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Integration der Angehörigenarbeit in die Delirprävention und Delirtherapie akutstationär versorgter Patient:innen mit Delir

Ein Scoping-Review

Titel: Integration der Angehörigenarbeit in die Delirprävention und Delirtherapie akutstationär versorgter Patient:innen mit Delir

Masterarbeit , 2025 , 102 Seiten , Note: 1,1

Autor:in: Anonym (Autor:in)

Gesundheit - Pflegewissenschaft
Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Ziel der folgenden Untersuchung ist es, die verschiedenen Möglichkeiten der Angehörigenarbeit zu erforschen und zu ermitteln, wie diese Ansätze auf die Angehörigenintegration von Patient:innen mit Delir im akutstationären Setting übertragen werden können. Das nachfolgende Scoping-Review befasst sich mit der Thematik: „Integration der Angehörigenarbeit in die Delirprävention und Delirtherapie akutstationär versorgter Patient:innen mit Delir“. Ein Delir ist definiert als eine akut einsetzende Erkrankung, die mit kognitiven Schwankungen einhergeht. Delirien können mithilfe von präventiven und nicht medikamentösen Maßnahmen verhindert oder abgeschwächt werden. Die Einbeziehung von Angehörigen in die Delirtherapie eines Patienten wirkt sich positiv auf die Patientenergebnisse aus. Ein auf Patient:innen ausgerichteter Ansatz erfordert die Integration von Angehörigen in die Klinikumgebung und -routine. Die zu untersuchende Population sind hospitalisierte Patient:innen über 18 Jahre mit deren Angehörigen. Es wurden Studien inkludiert, denen das Konzept „Delir“ präventive und therapeutische Maßnahmen durch Angehörige zugrunde liegt. Das Setting befasst sich mit den akutstationären Versorgungseinrichtungen. Ziel war es, die veröffentlichten Informationen zu der Integration der Angehörigenarbeit in die Delirprävention und Delirtherapie von akutstationär versorgten Patient:innen zusammenzufassen. Die einzelnen Evidenzquellen wurden nicht kritisch bewertet. Es wurden 20 Studien und ein Positionspapier identifiziert. Die Ergebnisse werden später anhand einer selbsterstellten Abbildung dargestellt. Wesentliche Erkenntnisse sind, dass eine funktionierende Zusammenarbeit zwischen Angehörigen und Pflegefachpersonen bestehen muss, um den Anforderungen des Versorgungsbedarfs gerecht zu werden. Daher bilden Angehörige und professionell Pflegende ein Team, um die individuellen Bedürfnisse der Betroffenen abzudecken. Interprofessionell ausgerichtete Mehrkomponentenprogramme zur Delirprävention und ‑therapie verbessern langfristig die Lebensqualität der Betroffenen und senken die negativen Folgen. Der Nachweis der Wirksamkeit innerhalb settingübergreifender Ansätze erfordert weitere Forschungen, die besonders aufwendig sind.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

  • Abstract
  • Einleitung
  • 1. Delir – medizinische Grundlagen
    • 1.1 Definition und Symptomatik
    • 1.2 Epidemiologie, Pathophysiologie und Risikofaktoren
    • 1.3 Beziehung zwischen Delir und Demenz
    • 1.4 Ansätze der Delirprävention und Delirtherapie
  • 2. Delir im akutstationären Versorgungssetting
    • 2.1 Begriffsklärung System akutstationäres Versorgungssetting
    • 2.2 Bedeutung von Delirien in der akutstationären Versorgung
    • 2.3 Hospitalisierung und Kosten
    • 2.4 Interdisziplinäre Zusammenarbeit und Best Practice
  • 3. Angehörige im Versorgungsprozess
    • 3.1 Begriffsklärung Angehörige
    • 3.2 Bedeutung der Angehörigenarbeit und Angehörigenintegration
    • 3.3 Auswirkungen der Angehörigenarbeit im Behandlungskontext
    • 3.4 Forschungslücke und Relevanz
  • 4. Methodik
    • 4.1 Zielsetzung und Forschungsfrage
    • 4.2 Studiendesign
    • 4.3 Suchstrategie mit Ein- und Ausschlusskriterien
    • 4.4 Datenextraktion und Datenanalyse
  • 5. Zusammenfassung der Ergebnisse
    • 5.1 Aufklärung und Information
    • 5.2 Einbindung in den Pflegeprozess
    • 5.3 Schulung und Beratung
    • 5.4 Entlastung und Unterstützung
    • 5.5 Entlassung
  • 6. Diskussion
  • 7. Empfehlungen auf Basis der wichtigsten Ergebnisse
    • 7.1 Implikationen für die Praxis
    • 7.2 Empfehlungen für zukünftige Forschungen
  • 8. Schlussfolgerung
  • Anhang
  • Literaturverzeichnis

Zielsetzung & Themen

Diese Masterarbeit befasst sich mit der Integration der Angehörigenarbeit in die Delirprävention und Delirtherapie akutstationär versorgter Patient:innen. Das primäre Ziel ist es, die verschiedenen Möglichkeiten der Angehörigenarbeit zu analysieren und zu ermitteln, wie diese Ansätze auf die Angehörigenintegration bei Patient:innen mit Delir im akutstationären Setting übertragen werden können.

  • Erforschung der Möglichkeiten zur Angehörigenarbeit im Kontext von Delir.
  • Analyse der Übertragbarkeit dieser Ansätze auf das akutstationäre Setting.
  • Zusammenfassung des aktuellen Forschungsstands zu Prävention und Therapie von Delir.
  • Beleuchtung der Rolle von Angehörigen im Versorgungsprozess von Delirpatient:innen.
  • Identifizierung von Forschungslücken und Ableitung zukünftiger Forschungsempfehlungen.
  • Erarbeitung praktischer Implikationen für die Pflegepraxis zur Delirversorgung.

Auszug aus dem Buch

3.3 Auswirkungen der Angehörigenarbeit im Behandlungskontext

Es gibt einen wissenschaftlichen und fachlichen Konsens darüber, dass Delir-Geschehen neben den individuellen Belastungen auch soziale Auswirkungen in der Familiendynamik nach sich ziehen. Dementsprechend stellen Angehörige von deliranten Patient:innen eine zentrale Zielgruppe im akutstationären Setting dar. Es gilt, ein flächendeckendes und bedarfsorientiertes Unterstützungsangebot zu schaffen. In der akutstationären Versorgungspraxis lässt die Angebotspalette an Versorgungsstrukturen für diese Zielgruppe zu wünschen übrig (vgl. Hornig 2023, o. S). Angehörige haben das Bedürfnis, über die Ursachen, den weiteren Verlauf und die Behandlungsmöglichkeiten der Erkrankungen informiert zu werden. Die Forschungsrelevanz begründet sich aus der pflegewissenschaftlichen Perspektive. Es gehört zur Aufgabe einer Pflegefachperson, Familie und Angehörige in die Patient:innenversorgung einzubeziehen. Dies gibt auch die Studie von Meilak et al. 2019 wieder. Die Autor:innen untersuchten qualitativ mit halbstrukturierten Interviews die Ansichten von Patient:innen mit Delir und deren Angehörigen zu Interventionen zur Minimierung des Leidens im Zusammenhang mit dem postoperativen Delir. Fünf Angehörige gaben an, dass sie vor der Delir-Episode noch nie von einem Delir zuvor gehört hatten. „Angehörige haben das Gefühl von Frustration, Verwirrung und Sorge, die durch ihr mangelndes Wissen über die Erkrankung entstanden sind, beschrieben.“ Sie waren der Meinung, dass ein Vorwissen und die entsprechende Aufklärung die Situation verbessert hätten“ (Meilak et al. 2019, S. 232). Interessant zu erwähnen ist, dass ein nicht vorhandenes Wissen über Delir keine negativen Auswirkungen auf die Angehörigen hatte. Es wurde dennoch als hilfreich und nützlich genannt, um die Betroffenen besser zu verstehen und zu beruhigen (vgl. Meilak et al. 2019, S. 232). Sie beschreiben, dass sowohl Patient:innen als auch deren Angehörige die emotionalen Auswirkungen spüren. Sie teilten in den Interviewsituationen ihre Ängste, mitunter die Sorge, dass sich ihre Wahrnehmung negativ auf ihren Angehörigen auswirken könnte (vgl. Meilak et al. 2019, S. 232).

Zusammenfassung der Kapitel

1. Delir – medizinische Grundlagen: Dieses Kapitel klärt die medizinischen Grundlagen des Delirs, einschließlich Definition, Symptomatik, Epidemiologie, Pathophysiologie, Risikofaktoren, die Beziehung zwischen Delir und Demenz sowie Ansätze zur Delirtherapie und -prävention.

2. Delir im akutstationären Versorgungssetting: Hier wird das akutstationäre Versorgungssetting definiert und seine Bedeutung für die Delirversorgung dargelegt, wobei auch die Folgen der Hospitalisierung, Kosten und Konzepte interdisziplinärer Zusammenarbeit thematisiert werden.

3. Angehörige im Versorgungsprozess: Dieses Kernkapitel definiert Angehörige, beleuchtet die Bedeutung der Angehörigenarbeit und -integration, analysiert deren Auswirkungen im Behandlungskontext und identifiziert Forschungslücken sowie die Relevanz des Themas.

4. Methodik: Das Kapitel beschreibt das Studiendesign eines Scoping-Reviews, die Zielsetzung und Forschungsfrage basierend auf dem PCC-Schema, die Suchstrategie mit Ein- und Ausschlusskriterien sowie die Datenextraktion und -analyse der inkludierten Studien.

5. Zusammenfassung der Ergebnisse: Die Ergebnisse der Untersuchung werden zusammengefasst und anhand von Unterkategorien wie Aufklärung, Einbindung in den Pflegeprozess, Schulung, Entlastung und Entlassung dargestellt.

6. Diskussion: Dieses Kapitel diskutiert die gewonnenen Erkenntnisse im Kontext der Forschungsfrage, vergleicht sie mit früheren Studien und beleuchtet die Wirksamkeit und Herausforderungen der Angehörigenintegration.

7. Empfehlungen auf Basis der wichtigsten Ergebnisse: Basierend auf den Forschungsergebnissen werden konkrete Empfehlungen für die pflegerische Praxis und für zukünftige Forschungen zur Angehörigenintegration im Delirmanagement gegeben.

8. Schlussfolgerung: Das letzte Kapitel fasst die zentralen Fakten zusammen, betont die Wichtigkeit der Angehörigenarbeit und die Notwendigkeit weiterer Forschung zur Überwindung von Barrieren.

Schlüsselwörter

Delir, Delirprävention, Delirtherapie, Angehörigenarbeit, Angehörigenintegration, akutstationäre Versorgung, Scoping-Review, Pflege, Demenz, Interprofessionelle Zusammenarbeit, Risikofaktoren, Patientenergebnisse, Lebensqualität, Unterstützung, Aufklärung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht die Möglichkeiten der Integration von Angehörigenarbeit in die Prävention und Therapie von Delirien bei akutstationär versorgten Patient:innen, um Handlungsempfehlungen für die Praxis abzuleiten und Forschungslücken aufzuzeigen.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Themenfelder sind die Delirprävention und -therapie, die Rolle und Einbindung von Angehörigen im Versorgungsprozess, das akutstationäre Setting sowie nicht-medikamentöse Interventionsansätze.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das primäre Ziel ist es, die verschiedenen Möglichkeiten der Angehörigenarbeit zu analysieren und zu ermitteln, wie diese Ansätze auf die Angehörigenintegration von Patient:innen mit Delir im akutstationären Setting übertragen werden können. Die Forschungsfrage lautet: „Welche Möglichkeiten der Angehörigenarbeit bestehen bereits und wie lassen sich diese auf die Angehörigenintegration von Delirpatient:innen im akutstationären Versorgungssetting übertragen?“

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Zur Beantwortung der Forschungsfrage wurde das methodische Konzept eines Scoping-Reviews gewählt. Dieses Design ermöglicht einen systematischen Überblick über den Stand der Forschungsliteratur und die Identifizierung von Forschungslücken.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil der Arbeit behandelt die medizinischen Grundlagen des Delirs, die Bedeutung von Delirien im akutstationären Versorgungssetting, die Rolle von Angehörigen im Versorgungsprozess, die Methodik der Untersuchung und eine Zusammenfassung der Ergebnisse.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird durch Schlüsselwörter wie Delir, Delirprävention, Delirtherapie, Angehörigenarbeit, Angehörigenintegration, akutstationäre Versorgung, Scoping-Review, Pflege, Demenz, Interprofessionelle Zusammenarbeit, Risikofaktoren, Patientenergebnisse, Lebensqualität, Unterstützung und Aufklärung charakterisiert.

Welche Belastungen erleben Angehörige von Delirpatient:innen laut der Untersuchung?

Angehörige empfinden es als besonders belastend, wenn sie von den Patient:innen nicht mehr erkannt werden und Zeugen von wütendem, irrationalem oder paranoidem Verhalten werden. Sie spüren Frustration, Verwirrung und Sorge aufgrund mangelnden Wissens über die Erkrankung und erleben auch die emotionalen Auswirkungen selbst.

Warum ist die frühzeitige Einbeziehung von Angehörigen in die Delirprävention wichtig?

Die frühzeitige Einbeziehung von Angehörigen ist wichtig, da sie eine nachweislich zu wenig genutzte Ressource in der Delirprävention darstellen. Durch ihre Integration können nicht-pharmakologische Maßnahmen effektiver umgesetzt und die Delir-Inzidenz reduziert werden, was positive Auswirkungen auf Patient:innen und deren Genesung hat.

Ende der Leseprobe aus 102 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Integration der Angehörigenarbeit in die Delirprävention und Delirtherapie akutstationär versorgter Patient:innen mit Delir
Untertitel
Ein Scoping-Review
Hochschule
Evangelische Hochschule Darmstadt, ehem. Evangelische Fachhochschule Darmstadt
Veranstaltung
Masterarbeit
Note
1,1
Autor
Anonym (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2025
Seiten
102
Katalognummer
V1705774
ISBN (PDF)
9783389182093
ISBN (Buch)
9783389182109
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Delir - Angehörige - akutstationäre Setting- Präventive und nicht medikamentöse Behandlung
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Anonym (Autor:in), 2025, Integration der Angehörigenarbeit in die Delirprävention und Delirtherapie akutstationär versorgter Patient:innen mit Delir, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1705774
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Leseprobe aus  102  Seiten
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