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Globaler Wettbewerb und Unsicherheiten beim Einstieg in den Arbeitsmarkt

Title: Globaler Wettbewerb und Unsicherheiten beim Einstieg in den Arbeitsmarkt

Scientific Study , 2002 , 29 Pages , Grade: 2,0

Autor:in: Tim Bischoff (Author)

Sociology - Work, Education, Organisation
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Immer wieder wird in TV- oder Printmedien von Massenentlassungen bei bekannten Industrieunternehmen berichtet. Ob OPEL, BMW, BASF oder Bremer Vulkan, jedes dieser Unternehmen hat in den letzten Jahren teilweise tausende von Arbeitnehmern freigesetzt, da aufgrund von Umstrukturierungen, Rekordverlusten, Konkursen oder der Übernahme defizitärer Unternehmen in anderen Ländern eine Reduzierung der Kosten notwendig geworden war. Gerade in Deutschland werden von Arbeitgeberverbänden die im internationalen Vergleich verhältnismäßig hohen Lohnnebenkosten und unflexiblen, geschützten Beschäftigungsverhältnissen moniert, die es deutschen Unternehmen erschwerten, auf internationalen Märkten mit internationalen Konkurrenten erfolgreich tätig zu sein. Aber gerade die Fähigkeit im globalen Wettbewerb erfolgreich zu sein wird, in einer stark exportorientierten Volkswirtschaft, wie dies bei Deutschland der Fall ist, zu dem Überlebensfaktor für Unternehmen, neue globale Märkte als potentielle neue Absatzmärkte werden zu Schlüsselindikatoren einer internationalen Expansionsstrategie. Der Kampf um die beste Positionierung auf einem neuen Markt und die Gewinnung neuer Konsumenten wirkt als Motor eines zunehmenden globalen Güterhandels. Schon wird China als potentieller Markt für Handy´s, PKW´s und Unterhaltungselektronik gesehen. Eine Milliarde Chinesen wirken nahezu als Magnet für internationale Großkonzerne, nationale Regierungen tun ihr möglichstes, um den jeweiligen Unternehmen eine gute Ausgangsposition zu ermöglichen. Doch nicht immer werden die Erwartungen auf hohe Gewinne durch eine Internationalisierungsstrategie erfüllt. Scheitert sie und werden Verluste statt prognostizierter Gewinne verbucht, sei es aufgrund einer Erhöhung der Verbraucherzinsen in den USA oder veränderten Konsumverhaltens aufgrund eines Attentats, zu geringer Handynachfrage in China etc., gilt es schnell zu handeln. Von Veräußerung der verlustbringenden Nebengeschäfte, Konzentration auf das Kerngeschäft, Umstrukturierungen und Neuorientierung auf dem Weltmarkt wird dann hektisch gesprochen, Folge ist eine Reduzierung der Arbeitnehmerzahl.

Die Ausweitung des globalen Handels und die Anpassung an die Konkurrenten entscheiden über Gewinn und Verlust, wer nicht in der Lage ist schnellstens auf eine veränderte Nachfragesituation oder globale Wirtschaftsentwicklung mit dem richtigen Mittel zu reagieren, könnte morgen schon von seinem Konkurrenten übernommen werden. [...]

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Theoretischer Hintergrund

2.1 Die Krise der 70er Jahre

2.2 Sozioökonomischer Wandel und die Sonderstellung Deutschlands

2.3 Neue Märkte – Neue Konkurrenz

2.4 Institutionelle Abhängigkeiten

2.5 Neue Unternehmensstrategien

2.6 Zwischenresümee:

2.7 Hypothesen

3. Daten und Methoden

4. Empirische Analysen

4.1 Produktionssektor und Befristung

4.2 Übergang zu Arbeitslosigkeit

4.3 Diskussion der Ergebnisse im Hinblick auf die Hypothesen

5. Zusammenfassung/Resümee

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Auswirkungen des globalen Wettbewerbs und der damit verbundenen strukturellen Veränderungen auf die Beschäftigungssituation von Berufseinsteigern in Deutschland, mit besonderem Fokus auf den Produktionssektor und den Producer Service Sektor.

  • Analyse prekärer Beschäftigungsverhältnisse bei Berufseinsteigern.
  • Untersuchung des Übergangsrisikos in die Arbeitslosigkeit.
  • Bewertung des Einflusses nationaler institutioneller Rahmenbedingungen (z.B. duales Ausbildungssystem).
  • Vergleich der Auswirkungen auf verschiedene Bildungsniveaus und Wirtschaftssektoren.
  • Überprüfung von Hypothesen zu Arbeitsmarktunsicherheiten durch globale Konkurrenz.

Auszug aus dem Buch

2.4 INSTITUTIONELLE ABHÄNGIGKEITEN

Die Globalisierung der Märkte, die einerseits aufgrund einer steigenden Produktivität und andererseits durch die Suche nach neuen Absatzmärkten auf Basis einer neuen Infrastruktur entstehen konnte, hat neben Auswirkungen (Wettbewerb, Konkurrenz) auf die aktiv Tätigen auf diesen Märkten auch Auswirkungen auf nicht direkt betroffene Bereiche, wie national agierende Unternehmen oder Binnenmärkte, aber auch Arbeitnehmer und Beschäftigte.

Diese nicht direkt Betroffenen werden dadurch zu Betroffenen, da sie von einem institutionellen Kontext abhängig sind, in dem durch politische Instanzen ein maximaler Wettbewerbsvorteil für diejenigen Unternehmen angestrebt wird, die in ihrem Machtbereich und im globalen Wettbewerb stehen, um so die Wettbewerbsfähigkeit der eigenen Wirtschaft im Vergleich zu anderen Volkswirtschaften zu fördern. Gleichzeitig dienen diese Unternehmen als Legitimation für Regierungen, um bestehende Gesetzesgrundlagen zu verändern z.B. Beschäftigungsförderungsgesetz u.ä.. Die Funktion der Regierungen ist in den Bereichen entscheidend, in denen es darum geht, menschliche Ressourcen bereitzustellen, also Erziehung und Bildung auf allen Qualifikationsebenen, sowie eine günstige und effiziente technologische Infrastruktur, zur Verfügung zu stellen. Damit ist auch die Berufs-/Beschäftigungsstruktur und die Sozialstruktur einer nationalen Gesellschaft von dieser Legitimationsmacht der Regierungen betroffen.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet den globalen Wettbewerbsdruck und dessen Einfluss auf die deutsche Industrie sowie die daraus resultierende Relevanz für prekäre Beschäftigungsverhältnisse von Berufseinsteigern.

2. Theoretischer Hintergrund: Dieses Kapitel erläutert den sozioökonomischen Wandel seit den 70er Jahren, neue Unternehmensstrategien unter globalem Konkurrenzdruck und die Bedeutung des nationalen institutionellen Kontextes in Deutschland.

3. Daten und Methoden: Hier werden die Datengrundlage (SOEP-Panel) sowie die angewandten statistischen Verfahren, insbesondere logistische Regressionen und Hazardratenmodelle, zur Analyse der Beschäftigungssituation vorgestellt.

4. Empirische Analysen: Der Hauptteil präsentiert die statistischen Ergebnisse hinsichtlich der Wahrscheinlichkeit für befristete Arbeitsverträge und das Risiko für den Übergang in die Arbeitslosigkeit nach dem ersten Berufseinstieg.

5. Zusammenfassung/Resümee: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen, die überraschend zeigen, dass Berufseinsteiger im Produktionssektor keinem erhöhten Risiko für Arbeitslosigkeit oder prekäre Beschäftigung ausgesetzt sind, und diskutiert die Implikationen für die deutsche Arbeitsmarktpolitik.

Schlüsselwörter

Globaler Wettbewerb, Arbeitsmarkt, Produktionssektor, Berufseinsteiger, befristete Beschäftigung, Arbeitslosigkeit, SOEP, institutionelle Rahmenbedingungen, duales Ausbildungssystem, Bildung, Arbeitsmarktforschung, Strukturwandel, Deutschland.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht die Auswirkungen globaler ökonomischer Wettbewerbsveränderungen auf die Unsicherheit und Beschäftigungsstabilität von Berufseinsteigern in Deutschland.

Was sind die zentralen Themenfelder der Studie?

Die zentralen Themen sind der globale Wettbewerb, die Flexibilisierung des Arbeitsmarktes, die Bedeutung sektorspezifischer Beschäftigungsstrukturen und der Einfluss institutioneller Gegebenheiten wie das duale Ausbildungssystem.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Ziel ist es zu analysieren, ob Berufseinsteiger im stark globalisiertem Produktionssektor einem höheren Risiko für prekäre Beschäftigungsverhältnisse oder Arbeitslosigkeit unterliegen.

Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?

Die Autorin nutzt Längsschnittdaten des Sozio-oekonomischen Panels (SOEP) und wendet logistische Regressionsanalysen sowie periodenspezifische Exponentialmodelle (Hazardraten) an.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil befasst sich mit der empirischen Überprüfung der aufgestellten Hypothesen zu prekärer Beschäftigung und Arbeitslosigkeitsrisiken unter Berücksichtigung von Kontrollvariablen wie Bildung, Geschlecht und Herkunft.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Untersuchung?

Die Untersuchung wird durch Begriffe wie globaler Wettbewerb, Arbeitsmarktunsicherheiten, Berufseinstieg, Produktionssektor und duales Ausbildungssystem charakterisiert.

Wie beeinflusst das duale Ausbildungssystem den Berufseinstieg?

Die Arbeit stellt fest, dass das duale Ausbildungssystem für in den Arbeitsmarkt integrierte Personen einen schützenden Effekt vor Arbeitslosigkeit und prekärer Beschäftigung hat.

Zu welchen Ergebnissen führt die Analyse im Produktionssektor?

Entgegen der Hypothese zeigen die Ergebnisse, dass Berufseinsteiger im Produktionssektor und im Producer Service Sektor kein höheres Risiko für befristete Arbeitsverhältnisse oder Arbeitslosigkeit aufweisen als in anderen Sektoren.

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Details

Title
Globaler Wettbewerb und Unsicherheiten beim Einstieg in den Arbeitsmarkt
College
Bielefeld University  (Fakultät für Soziologie)
Grade
2,0
Author
Tim Bischoff (Author)
Publication Year
2002
Pages
29
Catalog Number
V17047
ISBN (eBook)
9783638217279
Language
German
Tags
Globaler Wettbewerb Unsicherheiten Einstieg Arbeitsmarkt
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Tim Bischoff (Author), 2002, Globaler Wettbewerb und Unsicherheiten beim Einstieg in den Arbeitsmarkt, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/17047
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