Alfred Andersch "Der Vater eines Mörders" - eine Analyse


Referat / Aufsatz (Schule), 2004
12 Seiten, Note: 2,0

Leseprobe

Inhalt

1. Biographie von Alfred Andersch

2. Inhaltsangabe

3.1. Charakterisierungen
- Gebhard Himmler
- Franz Kien
- Konrad von Greiff
- Dr. Kandlbinder
- Werner Schröter
3.2. Aufbau und Erzählweise
3.3. Historisch-Gesellschaftlicher Hintergrund
3.4. Problematik und eigene Stellungnahme

4. Anmerkungen

5. Literaturverzeichnis

1. Biographie von Alfred Andersch

Alfred (Helmut) Andersch (4.Februar 1914 in München ; † 21. Februar 1980 in Berzona bei Locamo),deutscher Schriftsteller, Herausgeber und Rundfunkredakteur.

Alfred Andersch besuchte bis 1924 die Volksschule in München-Neuhausen und wechselte nach erfolgreichem Abschluss zum Wittelsbacher Gymnasium. Auf Grund schlechter Noten wurde er vom Direktor Gebhard Himmler, Vater des SS-Führers Heinrich Himmler, der Schule verwiesen und begann eine Buchhändlerlehre.

Nach Beendigung seiner Lehre, trat er 1930 der kommunistischen Jungendpartei (KJV) bei, löste sich später jedoch wieder von ihr. 1933 wurden seine Bücher beschlagnahmt und Alfred Andersch wurde wegen seiner politischen Haltung sechs Monate ins Konzentrationslager Dachau geschickt. Nach diesem Aufenthalt folgte dann eine depressive Phase mit einer innerlichen Auseinandersetzung. Er schaffte es zwar noch zur seiner ersten Beschäftigung mit der Kunst zu kommen, deren Vertiefung aber

der 2. Weltkrieg verhinderte. 1940 wurde Alfred Andersch als Bausoldat zur Wehrmacht eingezogen und konnte erst am 6. Juni 1944 in Italien als Obergrenadier desertieren.

Er kam als Kriegsgefangener nach Louisiana in die USA und wurde Redakteur der Kriegsgefangenenzeitschrift „Der Ruf“. Zurückgekehrt nach Darmstadt 1945 zog er nach München wo er als Redaktionsassistent für Erich Kästners „Neue Zeitung“ tätig war.

In der Folgezeit zog er nach Frankfurt und arbeitete unter anderen mit der Gruppe 47 zusammen. Er war Gründer der „Abendstudios“ im Sender Frankfurt und erstellte eine der ersten Projekte in der Art des „3. Programms“.

1948 erschien der Essay Deutsche Literatur, der eine entscheidende Bedeutung bei der moralisch-geistigen Wandlung der Deutschen hatte. Er wurde Herausgeber der Zeitschrift „Texte und Zeichen“ und war bis 1958 für verschiedene Radio-Kulturprogramme verantwortlich. 1950 heiratete er Gisela Groneuer, die ihm im selbem Jahr eine Tochter gebar. Im Jahr 1954 erschien der autobiographische Bericht „Die Kirschen der Freiheit“, in dem Andersch die Erfahrung der eigenen Desertion aufgreift. In ähnlicher Auseinandersetzung wurde 1957 „Sansibar oder der letzte Grund“ veröffentlicht. Ab 1958 lebte Alfred Andersch in Berzona in der Schweiz, deren Staatsbürgerschaft er 1972 erhielt. Es folgt 1960 der Roman „Die Rote“, der von Erich Kästner 2 Jahre später verfilmt wird, 1967 der Roman „Efraim“, für den er einen Nelly-Sachs-Preis erhielt und dann 1974 der Roman „Winterspelt“, der das gleiche Problem wie bei Sansibar und Kirschen der Freiheit darstellt. 1977 folgen seine Gedichtssammlungen unter dem Titel „empört euch der Himmel ist blau“. Alfred Andersch verstarb am 21. Februar 1980 in Berzona im Tessin. Die zuvor noch vollendete Erzählung „Der Vater eines Mörders“ wurde noch im selben Jahr veröffentlicht und später 1988 verfilmt.

2. Inhaltsangabe

In der autobiographischen Erzählung „Der Vater eines Mörders“ von Alfred (Helmut) Andersch erlebt der junge Franz Kien eine schicksalhafte Griechischstunde.

Die Erzählung spielt im Jahr 1928 in München während eines Schulunterrichtes des Wittelsbacher Gymnasium. Unter den Schülern befindet sich der scharfsichtige Franz Kien dessen Vater ein verdienter Kriegsveteran ist und sich das Schulgeld für den Schulbesuch seines Sohnes nicht mehr leisten kann. Aus diesem Grund „platzt“ der Oberstudiendirektor Gebhard Himmler, Vater des SS-Führers Heinrich Himmler, in die Griechischstunde der Untertia des Gymnasiums um den überraschten Franz Kien in Griechisch zu prüfen. Den Unterricht hält der junge unerfahrene Studienrat Dr. Kandlbinder. Um es nicht all zu auffällig zu machen, wird Kien erst als dritte Person von Himmler an die Tafel gebeten. Die Abfrage gerät für ihn zur totalen Katastrophe da er nie etwas für Griechisch gelernt hat.

Daraufhin wird er vom Direktor verspottet und schlussendlich von der Schule verwiesen. Franz beichtet dies seinem schwerkranken Vater der dies sehr gelassen aufnimmt und sogar dabei einschläft.

[...]

Ende der Leseprobe aus 12 Seiten

Details

Titel
Alfred Andersch "Der Vater eines Mörders" - eine Analyse
Hochschule
Berufsbildende Schule, Alfeld (Leine)
Note
2,0
Autor
Jahr
2004
Seiten
12
Katalognummer
V170376
ISBN (eBook)
9783640891900
ISBN (Buch)
9783640892037
Dateigröße
420 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
alfred, andersch, vater, mörders, analyse
Arbeit zitieren
Christopher Bengner (Autor), 2004, Alfred Andersch "Der Vater eines Mörders" - eine Analyse, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/170376

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