„Betriebe und Unternehmen unterliegen in Zeiten dynamischer Entwicklungen an nationalen und internationalen Märkten einen erheblichen Veränderungsdruck.“ Um diesem Druck stand zu halten, benötigen Betriebe und Unternehmen qualifiziertes Personal. Im betriebswirtschaftlichen Kontext nennt sich dies „Human Resources Management“, welches übersetzt „Personalwesen“ heißt und sich mit dem Personal als Kapital und Ressource eines Unternehmens beschäftigt.
Eine Volkshochschule als öffentliche Weiterbildungseinrichtung der Erwachsenenbildung unterliegt anderen personellen Gegebenheiten als Betriebe oder Unternehmen, welche für gewöhnlich überwiegend festangestellte Mitarbeiter beschäftigen. Eine Volkshochschule zeichnet sich durch eine geringe Anzahl an hauptamtlichen Mitarbeitern und dafür eine deutlich höhere Anzahl an freiberuflichen Mitarbeitern aus. Ebenso gibt es keine genaue Berufsbezeichnung für die Mitarbeitenden einer Volkshochschule.
Den Beruf „WeiterbildnerIn“ gibt es so nicht. Dies wiederum bedeutet, dass es kein genaues Tätigkeitsfeld oder formalisierte Ausbildung für die Arbeit in einer Volkshochschule gibt. Für PädagogInnen mit abgeschlossenem Bachelor oder Diplom/Master-Abschluss gibt es kein spezifiziertes Berufsbild. Das wirtschaftliche Denken ist schon längst Bestandteil der pädagogischen Arbeit, besonders für PädagogInnen in der Erwachsenenbildung geworden. Dennoch besitzen nicht alle ErwachsenenbildnerInnen in einer Volkshochschule die gleichen Qualifikationen. Aus diesem Grund stellt sich folgende Frage: „Welche besonderen Herausforderungen hat eine Volkshochschule in Bezug auf die Personalentwicklung mit ihrer Mitarbeiter-Zusammensetzung?“
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- Janin Rosenberger (Author), 2021, Herausforderungen der Personalentwicklung am Beispiel der Volkshochschule, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1705260