Reflexion eines Junglehrers: Doppelstunde zum Thema "Kommunikation" in der Klassenstufe 6


Unterrichtsentwurf, 2008

15 Seiten


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1. Rollenbeschreibung, Selbsteinschätzung

2. Mein Unterricht

3. Meine Theoriebasis

4. Meine Hospitationen

5. Schlussbetrachtung

1. Rollenbeschreibung, Selbsteinschätzung

Nach Abschluss meines Studiums (Bewegung und Sport, P.P.) freue ich mich schon richtig auf meine ersten Unterrichtstunden. Mir ist noch nicht ganz klar, wie diese Stunden ablaufen werden bzw. wie die Schüler/innen auf mich reagieren werden, aber ich blicke ihnen sehr aufgeregt entgegen. Im Gegensatz zu dem Unterrichtsfach Philosophie und Psychologie habe ich im Rahmen des Bewegungs- und Sportstudiums mehrere praxisorientierte Übungen (die so genannten „Methodischen Übungen“) genossen. Daher habe ich in diesem Fach eine ungefähre Vorstellung von dem, was auf mich zukommen könnte.

Da ich die Arbeit mit Kindern und Jugendlichen sehr spannend finde, freue ich mich richtig auf meine ersten Stunden. Bis dato habe ich nicht die möglichen organisatorischen Probleme, die anfänglich in einer neuen Schule, an einem neuen Arbeitsplatz auftreten können bedacht. Damit meine ich konkret den Bewegungs- und Sportunterricht. Ich habe noch keinerlei Ahnung, welches Unterrichtsmaterial bzw. Unterrichtsgegenstände sich wo befinden. Das zu lernen, nimmt sicherlich einige Zeit in Anspruch. Sehr lange werde ich dafür aber hoffentlich nicht brauchen. Auf dieses Problem und ob es wirklich eines gewesen ist, gehe ich in der Schlussbetrachtung aber noch genauer ein.

Nun möchte ich gern meine persönliche Einschätzung, das Unterrichten betreffend vertiefen. Da ich schon während meiner Studienzeit sehr viel mit Kindern und Jugendlichen gearbeitet habe und dies auch sehr gerne getan habe, denke ich, dass das Unterrichten keine übermäßig große Schwierigkeit darstellen wird. Natürlich wird es sicher nicht einfach sein, das ist mir schon klar. Es ist ja schließlich nicht das Gleiche, ob man ein Kind einen Nachmittag genießen darf oder ob sich die Stunden, die man mit diesem Kind verbringt, immer wieder wiederholen. Hierbei entwickelt das Kind einen persönlichen Zugang zu der Lehrperson, vertraut sich ihr an und versucht natürlich auch immer wieder an ihre Grenzen der Belastbarkeit bzw. auch über die Grenzen der Belastbarkeit zu gehen. Das kann eine ziemliche Herausforderung für den Lehrer darstellen. Ich bin sehr neugierig, wie und ob sich das bei mir entwickeln wird.

Ich erwarte mir in meinen beiden Fächern, dass ich durch mein jugendliches Erscheinungsbild - den Bonus, den man als Junglehrer genießen darf – kombiniert mit fachlichem Wissen eine motivierende und animierende Wirkung auf die Schüler/innen versprühen werde. Die Konsequenz für die Schüler/innen daraus sollte eine aktive Teilnahme an meinem Unterricht, sowie reges Interesse an meinen Fächern sein. Ich weiß natürlich auch, dass das dem Idealfall entspricht. Vielleicht setze ich auch zu hohe Ansprüche in meine Unterrichtstätigkeit, aber das wird sich ja in einiger Zeit zeigen.

In meinem Erstfach (Bewegung und Sport) habe ich eine vierte Klasse im Ausmaß von drei Wochenstunden bekommen, in meinem Zweitfach (Philosophie und Psychologie) habe ich ein Wahlpflichtfach in der sechsten Klasse im Ausmaß von zwei Wochenstunden bekommen.

Wenn ich nun die Anfangsphase in der neuen Rolle als Lehrer mit meinen bisherigen Erwartungen und Vorstellungen vergleiche, so muss ich etwas anmerken. Einerseits hab ich das Gefühl aufgrund meines Bonus bei den Schüler/innen gut anzukommen und respektiert zu werden (die Schüler/innen schätzen es, wenn ein Lehrer im Bewegungs- und Sportunterricht fast alle zu absolvierenden Übungen selbst vorzeigen kann), andererseits habe ich aber auch das Gefühl, dass ältere Kollegen einfach mehr Respekt der Schüler/innen genießen. Auf die Ursachen dafür bin ich noch nicht gekommen, werde es aber hoffentlich noch im Laufe des Unterrichtspraktikums. Der Unterricht in meinem zweiten Fach (Philosophie und Psychologie) verläuft meinen Erwartungen entsprechend. Hier schaffe ich es recht gut, fachliches Wissen mit praktischen Übungen/ Spielen und ein wenig Spaß zu kombinieren. Im Großen und Ganzen bin ich mit meinem Einstieg in den Beruf des Lehrers zufrieden.

2. Mein Unterricht

Ich möchte hier gerne eine Unterrichtssequenz aus meinem Zweitfach Philosophie und Psychologie näher betrachten, da mir diese Stunde sehr gut gefallen hat. Da ich, wie bereits erwähnt, in meinem Zweitfach eine Wahlpflichtfachklasse habe, unterrichte ich zwei Stunden in der Woche, und zwar unmittelbar hintereinander, dh. eine Doppelstunde. Außerdem erhebt das Wahlpflichtfach den Anspruch praxisorientierter zu arbeiten, was folgende Lehrgangsthemen zeigen: Beobachten, Wahrnehmen, Beschreiben, Rückmelden, Stimme, Rhetorik, Präsentation, Kommunikation, Gruppen (-prozesse), Konkurrenz, Aktives Zuhören, Gesprächsführung, Moderation,…

Dieses Wahlpflichtfach wurde den Schüler/innen als Wahlpflichtfach P.P. „Soziale Kompetenz“ angeboten. In meiner Sequenz geht es um Kommunikation. Im Folgenden möchte ich kurz die Doppelstunde und deren Schwerpunkte skizzieren, sodass man sich sehr gut vorstellen kann, was in dieser Einheit passiert ist.

Thema der Doppelstunde: Kommunikation

Theoretischer Teil:

- Schulz von Thun und die Struktur der Kommunikation: Sender und Empfänger

Jede Nachricht ist vom Sender an einen Empfänger gerichtet. Die Nachricht enthält verschieden Aspekte, und kann somit unterschiedlich aufgefasst werden;

als Selbstoffenbarung, als Sachinhalt, als Appell oder auf der Beziehungsebene. In einer Diskussion kann jeder Kommunikationsteil sowohl Sender als auch Empfänger sein.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

- Die 5 Kommunikationsaxiome nach Watzlawik (Handout, das gemeinsam gelesen wird)

1. Der Mensch kann nicht nicht kommunizieren.
2. Jede Kommunikation hat einen Inhalts- und einen Beziehungsaspekt. Der letztere bestimmt den ersteren.
3. Jeder Kommunikationsprozess ist von der Interpunktion der Kommunikationspartner abhängig.
4. Jeder Mensch kommuniziert sowohl in digitaler als auch gleichzeitig in analoger Form.
5. Kommunikationsprozesse sind entweder symmetrisch oder komplementär strukturiert.

- Verbale Kommunikation

Die verbale Kommunikation bezeichnet die sprachliche Ebene der Kommunikation.

Kommunikation ist jede Art von Beziehung zwischen Menschen: Sie umfasst alles, was Beeinflussung durch andere Menschen darstellt. Kommunikation ist der umfassende Begriff- sie ist ein Grundbedürfnis des Menschen.

[...]

Ende der Leseprobe aus 15 Seiten

Details

Titel
Reflexion eines Junglehrers: Doppelstunde zum Thema "Kommunikation" in der Klassenstufe 6
Autor
Jahr
2008
Seiten
15
Katalognummer
V170567
ISBN (eBook)
9783640913015
ISBN (Buch)
9783640913107
Dateigröße
484 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Reflexion, Unterrichtsreflexion, Unterricht, Schule, Stundenvorbereitung
Arbeit zitieren
Magister Rainer Hofmann (Autor), 2008, Reflexion eines Junglehrers: Doppelstunde zum Thema "Kommunikation" in der Klassenstufe 6, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/170567

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