Der immer stärker werdende Binnenhandel und Zahlungsfluss innerhalb der Europäischen Union benötigte auch eine stärkere Einbindung der Zahlungsdienste im Europäischen-Binnenmarkt. Durch die „Richtlinie für Zahlungsdienstleistungen“ (Richtlinie 2007/64/EG), wurde ein einheitlicherRechtsrahmen zur bereits bestehenden einheitlichen Euro-Zahlungsverkehrsraum (SEPA) eingebracht. Die Europäische Richtlinie wurde zum 31.10.2009 in Deutschland zu geltendem Recht umgewandelt. Dadurch änderten sich vor allem die Allgemeinen Geschäftsbedingungen deutscher Banken. Die Normen der umgesetzten Richtlinie für Zahlungsdienstleistungen sind in den §§ 675c bis 676c BGB eingeflossen. Ziel der Richtlinie war außer einer „Vollharmonisierung“ der Zahlungsinfrastruktur innerhalb Europas unter anderen auch „[…]eine einheitliche europaweite Kodifikation des elektronischen Zahlungsverkehrs zu […]“ schaffen. Hierbei liegt vor allem der Fokus auf die Abwicklung des Zahlungsverkehrs im elektronischen Bereich. Der Gesetzgeber sieht überdies durch die Richtlinie 2007/64/EG eine besondere Sorgfaltspflicht zur Unterbindung unbefugten Einsatzes durch die elektronische Nutzung von Zahlungsvorgängen vor.Um wirksame Maßnahmen vor Missbräuchen gegenüber Dritten zu verhindern, werden sogenannte Authentifizierungsdienste und -instrumente eingesetzt. In der heutigen Zeit sind Authentifizierungsmaßnahmen zwingend notwendig, die darauf abzielen einen bestimmten Schutz im elektronischen Datenverkehr zu bieten. Die hier vorliegende Hausarbeit soll einen Überblick über das Thema „Zahlungsauthentifizierungsdienste und
Zahlungsauthentifizierungsinstrumente“ geben, welcher Bedeutung diesen zugeht, Verfahren aufzeigen, sowie eine entsprechend zukünftige Entwicklung der bereits vorliegenden Authentifizierungsdienste und Authentifizierungsinstrumente aufführen.
Inhaltsverzeichnis
- Abkürzungsverzeichnis
- A. Einleitung
- B. Zahlungsauthentifizierungsdienste und -instrumente
- I. Authentifizierungsdienste
- II. Authentifizierungsinstrumente
- 1. Kreditkarte
- 2. Online-Banking
- a) Homebanking Computer Interface (HBCI)
- b) Elektronische Signatur
- c) Zertifikate
- d) Transaktionsnummer (TAN)
- e) Personal Identification Number (PIN)
- f) Secure Socket Layer (SSL)
- C. Fazit
- Quellenverzeichnis
- Literaturverzeichnis
- Internetverzeichnis
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Diese Hausarbeit befasst sich mit dem Thema „Zahlungsauthentifizierungsdienste und Zahlungsauthentifizierungsinstrumente“. Sie analysiert die Bedeutung dieser Dienste und Instrumente im Kontext des elektronischen Zahlungsverkehrs und beleuchtet die Entwicklung von Authentifizierungslösungen in der Vergangenheit und Gegenwart. Der Fokus liegt auf der Darstellung und Erläuterung verschiedener Verfahren sowie der zukünftigen Entwicklung von Authentifizierungsdiensten und -instrumenten.
- Die Entwicklung des elektronischen Zahlungsverkehrs innerhalb der Europäischen Union
- Die Bedeutung der Zahlungsauthentifizierung im Schutz vor Missbrauch und Betrug
- Verschiedene Verfahren und Instrumente zur Zahlungsauthentifizierung
- Die Regulierung und rechtliche Rahmenbedingungen für Zahlungsauthentifizierungsdienste
- Zukünftige Trends und Entwicklungen im Bereich der Zahlungsauthentifizierung
Zusammenfassung der Kapitel
- A. Einleitung: Die Einleitung führt in das Thema Zahlungsauthentifizierung im Kontext der europäischen Zahlungsdienstrichtlinie (PSD) ein. Sie erläutert die Notwendigkeit der Authentifizierung im elektronischen Zahlungsverkehr und die damit verbundenen Herausforderungen im Bereich der Datensicherheit.
- B. Zahlungsauthentifizierungsdienste und -instrumente: Dieser Kapitelteil analysiert die unterschiedlichen Arten von Authentifizierungsdiensten und Instrumenten, die im elektronischen Zahlungsverkehr eingesetzt werden. Hierbei werden sowohl die verschiedenen Authentifizierungsmethoden als auch die technischen Grundlagen der verschiedenen Verfahren beleuchtet.
Schlüsselwörter
Zahlungsauthentifizierung, Zahlungsdienste, PSD (Payment Service Directive), elektronischer Zahlungsverkehr, Authentifizierungsdienste, Authentifizierungsinstrumente, Datensicherheit, Betrugsprävention, Kreditkarte, Online-Banking, HBCI, TAN, PIN, SSL.
Häufig gestellte Fragen
Was sind Zahlungsauthentifizierungsdienste?
Dies sind Verfahren und Dienste, die sicherstellen, dass ein Zahlungsvorgang tatsächlich vom berechtigten Nutzer autorisiert wurde, um Missbrauch im elektronischen Zahlungsverkehr zu verhindern.
Welche Instrumente werden zur Authentifizierung genutzt?
Gängige Instrumente sind PIN (Personal Identification Number), TAN (Transaktionsnummer), elektronische Signaturen, Zertifikate sowie SSL-Verschlüsselung im Online-Banking.
Was änderte die Richtlinie 2007/64/EG (PSD)?
Die Richtlinie schuf einen einheitlichen Rechtsrahmen für Zahlungsdienste in der EU (SEPA), harmonisierte den elektronischen Zahlungsverkehr und stärkte die Sorgfaltspflichten der Banken.
Was ist HBCI im Online-Banking?
HBCI (Homebanking Computer Interface) ist ein Sicherheitsstandard für den Datenaustausch zwischen Kunde und Bank, der oft Chipkarten oder elektronische Schlüssel zur Authentifizierung nutzt.
Warum ist die Authentifizierung heute so wichtig?
Mit dem wachsenden Binnenhandel und Online-Shopping nehmen auch die Betrugsversuche zu. Wirksame Authentifizierungsmaßnahmen sind zwingend notwendig, um die Datensicherheit zu gewährleisten.
- Quote paper
- Fabian Sachs (Author), 2010, Zahlungsauthentifizierungsdienste und -instrumente, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/170347