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Der Einfluss des Wahlsystems auf die Wahlbeteiligung

„Ein Vergleich vor dem Hintergrund Großbritanniens, der USA, Deutschlands und der Schweiz“

Title: Der Einfluss des Wahlsystems auf die Wahlbeteiligung

Seminar Paper , 2011 , 21 Pages

Autor:in: Fabian Shafiq (Author)

Politics - Political systems in general and in comparison
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Die vorliegende Arbeit untersucht einen möglichen Einfluss des Wahlsystems auf die Wahlbeteiligung vor dem Hintergrund der Konsensus- und Mehrheitsdemokratien nach Lijphart.
Als Untersuchungsgegenstand werden die Länder Großbritannien, USA, Bundesrepublik Deutschland und die Schweiz dienen, da sich diese Länder in das Modell Lijpharts einordnen lassen und Großbritannien und die Schweiz Idealtypen für Mehrheitsdemokratien, beziehungsweise Konsensusdemokratien darstellen (vgl. Abromeit, Stoiber, 2006, S. 50). Aufgrund der Fallanzahl der Untersuchung handelt es sich bei dieser Arbeit um eine „small-n-analysis“, welche qualitative
Aussagen über diese spezifischen Fälle ermöglichen soll (vgl. Abromeit, Stoiber, 2006, S. 34).

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Definitionen

3. Konsensus- und Mehrheitsdemokratie nach Lijphart

4. Regerungssysteme im Überblick

4.1 Großbritannien

4.2 Schweiz

4.3 Bundesrepublik Deutschland

4.4 USA

5. Analyse der Wahlbeteiligung

6. Fazit

Zielsetzung und Themen der Arbeit

Die vorliegende Arbeit untersucht den Einfluss verschiedener Wahlsysteme auf die Wahlbeteiligung, indem sie die Demokratietypologie nach Lijphart auf die vier Länder Großbritannien, USA, Deutschland und die Schweiz anwendet und eine vergleichende Analyse vornimmt.

  • Analyse des Zusammenhangs zwischen Wahlsystemen und politischer Partizipation
  • Anwendung der Demokratietypologie von Lijphart (Konsensus- vs. Mehrheitsdemokratie)
  • Vergleich der Wahlbeteiligungsraten in vier ausgewählten Nationalstaaten
  • Überprüfung der These, dass Mehrheitsdemokratien eine niedrigere Wahlbeteiligung aufweisen
  • Diskussion der strukturellen Auswirkungen von Mehrheits- und Verhältniswahlrecht

Auszug aus dem Buch

1. Einleitung

Die vorliegende Arbeit untersucht einen möglichen Einfluss des Wahlsystems auf die Wahlbeteiligung vor dem Hintergrund der Konsensus- und Mehrheitsdemokratie nach Lijphart. Als Untersuchungsgegenstand werden die Länder Großbritannien, USA, Bundesrepublik Deutschland und die Schweiz dienen, da sich diese Länder in das Modell Lijpharts einordnen lassen und Großbritannien und die Schweiz Idealtypen für Mehrheitsdemokratien, beziehungsweise Konsensusdemokratien darstellen (vgl. Abromeit, Stoiber, 2006, S. 50). Aufgrund der Fallanzahl der Untersuchung handelt es sich bei dieser Arbeit eine „small-n-analysis“, welche qualitative Aussagen über diese spezifischen Fälle treffen soll (vgl. Abromeit, Stoiber, 2006, S. 34). Konkretisiert wird folgende Fragestellung untersucht: „Gibt es einen Zusammenhang zwischen Demokratieform und Wahlbeteiligung?“

Die sich aus der Fragestellung ergebene These ist wie folgt formuliert: „Mehrheitsdemokratien weisen eine niedrigere Wahlbeteiligung als Konsensusdemokratien auf, da das herrschende Mehrheitswahlrecht in Mehrheitsdemokratien zu strukturellen Ausschlüssen von politischen Minderheiten und deren Interessen führt.“

Diese These gründet auf der Annahme, dass Mehrheitsdemokratien aufgrund des herrschenden Mehrheitswahlrechts Interessen von Minderheiten nicht ausreichend in das politische System integrieren und aufgrund dessen Minderheiten nicht an politischen Wahlen partizipieren, da diese Partizipation keinen Einfluss auf den potentiellen Ausgang einer Wahl hätte (vgl. Schmidt, 2008, S. 319). Konsensusdemokratien hingegen integrieren aufgrund des herrschenden Verhältniswahlrechts die Interessen der politischen Minderheiten, welche folglich in ihrer Partizipation sinnvolles Handeln erkennen und an Wahlen partizipieren (vgl. Schmidt, 2008, S. 320). Die Relevanz dieser Arbeit ist insofern gegeben, als das die Beteiligung an Wahlen in „modernen Massendemokratien“ häufig die einzige Partizipationsform der Staatsbürger am politischen Leben darstellt (vgl. 2005, S. 3).

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Hier wird das Ziel der Untersuchung dargelegt, den Zusammenhang zwischen Demokratieform und Wahlbeteiligung anhand der Lijphart-Typologie zu analysieren.

2. Definitionen: In diesem Kapitel werden grundlegende Begriffe wie „Wahl“ und „Wahlsystem“ definiert, um eine wissenschaftliche Basis für die weitere Arbeit zu schaffen.

3. Konsensus- und Mehrheitsdemokratie nach Lijphart: Dieses Kapitel stellt die Demokratietypologie von Arend Lijphart vor und erklärt die zehn Indikatoren, die zur Differenzierung zwischen Konsensus- und Mehrheitsdemokratien dienen.

4. Regerungssysteme im Überblick: Hier werden die Länder Großbritannien, Schweiz, Deutschland und USA anhand der Lijphart-Indikatoren in die Typologie eingeordnet.

5. Analyse der Wahlbeteiligung: Dieses Kapitel vergleicht die tatsächlichen Wahlbeteiligungsraten der untersuchten Staaten, um die aufgestellte These empirisch zu überprüfen.

6. Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und bewertet die Hypothese kritisch unter Berücksichtigung des untersuchten Zeitraums und der Datenlage.

Schlüsselwörter

Wahlbeteiligung, Mehrheitsdemokratie, Konsensusdemokratie, Wahlsystem, Verhältniswahlrecht, Mehrheitswahlrecht, Politische Partizipation, Lijphart, Demokratietypologie, Demokratie, Wahlrecht, Politische Minderheiten, Fallstudie, Regerungssysteme, Repräsentation

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert den Zusammenhang zwischen unterschiedlichen Wahlsystemen und der jeweiligen Wahlbeteiligung in vier ausgewählten Demokratien.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Zentrale Themen sind die Typologie von Konsensus- und Mehrheitsdemokratien nach Lijphart, der Einfluss von Wahlrechten auf die Partizipation und der internationale Vergleich von Wahlbeteiligungsraten.

Welches primäre Ziel verfolgt die Arbeit?

Das Ziel ist die Überprüfung der These, dass Mehrheitsdemokratien aufgrund ihres Wahlsystems zu einer geringeren Wahlbeteiligung führen als Konsensusdemokratien.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es wird eine „small-n-analysis“ angewandt, bei der qualitative Aussagen durch den Vergleich von vier spezifischen Nationalstaaten getroffen werden.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil umfasst die theoretische Einordnung der Länder nach Lijphart sowie die detaillierte empirische Analyse der Wahlbeteiligungsdaten für Deutschland, die Schweiz, die USA und Großbritannien.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit am besten?

Wichtige Begriffe sind Wahlbeteiligung, Lijphart, Mehrheitsdemokratie, Konsensusdemokratie und Wahlsystem.

Warum wurden gerade die Länder Großbritannien, USA, Deutschland und die Schweiz ausgewählt?

Diese Auswahl wurde getroffen, weil sie als Idealtypen oder Mischformen der Lijphart-Typologie fungieren und somit einen fundierten Vergleich erlauben.

Konnte die aufgestellte These am Ende der Arbeit bestätigt werden?

Die These konnte für den untersuchten Zeitraum nicht eindeutig bestätigt werden, da sich die Datenlage differenzierter darstellt und die Kausalität komplexer ist als zunächst angenommen.

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Details

Title
Der Einfluss des Wahlsystems auf die Wahlbeteiligung
Subtitle
„Ein Vergleich vor dem Hintergrund Großbritanniens, der USA, Deutschlands und der Schweiz“
College
Technical University of Darmstadt
Author
Fabian Shafiq (Author)
Publication Year
2011
Pages
21
Catalog Number
V169838
ISBN (eBook)
9783640883684
ISBN (Book)
9783640883431
Language
German
Tags
einfluss wahlsystems wahlbeteiligung vergleich hintergrund großbritanniens deutschlands schweiz“
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Fabian Shafiq (Author), 2011, Der Einfluss des Wahlsystems auf die Wahlbeteiligung, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/169838
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