Grin logo
de en es fr
Shop
GRIN Website
Publish your texts - enjoy our full service for authors
Go to shop › Psychology - Clinical Psychology, Psychopathology, Prevention

Schizophrenie - Ein Überblick

Title: Schizophrenie - Ein Überblick

Term Paper (Advanced seminar) , 2003 , 26 Pages , Grade: 1

Autor:in: Nadine Hartkopf (Author)

Psychology - Clinical Psychology, Psychopathology, Prevention
Excerpt & Details   Look inside the ebook
Summary Excerpt Details

Durch das Seminar „Sozialpsychatrie II“ entstand bei mir der Wunsch mich etwas näher mit
dem Thema der Schizophrenie auseinander zu setzten. Da während des Seminars das Referat,
welches sich speziell mit der Schizophrenie beschäftigen sollte, leider ausfiel, wollte ich
durch eine Hausarbeit mehr über die Ursachen und Symptome, aber auch über das Leben von
Schizophrenieerkrankten und ihren persönlichen Umgang mit der Erkrankung herausfinden.
Da ich neben meinem Studium seit etwa zwei Jahren in einer Einrichtung für seelisch
erkrankte Menschen arbeite, habe ich einige Erfahrungen im Umgang mit psychischen
Erkrankungen, wobei aber die Diagnose, um was für eine spezielle Erkrankung es sich
handelt, nie eine Rolle für das tägliche Miteinander gespielt hat. Mein Interesse liegt nun darin
mehr über die Krankheit zu erfahren, sensibel für die verschiedenen Erlebniswelten dieser
psychisch erkrankten Menschen zu werden und so vielleicht mehr Verständnis und
Einfühlungsvermögen in meine Arbeit einbringen zu können.
Um zu klären, was die Diagnose Schizophrenie für Betroffene und Angehörige bedeutet,
werde ich nach einem historischen Rückblick, welcher sich mit den Vorurteilen, die in
diesem Kontext entstanden, beschäftigt das Krankheitsbild mit den Symptomen, seinen
verschiedenen Formen von Schizophrenien, den Verlauf und den Ursachen der Erkrankung
darstellen, wobei ich durch die Aufzählung beispielhafter Situationen eine hohe
Anschaulichkeit erreichen möchte. Im Weiteren werde ich kurz auf die verschiedenen
Therapieformen und die medikamentöse Behandlung von Schizophrenien eingehen. Auch auf
den Umgang der Angehörigen und Betroffenen mit der Schizophrenie und den möglichen
gesellschaftlichen Widerständen muss an dieser Stelle eingegangen werden. Den Abschluß
stellt mein persönliches Fazit dar.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1.) Einleitung

2.) Definition: - Was heisst Schizophrenie? -

3.) Historisches über Schizophrenie

4.) Symptomatik

4.1.) Plus-Symptomatik

4.2.) Minus-Symptomatik

5.) Diagnose und Typisierung der Schizophrenie

6.) Verlauf einer Schizophrenie

6.1.) Prodomalphase

6.2.) Floride Phase

6.3.) Residualphase

7.) Ursachen für eine schizophrene Erkrankung

7.1.) Genetische Faktoren

7.2.) Somatische Faktoren

7.3.) Psychosoziale Faktoren

7.4.) Vulnerabilitätsmodell

8.) Verschiedene Therapieformen

9.) Was bedeutet die Diagnose für Betroffene und Angehörige?

10.) Fazit

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Die vorliegende Arbeit gibt einen fundierten Überblick über das Krankheitsbild der Schizophrenie. Das Ziel ist es, ein besseres Verständnis für die Ursachen, die Symptomatik sowie die Lebenswelt der Betroffenen zu entwickeln, um so im professionellen Kontext sensibler und mit größerem Einfühlungsvermögen agieren zu können.

  • Historische Betrachtung und Entwicklung des Schizophrenie-Begriffs
  • Differenzierung zwischen Plus- und Minus-Symptomatik
  • Kriterien für die Diagnose und Unterarten der Erkrankung
  • Ursachenforschung mittels des Vulnerabilitätsmodells
  • Therapeutische Ansätze und Entlastung für Angehörige

Auszug aus dem Buch

4.1.) Plus-Symptomatik

a) Veränderung im Erleben der eigenen Person:

Die Erkrankten empfinden sich selbst, ihre Gedanken, ihre Gefühle und ihr Handeln als fremd. Sie haben dass Gefühl, dass ihnen die Kontrolle über die Dinge, die ihre Person ausmacht zu verlieren, möglicherweise auch diese Kontrolle von Aussen entzogen zu bekommen. Dieses Symptom geht mit anderen Merkmalen einer Schizophrenie-erkrankung einher, zum Beispiel mit dem aufkommenden Gefühl, dass ihre Gedanken von anderen gelesen werden können, was sich bis hin zu einem Verfolgungswahn steigern kann. „ Sie können doch meine Gedanken lesen und wissen genau, wie es um mich steht. Verstellen sie sich nicht. Sie wissen bestens, was passiert ist. Sie haben doch auch daran teilgenommen. Da ist doch Gedankenübertragung im Spiel.“

b) Veränderung des Denkens:

Die Logik der Gedanken geht beim Patienten verloren, es liegt eine formale Denkstörung vor, bei welcher auch der Gebrauch der Sprache in Mitleidenschaft gezogen werden kann. Die Gedanken lassen sich nicht mehr ordnen, es kann zu einer Gedankenflut oder aber auch zu einem Abreissen der Gedankengänge kommen. Das Denken nimmt eine Form an, die in ihrer Intensität nicht mehr verarbeitet werden kann und die nicht mit den Regeln des Denkens Nicht-Erkrankter gemessen werden kann.

Zusammenfassung der Kapitel

1.) Einleitung: Die Autorin begründet ihr Interesse an der Schizophrenie durch Erfahrungen aus dem Studium und der Arbeit mit psychisch erkrankten Menschen.

2.) Definition: - Was heisst Schizophrenie? -: Hier wird der von Eugen Bleuler eingeführte Begriff erläutert und die Abgrenzung zum populären Irrglauben einer Persönlichkeitsspaltung vorgenommen.

3.) Historisches über Schizophrenie: Dieses Kapitel gibt einen kurzen Einblick in den Wandel psychiatrischer Behandlungsmethoden und räumt mit langjährigen Vorurteilen auf.

4.) Symptomatik: Es erfolgt eine detaillierte Aufarbeitung der Plus- und Minus-Symptomatik zur Orientierungshilfe für Betroffene und Helfer.

5.) Diagnose und Typisierung der Schizophrenie: Die Vorgehensweise bei der klinischen Diagnose sowie die Bedeutung internationaler Klassifikationssysteme wie DSM-IV und ICD-10 werden dargelegt.

6.) Verlauf einer Schizophrenie: Die Kapitel unterteilen die Erkrankung in drei Hauptphasen (Prodromal-, floride und Residualphase) und diskutieren die sogenannte "Drittelregel".

7.) Ursachen für eine schizophrene Erkrankung: Die Arbeit beleuchtet genetische, somatische und psychosoziale Faktoren und führt das Vulnerabilitätsmodell als integratives Erklärungsmodell ein.

8.) Verschiedene Therapieformen: Dieser Abschnitt beschreibt medikamentöse, psychotherapeutische und soziotherapeutische Interventionsmöglichkeiten.

9.) Was bedeutet die Diagnose für Betroffene und Angehörige?: Das Kapitel behandelt die emotionale Belastung der Diagnose und gibt Verhaltensratschläge für ein förderliches Miteinander.

10.) Fazit: Die Autorin reflektiert ihre gewonnenen Erkenntnisse und den persönlichen Mehrwert für ihre berufliche Praxis.

Schlüsselwörter

Schizophrenie, Plus-Symptomatik, Minus-Symptomatik, Psychose, Vulnerabilitätsmodell, Neuroleptika, Psychotherapie, Diagnose, Halluzinationen, Wahnvorstellungen, Angehörigenberatung, psychische Erkrankung, Sozialpsychiatrie.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit liefert einen strukturierten Überblick über das Krankheitsbild der Schizophrenie, von den historischen Hintergründen über die Symptomatik und Ursachen bis hin zu Therapiemöglichkeiten.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Im Fokus stehen die diagnostische Abgrenzung der Symptome, die verschiedenen Phasen des Krankheitsverlaufs sowie der praktische Umgang von Angehörigen mit der Diagnose.

Welches primäre Ziel verfolgt die Arbeit?

Das Hauptziel ist es, Verständnis für die Erlebniswelten schizophren erkrankter Menschen zu schaffen, um so eine fachlich fundierte und empathische Betreuung zu ermöglichen.

Welche wissenschaftlichen Methoden finden Anwendung?

Die Autorin stützt sich auf eine Literaturanalyse gängiger Fachliteratur und verknüpft diese mit eigenen Reflexionen aus der praktischen Arbeit in einer sozialpsychiatrischen Einrichtung.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert ausführlich die Symptome, die diagnostischen Kriterien nach DSM-IV und ICD-10 sowie die verschiedenen Erklärungsansätze für die Entstehung der Krankheit.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind insbesondere Schizophrenie, Symptomatik, Vulnerabilität, Diagnose und Therapieansätze.

Was besagt die erwähnte "Drittelregel" bei der Schizophrenie?

Die Arbeit führt diese Regel ein, um zu verdeutlichen, dass ein Drittel der Betroffenen vollständig heilt, ein Drittel phasenweise erkrankt und ein Drittel einen chronischen Verlauf zeigt.

Welche Ratschläge erhalten Angehörige für den Umgang mit Betroffenen?

Die Autorin empfiehlt u.a., eine optimale medikamentöse Behandlung zu unterstützen, sich so normal wie möglich zu verhalten und die Realität des Erkrankten zu akzeptieren, anstatt diese krampfhaft zu widerlegen.

Excerpt out of 26 pages  - scroll top

Details

Title
Schizophrenie - Ein Überblick
College
Christian-Albrechts-University of Kiel  (Philosophische Fakultät)
Course
Sozialpsychatrie
Grade
1
Author
Nadine Hartkopf (Author)
Publication Year
2003
Pages
26
Catalog Number
V16998
ISBN (eBook)
9783638216852
Language
German
Tags
Schizophrenie Sozialpsychatrie
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Nadine Hartkopf (Author), 2003, Schizophrenie - Ein Überblick, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/16998
Look inside the ebook
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
Excerpt from  26  pages
Grin logo
  • Grin.com
  • Shipping
  • Contact
  • Privacy
  • Terms
  • Imprint