In der Hausarbeit geht es um die Begegnungen der Chinesen mit den Menschen auf den japanischen Archipel von 100 vor bis 300 nach Christus. Untersucht wird, ob in den Berichten mit dem Titel „Beschreibung der Ostbarbaren“ sich das traditionelle chinesische Weltbild gegenüber fremden Völkern zeigt. Die Übersetzung der Berichte befindet sich in dem Buch „Auf den Spuren der Ostbarbaren – Zur Archäologie protohistorischer Kulturen in Südkorea und Westjapan“ von Barbara Seyock(2004: S. 50-58)
Inhaltsverzeichnis
- Einleitung
- Theorien zur sozialen Konstruktion eines Weltbildes
- Theorie nach Wendt
- Eigene Annahmen
- Die Begegnungen zwischen Chinesen und „Ostbarbaren“
- Werte und Normen der Chinesen
- Historischer Hintergrund der „Ostbarbaren“
- Textanalyse der „Ostbarbaren“
- Fazit
- Offene Fragen
- Kritik der Methode
- Quellen
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Die Hausarbeit untersucht das traditionelle chinesische Weltbild im Kontext der Begegnungen mit den Menschen auf dem japanischen Archipel im 1. bis 3. Jahrhundert nach Christus. Ziel ist es, herauszufinden, ob sich dieses Weltbild in den Berichten der Chinesen, den sogenannten „Beschreibungen der Ostbarbaren“, widerspiegelt.
- Die Rolle des traditionellen chinesischen Weltbildes bei der Wahrnehmung fremder Kulturen
- Die sozialkonstruktivistische Perspektive auf die Begegnung zwischen China und Japan
- Die Analyse der „Beschreibungen der Ostbarbaren“ im Hinblick auf das chinesische Weltbild
- Die Bedeutung der frühen Beziehungen zwischen China und Japan für die spätere Entwicklung beider Kulturen
- Die Frage, inwieweit die „Beschreibungen der Ostbarbaren“ als Quelle für die Geschichte Japans dienen können
Zusammenfassung der Kapitel
Einleitung
Die Einleitung stellt die Fragestellung der Hausarbeit vor und erläutert den historischen Kontext der Begegnungen zwischen Chinesen und „Ostbarbaren“. Sie beleuchtet die Bedeutung der „Beschreibungen der Ostbarbaren“ als schriftliche Zeugnisse und die Relevanz der Arbeit für die Politische Ideengeschichte Ostasiens.
Theorien zur sozialen Konstruktion eines Weltbildes
Dieses Kapitel diskutiert die sozialkonstruktivistische Theorie nach Wendt und stellt die eigenen Annahmen der Hausarbeit vor. Es wird argumentiert, dass Weltbilder sozial konstruiert werden und dass die Chinesen bereits vor der Begegnung mit den „Ostbarbaren“ ein vorgefertigtes Bild von anderen Kulturen hatten.
Die Begegnungen zwischen Chinesen und „Ostbarbaren“
Dieses Kapitel analysiert die „Beschreibungen der Ostbarbaren“ im Hinblick auf das traditionelle chinesische Weltbild. Es beleuchtet die Werte und Normen der Chinesen, den historischen Hintergrund der „Ostbarbaren“ und die Inhalte der Berichte selbst.
Schlüsselwörter
Die Hausarbeit beschäftigt sich mit dem traditionellen chinesischen Weltbild, den „Beschreibungen der Ostbarbaren“, der sozialkonstruktivistischen Theorie, der Begegnung zwischen China und Japan, den frühen Beziehungen zwischen beiden Ländern und der Geschichte Japans im 1. bis 3. Jahrhundert nach Christus.
Häufig gestellte Fragen
Wer sind die "Ostbarbaren" in diesem historischen Kontext?
Als "Ostbarbaren" bezeichneten chinesische Quellen in der Zeit von 100 v. Chr. bis 300 n. Chr. die Bewohner des japanischen Archipels und Teile der koreanischen Halbinsel.
Welches Weltbild spiegelt sich in den chinesischen Berichten wider?
Die Berichte spiegeln das traditionelle chinesische Weltbild wider, das China als kulturelles Zentrum sah und fremde Völker oft durch eine ethnozentrische Linse als "Barbaren" einordnete.
Welche Rolle spielt die Theorie von Wendt in dieser Arbeit?
Die Arbeit nutzt die sozialkonstruktivistische Theorie nach Alexander Wendt, um zu zeigen, wie Weltbilder und Identitäten durch soziale Interaktion und vorgefertigte Normen konstruiert werden.
Sind die "Beschreibungen der Ostbarbaren" eine verlässliche Quelle für Japans Geschichte?
Die Arbeit untersucht genau diese Frage. Da es aus dieser Zeit kaum japanische Schriftzeugnisse gibt, sind die chinesischen Berichte wertvoll, müssen aber aufgrund ihrer ideologischen Färbung kritisch analysiert werden.
Welches Buch dient als Grundlage für die Übersetzung der Berichte?
Die Arbeit bezieht sich auf das Werk „Auf den Spuren der Ostbarbaren“ von Barbara Seyock aus dem Jahr 2004.
Wie beeinflussten chinesische Werte die Wahrnehmung der Japaner?
Chinesische Normen und Werte setzten den Maßstab für "Zivilisation". Alles, was davon abwich, wurde in den Berichten als fremdartig oder minderwertig kategorisiert, was das Weltbild der Zeit zementierte.
- Arbeit zitieren
- Kay Milbert (Autor:in), 2011, Welches Weltbild steckt hinter den "Ostbarbaren"?, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/170712