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Schlüsselwörter sind Horkheimer, Adorno, Kulturindustrie, Autonomes Kunstwerk, Dialektik der Aufklärung, Gesellschaftstheorie, Philosophie der Kunst, Zwecklosigkeit, Versöhnung, Entzweiung, Materialismus, Ideologie, Kulturkritik, Transzendenz.

Wie definieren Horkheimer und Adorno die "Zwecklosigkeit" des autonomen Kunstwerks?

Sie beschreiben die Zwecklosigkeit als ein Merkmal, das nicht auf ein menschlich gesetztes Ziel hin bestimmt ist und einen Gegensatz zur kritisierten Welt der Mittel und Zwecke ausdrückt, im Unterschied zur Kulturindustrie, die ganz von Zwecksetzung definiert ist.

Inwiefern sehen Horkheimer und Adorno das autonome Kunstwerk als "ideologisch"?

Sie betrachten das bürgerliche Kunstwerk als ideologisch, insofern es die Grundlage seiner Existenz – die auf körperlicher Arbeit beruht – verleugnet, gleichzeitig aber als "Anweisung auf einen Zustand, in dem Freiheit realisiert wäre" dient.

Was ist das "Ideal der Einheit von Versöhnung und Entzweiung" im Kontext der Kunst?

Dieses Ideal beschreibt Kunst, die die unabgeschlossene, leidvolle metaphysische Suche nach Transzendenz ausdrückt, also das Streben nach Versöhnung mit der Gesellschaft, ohne diese vollständig zu erreichen, und dabei das Leiden an der Diskrepanz sichtbar macht.

Welche drei Weisen der Abweichung der Kulturindustrie vom Ideal des autonomen Kunstwerks werden identifiziert?

Die Kulturindustrie weicht erstens ab, indem sie Alltägliches darstellt und menschliche Bedürfnisse befriedigt; zweitens, indem sie den Widerspruch zwischen Versöhnung und Entzweiung ideologisch auflöst; und drittens, indem sie die Darstellung der Welt als Rechtfertigung schlechter Verhältnisse behauptet.

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Detalles

Título
Horkheimers und Adornos Gegenüberstellung von autonomer Kunst und Kulturindustrie
Universidad
University of Münster  (Philosophisches Seminar)
Curso
Kulturkritik bei Marcuse, Benjamin und Adorno
Calificación
1,3
Autor
Anne Weber (Autor)
Año de publicación
2025
Páginas
27
No. de catálogo
V1696247
ISBN (PDF)
9783389178928
ISBN (Libro)
9783389178935
Idioma
Alemán
Etiqueta
Kritische Theorie Kulturindustrie Versöhnung Autonomes Kunstwerk Ware Prestige Nutzen Entzweiung Harmonie Kapitalismus Konsum Konsument Immanenz Transzendenz Adorno
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Anne Weber (Autor), 2025, Horkheimers und Adornos Gegenüberstellung von autonomer Kunst und Kulturindustrie, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1696247
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