Im Wohnungsmarkt werden das Angebot und die Nachfrage für Wohnnutzung aus-getauscht. Der deutsche Wohnungsmarkt besteht im Gegensatz zu anderen Märkten aus einer Menge von Teilmärkten, die nur eingeschränkt miteinander in Zusammen-hang stehen.1 Der Wohnungsmarkt gewinnt für private und institutionelle Investoren an Bedeutung, da Immobilien allem Anschein nach risikoärmer als alternative Investi-tionsanlagen, etwa Aktien, sind. Die Immobilie scheint das angelegte Kapital vor un-günstigen Auswirkungen der Inflation zu bewahren und gilt somit als wertstabil.2 Auf-fällig ist, dass vor allem in bestehenden Wohnungen investiert wird. Die Investition zur Errichtung eines Neubaus ist offenbar zurückgegangen.3 Dies ist unter anderem darauf zurückzuführen, dass die Wohnungsbauförderung abgeschafft wurde und der Staat die Renovierung bzw. Sanierung fördert. Die Investition in Bestandsimmobilien führt nun dazu, dass viele Wohnungen sehr alt sind und zum Teil noch mit Einzelöfen beheizt werden.4 Des Weiteren hängt das Investitionsverhalten mit der Bevölke-rungsstruktur zusammen. Bekanntlich wird die Bevölkerung in Deutschland sowohl schrumpfen als auch sich ändern.5
Auf die Bestandteile Wohnung und Marktpartner des Immobilienmarkts wird im Fol-genden näher eingegangen. Anschließend wird die Entwicklung bzw. die Verände-rung der Nachfragerstruktur dargestellt, indem insbesondere der demographische Wandel und die Entwicklung der Haushalte erläutert werden. Abschließend wird die aktuelle Wohnungsnachfrage beschrieben und eine Prognose für die zukünftige Nachfrage erstellt.
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1 Vgl. Koop, T.: Demografischer Wandel und Wohnungsmarktentwicklung, 2007, S. 2 f.
2 Vgl. Prosch, T.: Die Entwicklung des Immobilienmarktes seit den 1980er Jahren, 2007, S. 1
3 Vgl. GdW: Wohnungswirtschaftliche Daten und Trends 2007/2008, 2007, S. 37
4 Vgl. ifs: Wie sehen die Wohnungsbestandsmärkte in den nächsten Jahren aus?, 2008, S. 7
5 Vgl. Demary, M./Voigtländer, M.: Immobilien 2025, 2009, S. 4
Inhaltsverzeichnis
- Einleitung
- Die Wohnung
- 2.1 Die Marktparteien
- 2.1.1 Die Nachfrager
- 2.1.2 Die Bestimmungsgrößen der Wohnungsnachfrage
- 2.1 Die Marktparteien
- Die Veränderung der Nachfragerstruktur
- 3.1 Der demographische Wandel
- 3.2 Die Haushaltsentwicklung
- Die zukünftige Wohnungsnachfrage
- 4.1 Die aktuelle Wohnungsnachfrage
- 4.2 Prognose über die zukünftige Wohnungsnachfrage
- Fazit
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Die Arbeit analysiert die Veränderung der Nachfragerstruktur am deutschen Wohnungsmarkt. Sie beleuchtet die Auswirkungen des demographischen Wandels und der sich entwickelnden Haushaltsstrukturen auf die Nachfrage nach Wohnraum. Die Arbeit verfolgt das Ziel, ein besseres Verständnis für die zukünftige Entwicklung des Wohnungsmarktes zu gewinnen.
- Der demographische Wandel in Deutschland
- Die Entwicklung von Haushaltsstrukturen
- Die Bestimmungsgrößen der Wohnungsnachfrage
- Die aktuelle Wohnungsnachfrage
- Prognose der zukünftigen Wohnungsnachfrage
Zusammenfassung der Kapitel
Die Einleitung stellt die Relevanz des deutschen Wohnungsmarktes für private und institutionelle Investoren dar und beleuchtet die Bedeutung der Bestandsimmobilien und die Auswirkungen der Bevölkerungsentwicklung auf den Markt. Kapitel 2 widmet sich der Analyse der Wohnung als Gut und den verschiedenen Marktparteien, insbesondere den Nachfragern und ihren Bestimmungsgrößen. Kapitel 3 behandelt die Veränderung der Nachfragerstruktur im Kontext des demographischen Wandels und der Entwicklung von Haushaltsstrukturen. Kapitel 4 befasst sich mit der aktuellen Wohnungsnachfrage und erstellt eine Prognose für die zukünftige Nachfrage. Die Arbeit endet mit einem Fazit, das die wichtigsten Erkenntnisse zusammenfasst.
Schlüsselwörter
Wohnungsmarkt, Nachfragerstruktur, demographischer Wandel, Haushaltsentwicklung, Bestimmungsgrößen der Wohnungsnachfrage, aktuelle Wohnungsnachfrage, Prognose der zukünftigen Wohnungsnachfrage.
Häufig gestellte Fragen
Warum gilt der deutsche Wohnungsmarkt als wertstabil?
Immobilien werden oft als risikoärmer als Aktien angesehen und schützen das Kapital vor den negativen Auswirkungen der Inflation.
Wie beeinflusst der demographische Wandel die Wohnraumnachfrage?
Durch eine schrumpfende und alternde Bevölkerung verändern sich die Anforderungen an Wohnraum, was zu Verschiebungen in der Nachfragerstruktur führt.
Warum wird mehr in Bestandsimmobilien als in Neubauten investiert?
Dies liegt unter anderem an der Abschaffung der Wohnungsbauförderung und der staatlichen Förderung von Renovierungen und Sanierungen.
Was sind die Bestimmungsgrößen der Wohnungsnachfrage?
Dazu gehören neben der Bevölkerungszahl auch die Haushaltsentwicklung (z.B. Trend zu Single-Haushalten) und das verfügbare Einkommen.
Wie sieht die Prognose für die zukünftige Wohnungsnachfrage aus?
Die Arbeit erstellt eine Prognose, die auf der Veränderung der Haushaltsgrößen und der demographischen Entwicklung in Deutschland basiert.
- Arbeit zitieren
- Esma Balci (Autor:in), 2009, Veränderung der Nachfragerstruktur am deutschen Wohnungsmarkt, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/170322