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Der ontologische Gottesbeweis

Am Beispiel von René Descartes‘ Meditationen über die erste Philosophie und Immanuel Kants' Kritik der reinen Vernunft

Title: Der ontologische Gottesbeweis

Seminar Paper , 2011 , 17 Pages , Grade: 2,0

Autor:in: Nadine E. Schreiner (Author)

Philosophy - Theoretical (Realisation, Science, Logic, Language)
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Eine der grundlegenden Fragen der Menschheit ist die nach einem höheren Wesen. Mag dieses höhere Wesen nun Gott, Jahwe, Allah, oder einen sonstigen Namen tragen, versu-chen doch Menschen verschiedenster Herkunft, Bildung oder Standes, die Existenz dieses Wesens zu beweisen oder Beweise für die Existenz einer solch höheren, gar außerirdischen, oder besser überirdischen Macht zu finden.
Die Frage nach einem höheren Wesen ist seit je her eine interdisziplinäre Fragestellung, da man diese Fragestellung aus den verschiedensten Blickwinkeln und mit den unter-schiedlichsten Motivationen betrachten kann. So fällt jedem bei der Betrachtung der Fra-ge nach einem höheren Wesen natürlich sofort die Theologie als zuständige wissenschaft-liche Disziplin ein. Jedoch kann man, wenn man etwas länger an der Frage, wer sich mit dieser Themenstellung befasst, verharrt und sich hierüber Gedanken macht, dass auch die Ethnologie, die Philosophie und ja selbst die Naturwissenschaften dieser Frage auf den Grund gehen. Jede sicherlich aus ihrer eigenen Motivation heraus und mit unterschiedli-cher Intensität, jedoch kann jede Disziplin ihren Beitrag zu einem Gottesbeweis leisten.
Diese Arbeit, die rein der philosophischen Disziplin Rechnung trägt, wird sich nach einer kurzen Einführung in die Begriffe der Ontologie und einem historischen Abriss der Got-tesbeweise, im Kern mit dem ontologischen Gottesbeweis aus René Descartes´ „Mediati-onen über die Erste Philosophie“ und dessen Kritik aus Kants Werk „Kritik der reinen Vernunft“ befassen.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

0. Einleitung

1. Begriffserklärungen

1.1 Ontologie

1.2 Sein

1.3 Entität

2. Geschichtlicher Abriss des Gottesbeweises

2.1 Der Gottesbeweis in der Antike

2.2. Der Gottesbeweis im Mittelalter

2.3 Der Gottesbeweis in der frühen Neuzeit

2.4 Der Gottesbeweis in der Neuzeit und heute

3. René Descartes

3.1 René Descartes Leben

3.2 René Descartes Werk

3.3 René Descartes` ontologischer Gottesbeweis

3.3.1 Der Gottesbeweis durch die Definition von Gott

3.3.2 Der Gottesbeweis am Beispiel des Dreiecks

3.3.3 Resümee zu René Descartes Gottesbeweis

4. Immanuel Kant

4.1 Immanuel Kants Leben

4.2 Immanuel Kants Werk

4.3 Immanuel Kant und der ontologische Gottesbeweis

4.3.1 Gott existiert als synthetischer oder analytischer Satz

4.3.2 Sein –logisches oder reales Prädikat

4.3.3 Resümee zu Kants Darstellungen zum ontologischen Gottesbeweis

5. Resümee der Werke von René Descartes und Immanuel Kant

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht und vergleicht den ontologischen Gottesbeweis anhand der philosophischen Positionen von René Descartes und der kritischen Auseinandersetzung von Immanuel Kant, um die Möglichkeiten und Grenzen der vernunftbasierten Existenzbehauptung Gottes aufzuzeigen.

  • Historische Entwicklung des Gottesbeweises von der Antike bis zur Neuzeit
  • Descartes' Argumentation über die Notwendigkeit der Existenz Gottes als unendliche Substanz
  • Kants Kritik an der Auffassung von Existenz als Prädikat
  • Der methodische Unterschied zwischen rationalistischer Beweisführung und erkenntnistheoretischer Skepsis
  • Der Einfluss biografischer und zeitgeistbedingter Prägungen auf philosophische Gottesbilder

Auszug aus dem Buch

3.3.2 Der Gottesbeweis am Beispiel des Dreiecks

Im fünften Teil der Meditationen über die Philosophie „Fünfte Meditation Vom Wesen der materiellen Dinge, und nochmals von der Existenz Gottes“ geht Descartes erneut, wie der Untertitel erahnen lässt, der Frage nach, wie man die Existenz Gottes beweisen kann.

Hier macht sich Descartes zu Beginn erneut Gedanken über das reelle Sein aller Dinge. In diesem Fall stellt er fest, dass er sich viele Dinge vorstellen kann. „Besonders beachtenswert scheint es mir noch, daß [sic] ich in mir unzählige Vorstellungen irgendwelcher Dinge finde.“ So findet sich in seiner Vorstellung auch ein Dreieck, welches, obwohl es nicht in der Natur oder außerhalb Descartes Kopfes vorkommen muss, bestimmte Eigenschaften besitzt, welche nicht zu leugnen sind. Diese Eigenschaften, auf das Dreieck bezogen, z. B. die Winkelsumme von 180° oder die Lage der längsten Seite gegenüber dem größten Winkel sein, gelten bei allen Dingen der gleichen Gattung und Art. So schließt Descartes, dass alles was er sich vorstellen auch real existieren muss oder kann. So schreibt er „Wenn nun daraus, daß [sic] ich die Vorstellung eines Dinges aus meinem Denken entnehmen kann, sich ergibt, daß [sic] alles, was ich klar und deutlich als zu dem Ding gehörig erkenne, wirklich dazu gehört, läßt [sic] sich dann nicht hieraus ein Beweis für das Dasein Gottes gewinnen?“ um dann weiter zu folgern „Ich erkenne auch ebenso klar und deutlich, daß[sic] zu Gottes Natur eine aktuale und ewige Existenz gehört“. Jedoch erkennt er auch den Widerspruch hierin, denn man könne sich ja auch einen Gott ohne Sein Denken, doch halt, dieser Widerspruch ist keiner, denn „die Existenz Gottes (ist) ebensowenig von seinem Wesen trennbar wie vom Wesen des Dreiecks die Größe seiner Winkelsumme“

Zusammenfassung der Kapitel

0. Einleitung: Diese Einleitung führt in die zeitlose menschliche Suche nach einem höheren Wesen ein und skizziert das Ziel der Arbeit, den ontologischen Gottesbeweis bei Descartes und dessen Widerlegung durch Kant zu beleuchten.

1. Begriffserklärungen: Hier werden die fundamentalen philosophischen Begriffe Ontologie, Sein und Entität definiert, die als begriffliches Rüstzeug für die weiteren Untersuchungen dienen.

2. Geschichtlicher Abriss des Gottesbeweises: Dieses Kapitel gibt einen Überblick über die Entwicklung von Gottesbeweisen von der Antike über das Mittelalter bis zur frühen Neuzeit und verdeutlicht den Bedeutungswandel dieses Themas.

3. René Descartes: Dieser Abschnitt behandelt Descartes' Leben und sein Werk, bevor er detailliert dessen Gottesbeweis mittels der Definition Gottes und des Dreiecksvergleichs analysiert.

4. Immanuel Kant: Nach einer biografischen Einleitung erläutert das Kapitel Kants Kritik am ontologischen Gottesbeweis, insbesondere durch die Differenzierung von synthetischen und analytischen Sätzen sowie seine Analyse von Sein als logischem statt realem Prädikat.

5. Resümee der Werke von René Descartes und Immanuel Kant: Abschließend werden beide Positionen gegenübergestellt, wobei betont wird, dass der Gottesbeweis stark vom Zeitgeist geprägt ist und letztlich eine Frage des individuellen Glaubens bleibt.

Schlüsselwörter

Ontologie, Gottesbeweis, René Descartes, Immanuel Kant, Meditationen, Kritik der reinen Vernunft, Existenz, Sein, Prädikat, Analytisches Urteil, Synthetisches Urteil, Metaphysik, Dreiecksvergleich, Philosophiegeschichte, Gott

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit analysiert den ontologischen Gottesbeweis und stellt dabei die rationale Argumentation von René Descartes der erkenntnistheoretischen Kritik von Immanuel Kant gegenüber.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Die zentralen Felder umfassen die Geschichte der Gottesbeweise, die ontologischen Voraussetzungen von Gottesbildern sowie die logische Untersuchung der Existenzbehauptung als Prädikat.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es aufzuzeigen, wie Descartes versuchte, Gott durch reines Denken zu beweisen, und warum Kant diesen Ansatz unter Anwendung seiner Unterscheidung zwischen realen und logischen Prädikaten für gescheitert erklärte.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine philosophische Textanalyse, die das historische Umfeld der Denker berücksichtigt und ihre zentralen Werke zur Metaphysik vergleichend gegenüberstellt.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die detaillierte Darstellung von Descartes' Beweisführungen – inklusive seiner Dreiecksmetapher – und die systematische Dekonstruktion dieser Beweise durch Kant.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Ontologie, Existenz als Prädikat, analytische/synthetische Urteile, das Wesen Gottes und der Einfluss von Bildung und Zeitgeist auf philosophische Argumente.

Wie begründet Descartes die Notwendigkeit Gottes?

Descartes argumentiert, dass die Existenz von der Natur Gottes untrennbar ist, ähnlich wie die Winkelsumme von 180 Grad untrennbar zum Wesen des Dreiecks gehört.

Warum lehnt Kant das Argument von Descartes ab?

Kant argumentiert, dass „Existenz“ kein reales Prädikat ist, das dem Begriff Gottes etwas Neues hinzufügen kann; daher bleibt die Aussage „Gott existiert“ ein synthetischer Satz, der durch reines Denken nicht beweisbar ist.

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Details

Title
Der ontologische Gottesbeweis
Subtitle
Am Beispiel von René Descartes‘ Meditationen über die erste Philosophie und Immanuel Kants' Kritik der reinen Vernunft
College
Technical University of Darmstadt  (Institut für Philosophie)
Course
Descartes für Anfänger
Grade
2,0
Author
Nadine E. Schreiner (Author)
Publication Year
2011
Pages
17
Catalog Number
V170089
ISBN (eBook)
9783640887279
ISBN (Book)
9783640887347
Language
German
Tags
Descartes Kant Gottesbeweis ontologie ontologischer gottesbeweis Meditationen Meditationen über die erste Philosophie Kritik der reinen Vernunft Entität Sein am Beispiel von René Descartes‘ Meditationen über die erste Philosophie und Immanuel Kants Kritik der reinen Vernunft Meditationes de prima philosophia
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Quote paper
Nadine E. Schreiner (Author), 2011, Der ontologische Gottesbeweis, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/170089
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