2. 1 Definition „Kinder“
Im Sozialgesetzbuch (SGB), Achtes Buch (VIII) – Kinder- und Jugendhilfe – steht folgende Begriffsbestimmung: „Im Sinne dieses Buches ist Kind, wer noch nicht 14 Jahre alt ist.“4 „Kinder sind ledige Personen ohne Lebenspartner/in und ohne eigene Kinder im Haushalt, die mit mindestens einem Elternteil in einer Familie zusammenleben.“5
2. 2 Was sind Massenmedien?
Der Begriff „Massenmedien“ ist ein sehr komplexer Begriff. Das Medium wird weitgehend als „Mittel“ bezeichnet; ein Mittel zum Zweck. „Massenmedien sind technische Verbreitungsmittel, die den Prozess der Massen-Kommunikation ermöglichen...Es gibt Print-, auditive, visuelle, audiovisuelle Medien.“6
3 Mediennutzung von Kindern
3. 1 Beliebteste Medien
Zu den beliebtesten Medien von Kindern zählen heute: • Fernsehgeräte • Computer (mit oder ohne Internetzugang) • Spielekonsolen
• Handys Die Verfügbarkeit der Medien ist sehr unterschiedlich und wird wesentlich
beeinflusst von Alter, Geschlecht und Nationalität. „Je älter die Kinder sind, desto
Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung
2 Allgemeine Definition
2. 1 Definition „Kinder“
2. 2 Was sind Massenmedien?
3 Mediennutzung von Kindern
3. 1 Beliebteste Medien
3. 2 Allgemeines Medienverhalten
4 Medienerziehung
4. 1 Definition
4. 2 Kindergarten und Schule
5 Gefahren des Massenkonsums
5. 1 Gewalt
5. 2 Sucht
5. 3 Isolation und Vereinsamung
5. 4 Physiologische Wirkungen
6 Vorteile des Massenkonsums
6. 1 Bildung
6. 2 Austausch von Informationen und Kommunikation
7 Vorbeugende Maßnahmen gegen den Massenkonsum
8 Resümee
Zielsetzung und Themenbereiche
Die vorliegende Arbeit untersucht die ambivalenten Auswirkungen des Medienkonsums auf Kinder. Ziel ist es, die Gefahren wie Gewaltverherrlichung und Suchtgefährdung gegenüber den Bildungschancen und kommunikativen Vorteilen abzuwägen und präventive Strategien für Erziehende und Eltern zu definieren.
- Mediennutzungsverhalten bei Kindern verschiedener Altersstufen
- Gefahrenpotentiale durch exzessiven Medienkonsum
- Pädagogische Ansätze der Medienerziehung in Kindergarten und Schule
- Förderung von Medienkompetenz und präventive Maßnahmen
- Bildungspotenziale durch digitale Medien und E-Learning
Auszug aus dem Buch
3. 2 Allgemeines Medienverhalten
Kinder werden immer mehr von der Vielfalt der Medien angesprochen. „Medienerfahrungen sind Alltagsbestandteil ihrer Lebenswelt.“
Printmedien erreichen etwa ein Drittel der Kinder. Die durchschnittliche Lesedauer bei Kindern beträgt täglich ca. 20 Minuten. 6 – 7 - jährige nutzen den Computer in einem Haushalt überwiegend für PC – Spiele. Ca. 60% der Kinder beschäftigen sich ein oder sogar mehrmals in der Woche mit dem Spielen am PC.
6 – 9 - jährige nutzen ca. 88 Minuten / Woche den PC und 10 – 13 - jährige sogar ca. 113 Minuten / Woche. Auditive Medien, wie zum Beispiel Hörspiele oder Geschichten auf Kassetten, sind dagegen bei Kindern zwischen 3 – 6 Jahren sehr beliebt. Audiovisuelle Medien, die Informationen optisch und akustisch vermitteln, wie zum Beispiel ein Fernsehgerät, werden von den 9 – 13 – jährigen fast täglich bis zu drei Stunden genutzt. Hierbei dominieren überwiegend Action-, Abenteuer-, Horror- und Gruselfilme. „Es lässt sich auch beobachten, dass der durchschnittliche Fernsehkonsum altersabhängig ist. Es kann auch als gesichert gelten, dass Kinder aus der Mittelschicht weniger in die Röhre gucken als Unterschichtskinder und dass in großen Familien der Fernsehkonsum höher ist als in kleinen Familien.“
Zusammenfassung der Kapitel
1 Einleitung: Diese Einleitung stellt die Allgegenwärtigkeit von Medien im Leben von Kindern dar und formuliert die Leitfrage der Arbeit hinsichtlich der Notwendigkeit und den Auswirkungen des Massenkonsums.
2 Allgemeine Definition: Hier werden die zentralen Begrifflichkeiten „Kinder“ gemäß Sozialgesetzbuch und „Massenmedien“ als komplexe Verbreitungsmittel theoretisch definiert.
3 Mediennutzung von Kindern: Dieses Kapitel analysiert, welche Medien bevorzugt genutzt werden und wie sich das Medienverhalten nach Alter, Geschlecht und sozialer Herkunft differenziert.
4 Medienerziehung: Der Abschnitt beleuchtet das pädagogische Handeln im Umgang mit Medien und diskutiert die Herausforderungen sowie Lösungsansätze in Institutionen wie Kindergarten und Schule.
5 Gefahren des Massenkonsums: Es werden die Risiken des Medienkonsums aufgezeigt, insbesondere Gewaltbereitschaft, Suchtgefahr, soziale Isolation und körperliche Gesundheitsfolgen.
6 Vorteile des Massenkonsums: Dieses Kapitel setzt sich mit den positiven Aspekten auseinander, wie etwa dem informellen Lernen, E-Learning und den Möglichkeiten der digitalen Kommunikation.
7 Vorbeugende Maßnahmen gegen den Massenkonsum: Hier werden praktische Empfehlungen für Eltern und Erzieher gegeben, um einen verantwortungsbewussten Umgang mit modernen Medien zu fördern.
8 Resümee: Die abschließende Betrachtung betont, dass nicht das Medium per se schädlich ist, sondern der falsche Umgang, und plädiert für die Stärkung der Medienkompetenz statt für Verbote.
Schlüsselwörter
Mediennutzung, Kinder, Medienpädagogik, Massenkonsum, Medienkompetenz, Medienerziehung, E-Learning, Suchtprävention, Jugendhilfe, Medienverhalten, digitale Medien, Erziehung, Gewaltverherrlichung, Medienwirkung, soziale Isolation
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit beschäftigt sich mit den vielfältigen Auswirkungen des Medienkonsums auf Kinder und erörtert, wie dieser Prozess pädagogisch begleitet werden kann.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die zentralen Felder sind das Mediennutzungsverhalten von Kindern, die potenziellen Gefahren durch Massenmedien sowie die Chancen der Mediennutzung im Bildungskontext.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Ziel ist es, ein Verständnis für das Spannungsfeld zwischen Gefahren und Nutzen der Medien zu schaffen und Eltern sowie Erziehern Orientierungshilfen für eine verantwortungsbewusste Medienerziehung an die Hand zu geben.
Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?
Die Autorin nutzt eine theoretische Aufarbeitung bestehender Studien und fachwissenschaftlicher Literatur zum Thema Medienpädagogik.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die Definition von Begriffen, die Analyse der Nutzungsgewohnheiten, die pädagogische Einordnung, die Darlegung von Risiken und Vorteilen sowie praktische Präventionsmaßnahmen.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie Medienkompetenz, Suchtprävention, Medienerziehung und digitales Medienverhalten charakterisieren.
Wie unterscheidet sich der Medienkonsum laut der Arbeit zwischen den sozialen Schichten?
Die Autorin führt an, dass Daten darauf hindeuten, dass Kinder aus der Mittelschicht weniger Zeit vor dem Fernseher verbringen als Kinder aus sozial schwächeren Schichten.
Warum lehnen manche Erzieher die explizite Medienerziehung ab?
Die Arbeit nennt Zeitmangel und eine fehlende eigene Medienkompetenz bzw. methodische Sicherheit als Hauptgründe für eine ablehnende Haltung bei pädagogischem Personal.
Welche Rolle spielt die Familie bei der Prävention von Mediensucht?
Die Familie fungiert als wichtigster Akteur, indem sie feste Zeiten vorgibt, die Mediennutzung kontrolliert und für Ausgleich durch soziale Kontakte und andere Freizeitaktivitäten sorgt.
- Arbeit zitieren
- Veronika Siegrist (Autor:in), 2011, Kinder und Medien, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/170421