Fiktiver Gerichtsprozess gegen Kreon (Sophokles' "Antigone")


Referat / Aufsatz (Schule), 2010
3 Seiten, Note: 1,0

Leseprobe

Gerichtsprozess gegen Kreon

Szene:

Alle erheben sich

1.Richter: Bürger Thebens, hier und heute, unter Zeus’ Augen wird der

Prozess durch mich, der Hand Justicias, eröffnet.

Nehmet Platz!

Alle setzen sich

Kreon - König Thebens - weltlich herrschend, Gottheiten unterworfen – sitzt nun hier, beschuldigt, Euch an Familie und Frau vergangen zu haben und als Knecht der absolut göttlichen Macht widersetzt zu haben.

Kreon – König Thebens – der Euch zugrunde liegenden Lasten – schwer und schmacherfüllt – habt Ihr nun die Gelegenheit Rechtfertigung oder Reue zu beweisen.

Kreon erhebt sich

2.Kreon: Ehrenwerter Richter, als Mann gebrochen stehe ich vor Euch zu rechtfertigen mich,

mich und meine Taten. Freunde Thebens, der griechischen Stadt, geleiten vom Schutz der Götter – geleiten von meinem Schutz – erfährt Schutz, Schutz für Volk und Familie – bedingungslos.

Polyneikes wandte sich vollen Bewusstseins gegen mich, eigen Vater und König Thebens, ab, wissentlich der ihm bevorstehenden Konsequenzen.

Oh Richter, auch Antigone ward um die Folgen ihrer Tat und tat dem Höhlenruf folgen.

Haimon, auflehnend und anmaßend gegenüber mir, Kreon – König Thebens, gegen über mir, Kreon – Vater und Familienoberhaupt – folgte seinem Schicksal.

Kreon setzt sich, Verteidiger springt auf und fährt fort…

3. Verteidiger: Ehrenwerter Richter, des Königs Handeln, Polyneikes,

Antigone und Haimon gegenüber, weder Gesetzen der Gottheiten wider, noch moralisch zu rügen, tat König Kreon alles in seiner ach weltlichen Macht stehendes, zu schützen seines Volks – des Volks Thebens – Torheit allein, nicht fehlerhaftes Verhalten, viel mehr, die schutzbeweisende lenkende Hand König Kreons, wahrte den Frieden in uns’rer Stadt.

Verteidiger setzt sich

4. Richter: So bewahret Ruhe! Die Taten, wie auch immer, sollen nun

Licht getrunken erscheinen durch Wort des Übels Anfang, dem Wächter.

Wächter steht auf

War es Euer alleiniges Verschulden, den Leichnam Polyneikes’ aus den Augen gelassen zu haben?

5. Wächter: Keineswegs, oh Richter, doch in einem Moment der

Unachtsamkeit – nein – ich warf mein Aug’ grad’ zu einem Schatten, als ich kurz darauf den bedeckten Leichnam des Stadtfeinds Polyneikes erblickte. In der Sekunde eilte mir die Pflicht in den Kopf Kreon in Kenntnis zu setzen, dass ein Unhold hat bedeckt, wider den weltlichen Gesetzen Kreons – König Thebens – die Leiche mit Staub.

6. Richter: Wie, Wächter, trat dir Kreon in diesem Momente entgegen?

7. Wächter: Oh Richter – wie soll ich sagen – Kreon – er…, er drohte mir

mit dem Tode

Kreon springt auf

8. Kreon: wiederwärtiger Wurm, Erzeugnis einer boshaftigen Sippe…

Verteidiger springt auf

[...]

Ende der Leseprobe aus 3 Seiten

Details

Titel
Fiktiver Gerichtsprozess gegen Kreon (Sophokles' "Antigone")
Hochschule
Friedrich-Schiller-Gymnasium, Calbe (Saale)
Note
1,0
Autor
Jahr
2010
Seiten
3
Katalognummer
V170483
ISBN (eBook)
9783640900398
Dateigröße
407 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Kreon, Antigone, Gerichtsprozess, Sophokles
Arbeit zitieren
Sebastian Hüttl (Autor), 2010, Fiktiver Gerichtsprozess gegen Kreon (Sophokles' "Antigone"), München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/170483

Kommentare

  • Noch keine Kommentare.
Im eBook lesen
Titel: Fiktiver Gerichtsprozess gegen Kreon (Sophokles' "Antigone")


Ihre Arbeit hochladen

Ihre Hausarbeit / Abschlussarbeit:

- Publikation als eBook und Buch
- Hohes Honorar auf die Verkäufe
- Für Sie komplett kostenlos – mit ISBN
- Es dauert nur 5 Minuten
- Jede Arbeit findet Leser

Kostenlos Autor werden