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Die vergleichende elektromyographische Untersuchung knieführender Muskulatur bei hämophilen Patienten mit und ohne Kontraktur

Titel: Die vergleichende elektromyographische Untersuchung  knieführender Muskulatur bei hämophilen Patienten mit und ohne Kontraktur

Examensarbeit , 2010 , 105 Seiten , Note: 1

Autor:in: Michael Matzerath (Autor:in)

Sport - Sportmedizin, Therapie, Ernährung
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Folgende Fragestellungen sollen beantwortet werden:
1a) Sind Unterschiede in der Muskelaktivität bei hämophilen Patienten mit Kontraktur im Vergleich zu hämophilen Patienten ohne Kontraktur im bipedalen Stand zu erkennen?
1b) Zeigen sich in der graduellen Kniebeuge zwischen den hämophilen Patienten mit und ohne Kontraktur Unterschiede in der Aktivität der kniegelenksumgreifenden Muskulatur.
1c) Unterscheidet sich das Aktivitätsverhalten der hämophilen Patienten zu einer nicht hämophilen Kontrollgruppe im Verlauf vom bipedalen Stand zur graduellen Kniebeuge. ---- Methodik und Vorgehen:
In der Studie wurden 25 männliche Patienten mit Hämophilie und eine Kontrollgruppe (N=21), die nicht von Hämophilie betroffen ist, elektromyographisch erfasst. Hierbei wurde die Aktivität folgender Muskeln erhoben: M. tensor fasciae latae (TFL) M. rectus femoris (RF), M. vastus medialis (VM), M. vastus lateralis (VL), M. biceps femoris (BF) und M. semitendinosus (ST). Nach einer Vorbehandlung der Haut durch Haarentfernung und Reinigung deren Oberfläche mit einer Abrasionspaste (Fa. Epicont, GE Medical Systems Information Technologies GmbH, Freiburg, Deutschland) folgte das Anbringen der Elektroden (Fa. ARBO, Tyco Healthcare, Halberstadt, Deutschland) auf die Haut. Die Messungen fanden unter verschiedenen Anforderungen statt. So folgten Messungen im bipedalen bzw. monopedalen Stand und mit erhöhtem Schwierigkeitsgrad, auf unterschiedlichen Untergründen und mit geschlossenen Augen, auf die in dieser Untersuchung nicht eingegangen werden soll. In dieser Arbeit werden folgende Standpositionen untersucht: bipedaler Stand und eine graduelle Kniebeuge mit einem Flexionswinkel von 30 Grad.
Um die Aktivität der knieführenden Muskulatur zu bestimmen, werden Daten aus elektromyographischen Untersuchungen herangezogen. Die Elektromyographie (EMG) ist eine experimentelle Technik die sich der Entstehung, Aufzeichnung und Analyse myoelektrischer Signale widmet. Myoelektrische Signale werden durch physiologische Zustandsvariationen der Muskelfasermembran generiert (Konrad, 2005).

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

1.1 Hämophilie

1.1.1 Historie

1.2 Ätiologie des Krankheitsbildes und Pathogenese

1.2.1 Hämophile Athropathie

1.2.2 Kontrakturen

1.3 Das Knie

1.4 Physiologie und Funktionen im Stand und der graduellen Kniebeuge

1.5 Elektromyographie

1.5.1 Einsatz, Möglichkeiten und Grenzen der Elektromyographie

1.5.2 Elektromyographische Messungen am hämophilen Kniegelenk

2. Fragestellung

3. Material und Methoden

3.1 Probandenauswahl

3.1.1 Ein- und Ausschlusskriterien

3.1.2 Probandenbeschreibung

3.1.3 Einteilung der Probanden hinsichtlich des Gelenkstatus

3.2 Studiendesign

3.2.1 Datenerhebung

3.2.2 Versuchsanordnung

3.3 Untersuchungsgeräte und Testverfahren

3.3.1 Die Oberflächenelektromyographie (OEMG)

3.3.2 Die EMG-Elektroden

3.3.3 EMG-Messung

3.4 Statistische Untersuchung

3.4.1 Vorarbeiten zur statistischen Untersuchung

3.4.2 Statistische Verfahren

4. Ergebnisse

4.1 Gliederung der Untersuchung

4.1.1 Bipedaler Stand – stärker betroffenes Gelenk – Hämophile mit Kontraktur vs. Hämophile ohne Kontraktur

4.1.2 Bipedaler Stand – stärker betroffenes Gelenk – Hämophile mit Kontraktur vs. Kontrollgruppe

4.1.3 Bipedaler Stand – stärker betroffenes Gelenk – Hämophile ohne Kontraktur vs. Kontrollgruppe

4.1.4 Bipedaler Stand – geringer betroffenes Gelenk – Hämophile mit Kontraktur vs. Hämophile ohne Kontraktur

4.1.5 Bipedaler Stand – geringer betroffenes Gelenk – Hämophile mit Kontraktur vs. Kontrollgruppe

4.1.6 Bipedaler Stand – geringer betroffenes Gelenk – Hämophile ohne Kontraktur vs. Kontrollgruppe

4.1.7 Differenzen – stärker betroffenes Gelenk – Hämophile mit Kontraktur vs. Hämophile ohne Kontraktur

4.1.8 Differenzen – stärker betroffenes Gelenk – Hämophile mit Kontraktur vs. Kontrollgruppe

4.1.9 Differenzen – stärker betroffenes Gelenk – Hämophile ohne Kontraktur vs. Kontrollgruppe

4.1.10 Differenzen – geringer betroffenes Gelenk – Hämophile mit Kontraktur vs. Hämophile ohne Kontraktur

4.1.11 Differenzen – geringer betroffenes Gelenk – Hämophile mit Kontraktur vs. Kontrollgruppe

4.1.12 Differenzen – geringer betroffenes Gelenk – Hämophile ohne Kontraktur vs. Kontrollgruppe

5. Diskussion

5.1 Untersuchung

5.1.1 Aktivitätsverhalten im bipedalen Stand

5.1.2 Aktivitätsverhalten im Verlauf vom bipedalen Stand zur graduellen Kniebeuge innerhalb des hämophilen Patientenklientels

5.1.3 Aktivitätsverhalten im Verlauf vom bipedalen Stand zur graduellen Kniebeuge zwischen Hämophilen und einer Kontrollgruppe

5.2 Methodenkritik

5.2.1 Studiendesign

5.2.2 Probandengut

5.2.3 Elektromyographie

5.3 Schlussbetrachtung und Ausblick

6. Zusammenfassung

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht den Einfluss einer bestehenden Kontraktur am Kniegelenk auf die Muskelaktivität bei hämophilen Patienten während des bipedalen Standes und einer graduellen Kniebeuge. Durch elektromyographische Messungen der knieführenden Muskulatur wird analysiert, ob sich die Aktivitätsmuster dieser Patientengruppe signifikant von denen gesunder Kontrollpersonen unterscheiden.

  • Vergleich der Muskelaktivität zwischen hämophilen Patienten mit und ohne Kontraktur
  • Einsatz der Oberflächenelektromyographie (OEMG) zur objektiven Datenanalyse
  • Untersuchung von biomechanischen Veränderungen in Ruhe und bei Belastung
  • Evaluation des Einflusses von Gelenkpathologien auf das posturale System

Auszug aus dem Buch

1.2.1 Hämophile Arthropathie

Gelenkblutungen können Entzündungen auslösen, die sich über Knorpelschäden bis hin zu Gelenkzerstörungen ausweiten können. Andererseits können ausgehend von den Gelenkblutungen, Schmerzen und Bewegungseinschränkungen die Folge sein, die über Muskelverkürzungen, Gelenkinstabilität ebenfalls einen Funktionsverlust des Gelenks bezwecken können.

Wie der Zyklus bei Gelenkblutungen verlaufen kann, zeigt das Schaubild (Abb. 3).

Bedingt durch die Blutabbauprodukte entstehen bei einem multifaktoriellen Mechanismus durch gewebetoxische Enzyme und Radikale schwere sekundäre Knorpelschäden, zunehmende arthrotische Veränderungen und letztlich fortschreitende Gelenkversteifungen (Erlemann et al., 1990; Hamel et al., 1988; Hogh et al., 1987; Arnold & Hilgartner, 1977; Atkins et al., 1987). Unter hämophiler Arthropathie versteht man die blutungsbedingten Dauerschäden der Gelenke, die in den Vordergrund des klinischen Erscheinungsbildes gerückt sind.

Resultat der hämophilen Arthropathie kann schließlich im Rahmen einer sekundären Arthrose in fortschreitenden Fehlstellungen und Gelenkversteifungen (Kontrakturen) zu einer schweren Behinderung des Hämophiliepatienten führen.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung erläutert die Grundlagen der Hämophilie, die Pathogenese der Gelenkveränderungen sowie die physiologischen Grundlagen der Kniegelenksbewegung und der Elektromyographie.

2. Fragestellung: Das Kapitel definiert das zentrale Forschungsziel, den Einfluss von Kontrakturen auf die Muskelaktivität nachzuweisen und formuliert spezifische Fragestellungen zur Untersuchung.

3. Material und Methoden: Hier werden die Auswahl der Probanden, das Studiendesign, die angewandten EMG-Techniken sowie die statistischen Verfahren zur Datenanalyse ausführlich beschrieben.

4. Ergebnisse: Dieses Kapitel präsentiert die erhobenen Daten zur Muskelaktivität im bipedalen Stand und bei der graduellen Kniebeuge, unterteilt in die verschiedenen Probandengruppen.

5. Diskussion: Im Diskussionsteil werden die Ergebnisse kritisch interpretiert, mit der aktuellen Studienlage verknüpft und methodische Aspekte der Untersuchung hinterfragt.

6. Zusammenfassung: Dieses abschließende Kapitel fasst die zentralen Erkenntnisse der Arbeit zusammen, insbesondere die Unterschiede im Aktivitätsverhalten hämophiler Patienten mit und ohne Kontraktur.

Schlüsselwörter

Hämophilie, Hämophile Arthropathie, Kniegelenk, Kontraktur, Elektromyographie, Oberflächenelektromyographie, Muskelaktivität, Bipedaler Stand, Kniebeuge, Posturale Kontrolle, Rehabilitation, Sporttherapie, Gelenkblutung, Biomechanik

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Untersuchung grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die Auswirkungen von Gelenkkontrakturen bei Hämophilie auf die Muskelaktivität der knieführenden Muskulatur.

Welche zentralen Themenfelder stehen im Fokus?

Die zentralen Themen sind die Pathophysiologie der hämophilen Arthropathie, die funktionelle Anatomie des Kniegelenks und die Anwendung der Elektromyographie zur Leistungsdiagnostik.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Das primäre Ziel ist es, nachzuweisen, wie eine bestehende Kniekontraktur das Aktivitätsverhalten der umliegenden Muskulatur im Stand und bei Belastung beeinflusst.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es wurde eine vergleichende elektromyographische Untersuchung (OEMG) an 26 Hämophilen und 21 Kontrollpersonen durchgeführt, die statistisch mittels Varianzanalyse (ANOVA) ausgewertet wurde.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Im Hauptteil werden neben den theoretischen Grundlagen detailliert die Probandenauswahl, die apparativen Messbedingungen der EMG sowie die statistische Aufbereitung der Daten dargestellt.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die wichtigsten Schlagworte umfassen Hämophilie, Kniegelenk-Kontraktur, Oberflächen-EMG und die motorische Kontrolle bei orthopädischen Einschränkungen.

Warum spielt die Unterscheidung nach dem "Gelenkstatus" eine Rolle?

Die Unterteilung in stärker und geringer betroffene Gelenke ist notwendig, da das Ausmaß der Arthropathie direkt mit der reflektorischen Innervationshemmung der Muskulatur korreliert.

Welche Schlussfolgerung zieht der Autor für die Therapie?

Der Autor betont, dass Patienten mit Kontraktur getrennt betrachtet werden müssen, da sie ein grundlegend anderes Aktivierungsmuster zeigen, was eine individualisierte Sporttherapie erforderlich macht.

Ende der Leseprobe aus 105 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Die vergleichende elektromyographische Untersuchung knieführender Muskulatur bei hämophilen Patienten mit und ohne Kontraktur
Hochschule
Bergische Universität Wuppertal  (Lehrstuhl für Sportmedizin)
Note
1
Autor
Michael Matzerath (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2010
Seiten
105
Katalognummer
V170037
ISBN (eBook)
9783640886463
ISBN (Buch)
9783640886456
Sprache
Deutsch
Schlagworte
untersuchung muskulatur patienten kontraktur
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Michael Matzerath (Autor:in), 2010, Die vergleichende elektromyographische Untersuchung knieführender Muskulatur bei hämophilen Patienten mit und ohne Kontraktur, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/170037
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Leseprobe aus  105  Seiten
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