Praxisanalyse in der Erwachsenenbildung

Orientierungspraktikum in der Sozialen Arbeit


Praktikumsbericht / -arbeit, 2010

8 Seiten, Note: 1,0


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Das Europahaus A - instituationeller und rechtlicher Rahmen
2.1 Räumlichkeiten

3. Aufgaben und Tätigkeiten wärend des Praktikums
3.1 Ein Blick auf die Hintergründe
3.2 Seminarbegleitung

4. Kompetenzentwickling
4.1 Subjektkompetenz
4.2 Handlungskompetenz
4.3 Feldkompetenz

5. Schlusswort

1. Einleitung

In der folgenden Praktikumsanalyse werde ich die Praxisstelle in der ich mein Orientierungspraktikum im Rahmen des Bachelorstudiums Soziale Arbeit absolviert habe, den instituationalen und rechtlichen Rahmen sowieso Tätigkeitsfelder und Kompetenzentwicklung meinerseits vorstellen.

Für mein Orientierungspraktikum wählte ich den Bereich der europabezogenen Jugend- und Erwachsenenbildung. Tief verwurzelt in meinen persönlichen Interessen befindet sich die europäische Geschichte sowie die deutsch-europäische Gemeinschaft der heutigen Zeit. Durch eine langjährige Migliedschaft im Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge e.V. konnte ich bereits früh Einblicke in Arbeit und Wichtigkeit dieses Feldes erlangen. Auch meine Praktikumsstelle, das Europahaus A des Vereins Deutsch-Niederländische Heimvolks- hochschule e.V. war mir durch die Netzwerkarbeit des Volksbundes schon bekannt.

Ich fragte mich inwieweit es Herausforderungen stellt mit Menschen fremder Kulturkreise umzugehen und was für Kompetenzen es erfordert mit genau diesem Hindernis umzugehen. Meine Lern- und Erkenntnissinteressen lagen also bezüglich einer sog. "interkulturellen Kompetenz" und der Frage, ob diese nicht gurndsätzlich für den Beruf des Sozialarbeiters/Sozialpädagogen wichtig ist.

2. Das Europahaus A - instituationeller und rechtlicher Rahmen

Das Europahaus A ist ein Bildungs- und Tagungszentrum in Ostfriesland. Die Bildungseinrichtung gehört dem Verein Deutsch-Niederländische Heimvolkshochschule e.V. an.

Mit dem Ziel der Versöhnung zwischen Niederländern und Deutschen startete 1956 das Projekt Deutsch-Niederländische Heimvolkshochschulen, das seit 1970 unter dem Namen Europahaus bekannt ist. (vgl. Hennings, I., 2006, S. 5 bis 26 u. S. 62). Dieser neue Name soll das Streben nach einem friedlichen Zusammenleben in Europa zum Ausdruck bringen.

Ein wesentlicher Teil des Leitbildes dieser Einrichtung ist also "Aus der Geschichte lernen". Die Lage im deutsch-niederländischen Grenzgebiet ist nicht zufällig gewählt. In ihrer Entstehung verstand diese Bildungseinrichtung sich eher als Versöhnungsstätte zwischen Deutschen und Niederländern und auch heute ist die Koorperation mit niederländischen Institutionen sowie Bürgerinnen und Bürgern ein wesentlicher Bestandteil. Arbeit und Zielgruppen haben sich allerdings auf gesamt Europa und teilweise auch darüber hinaus ausgeweitet.

Die Deutsch-Niederländische Freundschaft wurde zum Auftrag in ganz Europa für Versöhnung einzutreten und Vorurteile abzubauen.

Dieser auf Europa bezogene Schwerpunkt mag auf den ersten Blick verwunderlich sein, erklärt sich aber in dem geschichtlichen Hintergrund Europas. Dies zu verdeutlichen möchte ich ein Zitat des Vorsitzenden des Volksbundes Deutsche Kriegsgräberfürsorge e.V. anbringen. In seiner Rede auf dem Soldatenfriedhof in Luxemburg 2005 erfasste Jean-Claude Juncker mit bewegenden Worten Wichtigkeit und Ethos des Europaprojektes:

"Wer an Europa zweifelt, wer an Europa verzweifelt, der sollte Soldatenfriedhöfe besuchen. Nirgendwo besser, nirgendwo eindringlicher, nirgendwo bewegender ist zu spüren was das europäische Gegeneinander an Schlimmstem bewirken kann.

Das Nicht-Zusammenleben-Wollen und das Nicht-Zusammenleben-Können, haben im 20. Jahrhundert 80 Millionen Menschen das Leben gekostet. Jede Stunde des Zweiten Weltkrieges hat 1045 Tote gebracht."

Im Laufe der Jahre entwickelte sich dieses vorerst kleine Projekt auf deutsch-niederländischer Ebene zu einem modernen Bildungs- und Tagungszentrum mit europäischem Auftrag.

Das Seminarangebot richtet sich an Teilnehmer aller Altersgruppen und Nationalitäten. Es soll den Austausch untereinander, gegenseitiges Kennenlernen und Toleranz bewirken. Wobei auch fachliche Weiterbildungen nicht zu kurz kommen sollen. Neben dem Gedanken der politischen Bildung, der Bildung als wichtigster Eckpfeiler einer modernen Demokratie - denn Menschen brauchen Bildung um als mündige Bürger in einer Gesellschaft und Demokratie fungieren zu können - steht auch die persönliche Weiterbildung im Vordergrund. Das Europahaus A ist als Heimvolkshochschule anerkannt durch das Land Niedersachsen und agiert nach dem Niedersächsischen Erwachsenenbildungsgesetz (NEGB). Zudem ist es zertifiziert nach LQW, einem anerkannten Qualitätszertifikat auf dem Weiterbildungsmarkt.

Dies trägt dazu bei, dass neben einer Fülle an freien Projekten für das europäische Miteinander, auch Seminare aus dem Bereich der Weiter- und Erwachsenenbildung sowie Bildungsurlaube angeboten werden. Unterteilt ist die Angebotsauswahl in:

- Bildungsurlaube
- Fortbildungen
- Fachseminare
- Jugendprogramm

* z.B. Kurse für Schulklassen

- "Werkstatt Pädagogik"

* Fortbildungen für Eltern

* Fortbildungen für Lehrer und Pädagogen

* Familienseminare

Diese Bereiche bilden ein Umfangeinreiches Jahresprogramm, dessen Hauptaugenmerk auf Schwerpunkten der Gründerzeit liegt, wie Versöhnung, Demokratie und ein friedliches Zusammenleben. Desweiteren beteiligt sich das Europahaus A an einer Vielzahl von Projekten anderer Intutitionen wie dem Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge e.V., dem "Comenius-Projekt" (Ein Schüleraustauschprogramm umliegender Schulen), der jüdischen Gemeinde und vielen weiteren. Im Rahmen meines Praktikums konnte ich detailierte und spannende Einblicke in diese Netzwerkarbeit erlangen.

Den rechtlichen Rahmen der Arbeit des Europahauses stellt das Niedersächsische Erwachsenenbildungsgesetz (NEBG) da. Anders als die meisten Bereiche der sozialpädagogischen Tätigkeit ist das Europahaus weniger eine helfende Einrichtung, sondern eine Bildungsstätte. Grundlage der Arbeit mit den Klienten, Rahmenbedingungen und Finanzierungen leiten sich daher z.B. nicht aus einem der Sozialgesetzbücher (SGB) ab, sondern aus den Verordnungen der Erwachsenenbildung des Landes Niedersachsen. Wichtig sind hierbei nicht nur Gesetze, es gilt auch die Satzung des Niedersächsischen Bundes für freie Erwachsenenbildung e.V. zu beachten. Sie gibt neben Hinweisen zum intitationellen Aufbau auch ethische Richtlinien. Im § 2 Absatz 1 finden sich unter anderem der Auftrag und die Pflicht, eine Förderung der Zusammenarbeit und des Erfahrungsaustausches der Mitglieder zu gewährleisten.

Das Team des Europahauses besteht aus sechs Pädagogen und der Leitung des Hauses, ebenfalls Dipl. Sozialpädagogin. Zwei Buchhalterinnen im Bereich der Verwaltung sowie Angestellten im Bereich Hauswirtschaft und Küche und einem Hausmeister. Ergänzt wird das Ganze durch eine Vielzahl an Zivildienstleistenden, FSJlern und Priktikanten.

2.1 Räumlichkeiten

Die Arbeit des Europahauses, Lernen, Kreativität entwickeln und Menschen fremder Kulturen kennenlernen; All das braucht Platz, Raum, Material.

Mit dem Gedanken eine Bildungs- und Begegnungsstätte zu schaffen die über triste Hörsäle hinausgeht, hat das Europahaus A viel Zeit und Finanzen investiert um die Räumlichkeiten der Einrichtung zu gestalten.

Das Europahaus A bietet 12 Seminar- und Gruppenräume zwischen 18 und 105 qm. Desweiteren stehen ein Fotolabor und eine Medienwerkstatt mit Videoschnittplatz zur Verfügung. Ausgestattet sind die Seminarräume mit Technik wie Digitalkameras, Laptops, tragbaren Mikrofonen, DVD-Player, Diaprojektoren, Beamern und vielem weiteren mehr.

Als Bildungs- und Tagungszentrum bietet das Europahaus auch Übernachtungsmöglichkeiten an. Unter dem Motto "Lernen - Tagen - Leben" finden sich neben Räumlichkeiten für Seminare und der Mensa drei Gästehäuser mit ganz speziellem Ambiente. Das Haus W, das Haus K und das Haus am C. Alle verfügen über 12 bis 18 Einzel- und Doppelzimmer mit Dusche und WC. Natürlichen bieten einige Zimmer auch eine behinderten- und rollstuhlgerechte Ausstattung sowie Internet- und Telefonzugang auf allen Zimmern.

[...]

Ende der Leseprobe aus 8 Seiten

Details

Titel
Praxisanalyse in der Erwachsenenbildung
Untertitel
Orientierungspraktikum in der Sozialen Arbeit
Hochschule
Ostfalia Hochschule für angewandte Wissenschaften Fachhochschule Braunschweig/Wolfenbüttel
Note
1,0
Autor
Jahr
2010
Seiten
8
Katalognummer
V170757
ISBN (eBook)
9783640897797
ISBN (Buch)
9783656483342
Dateigröße
408 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Praktikumsbericht, Praxisbericht, Praktikum, Erwachsenenbildung, Europa, Soziale Arbeit, Sozialpädagogik, Orientierungspraktikum, Praktikumsanalyse, Europa Haus
Arbeit zitieren
Britt Fender (Autor), 2010, Praxisanalyse in der Erwachsenenbildung, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/170757

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