Die Konstantinische Wende - Eine Betrachtung zu drei Toleranzedikten

Galerius Edikt, "Mailänder Edikt", "Lehrschreiben über die Toleranz"


Seminararbeit, 2009

21 Seiten, Note: 1,7


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Das Toleranzedikt von Nikomedia

3 Das „Mailänder Edikt“

4 Das Lehrschreiben über die Toleranz

5 Schluss

6 Quellenangabe

1 Einleitung

„Es gibt nichts, was so auf dem freien Willen steht wie die Religion.“[1] laktanz

Nach dem Versagen der Diokletianischen Verfolgung und dem damit einhergehenden Versuch, das römische Imperium als Kultgenossenschaft zu einen, trat eine für die antiken Voraussetzungen ungewöhnliche Phase ein. Mit dem Toleranzedikt von Nikomedia des Kaisers Galerius von 311 wurde, neben den zahlreichen heidnischen Kulten, auch dem Christentum religiöse Freiheit und Betätigung gewährt, mit der Bedingung, für das Heil des Kaisers und des Staates zu beten2. In die Nachfolge dieses Edikts trat Konstantin, der im Laufe seiner langen Regierungszeit (306-337) einen persönlichen religiösen Wandel vollzog, welcher sich in seiner Politik dieser Jahre widerspiegeln sollte. Konstantin wandte sich von den heidnischen Göttern, wie Jupiter und Apollo, ab, begeisterte sich anschließend für den monotheistischen Glauben an den Sol Invictus und bekannte sich schließlich zum Christentum. Dieser Glaubensweg des Kaisers ist auch in den einzelnen Perioden seiner Herrschaft wiederzufinden, die sich anhand von zwei weiteren Toleranzedikten gliedern lässt. Mit dem „Edikt von Mailand“ im Jahre 313 beginnt Konstantins Bemühen für die Gleichstellung des Christentums mit der Jahrhunderte alten heidnischen Religion. Das Gleichgewicht dieses Nebeneinanders der Religionen auf Augenhöhe sollte sich in den folgenden Jahren jedoch zu Gunsten der Christen verschieben. Mit dem „Lehrschreiben über die Toleranz“ aus dem Jahr 324 sollte dieser Weg im Bekenntnis des Kaisers zum „Christengott“ enden. Die Christen erlangten den Status der Reichsreligion, wobei zu beachten gilt, dass Konstantin das Heidentum in seiner Amtszeit nicht verbot oder verfolgte. Es gab somit immer noch ein Nebeneinander der Religionen, nur nicht mehr „auf Augenhöhe“. In den folgenden Betrachtungen soll der Weg des Christentums von einer verfolgten Religion hin zur Reichsreligion anhand der drei oben genannten Toleranzedikte nachgezeichnet werden. Weiter stehen die Verfügungen dieser Schreiben im Vordergrund, um die Frage zu beleuchten, wie die Christen nach Erlangen der staatlichen Macht mit dem Heidentum umgingen, welches zuvor versuchte hatte, sie durch Verfolgungen auszurotten. Diese Arbeit soll hier lediglich den Zeitraum der Herrschaft Kaisers Konstantin I. umfassen [2]

2 Das Toleranzedikt von Nikomedia

Das Toleranzedikt von Nikomedia wurde am 30. April 311 von Kaiser Galerius verabschiedet und bedeutete das offizielle Ende der Christenverfolgung. Galerius verfasste dieses Edikt, in welchem er die christliche Religion zur „religio licita“[3], zur erlaubten Religion, erhob, auf seinem Sterbebett. Die Kirchenschriftsteller Laktanz und Euseb sahen in der Duldung der Christen durch den ehemaligen Verfolger einen Bußakt, der durch dessen lebensgefährliche Krankheit motiviert wurde[4]. Laktanz fuhrt in seinem Schreiben „De mortibus persecutorum“ die Leiden des krebskranken Kaisers minutiös auf und endet mit der Erkenntnis, dass Galerius auf Grund seiner Schmerzen von seiner Verfolgungssucht ablässt und Gott bekennt[5]. Der Geschichtsschreiber skizziert das Krebsleiden des Herrschers als Strafe Gottes (percussit eum deus insanabili plaga) und das folgende Edikt als einen Erlass eines Kaisers, der vom Christenverfolger zum Christ geworden ist. Diese Auffassung ist allerdings nicht zu beachten. Galerius gesteht sich an keiner Stelle eine Schuld ein, was für eine Buße von Nöten wäre. Er beschreibt lediglich, dass die Verfolgungen nicht den gewünschten Erfolg gebracht haben[6]. Von einem Bekenntnis zu Gott kann nach Studium des Edikts auch keine Rede sein, da er den Christen abspricht, auf dem rechten Weg zu sein. So heißt es:

„Denn aus irgendeinem Grunde hatte eben diese Christen ein solcher Eigenwille erfasst und solche Torheit ergriffen, dass sie nicht den Einrichtungen der Alten folgten, die vielleicht ihre eigenen Vorfahren zuerst eingeführt hatten, sondern sich nach eigenem Gutdünken und Belieben Gesetze zur Beobachtung schufen und in verschiedenen Gegenden verschiedene Bevölkerungen zu einer Gemeinschaft vereinigten.“[7]

Galerius hält somit an den alten Göttern fest und bekennt sich keineswegs zu dem Gott der Christen. Das Edikt von Nikomedia war also kein Bußakt, sondern vielmehr politisches Kalkül. Licinius (308-324), ein Adoptivsohn Diokletians (284-305) und enger Vertrauter Galerius, eilte bei der Nachricht vom Krebsleiden des Kaisers an dessen Sterbebett, da er sich im Kampf gegen Maximinus Daia, der auch den Thron begehrte, eine gute Ausgangsposition sichern wollte. Licinius war selbst kein Christenfreund, jedoch davon überzeugt, dass die Christen, die trotz der Verfolgung eine nicht zu unterschätzende Gruppe geblieben waren, sich mit ihren Verbündeten gegen Daia stellen würden. Galerius, von Schmerzen gepeinigt und ohne Hoffnung auf Genesung, ließ sich von Licinius ohne große Mühe zu diesem Edikt überreden[8]. Davon abgesehen, dass Galerius seit der Kaiserkonferenz von Carnuntum (308)[9] ein Befürworter Licinius' war, wollte er seinen Nachfolgern im Osten eine bessere Ausgangslage im Widerstreit mit den westlichen Herrschern geben und Frieden im Osten einkehren lassen.

Neben der Motivation zu diesem Edikt aus politischem Kalkül trat mit der Christenverfolgung ein kultisches Problem auf. Die Verfolgten brachten weder den Göttern der Römer Opfer, noch dem Christengott Gebet entgegen. Sie waren also kultlos geworden[10] . So stellt Galerius fest:

„Nachdem dann von uns der Befehl ergangen war, zu den Einrichtungen der Alten zurückzukehren, sind viele in Anklagen auf Leben und Tod verwickelt, viele auch von Haus und Herd verscheucht worden. Und da die meisten auf ihrem Vorsatze verharrten und wir sahen, dass sie weder den Göttern den gebührenden Dienst und die schuldige Verehrung erwiesen, noch auch den Gott der Christen verehrten, so haben wir in Anbetracht unserer mildesten Schonung und im Hinblick auf unsere immerwährende Gepflogenheit, allen Menschen Verzeihung zu gewähren, diese unsere bereitwilligste Nachsicht auch auf die Christen ausdehnen zu müssen geglaubt,[.„]“[11].

Im Römischen Reich waren Politik und Religion eng verbunden. Deswegen war es Aufgabe des Kaisers, stets für Frieden zwischen der „Menschenwelt“ und der „Götterwelt“ zu sorgen[12]. Er war für die Wahrung des religiösen Kultes verantwortlich und somit für das Wohlwollen der Götter. Die Einheit von göttlichem Wohlwollen und kaiserlichem Dienst war nach römischer Vorstellung nur durch das Einhalten des Kultes zu gewährleisten. Ein Aussetzen des Ritus, wie es zur Zeit der Verfolgung von den Christen praktiziert wurde, konnte also den Zorn der Götter hervorrufen. Galerius gewährte den Christen die Ausübung ihres Glaubens unter zwei Bedingungen. Erstens durfte der Gottesdienst nur wieder aufgenommen werden, insofern sie nichts wider die öffentliche Ordnung unternehmen.“[13] Diese Einschränkung der Freiheit ist vielseitig interpretierbar und bietet die Möglichkeit einer neuen Verfolgung, denn es ist nirgendwo festgeschrieben, was es bedeutet, gegen die „disciplina“ zu verstoßen[14]. Diese Bedingung macht deutlich, wie sehr die Duldung eines Verfolgten vom Mächtigen, der die Duldung ausspricht, abhängt. Es ist völlig subjektiv und liegt in der Hand des Kaisers, wann diese Bedingung nicht mehr erfüllt ist. Das Toleranzedikt des Galerius erhält den zukünftigen Machthabern einen Ermessensspielraum, der die Möglichkeit bietet, vom eingeschlagenen Kurs wieder abzuweichen.

Die zweite Bedingung des Galerius an die Christen war die Fürbitte für den Kaiser und den Staat. Nachdem Galerius in diesem Edikt den Christen eine, nur widerwillig eingestandene, Duldung ausspricht und sich über deren Eigenwilligkeit auslässt, endet der Text mit einer nicht gerade zu erwartenden Aufforderung an die Christen, für das Heil der Kaiser und des Staates zu beten. Bei dieser Aufforderung handelt es sich nicht etwa, wie Hermann Dörries in seinem Buch „Das Selbstzeugnis Kaiser Konstantins“ feststellt, um einen Ausspruch eines irre gewordenen Galerius, auch zweifelt dieser nicht etwa am Recht seiner eigenen Religion, noch handelt es sich um die Vorstellung eines Synkretismus[15], der allen Göttern gleichberechtigt die Macht einräumt, Heil bewirken zu können. Nein, Dörries spricht im Falle Galerius von der „Unabgeschlossenheit des heidnischen Denkens“[16]. Das Heidentum hat demnach die Möglichkeit, auch anderen Göttern Freiheit zu gewähren und es verspricht sich durch die Huldigung derer durch ihre Anhänger selbst Heil. In der römischen Vorstellung vom Heilswirken der Götter darf man nicht von einem „jenseitig-künftigen Heil“ ausgehen, sondern es handelt sich um das irdische Heil, welches jedem zu Lebzeiten zuteil werden soll[17]. Das Gebet für den Kaiser und den Staat hat eine lange Geschichte und hat seine Wurzeln in der griechischen Polis, in der die Auffassung vorherrschte, dass der Einzelne nur dann überleben könne, wenn auch die Gemeinschaft nicht unter Bedrohung stünde. Da der Herrscher sinnbildlich für das Wohl der Gemeinschaft steht, entwickelte sich hieraus der Kaiserkult, wobei es hauptsächlich darauf ankam, die Götter für das Wohl des Kaisers zu bitten, da sein Wohl auch das Wohl der Gemeinschaft bedeutete. So etablierte sich ein Kaiserkult, der Bestandteil des heidnischen Staates wurde. Den Christen wird in diesem Fall nicht nur die Duldung ausgesprochen, sondern ihr Gebet für den Kaiser wird auch als gültig anerkannt. Dies kann aber nicht bedeuten, dass Galerius sich durch diesen Akt selbst dem Christengott zuwendet. Dagegen spricht auch die Tatsache, dass er die Christen auffordert, zu ihrem Gott, „deum suum orare“, zu beten anstatt von „unserem“ Gott, „di nostri“, zu sprechen[18].

Das Galerius-Edikt ist das erste Wort der Toleranz gegenüber den Christen. Jedoch ist wohl Toleranz nicht gleich Toleranz. Im Falle des Galerius-Edikts spräche man lieber von Duldung, denn Toleranz schließt solch diffamierende Äußerungen, wie sie dem Edikt zu Grunde liegen, aus.

3 Das „Mailänder Edikt“

Die Bestimmungen des sogenannten „Mailänder Edikts“ gehen auf ein Treffen zwischen Konstantin und Licinius im Frühjahr des Jahres 313 in Mailand zurück. Ziel dieser Unterredung war es, eine einheitliche Regelung für die zukünftige Religionspolitik im Reich zu finden. Im Hintergrund dieser Besprechung stand Konstantins Sieg über Maxentius im Oktober 312 und seine daraus resultierende Alleinherrschaft im Westen. Im Osten kam es zu immer stärkeren Spannungen zwischen Licinius und Maximinius Daia, die sich seit 311 um die Nachfolge des Galerius stritten. Der Text des Edikts ist von Laktanz in einem Brief des Licinius an den Statthalter von Bithynien überliefert und stammt aus der Zeit nach dem Sieg über Daia[19]. Allgemein ist die Bezeichnung als Edikt für den vorliegenden Text nicht anerkannt, weshalb man eher von der „Mailänder Vereinbarung“ oder dem „Mailänder Protokoll“ spricht. Es hat nach Otto Seeck niemals ein reichsweites Edikt gegeben, das Regelungen zum Umgang mit den Christen beinhaltete[20]. Eher handelt es sich bei den Dokumenten um kaiserliche Mandate, welche zur Veröffentlichung durch die Statthalter verfasst wurden[21]. Unbestritten ist jedoch die Tatsache, dass es eine schriftlich fixierte Fassung der Vereinbarung gegeben haben muss, auf welche sich die Überlieferungen Laktanz' und Eusebs beziehen. Der Autor des Edikts verweist mehrere Male auf eine vorausgehende Urkunde, die von beiden gleichmäßig zitiert wird. Richard Laqueur weist weiter darauf hin, dass der Brief an den Statthalter von Bithynien nicht als einzelnes Dokument gesehen werden darf, da eine „Verfügung über das Verhältnis von Staat und Christentum“ niemals nur provinziellen Charakter gehabt hätte. Man kann somit davon ausgehen, dass dieses Schreiben auch an die anderen Statthalter erging. Des weiteren darf die Anredeformel „sublimitatis tuae officio“ nicht verwundern. Diese spricht erst einmal für die Einzigartigkeit des Erlasses, doch war dies zur damaligen Zeit usus. Die Edikte wurden an persönliche Adressen geschickt, aber in vielzähliger Form[22]. Ganz pragmatisch gesehen muss es für Dörries eine, dem Brief an den Statthalter von Bithynien zu Grunde liegende Urkunde gegeben haben, da es [...] keinen Rückfall in das verlassene System geben [sollte], dessen Verderblichkeit zur Genüge erwiesen war.“[23] Dies allein wird schon deutlich in den einführenden Worten der Vereinbarung[24]:

„Ich, Kaiser Konstantin, und ich, Kaiser Licinius, sind bei Mailand glücklich zusammengekommen und haben alle Angelegenheiten öffentlicher Wohlfahrt und Sicherheit beraten. Unter dem übrigen, was wir für viele Menschen als nützlich ansahen oder was zuerst geordnet werden musste - darunter war die Frage nach der Verehrung der Gottheit enthalten - ,[...].“[25]

Weiter ist die These Seecks anzunehmen, dass es im Westen keinen Grund gab, ein neues Edikt zu veröffentlichen. Seit 311 galt hier das Galerius-Edikt, welches Konstantin durch zahlreiche Schreiben an Statthalter seiner Reichshälfte erweiterte. Es gab im Westen nach dem Edikt von Nikomedia keinen Rückfall in die Verfolgung und somit keine Notwendigkeit ein neues Edikt zu verfassen. Anders als in christlichen Legenden dargestellt, war Maxentius kein Christenverfolger und die Schlacht an der Milvischen Brücke 312 kein Religionskrieg. Maxentius war Heide, doch setzte er das Edikt von Nikomedia um, indem er die Verfolgung beendete und sogar Kirchenbesitz zurück erstattete[26]. Ein weiteres Indiz für die Anerkennung des Edikts von 311 ist die Tatsache, dass Konstantin, der nach seinem Sieg über Maxentius oberster Befehlshaber im Staat geworden war, seinen Nebenkaisern im Osten ein neu verfasstes Exemplar des Galerius-Edikts zukommen ließ[27]. Im Osten war die Situation nach 311 allerdings eine andere. Nach Galerius' Tod konkurrierten hier Licinius und Maximinus Daia um die Nachfolge des Augustus. Maximinus hatte bereits kurz nach dem Ableben des Galerius den größten Teil des Ostens in seinen Besitz gebracht. Ein Abkommen zwischen beiden Machthabern klärte die Besitzverhältnisse, sodass Licinius den europäischen Teil der Ostgebiete zugesprochen bekam und Maximinus den östlichen Teil und Ägypten. Mit dieser Situation konnte sich Licinius allerdings nicht zufriedengeben, da ein solch kleines Machtgebiet Ansehensverlust bedeuten musste und ihm durch Konstantins Eroberung Italiens jegliche Möglichkeit verloren ging, sich nach Westen auszubreiten.

[...]


[1] Hermann Dörries: Konstantinische Wende und Glaubensfreiheit. In: Wort und Stunde/ hrsg. von Hermann Dörries. Göttingen 1966, 4.

[2] Bernhard Kötting: Religionsfreiheit und Toleranz im Altertum: 27. Jahresfeier am 18. Mai 1977. Opladen 1977, 28.

[3] religio licita = erlaubte Religion

[4] Dörries: Konstantinische Wende..., 18.

[5] „...tandem malis domitus deum coactus est confiteri.“ Laktanz: De mortibus persecutorum 33. In: Bibliothek der Kirchenväter. Kempten; München 1919, 41-43.)

[6] Vgl. Dörries:Konstantinsche Wende..., 18.

[7] „Siquidem quadam ratione tanta eosdem Christianos voluntas invasisset et tanta stultitia occupasset, ut non illa veterum instituta sequerentur, quae forsitan primum parentas eorundem constituerant, sed pro arbitrio suo atque ut isdem erat libitum, ita sibimet leges facerent quas observarent, et per diversa varios populos congregaren!“ (Laktanz: De mortibus persecutorum, 34. In: Bibliothek der Kirchenväter, 43.)

[8] Jacques Moreau: Die Christenverfolgung im römischen Reich. In: Aus der Welt der Religion: Forschungen und Bericht/ hrsg. von Erich Fascher; Hans-Werner Gensichen; Gustav Mensching und Geo Widengren. Berlin 1961, 112f.

[9] Die Kaiserkonferenz von Carnuntum (308) war ein Versuch, die am Boden liegende Tetrarchie zu retten. Nach dem überraschenden Tod des Constantius Chlorus (f306) war ein Streit über seine Nachfolge ausgebrochen. Die Kaiserkonferenz, an der Diokletian, Maximian und Galerius teilnahmen, ernannte Licinius zum neuen Augustus im Westen, obwohl Licinius nie Caesar gewesen ist. Dieser Rettungsversuch der Tetrarchie scheiterte allerdings, da weder Konstantin noch Maxentius, die sich nach dem Tod Konstantius zu Augusti ausriefen, diese Entscheidung annahmen. So kam es durch noch weitere Streitigkeiten, dass 310 insgesamt sieben Augusti um die Herrschaft im Reich kämpften. Vgl. ebd, 110.

[10] Vgl. Dörries: Konstantinische Wende..., 17.

[11] „Denique cum eiusmodi nostra iussio extitisset, ut ad veterum se instituta conferrent, multi periculo subiugati, multi etiam deturbati sunt. Atque cum plurimi in proposito perseverarent ac videremus nec diis eosdem cultum ac religionem debitam exhibere nec Christianorum deum observare, contemplatione mitissimae nostrae clementiae intuentes et consuetudinem sempiternam, qua solemus cunctis hominibus veniam indulgere, promptissimam in his quoque indulgentiam nostram credidimus porrigendam.“ (Laktanz: De mortibus persecutorum, 34. In: Bibliothek der Kirchenväter, 43f.)

[12] Klaus Martin Girardet: Die Konstantinische Wende und ihre Bedeutung für das Reich: Althistorische Überlegungen zu den geistigen Grundlagen der Religionspolitik Konstantin des Großen. In: Die Konstantinische Wende/ hrsg. von: Ekkehardt Mühlenberg. Gütersloh 1998, 45f.

[13] „...ita ut ne quid contra disciplinam agant.“ (Laktanz: De mortibus persecutorum, 34. In: Bibliothek der Kirchenväter, 44.)

[14] Vgl. Dörries: Konstantinische Wende..., 17.

[15] Synkretismus der Religion bedeutet bei Dörries die Vorstellung des gleichberechtigten Nebeneinanders der Religionen im Verständnis ,dass alle „die gleiche, vielnamige Gottheit meinen und diese nur auf verschiedenem Wege zu erreichen suchen.“ Vgl. Hermann Dörries: Das Selbstzeugnnis Kaiser Konstantins.Göttingen 1954, 228.

[16] Vgl. ebd, 228.

[17] Hans Ulrich Instinsky: Die alte Kirche und das Heil des Staates. München 1963, 22.

[18] Vgl. ebd, 61f.

[19] Es gibt auch eine Überlieferung des „Edikts“ durch Euseb. (Euseb: h. e. X 5, 2-14.)

[20] Otto Seeck: Das sogenannte EdiktvonMailand. ZeitschriftderKirchengeschichte 12 (1891), 381-386.

[21] Klaus Bringmann: Die konstantinische Wende: Zum Verhältnis von politischer und religiöser Motivation. Historische Zeitung 260 (1995), 33.

[22] Richard Laqueur: Die beiden Fassungen des sog. Toleranzedikts von Mailand. In: Epitymbion: Heinrich Swoboda dargebracht. Reichenberg 1927, 132-135.

[23] Dörries: Konstantinische Wende..., 21.

[24] Vgl. ebd, 21.

[25] „Cum feliciter tam ego quam Constantinus Augustus quam etiam ego Licinius Augustus apud Mediolanum convenissemus atque universa quae ad commoda et securitatem publicam pertinerent in tractatu haberemus, haec inter cetera, quae videbamus pluribus hominibus profutura, vel in primis ordinanda esse credidimus, quibus divinitatis reverentia continebatur, [...]“(Laktanz: De mortibus persecutorum 48, 2. In: Quellensammlung der Religionspolitik Konstantins des Großen (Lateinisch/Griechisch/Deutsch): Texte zur Forschung/ hrsg. von Volkmar Keil. Darmstadt 1995, 59.)

[26] Bruno Bleckmann: Maxentius. Der neue Pauly: Enzyklopädie der Antike 7 (1999), 1065-1067.

[27] Vgl. Moreau: Die Christenverfolgung..., 115f.

Ende der Leseprobe aus 21 Seiten

Details

Titel
Die Konstantinische Wende - Eine Betrachtung zu drei Toleranzedikten
Untertitel
Galerius Edikt, "Mailänder Edikt", "Lehrschreiben über die Toleranz"
Hochschule
Universität Leipzig
Note
1,7
Autor
Jahr
2009
Seiten
21
Katalognummer
V169922
ISBN (eBook)
9783640884575
ISBN (Buch)
9783640884346
Dateigröße
493 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Mäiländer Edikt, Konstantin der Große, Galerius
Arbeit zitieren
Hans Martin Golz (Autor), 2009, Die Konstantinische Wende - Eine Betrachtung zu drei Toleranzedikten, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/169922

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