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Positive Effekte von Unterstützungsnetzwerken auf die Gesundheit

Title: Positive Effekte von Unterstützungsnetzwerken auf die Gesundheit

Seminar Paper , 2011 , 21 Pages , Grade: 2,0

Autor:in: Anonym (Author)

Cultural Studies - Basics and Definitions
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Summary Excerpt Details

Private Unterstützungssysteme wie Familie, Freundeskreis
oder Nachbarn und durch sie erfolgende Unterstützungsleis-
tungen können bei Alltagsproblemen oder akuten Krisen und
auch anderen, Stress auslösenden Ereignissen von wesentli-
cher Hilfe für den Betroffenen sein. Die meisten psychosozia-
len Probleme werden ganz ohne professionelle Hilfe (i.S. von
Psychologen, Ärzte, Seelsorger oder andere Helfersysteme)
im Familien, Verwandten-, Freundes-, Bekannten-, Nachbar-,
oder Kollegenkreis gelöst (Nestmann 1993: 5). Laireiter be-
zeichnet solche Unterstützungsnetzwerke sogar als die „dritte
Haut“ des Menschen (nach der des Körpers und der Klei-
dung) (Laireiter 2009: 75). Die vorliegende Arbeit möchte
die positiven Effekte von sozialen informellen Unterstüt-
zungsnetzwerken auf die Gesundheit unter besonderer Be-
rücksichtigung der Wirkungsmodelle des Direkt- und Puffer-
effekt und der Erweiterbarkeit dieser Modelle herausarbeiten.
Dazu werden die Konzepte des sozialen Netzwerks, der sozi-
alen Beziehung und der sozialen Unterstützung erläutert und
eventuelle Schwierigkeiten bei Ihrer Typologisierung aufge-
zeigt. Gesundheit wird als Wohlbefinden oder Abwesenheit
von Allgemeinbeschwerden definiert (Jungbauer-Gans 2002:
12). Um sich den Wirkungen von sozialer Unterstützung zu
nähern, müssen zunächst die mit ihr zusammenhängenden
Begrifflichkeiten des sozialen Netzwerkes, der sozialen Be-
ziehung und der sozialen Unterstützung geklärt werden.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Soziales Netzwerk

3. Soziale Beziehung

4. Soziale Unterstützung (Social Support)

5. Inhaltliche Leistungen informeller Beziehungen

6. Wirkungsmodelle sozialer Unterstützung

6. 1 Direkt- oder Haupteffekt-These

6. 2 Puffereffekt

6. 3 Erweiterungen und Ergänzungen der Modelle

7. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die positiven gesundheitlichen Auswirkungen von informellen sozialen Unterstützungsnetzwerken. Dabei liegt der Fokus insbesondere auf der Analyse und dem Vergleich der theoretischen Wirkungsmodelle, namentlich der Direkt- oder Haupteffekt-These und des Puffereffekts, sowie der Notwendigkeit, diese durch weitere Einflussfaktoren zu ergänzen.

  • Grundlagen sozialer Netzwerke und Beziehungen
  • Definition und Funktionen sozialer Unterstützung
  • Detaillierte Analyse der Direkt- oder Haupteffekt-These
  • Detaillierte Analyse des Puffereffekts und von Coping-Strategien
  • Erweiterungsmodelle und die Rolle prädispositioneller Faktoren

Auszug aus dem Buch

6. 2 Puffereffekt

Der Puffereffekt hat seine Wurzeln in der Belastungs- und Stressforschung. Die SU wirkt dabei als „Puffer oder Dämpfer“, der die gesundheitsbedrohende Wirkung des Stress‘ abmildert. Stress bedeutet eine gestörte „Person-Umwelt-Beziehung“: Die Umweltanforderungen stimmen nicht mit den realen und wahrgenommenen Ansprüchen und Ressourcen des Individuums überein und beeinträchtigen damit sein Wohlbefinden (Pfaff 1989). Die Stressreaktionen können sich auf emotionaler Ebene (Angst, Niedergeschlagenheit), kognitiver Ebene (Selbstzweifel, schlechte Konzentration), physiologischer Ebene (hoher Blutdruck, Herzkrankheiten) und verhaltensbezogener Ebene (Drogenkonsum, Alkoholismus) vollziehen. Diese Ebenen lassen sich jedoch nicht ganz genau trennen und schließen sich auch nicht gegenseitig aus (Hollstein 2002: 28).

Lazarus unterscheidet primäre und sekundäre Bewertungen von Stresssituationen. Primäre Bewertungen sind Einschätzungen darüber, ob Ziele und/oder Werte durch einen externen Stressor bedroht werden oder nicht. Das bestimmt die Intensität und Qualität emotionaler Reaktionen. Wird ein Reiz als Stress wahrgenommen, resultieren Bedrohung, Verlust oder Herausforderung. Die sekundäre Bewertung ist definiert durch die Möglichkeiten, stressvolle Reize zu bewältigen und daraus resultierende Konsequenzen abzuschätzen. Führt die primäre Bewertung zu einer Einschätzung von Bedrohung, Verlust, Schädigung oder Herausforderung, dann kommt die sekundäre Bewertung zum Zuge. Zu den dabei aktivierten kognitiven Möglichkeiten des Menschen der Bewältigung gehören individuelle und sozial regulierte „Coping-Strategien“ (Zick 2010: 229).

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung führt in die Bedeutung privater Unterstützungssysteme für die psychische Gesundheit ein und definiert das Forschungsziel der Arbeit.

2. Soziales Netzwerk: Dieses Kapitel erläutert das Konzept des sozialen Netzwerks und unterscheidet zwischen formellen und informellen Strukturen.

3. Soziale Beziehung: Hier wird die fundamentale Bedeutung sozialer Beziehungen für die menschliche Entwicklung und Stabilität dargelegt.

4. Soziale Unterstützung (Social Support): Das Kapitel definiert den Begriff der sozialen Unterstützung und betrachtet deren gesundheitsförderliche Funktionen.

5. Inhaltliche Leistungen informeller Beziehungen: Es wird die Multifunktionalität von Unterstützungsleistungen sowie deren Kategorisierung in verschiedene Dimensionen untersucht.

6. Wirkungsmodelle sozialer Unterstützung: Dieses zentrale Kapitel analysiert theoretische Ansätze zur gesundheitlichen Wirkung von Unterstützung, unterteilt in Haupteffekt, Puffereffekt und deren Ergänzungen.

7. Fazit: Das Fazit fasst die Relevanz beider Wirkungsmodelle zusammen und betont die Notwendigkeit einer integrativen Betrachtungsweise.

Schlüsselwörter

Soziale Unterstützung, Soziales Netzwerk, Soziale Beziehung, Gesundheit, Wirkungsmodelle, Direkteffekt, Puffereffekt, Stressforschung, Coping-Strategien, Stressbewältigung, Informelle Unterstützung, Gesundheitsförderung, Psychosoziale Ressourcen, Soziale Integration, Lebensqualität

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der Rolle von informellen sozialen Unterstützungssystemen (wie Familie, Freunde, Nachbarn) bei der Förderung der Gesundheit und der Bewältigung von Stress.

Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Die zentralen Themenfelder umfassen die Definition von sozialen Netzwerken, die Bedeutung sozialer Beziehungen, die Funktion sozialer Unterstützung sowie deren theoretische Wirkungsmechanismen auf die Gesundheit.

Welches primäre Ziel verfolgt die Forschungsarbeit?

Das primäre Ziel ist es, die positiven Effekte informeller Unterstützungsnetzwerke unter Berücksichtigung der Wirkungsmodelle des Direkt- und Puffereffekts herauszuarbeiten und die Notwendigkeit von Modellerweiterungen aufzuzeigen.

Welche wissenschaftliche Methode wird in der Arbeit verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Literaturanalyse und der Aufarbeitung bestehender wissenschaftlicher Konzepte und Modelle aus der Soziologie und Gesundheitsforschung.

Welche Inhalte werden im Hauptteil schwerpunktmäßig behandelt?

Der Hauptteil behandelt detailliert die Konzepte des sozialen Netzwerks, der sozialen Beziehung und Unterstützung, gefolgt von einer tiefgehenden Analyse der Direkt- oder Haupteffekt-These und des Puffereffekts inklusive Coping-Strategien.

Durch welche Schlüsselwörter lässt sich die Arbeit charakterisieren?

Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie soziale Unterstützung, Puffereffekt, Direkteffekt, Stressbewältigung, informelle Netzwerke und psychosoziale Gesundheit charakterisieren.

Inwiefern unterscheidet sich die Direkt- oder Haupteffekt-These vom Puffereffekt?

Während die Direkteffekt-These davon ausgeht, dass soziale Bindungen prinzipiell eine schützende Wirkung haben, besagt die Puffereffekt-These, dass Unterstützung primär als Dämpfer bei akuten Stressbelastungen wirkt.

Warum ist laut der Autorin ein integrativer Modellansatz sinnvoll?

Da soziale Beziehungen und Hilfeleistungen sehr vielschichtig und multifunktional sind, reicht ein einfaches Entweder-oder-Modell nicht aus, um die Wirkungsweisen von sozialer Unterstützung in der Realität umfassend abzubilden.

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Details

Title
Positive Effekte von Unterstützungsnetzwerken auf die Gesundheit
College
Leuphana Universität Lüneburg
Course
Individuuum - Netzwerk - Gesellschaft
Grade
2,0
Author
Anonym (Author)
Publication Year
2011
Pages
21
Catalog Number
V170242
ISBN (eBook)
9783640890101
ISBN (Book)
9783640889730
Language
German
Tags
Netzwerktheorie soziale Netzwerke soziale Unterstützung Puffereffekt Direkteffekt weitere Kausalmodelle.
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Anonym (Author), 2011, Positive Effekte von Unterstützungsnetzwerken auf die Gesundheit, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/170242
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