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Kann man mit Hilfe der symbolischen Interaktion soziale Ordnung herstellen?

Titel: Kann man mit Hilfe der symbolischen Interaktion soziale Ordnung herstellen?

Hausarbeit , 2010 , 12 Seiten , Note: 1,0

Autor:in: Daniel Zäck (Autor:in)

Pädagogik - Schulpädagogik
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„Wahre Ordnung, hüte sie. Sie erspart dir Zeit und Mühe.“ Dieses Zitat soll dazu ermahnen, vorgegebene Richtlinien zu befolgen und Dinge zu sortieren. Als Begründung wird das Gewinnen von Zeit und das Ersparen von Anstrengungen angeführt. Eltern, als auch Lehrer wollen Kinder bzw. Schüler dahingehend erziehen, dass sie ein vorgegebenes Verständnis von Ordnung akzeptieren und anhand von Richtlinien ihr Leben gestalten. So hat ein Kinderzimmer aufgeräumt zu sein, eine Schulklasse eine Sitzordnung und der Aufbau eines Aufsatzes eine vorgeschriebene Ordnung zu haben. Ein Kind wird sehr früh mit dem Begriff der Ordnung konfrontiert und soll lernen Ordnungen zu akzeptieren. Doch ist damit wirklich nur die Fähigkeit gemeint Dinge sortieren zu können, sie in eine Reihenfolge zu bringen oder ihnen eine Rangordnung zu geben oder beschreibt der Begriff Ordnung vielmehr, wie das Zusammenleben mit unserer Umwelt und unseren Mitmenschen funktioniert?
Diese Hausarbeit beschäftigt sich mit dem Begriff der sozialen Ordnung und wie diese hergestellt werden kann. Es soll die These verfolgt werden, dass soziale Ordnungen durch Interaktionen zwischen Menschen entstehen. Als Interaktionsraum wird dabei Schule und Unterricht genauer betrachtet. Ausgehend von der Theorie des deutschen Erziehungswissenschaftler Alfred Treml, Unterricht sei simulierte Evolution , soll geklärt werden, inwiefern Interaktionen zwischen Lehrern und Schülern auf die Herstellung von sozialen Ordnungen einwirken. Dabei wird der Ansatz des symbolischen Interaktionismus nach Blumer zugrundegelegt und die Frage gestellt, ob soziale Ordnung in der Schule interaktiv hergestellt werden kann. Dies soll anhand der Forschungsarbeit mit dem Namen learning lessons des amerikanischen Soziologen Hugh Mehan geprüft werden.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Hauptteil

2.1 Begriffsdefinition Interaktion

2.2 Begriffsdefinition symbolischer Interaktionismus

2.3 Begriffsdefinition soziale Ordnung

2.4 Einordnung der Schüler – Lehrer Interaktion in den Gesamtzusammenhang von Schule

2.5 Die interaktive Herstellung sozialer Ordnungen

2.6 Symbolisch – interaktionistische Betrachtung des Schulunterrichts am Beispiel der Forschungsarbeit learning lessons von Hugh Mehan

2.7 Kritik am symbolischen Interaktionismus

3. Schluss

Zielsetzung und Themen der Arbeit

Diese Hausarbeit untersucht die theoretische Annahme, ob soziale Ordnungen im schulischen Kontext durch Interaktionsprozesse zwischen Lehrern und Schülern interaktiv hergestellt werden können. Dabei dient der symbolische Interaktionismus als primärer Forschungsrahmen, um die Dynamik von Unterrichtssituationen als Aushandlungsprozesse zu verstehen.

  • Grundlagen der Interaktion und des symbolischen Interaktionismus
  • Schule als "Schonraum" und Interaktionsraum
  • Interaktive Herstellung sozialer Ordnungen durch Aushandlungsprozesse
  • Kritische Reflexion der symbolisch-interaktionistischen Theorie

Auszug aus dem Buch

2.6 Symbolisch – interaktionistische Betrachtung des Schulunterrichts am Beispiel der Forschungsarbeit learning lessons von Hugh Mehan

Nachdem die Herstellung von sozialer Ordnung durch Interaktion geklärt wurde, soll nun gezeigt werden, wie man Unterricht dem symbolischen Interaktionismus folgend, betrachten kann. Dazu wird eine Studie des amerikanischen Soziologen Hugh Mehan aus dem Jahre 1979 herangezogen, welche ein symbolisch – interaktionistisches Verständnis von Unterricht zugrundelegt und beschreibt, wie soziale Ordnungen im Unterricht entstehen können. Mehan versteht die Interaktion zwischen Lehrer und Schülern als eine Wechselbeziehung und setzt die Akteure in ein symmetrisches Verhältnis. Entgegen einem lehrerzentrierten und autoritären Unterrichtsstil, erweist sich Unterricht nach symbolisch – interaktionistischem Verständnis als schülerorientiert und demokratisch.

Als Grundlage für seine Arbeit bedient sich Mehan Aufzeichnungen lehrergelenkter Unterrichtsstunden in einer Grundschule. Die Interaktion zwischen Lehrer und Schülern in dem Interaktionsraum Unterricht unterteilt Mehan in eine dreiteilige Sequenz, die er „Initiation-Reply-Evaluation“ nennt. So muss zunächst die Initiierung durch den Lehrer stattfinden, beispielsweise in Form einer Frage. Daraufhin erfolgt die Erwiderung durch die Schüler als Antwort auf die gestellte Frage. Dem Lehrer obliegt es danach wiederum die Antwort zu evaluieren, was in Form eines Feedbacks geschehen kann. Durch diese Sequenzierung gelingt es Mehan die Organisation der Interaktion „nachzuzeichnen“.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung führt in die Thematik der sozialen Ordnung ein, stellt die zentrale Forschungsfrage nach der interaktiven Herstellung im schulischen Kontext und skizziert den theoretischen Aufbau der Arbeit.

2. Hauptteil: Der Hauptteil definiert die zentralen Begriffe, ordnet die Lehrer-Schüler-Interaktion in den schulischen Kontext ein, analysiert Aushandlungsprozesse und diskutiert die Anwendbarkeit des symbolischen Interaktionismus anhand von Fallbeispielen sowie kritischer Gegenpositionen.

3. Schluss: Der Schlussteil fasst die wesentlichen Erkenntnisse zusammen, bewertet die Anwendbarkeit des gewählten Forschungsansatzes und reflektiert die Beantwortung der Leitfrage.

Schlüsselwörter

Soziale Ordnung, Interaktion, symbolischer Interaktionismus, Schule, Unterricht, Aushandlungsprozess, Lehrer-Schüler-Interaktion, Initiation-Reply-Evaluation, Konsens, Handlungsspielraum, schulisches Lehren, soziale Struktur, interaktive Kompetenz, didaktische Auswahl, Systemtheorie.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht, ob und wie soziale Ordnungen im schulischen Umfeld durch zwischenmenschliche Interaktionen aktiv konstruiert werden können.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Die zentralen Felder umfassen die Definition von Interaktion, das Verständnis von Schule als Schonraum, die Theorie des symbolischen Interaktionismus sowie die Analyse von Unterrichtsinteraktionen.

Was ist die primäre Forschungsfrage des Autors?

Die zentrale Frage lautet: "Kann man mit Hilfe von Interaktion soziale Ordnungen im Schonraum Schule herstellen?"

Welche wissenschaftliche Methode wird in der Arbeit verwendet?

Die Arbeit nutzt eine theoretische Analyse sowie die kritische Betrachtung empirischer Forschungsarbeiten, insbesondere der Studie "learning lessons" von Hugh Mehan, im Rahmen des symbolischen Interaktionismus.

Welche Aspekte werden im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in begriffliche Definitionen, die theoretische Einbettung der Schule, die Analyse der interaktiven Ordnungsherstellung und eine kritische Auseinandersetzung mit dem gewählten Ansatz.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit am stärksten?

Neben dem zentralen Begriff der "sozialen Ordnung" sind "Interaktion", "Symbolischer Interaktionismus", "Aushandlungsprozess" und "Schonraum Schule" prägend.

Wie bewertet der Autor die Rolle des Lehrers in diesem Prozess?

Der Lehrer wird nicht nur als Wissensvermittler gesehen, sondern als Akteur, der durch planmäßige Impulse und die Steuerung von Aushandlungsprozessen die Unterrichtssituation mitgestaltet.

Welche Kritikpunkte werden am symbolischen Interaktionismus angeführt?

Kritiker bemängeln, dass der unterstellte Konsens zwischen den Akteuren in der Realität oft nicht existiert und dass die Theorie nicht hinreichend erklärt, wie Rahmenbedingungen direkt in das Handeln der Individuen einfließen.

Ende der Leseprobe aus 12 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Kann man mit Hilfe der symbolischen Interaktion soziale Ordnung herstellen?
Hochschule
Helmut-Schmidt-Universität - Universität der Bundeswehr Hamburg  (Professur für Erziehungswissenschaft insbesondere systematische Pädagogik)
Veranstaltung
Seminar - Erziehung als Beziehung
Note
1,0
Autor
Daniel Zäck (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2010
Seiten
12
Katalognummer
V170785
ISBN (eBook)
9783640897919
ISBN (Buch)
9783640897957
Sprache
Deutsch
Schlagworte
kann hilfe interaktion ordnung
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Daniel Zäck (Autor:in), 2010, Kann man mit Hilfe der symbolischen Interaktion soziale Ordnung herstellen?, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/170785
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  12  Seiten
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