Grin logo
de en es fr
Shop
GRIN Website
Publish your texts - enjoy our full service for authors
Go to shop › Psychology - Miscellaneous

Die Wirkung von Klangmassagen auf das Stresserleben von Pflegekräften

Eine experimentelle Interventionsstudie im Kontext der Positiven Psychologie

Title: Die Wirkung von Klangmassagen auf das Stresserleben von Pflegekräften

Bachelor Thesis , 2026 , 93 Pages , Grade: 2,0

Autor:in: Eva Hagel (Author)

Psychology - Miscellaneous
Excerpt & Details   Look inside the ebook
Summary Excerpt Details

In der vorliegenden Bachelorarbeit wurde untersucht, ob eine achtwöchige Klangmassagen-Intervention mit Veränderungen im subjektiven Stresserleben von Pflegekräften in einem stationären Wohn- und Pflegeheim einhergeht. Die Arbeit ist im Rahmen der Positiven Psychologie verortet und richtet den Fokus auf das subjektive Stresserleben als zentrale Untersuchungsgröße.

Zur Beantwortung der Forschungsfrage wurde ein experimentelles Prä-Post-Design mit Experimental- und Kontrollgruppe eingesetzt. Sieben Teilnehmende der Experimentalgruppe erhielten über acht Wochen einmal wöchentlich eine 30-minütige Klangmassage. Das subjektive Stresserleben wurde in beiden Gruppen zu zwei Messzeitpunkten mithilfe der Perceived Stress Scale-10 (PSS-10) erhoben. Das psychische Wohlbefinden wurde dabei nicht direkt erfasst, sondern über das subjektive Stresserleben als indirekter Indikator berücksichtigt. Die statistische Auswertung umfasste deskriptive Kennwerte sowie t-Tests für abhängige und unabhängige Stichproben.

Die Ergebnisse zeigen, dass sich die Experimental- und Kontrollgruppe zum Zeitpunkt der Postmessung nicht statistisch bedeutsam unterschieden (H1a). Innerhalb der Experimentalgruppe ergab der Prä-Post-Vergleich hingegen eine signifikante Reduktion der Stresswerte (H1b). Veränderungen innerhalb der Kontrollgruppe wurden ausschließlich deskriptiv betrachtet.
Die Befunde deuten darauf hin, dass im Untersuchungszeitraum Veränderungen im subjektiven Stresserleben innerhalb der Experimentalgruppe auftraten. Die Aussagekraft der Ergebnisse ist jedoch aufgrund methodischer Einschränkungen begrenzt, insbesondere durch die geringe Stichprobengröße sowie bestehende Varianzunterschiede zwischen den Gruppen.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

  • Inhaltsverzeichnis S. 3
  • Abkürzungsverzeichnis S. 6
  • Abbildungsverzeichnis S. 7
  • Anlagenverzeichnis S. 8
  • 1 Leise Klänge in einer lauten Zeit – Klangmassagen und ihr Beitrag zum Wohlbefinden von Pflegekräften im Kontext der Positiven Psychologie S. 9
    • 1.1 Problemstellung S. 10
    • 1.2 Zielsetzung S. 11
    • 1.3 Aufbau der Arbeit S. 12
  • 2 Theoretische Grundlagen und Einordnung der Klangmassagen-Intervention S. 13
    • 2.1 Grundlagen der Positiven Psychologie S. 13
      • 2.1.1 Entstehung und Zielsetzung der Positiven Psychologie S. 14
      • 2.1.2 Definition und Anwendungsbereiche der Positiven Psychologie S. 15
      • 2.1.3 Abgrenzung und Kritik S. 16
      • 2.1.4 Konzept des Wohlbefindens S. 18
      • 2.1.5 Bedeutung individueller Ressourcen S. 20
      • 2.1.6 Auswahl empirischer Studien zur Wirksamkeit Positiver Psychologischer Interventionen S. 21
    • 2.2 Stress im Kontext der Altenpflege – theoretische Modelle, ressourcenorientierte Ansätze und Forschungslage S. 23
      • 2.2.1 Definition und zentrale Merkmale von Stress S. 23
      • 2.2.2 Überblick über zentrale Stressmodelle und arbeitspsychologische Ansätze S. 25
      • 2.2.3 Arbeitsbelastung und Ressourcen im Altenpflegeberuf S. 27
      • 2.2.4 Klangmassage als ressourcenorientiertes Entspannungsverfahren S. 29
      • 2.2.5 Evaluationsmöglichkeiten des Stresserlebens S. 30
      • 2.2.6 Forschungslage zu arbeitsbezogener Belastung und Stresserleben im Altenpflegekontext sowie zu Klangmassagen S. 31
    • 2.3 Verknüpfung der theoretischen Ansätze S. 33
      • 2.3.1 Theoretische Schnittstellen und Verbindungen S. 34
      • 2.3.2 Auswahl und Präzisierung des relevanten Konzepts S. 35
      • 2.3.3 Formulierung der Hypothesen S. 36
  • 3 Methodisches Vorgehen S. 36
    • 3.1 Rahmenbedingungen und Motivation der Untersuchung S. 37
    • 3.2 Praxissituation und Analyse der Ausgangslage im BRK-Wohn- und Pflegeheim „Am Staffelberg" S. 38
    • 3.3 Beschreibung des Studiendesigns S. 41
    • 3.4 Operationalisierung der Variablen S. 43
    • 3.5 Stichprobe und demografische Merkmale S. 44
    • 3.6 Durchführung der Klangmassagen-Intervention S. 47
    • 3.7 Erhebung der Daten S. 51
    • 3.8 Aufbereitung der erhobenen Daten S. 52
    • 3.9 Statistische Auswertung der Daten S. 53
  • 4 Präsentation der Ergebnisse S. 55
    • 4.1 Deskriptive Statistiken der PSS-10-Werte S. 56
    • 4.2 Ergebnisse zu H1a/H0a - Vergleich zwischen Interventions- und Kontrollgruppe S. 60
    • 4.3 Ergebnisse zu H1b/H0b - Prä-Post-Vergleich innerhalb der Experimentalgruppe S. 61
  • 5 Diskussion der Befunde im theoretischen Kontext S. 62
    • 5.1 Interpretation der Ergebnisse S. 62
    • 5.2 Limitationen und Bewertung der Maßnahme S. 65
  • 6 Fazit und Ausblick S. 68
  • Literaturverzeichnis S. 73
  • Anlagen S. 81

Zielsetzung & Themen

Diese Bachelorarbeit untersucht, ob eine achtwöchige Klangmassage-Intervention das subjektive Stresserleben von Pflegekräften in einem stationären Wohn- und Pflegeheim beeinflusst und mit deren psychischem Wohlbefinden zusammenhängt. Die zentrale Forschungsfrage lautet, inwieweit eine achtwöchige Klangmassagen-Intervention das subjektive Stresserleben und psychische Wohlbefinden von Pflegekräften in einem Wohn- und Pflegeheim beeinflusst und sich dies im Vergleich zu einer Kontrollgruppe ohne Intervention unterscheidet.

  • Die Rolle von Klangmassagen als entspannungsfördernde Intervention.
  • Das subjektive Stresserleben von Pflegekräften in der Altenpflege.
  • Konzepte der Positiven Psychologie und ihre Anwendung.
  • Der Zusammenhang zwischen individuellen Ressourcen und Wohlbefinden.
  • Experimentelle Studien zur Wirksamkeit psychologischer Interventionen.
  • Methodische Ansätze zur Erfassung von Stress und Wohlbefinden.

Auszug aus dem Buch

Klangmassage als ressourcenorientiertes Entspannungsverfahren

Die Klangmassage ist ein körperorientiertes Entspannungsverfahren, das akustische Schwingungen und Vibrationen nutzt und sich in unterschiedlichen kulturellen Traditio-nen wiederfindet, in denen Klänge zur Unterstützung meditativer oder beruhigender Zu-stände eingesetzt wurden (Geiszler & Geiszler, 2025a). Moderne Formen der Klangmas-sage greifen diese Grundidee auf und nutzen gezielte akustische Schwingungen, um ein multisensorisches Klangerlebnis zu schaffen, welches sowohl das auditive System als auch die Wahrnehmung über Haut, Faszien und Muskulatur anspricht (Walter & Hinter-berger, 2022, S. 1).

Typischerweise werden Klangschalen auf oder nahe am Körper positioniert und durch sanftes Anschlagen in Schwingung versetzt. Die entstehenden Vibrationen breiten sich über Gewebe- und Flüssigkeitsstrukturen aus und können als körperlich spürbare Reso-nanz wahrgenommen werden. Viele Anwender*innen berichten, dass solche Klangim-pulse eine Atmosphäre von Ruhe und Gelassenheit begünstigen und die Aufmerksam-keit verstärkt auf die eigene Körperwahrnehmung lenken (Geiszler & Geiszler, 2025a). Die Förderung dieser körperorientierten Achtsamkeit wird in psychologischen Ressour-cenmodellen als bedeutsam für die Regulation von Belastungen beschrieben, da eine feinere Wahrnehmung innerer Signale adaptive Bewältigungsprozesse unterstützen kann (Koller & Grotz, 2010, S. 2).

Zur theoretischen Einordnung der Klangmassage existieren unterschiedliche Erklä-rungsansätze. Physiologische Hypothesen betonen die Übertragung mechanischer Schwingungen auf Gewebe und deren potenziellen Einfluss auf Spannungszustände und Körperwahrnehmung. Psychologische Modelle heben die Rolle von Aufmerksam-keit, Regulation und innerer Sammlung hervor und verorten die Klangmassage in einem Spektrum achtsamkeits- und entspannungsbezogener Verfahren. Darüber hinaus werden in der Literatur auch Konzepte der Schwingungs- und Energiemedizin erwähnt, die von harmonisierenden Frequenzwirkungen ausgehen; diese Perspektiven sind je-doch nicht empirisch gesichert und werden überwiegend als ergänzende, nicht-wissen-schaftlich verifizierte Annahmen eingeordnet (Geiszler & Geiszler, 2025a).

Vor diesem Hintergrund lassen sich Klangmassagen theoretisch den ressourcenorien-tierten Ansätzen zuordnen, die im Rahmen der Positiven Psychologie eine zentrale Rolle spielen (Becker, 2024, S. 10). Um ihre potenziellen Effekte einordnen zu können, werden im folgenden Abschnitt ausgewählte Verfahren zur Messung von Stress dargestellt.

Zur Erfassung von Stress und seinen Bewältigungsformen existieren zahlreiche psycho-logische Verfahren mit unterschiedlichen theoretischen Schwerpunkten. Im Folgenden wird eine Auswahl etablierter Instrumente vorgestellt, die sich in Forschung und Praxis bewährt haben.

Zusammenfassung der Kapitel

Kapitel 1: Dieses Kapitel führt in das Thema ein, beleuchtet die Problemstellung, leitet die Zielsetzung ab und ordnet die Relevanz der Arbeit im Kontext der Positiven Psychologie ein.

Kapitel 2: Hier werden die theoretischen Grundlagen erläutert, darunter Konzepte der Positiven Psychologie, Wohlbefinden, individuelle Ressourcen, Stressmodelle sowie spezifische Belastungen in der Altenpflege, und die Klangmassage als ressourcenorientierter Ansatz theoretisch eingeordnet.

Kapitel 3: Das methodische Vorgehen wird beschrieben, einschliesslich der Rahmenbedingungen, des Studiendesigns, der Operationalisierung der Variablen, der Stichprobe sowie des Ablaufs der Klangmassagen-Intervention und Datenerhebung.

Kapitel 4: Dieses Kapitel präsentiert die Ergebnisse der Untersuchung, sowohl deskriptive Statistiken als auch die inferenzstatistische Prüfung der Hypothesen, einschliesslich Gruppenvergleichen und Prä-Post-Vergleichen.

Kapitel 5: Die Diskussion der Befunde erfolgt im theoretischen Kontext, wobei die Ergebnisse interpretiert, Limitationen reflektiert und die Qualität der Intervention bewertet werden.

Kapitel 6: Das abschliessende Kapitel fasst die zentralen Ergebnisse zusammen, gibt einen Ausblick auf praktische Implikationen und zeigt zukünftige Forschungsperspektiven auf.

Schlüsselwörter

Positive Psychologie, Wohlbefinden, Ressourcen, Stress, PSS-10, Klangmassage, Altenpflege, Wohn- und Pflegeheim, Arbeitsbelastung

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Diese Bachelorarbeit untersucht, ob eine achtwöchige Klangmassagen-Intervention das subjektive Stresserleben von Pflegekräften reduzieren und ihr psychisches Wohlbefinden im Kontext der Positiven Psychologie fördern kann.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themenfelder umfassen die Positive Psychologie, das subjektive Stresserleben, individuelles Wohlbefinden und Ressourcen, die spezifischen Belastungen im Altenpflegeberuf sowie die Klangmassage als entspannungsfördernde Intervention.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das primäre Ziel ist die Beantwortung der Forschungsfrage, inwieweit eine achtwöchige Klangmassagen-Intervention mit dem subjektiven Stresserleben und dem psychischen Wohlbefinden von Pflegekräften in einem Wohn- und Pflegeheim in Zusammenhang steht und sich dies im Vergleich zu einer Kontrollgruppe ohne Intervention unterscheidet.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Zur Beantwortung der Forschungsfrage wurde ein experimentelles Prä-Post-Design mit einer Experimental- und einer Kontrollgruppe eingesetzt, um Veränderungen im subjektiven Stresserleben zu messen.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil behandelt die theoretischen Grundlagen der Positiven Psychologie und der Stressforschung im Kontext der Altenpflege, das methodische Vorgehen der Untersuchung, die Präsentation der Ergebnisse sowie deren Diskussion im theoretischen Kontext.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird durch folgende Schlüsselwörter charakterisiert: Positive Psychologie, Wohlbefinden, Ressourcen, Stress, PSS-10, Klangmassage, Altenpflege, Wohn- und Pflegeheim, Arbeitsbelastung.

Warum wurde die Positive Psychologie als theoretischer Rahmen gewählt?

Die Positive Psychologie wurde gewählt, weil sie eine salutogene Perspektive einnimmt, die den Erhalt und die Aktivierung von Ressourcen betont, um psychische Gesundheit zu stärken, anstatt sich nur auf Defizite zu konzentrieren.

Welche Rolle spielt die Perceived Stress Scale-10 (PSS-10) in dieser Studie?

Die PSS-10 ist das zentrale Messinstrument der Studie zur Erfassung des subjektiven Stresserlebens. Sie wurde aufgrund ihrer etablierten Validität, Reliabilität und ökonomischen Handhabung für diesen Forschungskontext ausgewählt.

Was sind die wichtigsten Limitationen der Untersuchung?

Wichtige Limitationen sind die geringe Stichprobengröße, eingeschränkte externe Validität durch Rekrutierung in einer einzelnen Einrichtung, mögliche Selbstselektion der Teilnehmenden, fehlende objektive Stressindikatoren und die Beschränkung auf kurzfristige Effekte ohne Prüfung der Nachhaltigkeit.

Welche praktischen Implikationen ergeben sich aus den Studienergebnissen für die Altenpflege?

Die Ergebnisse deuten darauf hin, dass kurze, niedrigschwellige und ressourcenorientierte Entspannungsformate wie Klangmassagen einen praktikablen Beitrag zur kurzfristigen Entlastung von Pflegekräften leisten und so gesundheitsförderliche Routinen im Arbeitsalltag etablieren können.

Excerpt out of 93 pages  - scroll top

Details

Title
Die Wirkung von Klangmassagen auf das Stresserleben von Pflegekräften
Subtitle
Eine experimentelle Interventionsstudie im Kontext der Positiven Psychologie
College
SRH - Mobile University
Grade
2,0
Author
Eva Hagel (Author)
Publication Year
2026
Pages
93
Catalog Number
V1697069
ISBN (PDF)
9783389177372
ISBN (Book)
9783389177389
Language
German
Tags
Positive Psychologie Wohlbefinden Ressourcen Stress Klangmassage Altenpflege Arbeitsbelastung Wohn-und Pflegeheim PSS-10 Pflegekräfte Altenpflegeberuf
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Eva Hagel (Author), 2026, Die Wirkung von Klangmassagen auf das Stresserleben von Pflegekräften, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1697069
Look inside the ebook
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
Excerpt from  93  pages
Grin logo
  • Grin.com
  • Shipping
  • Contact
  • Privacy
  • Terms
  • Imprint